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Greifermechanismus für kinematographische Geräte
Die Erfindung betrifft einen Greifermechanismus mit Kurbelantrieb für kinematographische Geräte, mit einem Greifer, dessen Spitze einen angenähert D-förmigen Weg zurücklegt.
In den bekannten Geräten dieser Art werden gewöhnlich zwei Arten von Greifermechanismen zum intermittierenden Vorschub des Kinofilmes in der Führung des Bildfensters verwendet. Bei einem Mechanismus wird die gekrümmte Bahn der Greiferklaue entweder durch einen Kurbel-oder Nockenmechanismus gesteuert. Der Sinusverlauf der gekrümmten Bahn setzt sich aus dem Eingriff in die Öffnung der Perforierung, dem Vorschub des Filmes, dem Herausziehen der Klaue aus der Perforierung und dem Rücklauf in der Filmebene zusammen. Gemäss einer Ausführung kann die Bahn der Greiferklaue von zwei Exzentern gesteuert werden. Ein solcher Mechanismus ist jedoch kostspielig, da nur mit grösster Genauigkeit hergestellte Exzenter Verwendung finden können und ausserdem die Justierung des Mechanismus sehr schwierig ist.
Wenn ein derartiger Mechanismus den Film in beiden Richtungen antreiben soll, wird der Film durch Zug in einer Richtung in bezug auf den Punkt, in welchem die Resultierende der Kräfte von der Druckplatte auf den Film wirkt, vorgeschoben, wogegen in der entgegengesetzten Richtung der Film durch Druck bewegt wird. Ein häufig vorkommender Nachteil ist das Verdrehen des Filmes und ein unruhiges Bild.
Weiter ist eine Greifereinrichtung mit Kurvengetriebe bekannt, wobei ein um einen festen Zapfen schwenkbarer Greiferrahmen vorgesehen ist, der unter der Wirkung einer Nocke die Fortschaltung des Filmes bewirkt und durch einen in den Schlitz des Rahmens eingreifenden Zapfen nach vorne in die Perforationslöcher des Filmes bewegt wird.
Nach einer anderen Ausführung sind Greifer dieser Art mit einem Kurbelmechanismus versehen. Es ist in diesem Fall nicht sicher, dass die Greiferklaue bei der Vorschubbewegung mit der Perforationsöffnung in Eingriff gelangt. Falls der die Greiferklaue tragende Arm mit der Kurbelstange gelenkig verbunden und durch eine Feder festgehalten wird, kann man für den Fall, dass die Greiferklaue nicht mit der Perforierungsöffnung in Eingriff kommt, zwar verhindern, dass die Greiferklaue elastisch nachgibt, bevor sie bei weiterer Bewegung in die nächste Perforierung einschnappt, doch sind derartige, für die Bewegung des Filmes in beiden Richtungen ausgestaltete Greifer gleichfalls ziemlich kompliziert und teuer in der Herstellung (USA-Patentschrift Nr. 2, 702, 491).
Beider zweiten Gattung der Greifervorrichtungen wird ein Klinkenmechanismus verwendet, bei welchem die Greiferklinke in ständiger Berührung mit dem Film steht, diesen jedoch nur in einer Richtung vorschiebt, während sie in der anderen Bewegungsrichtung entlang seiner Oberfläche gleitet. Eine derartige Vorrichtung ist einfacher, und der Film wird in einer geradlinigen Bahn angetrieben, was sich auch auf die Qualität des Bildes auswirkt. Derartige, für den Vorschub des Filmes in beiden Richtungen ausgestaltete Vorrichtungen weisen jedoch eine sehr komplizierte Bauart auf.
Es sind auch Schwinghebelgreifer mit Kurbelantrieb bekannt, bei denen die Gelenke in den orstfesten Drehpunkten in ihrer Lage genau justierbar angeordnet sind, um eine optimale Kurve in der richtigen Lage zum Bildfenster einstellen zu können.
Ferner sind Greifermechanismen mit Kurbelantrieb bekannt, die nicht raumsparend im Apparat unterzubringen. sind und die eine unterschiedliche optimale Kurve der Greiferbewegung aufweisen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung der Nachteile der bekannten Vorrichtungen für
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das intermittierende Reihen von Bildern auf einem Film und eine Vervollkommnang der Greifer mit einem Kurbelmpchanismus zu einem zwangsläufig gesteuerten Verlauf der Kurvenbahn der Greiferk1a. ue, w. obei der Greifer zur Bewegung des Filmes in beiden Richtungen, insbesondere für Aufuahme-Kinogeräte mit doppelt breitem Film verwendbar ist.
