AT236004B - Verfahren zur Herstellung von neuen, von Sulfonsäuregruppen freien Dioxazinfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, von Sulfonsäuregruppen freien Dioxazinfarbstoffen

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AT236004B
AT236004B AT421663A AT421663A AT236004B AT 236004 B AT236004 B AT 236004B AT 421663 A AT421663 A AT 421663A AT 421663 A AT421663 A AT 421663A AT 236004 B AT236004 B AT 236004B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen, von Sulfonsäuregruppen freien
Dioxazinfarbstoffen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen schwerlöslichen und farbkräftigen Dioxazinfarbstoffen der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.1 
 in der Art und   Ar,   je einen Arylenrest der Benzol-oder Naphthalinreihe, der in Farbstoffen übliche Substituenten und ankondensierte Heterocyclen enthalten kann,
X eine primäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe, die sich von Aminen der allgemeinen Formel III 
 EMI1.2 
 worin
R1 ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Cycloalkylgruppe, eine Aralkyloder Arylgruppe,
Ra ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Cycloalkylgruppe oder eine Aralkylgruppe, und
R, und Ra zusammen mit dem Aminstickstoff auch einen Heterocyclus bedeuten,

   ableitet oder die Gruppe-OR bedeuten, worin R durch einen aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest verkörpert ist. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel   II :   
 EMI1.3 
 worin   R'die   für R angegebene Bedeutung hat und Ar    und Ar2 wie   oben definiert sind, zur entsprechenden 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Dicarbonsäureverbindung verseift, diese in ihr Dicarbonsäurechlorid   oder -bromid überführt   und letzteres mit Ammoniak oder einem entsprechenden primären oder sekundären Amin oder einem aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Alkohol oder einer aromatischen Hydroxyverbindung, R-OH, in dem R obige, von   R verschiedene   Bedeutung hat, umsetzt. 



   Mit X werden in erster Linie Gruppen bezeichnet, die sich von Aminen der allgemeinen Formel III ableiten, wie z. B. von Ammoniak, von Alkylaminen, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, n.,   sec..   tert. Butyl-, Octyl- oder Decylamin, von Hydroxyalkylaminen, wie von   ss-Hydroxyäthyl-oder   Y-Hydroxypropylamin, von Alkoxyalkylaminen, wie   ss-Methoxy-oder ss-Äthoxyäthylamin,   oder   y-Meth-   oxypropyl-,   y-Äthoxypropyl- oder   y-Phenoxypropylamin, von   #-Diäthylamino0-alkylaminen,   von Cycloalkylaminen, wie Cyclohexylamin, von Aralkylamine, wie Benzylamin, von Arylaminen, z.

   B. von 
 EMI2.1 
 
Dialkylamino-phenylamin,N-Methyl-N-ss-hydroxyäthylamin, von N-Alkyl-N-cycloalkylaminen, wie N-Methyl-N-cyclohexylamin, von N-Alkyl-N-aralkylaminen, wie N-Methyl-N-benzylamin oder von   N-Alkyl-N-aryl-aminen,   wie   N-Methyl-N-phenyl- oder N-Äthyl-N-phenylamin   oder von cyclischen   sekundären Aminen,   wie von Pyr-   rolidin,   Piperidin oder Morpholin. Besonders schwerlösliche und daher bevorzugte Dioxazine der Formel I 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 eine niedere Carbalkoxygruppe substituiert sind und in p-Stellung zum Sauerstoffatom unsubstituiert oder durch ein Chloratom, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe substituiert sind. 
 EMI3.1 
 



   Die Überführung der Dicarbonsäure in das Dicarbonsäurechlorid oder-bromid kann durch Umsetzung mit Thionylchlorid, Phosphortrichlorid oder Phosphorpentachlorid bzw. den entsprechenden Bromiden, vorzugsweise in organischen Lösungsmitteln und gegebenenfalls in Anwesenheit von Katalysatoren wie Dimethylformamid geschehen. Diese Säurehalogenide werden dann durch Erhitzen mit Ammoniak oder einem entsprechenden Amin, vorzugsweise in einem organischen Verdünnungsmittel, wie z. B. in halogenierten Kohlenwasserstoffen oder überschüssigem Amin, in das entsprechende   Dicarbonsäureamid   der
Formel I oder durch Erhitzen mit einem entsprechenden Alkohol oder dessen Alkalialkoholat bzw. einer entsprechenden aromatischen Hydroxyverbindung oder deren Alkaliverbindung, vorzugsweise in einem Verdünnungsmittel, wie z.

   B. überschüssiger Alkohol, in den entsprechenden Dicarbonsäureester der Formel I übergeführt. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Dioxazinverbindungen der Formel I fallen in hohen Ausbeuten an. 



