AT241965B - Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von RohterpentinInfo
- Publication number
- AT241965B AT241965B AT458862A AT458862A AT241965B AT 241965 B AT241965 B AT 241965B AT 458862 A AT458862 A AT 458862A AT 458862 A AT458862 A AT 458862A AT 241965 B AT241965 B AT 241965B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- turpentine
- exhaust gases
- gases
- sulfur
- cooking liquor
- Prior art date
Links
- 241000779819 Syncarpia glomulifera Species 0.000 title claims description 23
- 239000001739 pinus spp. Substances 0.000 title claims description 23
- 229940036248 turpentine Drugs 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000000605 extraction Methods 0.000 title description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 23
- HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M Sodium hydroxide Chemical compound [OH-].[Na+] HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 14
- 238000010411 cooking Methods 0.000 claims description 11
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 9
- 150000003464 sulfur compounds Chemical class 0.000 claims description 8
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 claims description 7
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims 1
- RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N Dihydrogen sulfide Chemical compound S RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910000037 hydrogen sulfide Inorganic materials 0.000 description 4
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000005708 Sodium hypochlorite Substances 0.000 description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 2
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 2
- 239000007791 liquid phase Substances 0.000 description 2
- SUKJFIGYRHOWBL-UHFFFAOYSA-N sodium hypochlorite Chemical compound [Na+].Cl[O-] SUKJFIGYRHOWBL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 2
- 229910021653 sulphate ion Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 2
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- LSDPWZHWYPCBBB-UHFFFAOYSA-N Methanethiol Chemical compound SC LSDPWZHWYPCBBB-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 description 1
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000029087 digestion Effects 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007800 oxidant agent Substances 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin aus den beim Sulfataufschluss von Holz anfallenden Abgasen. Diese Abgase, die aus dem Zellstoffkocher laufend oder in gewissen Abständen entfernt werden müssen, um einerseits eine gleichmässige Kochung zu erreichen, anderseits Schwierigkeiten bei der Weiterverarbeitung des Zellstoffes und der Lauge zu vermeiden, enthalten Wasserdampf, Terpentindämpfe, Stickstoff (da der Luftsauerstoff durch dieKochlauge absorbiert wird), Schwefelwasserstoff und Merkaptane.
Zur Gewinnung des Terpentins werden nach den bisher üblichen Verfahren, wie ein solches in der deutschen Patentschrift Nr. 549783 beschrieben ist, die Abgase gekühlt und die nichtkondensierbaren Anteile von Wasser und Terpentin abgetrennt, wonach in einer Florentiner-Vorlage anschliessend Wasser und Terpentin geschieden wird.