Erfindungsgemäss trägt ein Hebel, der an einem Ende an die Antriebskurbel angelenkt ist und am an-
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an ihm zwischen der Antriebskurbel und dem Zapfen in der Nähe des Zapfens angelenkten Greifer, der seinerseits einen Zapfenaufweist, der in einer Führung zirka in seiner Mitte geradlinig und senkrecht zum
Filmband geführt ist, wobei der parallel zum Filmkanal verlaufende Führungsschlitz der ortsfesten Führung in einemSchlittenangebrachtist, der vorzugsweise mittels Schrauben ssnkschtzum FilmkanaI justierbar ist.
Ein besonderer Vorteil des Erfindungsgegenstandes ist die verhältnismässig geringe Grösse des Schwing- hebelgreifers, woraus sich geringes Gesamtgewicht und geringe Masse ergeben.
Der Kurbelhebel ist ausserdem an beiden Enden gelagert, d. h., er ist mit einem Ende an der Kurbel befestigt und mit dem anderen freien Ende in der Führung geführt. Es können daher keine ungünstigen
Schwingungen entstehen. Die Kurbel bewegt den Greifer Über den Kurbelhebel. Dadurch wird der Kurbel- kreis-Durchmesser im Streckenverhältnis der Arme des Kurbelhebels übertragen. Ferner ist auch die ein- fache Justierbarkeit des Verlaufes seiner Kurvenbahn ein besonderer Vorteil.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen an Hand einiger Ausführungsbeispiele dargestellt.
Fig. 1 ist eine Ansicht des erfindungsgemässen Greifers für ein Aufnahme-Kinogerät, die Fig. 2, 3 und 4 zeigen eine schematische Darstellung des Verlaufs der Kurvenbahnen bei verschiedener Anordnung der Führung des Kurbelhebels beim Greifermechanismus.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel veranschaulicht, bei welchem im Gehäuse l eines
Aufnahme-Kinogerätes eine Welle 2 mit einer Kurbel 3 drehbar gelagert ist, welch letztere durch ein
Gelenk 4 mit einem Kurbelhebel 5 in Verbindung steht, der einen Zapfen 6 trägt, welcher in einer im
Schlitten 8 angeordneten geradlinigen Führung 7 gleitet. Der Schlitten 8 kann im Halter 9 mittels Stell- schrauben 10 und 11 justiert werden. Die Bewegungsrichtung der Kurbel ist bei verschiedenen Richtungen des Filmvorschubes mit Pfeilen dargestellt. An den Kurbelhebel 5 ist mittels eines Gelenkes 12 ein Greifer- hebel 13 schwenkbar angeschlossen, welch letzterer einen Zapfen 14 trägt, der in einer Führung 15 gerad- linig bewegbar ist.
Die mit der Perforierung des Films 17 eingreifende Greiferklaue 16 beschreibt eine
Kurvenbahn, deren Lage mit den Schrauben 10 und 11 in geeigneter Weise justiert werden kann. Die graphisch-kinetische Darstellung des Verlaufes der Kurven, welche die einzelnen Punkte bei der Verwen- dung einer geradlinigen Fuhrung 7 beschreibt, ist in Fig. 2 veranschaulicht.
In den weiteren Figuren ist graphisch der Verlauf der Kurvenbahnen bei andern Ausführungsbeispielen dargestellt. Fig. 3 zeigt eine Führung von gekrümmter Gestalt, z. B. in Gestalt eines Kreises, dessen
Halbmesser doppelt so gross als der Halbmesser r der Kurbel ist. und Fig. 4 zeigt eine Führung, gleichfalls von kreisförmiger Gestalt, deren Halbmesser dem Halbmesser r der Kurbel gleich ist. Die Länge der Führung ist dem doppelten Betrag der Exzentrizität r des Antriebsexzenters (Kurbel) gleich oder ist grösser als 2 r.
Die in den Fig. 2 und 4 schematisch dargestellten Grenzfälle von Ausführungen der vorliegenden Er- findung ergeben Kurvenbahnen von entgegengesetzter Gestalt. Das in Fig. 3 dargestellte AusfUhrungsbei- spiel zeigt eine Übergangsform der Kurve, die eine elliptische Gestalt aufweist. Dieser Verlauf der Kur- venbahn ergibt sich, wenn die kreisförmige Führung einen Halbmesser aufweist, der das Doppelte des
Halbmessers r der Kurbel beträgt.