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Druckgas-Trockenpulver-Feuerlöscher aus einem unter Druck stehenden Vorratsbehälter und einem das Freigabeventil mit dem
Anschluss für die Löschleitung aufnehmenden Kopf
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leitung aufnehmenden Kopf besteht, welcher auch den Traggriff aufnimmt und bei dem der Ventilkörper entgegen der Wirkung einer ihn belastenden Feder durch einen an dem Kopf angelenkten Bedienungshebel in die Öffnungslage verbringbar ist.
Bei diesen Feuerlöschern muss dafür Vorsorge getroffen sein, dass eine ungewollte Betätigung des Bedienungshebels ausgeschlossen ist. Es ist hiezu bekannt, den Bedienungshebel durch einen besonderen Stift zu sichern, der jedoch in der Halterung des Gerätes vorgesehen ist, so dass also der Bedienungshebel bereits beim Abziehen zur Betätigung des Ventiles freigegeben wird. Ein Transport dieses Feuerlöschers nach der Abnahme aus der Halterung bis zum Brandherd muss daher unter besonderen Vorsichtsmassnahmen durchgeführt werden.
Ein anderer Vorschlag sieht die Anordnung eines besonderen Sperrhebels vor, der vor der Betätigung des Bedienungshebels umgelegt werden muss. Es sind hier zwei Handgriffe erforderlich, um das Gerät zur Wirkung zu bringen. Diese Handfeuerlöscher sind weitgehend zur Handhabung durch Laien bestimmt. Sie müssen also so ausgebildet sein, dass sie im Bedarfsfall ohne längeres Überlegen von jedermann benutzt werden können.
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Bolzen verschwenkbaren Traghebels in der Grundstellung, in welcher der Traghebel an den Behälter angeklappt ist, gesichert ist und der Bedienungshebel mit den Gabelnasen vorgeordneten Rastnocken versehen ist. Solange also der Traghebel sich in seiner Grundstellung befindet, ist der Bedienungshebel durch die Rastnocken der Gabelnasen des Traghebels verriegelt.
Mit dem Ausschwenken des Traghebels in die Gebrauchs- oder Traglage geben dann die Rastnocken den Bedienungshebel zrr Betätigung frei. Die beiden Hebel sind dabei so einander zugeordnet, dass der Bedienungshebel von der den Traghebel erfassenden Hand auch betätigt werden kann.
Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, die einen Achsenschnitt durch den oberen Teil eines Druckgas-Trockenpulver-Feuerlöschers wiedergibt.
Der Vorratsbehälter 1 nimmt in einer Mittenaussparung seines Deckels 2 einen fest mit ihm verbundenen Anschlussnippel 3 auf, dessen Durchgang abgestuft ist. Die beiden Absetzungen 4,5 sind mit Gewinde versehen, wobei in die Absetzung 4 eine Büchse 6 eingeschraubt ist. Der Durchgang der Büchse 6 ist von unten nach oben sich verengend abgesetzt, wobei der Teil 7 mit Gewinde versehen ist und einen Hohlstopfen 8 aufnimmt, der eine Membran 9 in der Büchse 6 festklemmt und am unteren Ende ein Steigrohr 10 trägt.
Der Vorratsbehälter 1 ist noch mit einem Anschlussstutzen 11 versehen, der ein Rückschlagsventil nach Art der üblichen Fahrzeugreifenventile aufweist und durch eine Schutzkappe 12 verschlossen ist.
Der Vorratsbehälter 1 kann nach dem Abschrauben der Büchse 6, deren Oberrand zu diesem Zweck für den Ansatz eines Schlüssels ausgebildet ist, werkseitig mit der vorgesehenen Menge an Löschpulver
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gefüllt werden. Dabei kann auch der Hohlstopfen 8 aus der Büchse 6 herausgeschraubt und eine Membran 9 zwischen die wieder miteinander zu verschraubenden Teile 6,8 eingelegt werden. Nach dem Füllen desBehälters 1 wird die Büchse 6 mit dem Stopfen 8 wieder in den Nippel 3 eingeschraubt und der Behälter 1 wird unterAnschluss des Füllventils 11 an eine Druckgasquelle angeschlossen und durch Einleiten von Druckgas unter Betriebsdruck gesetzt.
Der Behälter ist dann einsatzbereit ; er kann beliebig lang gelagert werden, wobei der Druck durch Anschluss eines Prüfgeräte an das Füllventil 11 nachgeprüft und tiber dieses der Fülldruck gegebenenfalls ergänzt werden kann.
