AT218651B - Verfahren zur Herstellung von linearen Chinacridon-Farbstoffpigmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von linearen Chinacridon-Farbstoffpigmenten

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  Verfahren zur Herstellung von linearen
Chinacridon-Farbstoffpigmenten 
Durch die Arbeiten von Liebermann (Liebigs Annalen 518,   S.     245-259)   ist bekanntgeworden, dass man   2, 5-Diarylaminotersphthalsäuren zu linearen Chinacridonengemäss   folgender Reaktionsgleichung kondensieren kann : 
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 worin die Kerne A noch Substituenten enthalten können. Als Kondensationsmittel, mit denen sich ein   Acridon-Ringschluss, wenn auch mit unbefriedigender Ausbeute,   erreichen lässt, werden Zinkchlorid, Phos- phorpentachlorid, Aluminiumchlorid, Bromwasserstoffsäure u. a. genannt. Die Reinigung der mit diesen
Kondensationsmitteln erhaltenen Ringschlussprodukte ist schwierig und langwierig.

   Mit besserer Ausbeute   verläuft die   Verschmelzung von   2,     -Diarylaminoterephthalsäuren   mit Borsäure bei Temperaturen zwischen   260-330 C   und führt im Vergleich zu den andern Kondensationsmitteln auch zu reineren Produkten. 



   Reine Chinacridone der obigen Formel eignen sich in feiner Verteilung zum Färben von Lacken und plastischen Massen, da sie diese in brillanten gelbstichig bis blaustichig roten Tönen anfärben und neben hervorragender Lichtechtheit auch eine hohe   Lösungsmittel- und. Ausblutechtheit   sowie eine gute thermische Stabilität aufweisen. 



   Die nach dem Verfahren von Liebermann in der Borsäure-Schmelze dargestellten Chinacridone genügen den Anforderungen, die an einen solchen Pigmentfarbstoff gestellt werden, nicht. Infolge der hohen Schmelztemperaturen fällt das Pigment in einem sehr trüben Farbton an und ist von solcher Kornhärte, dass es nach den üblichen Methoden nur sehr schlecht feinverteilt werden kann. Eine anschliessende Reinigung des Rohpigments zur Erzielung des gewünschten klaren Farbtons ist äusserst langwierig und verlustreich.

   Für eine technische Darstellung solcher Chinacridone kommt eine Borsäure-Schmelze in der von   Liebermann angegebenen Form kaum   in Frage, da es ausserordentlich grosse Schwierigkeiten bereitet, eine grössere Menge Ausgangsmaterial innerhalb weniger Minuten auf Temperaturen von 260 - 2700C zu erhitzen und dann nach dem Erstarren die harte Schmelze aus den Kondensationsgefässen zu entfernen und aufzuarbeiten. Es sind also die von Liebermann entweder durch Schmelzen mit Borsäure oder auch durch Kondensation mit einem der angegebenen andern Kondensationsmittel erhaltenen Produkte für einen techni-   schen   Einsatz als Lackfarbstoff bzw. Farbstoff zum Färben von Kunststoffen nicht brauchbar. 



   Es wurde nun gefunden, dass man den Ringschluss zu den linearen Chinacridonen bei erheblich tieferen   Temperaturen, nämlich   zwischen 80 und   145 C,   ausführen kann, wenn man als Kondensationsmittel 

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 Polyphosphorsäure verwendet. Man verfährt dabei so, dass man   2, 5-Diarylaminotersphthalsäurenini! über-   schüssiger Polyphosphorsäure verrührt, einige Zeit auf die Temperatur erhitzt, bei der der Acridon-Ringschluss erfolgt, was zum Teil von der Wahl der Substituenten in den Arylaminoresten abhängig ist, und die Reaktionsmischung dann auf Wasser giesst. Das ausgefallene Chinacridon wird abgesaugt, zur Entfernung von gegebenenfalls noch vorhandenem Ausgangsmaterial mit verdünntem Alkali aufgekocht. wieder abgesaugt und mit heissem Alkohol gewaschen.

   Man kann die Umsetzung auch in Anwesenheit eines indifferenten   Lösungs-oder Verdünnungsmittels,   wie   z. B.   Chlorbenzol, Dichlorbenzol oder Nitrobenzol, durchführen. 



   An Stelle der freien   Diarylaminoterephthalsäuren   kann man auch deren Ester in gleicher Weise zum Ring schliessen. Die 2,5-Diarylamino-terephthalsäureester sind nach den Angaben von Liebermann (Liebigs Annalen 404, S. 272-321) durch Umsetzung von   Succinylobernsteinsäureester   mit aromatischen Aminen unter gleichzeitiger oder nachfolgender Oxydation leicht zugänglich. Die freien Säuren werden daraus durch alkalische Verseifung erhalten. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren in guter Ausbeute erhaltenen Chinacridone sind ohne weitere Reinigung für den Einsatz als Pigmentfarbstoffe brauchbar. Sie besitzen eine geringere Kornhärte als die nach dem Verfahren   von Liebermann erhältlichen Produkte   und lassen sich nach den üblichen Methoden gut in feine Verteilung bringen. Die erhaltenen leuchtend gelbstichig bis blaustichig roten Pigmente weisen die oben angegebenen hervorragenden Echtheiten auf und eignen sich sehr gut zum Färben von Lacken und plastischen Massen. 