  Sie kristallisieren meistens schon im heissen Reaktionsgemisch fast vollständig und in sehr reiner Form aus. Sie zeigen die charakteristischen Eigenschaften der Dioxazinfarbstoffe, z. B. blaue Lösungsfarbe in konz. Schwefelsäure und metallischen Glanz der Kristalle. Sie werden durch Abfiltrieren isoliert und durch Auswaschen des Niederschlages mit organischen Lösungsmitteln und wässerigen Säuren oder Basen weiter gereinigt. 



   Die-in organischen Lösungsmitteln schwerlöslichen Dioxazinfarbstoffe sind als Pigmentfarbstoffe verwendbar. Hiefür werden sie mit Vorteil in eine feindisperse Form gebracht und zu diesem Zweck z. B. in Säure gelöst und durch Verdünnen der Lösungen mit Wasser in fein verteilter Form gefällt. Als Lösungsmittel kommen beispielsweise Schwefelsäure, aliphatische oder aromatische Carbonsäuren oder Sulfonsäuren in Frage. Die Feinzerteilung kann jedoch auch durch Mahlen erfolgen, zweckmässig in Gegenwart von Mahlhilfsmitteln, wie durch Lösungsmittel wieder entfernbare anorganische oder organische Salze und gegebenenfalls zusätzlichen Mahlhilfsmitteln, wie organische Lösungsmittel, Säuren oder Basen. 



   Es können bei Raumtemperatur feste oder flüssige organische Lösungsmittel verwendet werden. Man mahlt z. B. die aus dem Reaktionsgemisch isolierten und getrockneten Pigmentfarbstoffe mit entwässertem Calciumchlorid oder mit Natriumsulfat oder Natriumchlorid in Gegenwart von aliphatischen oder aromatischen, gegebenenfalls chlorierten und/oder nitrierten Kohlenwasserstoffen, wie Cyclohexan, Benzol, Toluol, Naphthalin, Mono-,   Di-oder Trichlorbenzol,   Tetrachloräthan oder Nitrobenzol, niederen aliphatischen Ketonen, wie z. B. Aceton, oder niederen aliphatischen Monoalkoholen, beispielsweise Methanol, Äthanol, Methoxy- oder Äthoxyäthanol oder Stickstoffverbindungen, wie Dimethyl- oder Di-   äthylanilin,   Chinolin oder Dimethylformamid.

   In manchen Fällen lassen sich die Pigmente auch durch Mahlen mit organischen Lösungsmitteln, allein ohne Zusatz von Salzen, veredeln. Nach dem Mahlen 
 EMI3.2 
 



   Man erhält so feindisperse, rote, orange, bordeauxfarbene, blaue und violette Pigmente von bemerkenswerter Farbstärke und Reinheit, welche gegenüber den Rohprodukten eine weichere Textur aufweisen. Sie sind zum Pigmentieren von Firnissen, Kautschuk, Lacken, z. B. Einbrennlack und Kunststoffen, wie Polyvinylchlorid, verwendbar. Sie eignen sich auch sehr gut für die Herstellung von Druckfarben für den Papierdruck sowie zum Färben von Viskose- und Cellulosematerial in der Masse. Die mit ihnen erzeugten Drucke zeichnen sich durch eine hohe Farbstärke sowie durch gute Lösungsmittel-, Überlackier-, Migrations- und Hitzeechtheit aus. 



   Weitere Einzelheiten sind aus den nachfolgenden Beispielen ersichtlich. Darin bedeuten Teile, sofern nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist,   Gew.-Teile.   Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.   Gew.-Teile   verhalten sich zu   Vol.-Teilen   wie g zu cm3. 



   Beispiel 1 : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
10 Teile Triphendioxazin-9,   10-dicarbonsäure-diäthylester   werden in 150 Teilen   Sloiger   Schwefelsäure gelöst und während 15 h auf 80-900   erwärmt.   Die tiefblaue Lösung wird in 11 heisses Wasser gegossen und die ausgefallene   Dicarbonsäure   abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 8 Teile einer dunkelgefärbten Verbindung, die beim Verreiben auf Filterpapier einen grünen metallischen Glanz zeigt.

   Als Druckfarbe - hergestellt durch Anreiben der Substanz mit Leinöl und Tonerdehydrat- 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> :ber. <SEP> C <SEP> 64, <SEP> 1 <SEP> H <SEP> 2. <SEP> 68 <SEP> N <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> gef. <SEP> C <SEP> 63,97 <SEP> H <SEP> 2,82 <SEP> N <SEP> 7,35
<tb> 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 pentachlorid in das entsprechende Säurechlorid übergeführt und hierauf das überschüssige Thionylchlorid vollständig abdestilliert, der Rückstand mit einer Lösung von 14 Teilen   p-Chloranilin   in 100 Teilen o-Dichlorbenzol versetzt und das Reaktionsgemisch 2 h auf 1700 erhitzt. Der gebildete Farbstoff wird darauf heiss abfiltriert, mit o-Dichlorbenzol und   Äthanol   gewaschen und getrocknet.