Der Behälter 1 bildet mit den von ihm aufgenommenen Teilen somit ein handelsfähiges Erzeugnis, ohne dabei ein Feuerlöscher zu sein. Der Nippel 3 kann dabei im Bereich der Absetzung 5 durch eine eingeschraubte Schutzscheibe verschlossen sein.
Zu einem Feuerlbscherwird der gefüllte Behälter 1 erst, wenn er mit einem Löschkopf versehen wird, der aus einem Gehäuse 13 besteht, das ein Absperrventil mit dem zugehörigen Betätigungsglied und eine Bohrung für den Anschluss der Löschleitung aufnimmt. In dem Ausfllhrungsbeispiel1st das Gehäuse 13 mit einer Achsbohrung versehen, die mehrmals abgesetzt ist. Das untere Ende der Achsbohrung liegt dabei in einem mit Aussengewinde versehenen Zylinderfortsatz 14, der in den Nippel 3 einschraubbar ist.
In die Bohrung 15 des Fortsatzes 14 ist eine Hülse 16 eingeschraubt, die einen als Ventilsitz ausgebildeten Ring 17 an einer Anlageschulter 18 der Bohrung 15 hält.
Über den Ring 17 ist die Achsbohrung des Kopfes 13 auf einen kleineren Durchmesser 19 abgesetzt, von dem eine Querbohrung 20 für den Anschluss der Löschleitung abgezweigt ist. An den Bohrungsdurchmesser 19 schliesst sich eine Engstelle 21 an, über welcher die Achsbohrung in einem oberen Hals 22 wieder erweitert ist.
In dieser Achsbohrung ist der Schaft 23 eines Ventilkörpers 24 geführt, der durch eine Feder 25 in einer Abschlusslage an den Ring 17 gehalten ist. Die Feder 25 ist dabei zwischen einem Dichtkörper 26 in der Halsbohrul1g des Gehäuses 13 und einem Widerlager 27 der Spindel 23 eingespannt.
Die Spindel 23 ist durch einen Bedienungshebel 28 verstellbar, der um einen Bolzen 29 des Kopfes 13 schwenkbar ist.
Der Kopf 13 tragt noch um einen Bolzen 30 schwenkbar einen Traghebel 31, dessen Griffstück in der
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und läuft hier in zwei Gabelnasen 32 aus, die den Bedienungshebel 28 unterfassen. Solange der Traghebel 31 an den Behälter 1 angeklappt ist, kann somit der Bedienungshebel 28 nicht betätigt werden. Der Be- dienungshebel 28 trägt auf der Unterseite eine Quernase 33, die einen Gegenanschlag für die Gabelnase 32 bildet.
Der Ventilkörper 24 ist mit einem Fortsatz in Form eines Hohlzylinders 35 versehen, der mit Mantelaussparungen 36 versehen ist und in ein Ringmesser 34 ausläuft.
Zur Inbetriebnahme muss somit der Traghebel 31 entgegen dem Widerstand derQuernase 33 in die Tragstellung ausgeschwenktwerden, wodurch in der Regel das Löschgerät aus der es aufnehmendeliKlemmhalterung abgezogen wird. Es kann dann der Bedienungshebel 28 von dem Daumen der das Gerät an dem Traghebel 31 haltenden Hand niedergedrückt werden, wobei für die Dauer dieses Niederdrücken der Löschstrahl freigegeben ist. Beim erstmaligen Niederdrücken des Bedienungshebels 28 durchtrennt das Ringmesser34 die Abschlussfolie 9 des Behälters 1. Das Gerät kann somit, solange noch Löschmittel unter Druck in dem Behälter gespeichert ist, immer wieder eingesetzt werden.
Ein nicht dargestelltes Reduzierventil in der Abgabebohrung 20 sorgt dafür, dass, solange der Speicherdruck in dem Behälter 1 den Löschdruck übersteigt, das Löschmittel mit gleichbleibendem Strahl ausgetrieben wird.
Nach dem Erschöpfen des Löschmittelvorrates in dem Behälter 1 wird der Kopf 13 abgeschraubt und auf einen anderen gefüllten und unter Druck stehenden Behälter aufgeschraubt, so dass der Feuerlöscher sofort wieder einsatzbereit ist. Der leere Behälter geht an die Lieferfirma zurück und wird durch diese wieder beladen.