Dabei verhindert man durch Einbau besonderer Vorrichtungen, z. B. von Ventilbatterien, die die genaue Einstellung einer kleinen Menge an abgezogenem Gas erlauben, soweit als irgend möglich, ein Mitreissen von Lauge aus dem Kocher. Die heissen Abgase gelangen ohne jede Behandlung in den Wärmetauscher und erst die aus diesem abziehenden nichtkondensierbaren Gase werden weiter behandelt. Dadurch wird die flüssige Phase, die aus dem Wärmetauscher abläuft, mit Schwefelwasserstoff, Merkaptan usw. gesättigt. Bei der Rektifikation ergibt sich daher ein Vorlauf, der reich an diesen leicht flüchtigen Stoffen ist und zu Schwierigkeiten führt. Ausserdem liegt der Schwefelgehalt des resultierenden Terpentins verhältnismässig hoch, u. zw. zwischen 1 und 2%.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Mängel und erreicht dies im wesentlichen dadurch, dass man die heissen Abgase mit Substanzen behandelt, die die in ihnen enthaltenen Schwefelverbindungen aufzunehmen vermögen, wonach die so behandelten terpentinhaltigen Dämpfe abgetrennt und kondensiert werden. Es werden also die übelriechenden Stoffe schon vor der Kondensation gebunden und abgetrennt, so dass erfindungsgemäss die flüssige Phase aus dem Wärmeaustauscher dann arm an solchen Schwefelverbindungen ist, wodurch sich die Aufarbeitung und Reinigung des Rohterpentins wesentlich vereinfachen. Der Schwefelgehalt des gewonnenen Terpentins beträgt weniger als 0, 1 und die nichtkondensierbaren Gase enthalten keinen freien Schwefelwasserstoff mehr, so dass sich die Geruchsbelästigung in der Umgebung der Anlage verringert.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird so vorgegangen, dass man die Abgase mit Kochlauge behandelt, vorzugsweise indem man den Abgasvorgang so leitet, dass Kochlauge in zur Aufnahme der Schwefelverbindungen ausreichender Menge von den Gasen mitgeführt wird. Hiebei löst das Alkali der Kochlauge Schwefelwasserstoff und Merkaptane aus dem Abgas. In einem Zyklon oder einer ähnlichen Vorrichtung kann dann die Lauge von den terpentinhaltigen Dämpfen abgetrennt werden. Bei der nachfolgenden Kondensation der Dämpfe erhält man ein Terpentin,
EMI1.1
Durch blosse chemische Weiterbehandlung, z. B. mit Oxydationsmitteln und bzw. oder Säuren, kann aus diesem Rohterpentin ohneDestillation ein als Lösungsmittel verwendbares Produkt erhalten werden.
Während bisher eigene Vorrichtungen vorgesehen wurden, das Mitreissen von Kochlauge zu verhindern, wird erfindungsgemäss der Abgasvorgang bewusst so geführt, dass die Gase Kochlauge mitführen, um dadurch ohne weitere Massnahme von den in ihnen enthaltenen Schwefelverbindungen befreit zu werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Erfindungsgemäss kann als die Schwefelverbindungen aufnehmende Substanz beispielsweise auch Weisslauge oder Natronlauge zur Anwendung kommen.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Abgase aus mehreren Kochern vor der Abtrennung der terpentinhaltigen Dämpfe mit der die schwefelhaltigen Verbindungen aufnehmenden Substanz zu mischen. Die Mischung erfolgt also beispielsweise vor dem Zyklon, wodurch dann immer frische Kochlauge mit hohem Gehalt an wirksamem Alkali den Gasen beigemischt wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren lässt sich beispielsweise beim Betrieb von 6 Kochern mit einer Umtriebszeit von zirka 4 h und kontinuierlicher Gasung Terpentin mit 0, 040/0 Schwefel gewinnen.
Das so gewonnene Rohterpentin kann folgendermassen weiterbearbeitet werden.
EMI2.1
-0/0mes Chlor/l) 30 min lang, lässt die Natriumhypochloritlösung ab, wäscht mit 20 Vol. -0/0 Wasser, an- schliessend 40 min mit 20 Vol.-'%) IS iger Schwefelsäure und dann nochmals mit 20 Vol. -0/0 Wasser. Das
Terpentin ist dann als Lösungsmittel verwendbar. Natriumhypochloritlösung und Schwefelsäure können mehrmals verwendet werden.
Wird die Terpentingasung so geführt, dass, wie bisher, praktisch keine Lauge mitgerissen wird, erhält man ein Terpentin mit einem Schwefelgehalt von l, 4%.