     Beispiel l : 40 Gew.-Teile 2, 5-Dianilino-terephthalsäure   werden in   800 Gew.-Teile Polyphos-   phorsäure eingetragen und dann eine Stunde bei   110-1200C verrührt,   Die noch warme Schmelze wird in 5000   Vol.-Teile   Wasser gegeben und das ausgefallene rote Produkt abgesaugt. Der Filterrückstand wird mit   2000 Vol. -Teilenl () Ofoiger   Natronlauge aufgekocht, wieder abgesaugt, mit Wasser neutral, dann noch mit heissem Alkohol gewaschen und getrocknet. Man erhält 30   Gew.-Teile eines   leuchtend blaustichig roten Pulvers, das sich nach entsprechender Feinverteilung zum Farben von Lacken und Kunststoffen, wie Polyvinylchlorid, Polyolefinen oder Polystyrol. hervorragend eignet. 



   Beispiel2 :20Gew.-Teile2,5-Dianilino-terephthalsäure-diäthylesterwerdenin300Gew.-Teile Polyphosphorsäure eingetragen und 2 Stunden auf 125 - 1300C erhitzt. Die Schmelze wird unter Rühren in 2000   Vol.-Teile   Wasser gegeben, abgesaugt und neutral gewaschen. Der tiefgefärbte Filterrückstand wird mit   500-Vol.-Teilen 10O iger   Natronlauge aufgekocht, abfiltriert und mit Wasser und heissem Alkohol gewaschen. Das Produkt löst sich mit tiefblauer Farbe in   lobbiger   alkoholischer Kalilauge und kann aus dieser Lösung mit Wasser in Form tiefroter Flocke. 1 ausgefällt werden. 



   Beispiel 3: 100 Gew.-Teile 2,5-Dianilino-terephthalsäure werden unter Rühren bei 80 - 900C portionsweise in 500 Gew.-Teile Polyphosphorsäure eingetragen. Die verwendete Polyphosphorsäure kann auf verschiedenen Wegen erhalten werden, beispielsweise durch Einrühren von Phosphorpentoxyd in wässerige Phosphorsäure oder durch Aufkonzentrieren einer wässerigen Phosphorsäure im Vakuum auf die gewünschte Endkonzentration. Das Gemisch wird langsam auf 125-1300C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Abkühlen auf   1000C   wird die tiefblaue Schmelze'in ein Gemisch von 1000   Gew.-Teilen   Eis und 500 Gew.-Teilen Wasser gegeben, 1/2 Stunde gerührt und zur Vervollständigung der Hydrolyse 12-15 Stunden stehen gelassen. Das ausgefallene Chinacridon wird abfiltriert und neutral gewaschen.

   Zur Entfernung der sauren Anteile wird der Presskuchen mit einer   l'loigen   Natronlauge 10 Minuten unter Rückfluss erhitzt, abfiltriert und neutral gewaschen. Man erhält nach der Feinverteilung 91   Gew.-Teile   eines roten Pulvers, das Lacke und plastische Massen in blaustichig roten Tönen von sehr guten Echtheitseigenschaften färbt. 



   Beispiel 4 : 50   Gew.-Teile 2, 5-Dianilino-terephthalsäure   werden in 250   Gew.-Teile Polyphos-   phorsäure 1 Stunde unter Rühren auf 1300C erhitzt. Durch langsames Zutropfen von Wasser bei   100-1250C   wird die Schmelze hydrolysiert, das ausgefallene Chinacridon abfiltriert und neutral gewaschen. Nach dem Ausziehen mit heisser   10/piger   Kalilauge erhält man   44, 5 Gew.-Teile   =   99, S i0   eines roten Produktes, das nach entsprechender Feinverteilung als leuchtend blaustichig rotes Pigment verwendet werden kann. 



   Beispiel 5 : 50 Gew.-Teile 2,5-Dianilino-terephthalsäure werden unter Rühren in 750 Gew.-Teile Polyphosphorsäure eingetragen, auf 1300C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Die auf   90c) C abgekühlte   Schmelze wird in 2500 Gew.-Teile Wasser gegeben, das ausgefallene Chinacridon abfiltriert, neutral gewaschen und durch Aufkochen mit   lloiger   Natronlauge von nichtumgesetzter Säure befreit. Man erhält   42, 5 Gew.-Teile   =   951o   der Theorie eines roten Chinacridons, das nach entsprechender Feinverteilung Lacke und plastische Massen in blaustichig roten Tönen von sehr guten Echtheitseigenschaften färbt. 

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