   Das Triphendioxazin-   - 9. 10-dicarbonsäuredi-p-chloranilid   stellt ein braunrotes Pigment von hoher   Licht-und Migrationsecht-   heit dar. 



   Der in diesem Beispiel verwendete Triphendixoazin-9,10-dicarbonsäure-diäthylester kann wie folgt hergestellt werden. 



   4, 9 Teile o-Anisidin werden mit   8, 2 Teilen 2, 5-Dibrom-l, 4-chinon-3, 6-dicarbonsäurediäthylester   in Gegenwart von 0, 9 Teilen Magnesiumoxyd in 200 Teilen Äthanol während 2   hunter Rückfluss   erhitzt. 



  Der entstandene ziegelrote Niederschlag wird heiss abfiltriert, mit Äthanol und Wasser gewaschen und getrocknet. Die so erhaltene Dianilverbindung vom Smp. 2360 wird in   50 Teilen 1. 2-Dichlorbenzol   mit 2, 5 Teilen Benzoylchlorid 4 h auf 170-1750 erwärmt. Aus dem erkalteten Reaktionsgemisch kristallisiert der Dioxazinfarbstoff als ziegelrot gefärbtes Produkt aus, welches sich in konz. Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe löst. In heissen organischen Lösungsmitteln zeigt der Farbstoff eine starke Fluoreszenz. 



   Werden an Stelle von p-Chloranilin die in der nachfolgenden Tabelle 1 in Kolonne I aufgeführten Amine mit dem oben beschriebenen Dioxazindicarbonsäurechlorid umgesetzt, so erhält man ähnlich gute Pigmente. Kolonne II gibt die Lösungsfarbe der Dioxazine in konz. Schwefelsäure. Kolonne III gibt die Farbe der Drucke, wie sie für graphische Zwecke verwendet werden. 

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 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 

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 Beispiel 2 : 
 EMI6.1 
 
Ersetzt man im Beispiel 1 den   Triphendioxazin-9, 10-dicarbonsäure-diäthylester durch   den 3, 7-Dibenzoyl-triphendioxazin-9,10-dicarbonsäurediäthylester, so erhält man die Dicarbonsäure der Formel 
 EMI6.2 
 die als Druckfarbe einen rotstichig violetten Farbton aufweist.

   Wie in Beispiel 1 wird mit Thionylchlorid das Säurechlorid hergestellt und dieses mit Anilin zum entsprechenden Phenylamid umgesetzt. Der auf diese Weise gewonnene Farbstoff stellt ein Pigment von rotbraunem Farbton mit guter Lösungsmittelechtheit dar. 



   Pigmente von sehr ähnlichem Farbton und gleich guter Lösungsmittelechtheit erhält man, wenn an Stelle des Anilins p-Chloranilin, m-Chloranilin,   p-Methylanilin   oder p-Äthylanilin mit dem Säurechlorid der Dioxazin-dicarbonsäure umgesetzt werden. 



   Werden ferner in Beispiel 1 an Stelle des Triphendioxazin-9,10-dicarbonsäure-di-äthylesters Dioxa-   zin-Verbindungen   der allgemeinen Formel 
 EMI6.3 
 verseift, in das Säurechlorid übergeführt und mit Anilin umgesetzt, so erhält man ähnliche Pigmente. Deren Lösungsfarbe in konz. Schwefelsäure ist in der nachfolgenden Tabelle 2 in Kolonne III und deren Farbton in einer damit eingefärbten Polyvinylchloridfolie ist in Kolonne IV beschrieben. 



   Tabelle 2 : 
 EMI6.4 
 

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 EMI7.1 
 
 EMI7.2 
 
 EMI7.3 


Claims (1)

  1. I Z II Lösungsfarbe in Farbe inPATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen, von Sulfonsäuregruppen freien Dioxazinfarbstoffen der allgemeinen Formel I : EMI8.1 in der Ar ! und Ar2 je einen Arylenrest der Benzol- oder Naphthalinreihe, der in Farbstoffen übliche Substituenten und ankondensierte Heterocyclen enthalten kann, X eine primäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe, die sich von Aminen der allgemeinen Formel III :
    EMI8.2 worin R. ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkyl-oder Cycloalkylgruppe, eine Aralkyl- oder Arylgruppe, Rz ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Cycloalkylgruppe oder eine Aralkylgruppe, und R, und Rg zusammen mit dem Aminstickstoff auch einen Heterocyclus bedeuten, ableitet, oder die Gruppe-OR bedeuten, worin R durch einen aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest verkörpert ist, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II :
    EMI8.3 worin R'die für R angegebene Bedeutung hat und Ar und Arz wie oben definiert sind, zur entsprechenden Dicarbonsäureverbindung verseift, diese in ihr Dicarbonsäurechlorid oder-bromid überführt und letzteres mit Ammoniak oder einem entsprechenden primären oder sekundären Amin oder einem aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Alkohol oder einer aromatischen Hydroxyverbindung R-OH, in EMI8.4
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