Lässt man dagegen durch den Gasstrom 0, 5 1 Kochlauge pro Sekunde mitreissen und scheidet diese
Lauge dann im Zyklon ab, so vermindert sich der Schwefelgehalt des Terpentins auf 0, 1%.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin aus den beim Sulfataufschluss von Holz anfallenden
Abgasen, dadurch gekennzeichnet, dass man die heissen Abgase mit Substanzen behandelt, die die in ihnen enthaltenen Schwefelverbindungen aufzunehmen vermögen, wonach die so behandelten ter- pentinhaltigen Dämpfe abgetrennt und kondensiert werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Abgase mit Koch- lauge behandelt, vorzugsweise indem man den Abgasvorgang sò leitet, dass Kochlauge in zur Aufnahme der Schwefelverbindungen ausreichender Menge von den Gasen mitgeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als die Schwefelverbindun- gen aufnehmende Substanz Weisslauge oder Natronlauge zur Anwendung kommt.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase aus mehreren Kochern vor der Abtrennung der terpentinhaltigen Dämpfe mit der die schwefelhaltigen Verbindungen aufnehmenden Substanz gemischt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT458862A AT241965B (de) | 1962-06-07 | 1962-06-07 | Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT458862A AT241965B (de) | 1962-06-07 | 1962-06-07 | Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT241965B true AT241965B (de) | 1965-08-25 |
Family
ID=3565891
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT458862A AT241965B (de) | 1962-06-07 | 1962-06-07 | Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT241965B (de) |
-
1962
- 1962-06-07 AT AT458862A patent/AT241965B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2027018A1 (de) | Verfahren zur Ruckgewinnung von verbrauchter Salzsaure Beize | |
| DE1467274B2 (de) | Verfahren zur Aufbereitung von bei der Alkalibehandlung von Bauxit und ähnlichen Roherzen anfallenden Rotschlämmen unter Gewinnung der verwertbaren Bestandteile.-Anm: Mitsubishi Shipbuilding & Engineering Co. Ltd.. Tokio: | |
| DE2429994A1 (de) | Verfahren zur behandlung von abwaessern, die schwefelsaeure und/oder ammoniumsulfat enthalten | |
| DE2310547C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Cellulose aus Lignocellulose-Ausgangsstof fen | |
| AT241965B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Rohterpentin | |
| DE19605243A1 (de) | Verfahren zum Erzeugen von reinem Bleioxid aus verbrauchten Batterien | |
| EP0005270A1 (de) | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Abwässern und gegebenenfalls Abgasen | |
| DE2917780C2 (de) | Verfahren zum Entfernen von Schwefelwasserstoff und Ammoniak aus einem Kokereigas sowie zur Freisetzung von in Kohlewasser gebundenem Ammoniak | |
| DE620932C (de) | Verfahren zur Entfernung schwacher gasfoermiger Saeuren aus Gasen | |
| DE2537640A1 (de) | Verfahren zum abtreiben von gebundenem ammoniak aus den waessrigen kondensaten und abwaessern der verschwelung und verkokung | |
| DE719704C (de) | Verfahren zur Herstellung von Furfuerol | |
| DE1141267B (de) | Verfahren zum Abscheiden fixer Ammonium-salze aus Kokereiabwaessern | |
| DE2651045C2 (de) | Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus einem Gasstrom | |
| DE594949C (de) | Verfahren zur Reinigung von Waessern, insbesondere Abwaessern, unter Abscheidung von in diesen enthaltenen Bestandteilen | |
| DE3151691A1 (de) | Verfahren zur reinigung von abfallschwefelsaeure | |
| DE936331C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von phenolhaltigen Abwaessern | |
| DE517001C (de) | Verfahren zur Entschwefelung der bei der Ammoniakwasser-Entphenolierung umlaufenden Extraktionsmittel | |
| DE2218968A1 (de) | Verfahren zur Entfernung von Quecksilber aus wäßrigen alkalischen Lösungen | |
| DE2506969C2 (de) | Verfahren zur Vermeidung der Geruchsbelästigung der Umwelt beim Konzentrieren von Zellstoffablaugen | |
| DE582044C (de) | Verfahren zur Gewinnung praktisch schwefelfreier Phenolatlauge | |
| DE689045C (de) | auge in hochviscose oder feste Form | |
| DE700846C (de) | rstoff beladenen Waschfluessigkeit | |
| DE640579C (de) | Verfahren zur Herstellung von Ammonsulfat | |
| DE2156391B2 (de) | Verfahren zur gewinnung von zink aus zinkferrithaltigen rueckstaenden | |
| AT118375B (de) | Verfahren zur Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser. |