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Schalteinrichtung, die durch anstossende, bewegte Teile mechanisch gesteuert wird
In automatisch zu steuernden Maschinen, die Wagen, Schlitten oder andere bewegte Teile besitzen, ist es notwendig, um die Bewegung der Teile zu überwachen oder zu schalten, auf dem Weg dieser Teile Schalteinrichtungen vorzusehen, die durch einen fest mit diesen Teilen verbundenen Anschlag od. ähnl. Elemente betätigbar sind.
Diese Schalteinrichtungen schliessen oder aber öffnen die Stromkreise von Relaisspulen, Schaltern bzw. Elektronenröhren, welche die ununterbrochene Reihenfolge verschiedener Bewegungen registrieren oder steuern.
Probleme dieser Art ergeben sich auch bei Hebezeugen, besonders bei Fahrstühlen. Schliesslich wünscht man bei Förderketten oft, die durch den Förderer transportierten Gegenstände zu zählen oder zu kontrollieren.
Entsprechend der Verschiedenheit der Anordnung sind die durch den Schalter gegebenen elektrischen Signale nicht immer gleichartig in bezug auf den Weg des bewegten Teiles, das diese herbeiführt.
Man kann durch einen Schalter das Passieren des bewegten Teiles überwachen durch Öffnen oder Schliessen eines Kontaktes oder durch Belassen in dieser Stellung, bis eine andere Bewegung in umgekehrter Richtung auftritt, wodurch der Schalter in seine Anfangsstellung zurückkehrt.
Die für diese Zwecke vorgesehenen Schalter haben dann zwei feste Stellungen für ihre Kontaktstücke ; aber sie können einen Schalthebel besitzen mit einer oder zwei stabilen Stellungen.
Man kann auch elektrische Impulse beim Passieren eines Gegenstandes liefern, d. h. einen Stromkreis während des Passierens vorübergehend schliessen oder öffnen, wonach der Schalter dann selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Allgemein sind die für diesen Zweck bestimmten Schalter für einen symmetrischen Betrieb. Ein aus seiner mittleren stabilen Stellung ausschwenkbarer Hebel kann beim Passieren des Gegenstandes ausschwenken, sei es nach rechts, sei es nach links und alsdann zurückkehren.
Endlich kann auch das Bedürfnis nach einem Schalter mit zwei stabilen Stellungen bestehen, bei dem aber der Übergang von der einen in die andere Stellung nur ein kurzes elektrisches Signal während der Schwenkbewegung erzeugt.
Mit Rücksicht auf den komplizierten Aufbau von automatischen Einrichtungen und auf die häufigen Umschaltungen, denen sie unterworfen sind, ist es wünschenswert, Schalteinrichtungen vorzusehen, die für diese verschiedenen Kombinationen verwendet werden können, sei es zum schnellen Wechseln ihrer Wirkungsweise an. Ort und Stelle, oder sei es, dass man nur eine einzige Schalteinrichtung auf Lager zu haben braucht, die allen Bedürfnissen anpassbar ist.
Durch die vorliegende Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Schalteinrichtung anzugeben, die durch die verschiedenen Kombinationen ihrer Einzelteile erlaubt, alle möglichen Schalt-Programme zu verwirklichen.
Im Vergleich mit den bekannten Einrichtungen dieser Art besitzt die erfindungsgemässe Einrichtung aber den Vorteil einer sehr geringen Anzahl von Hauptteilen, wodurch die Konstruktion einfach und der Preis niedrig gehalten werden kann. Ausserdem gibt die konstruktive Durchbildung der Einrichtung eine
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hohe Widerstandskraft gegen Stösse, die sie erleidet und eine praktisch vollständige Abdichtung gegen Staub und gleichfalls gegen Flüssigkeiten.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Schalteinrichtung, die durch anstossende, bewegte Teile mechanisch gesteuert wird und einen Mikro-Schnapp-Schalter und eine drehbar gelagerte Welle aufweist, auf der am einen Ende ein durch die bewegten Teile schwenkbarer Hebel, in der Mitte eine den Schalter betätigende Kurvenscheibe, und an dem andern Ende eine Rückstellvorrichtung befestigt ist, durch welche Welle und Hebel nach dem Verschwenken in eine stabile Gleichgewichtsstellung gebracht werden können, welche Rückstellvorrichtung aus zwei mit der Welle gleichachsigen Teilen besteht, die durch eine Feder gegeneinander gepresst werden und wobei der eine dieser Teile wenigstens zwei einander diametral gegenüberliegende Vertiefungen und der andere dieser Teile wenigstens zwei einander diametral gegenüberliegende Nocken aufweist, welche in die Vertiefungen eintreten,
wobei der eine dieser Teile mit der Welle auf Drehung gekuppelt ist, wogegen der andere sich lediglich in Richtung der Welle bewegen kann. Bei einer solchen Schalteinrichtung kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass einer der genannten Teile eine zylindrische Achse ist, welche die genannte Welle mittig durchdringt und der andere der genannten Teile ein Formstück ist, welches auf der einen Seite die einander diametral gegen- überliegenden Vertiefungen und auf der andern Seite die beiden einander diametral gegenüberliegenden von je zwei Aussparungen begrenzten Rippen aufweist und dass eine der beiden Stirnflächen des Formstücks durch die genannte axial wirkende Feder gegen die Enden der Achse angepresst ist.
Wenn das Formstück aus abriebfestem Material besteht, das ausserdem einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist, z. B. wie bei Superpolyamiden, können die Enden der zylindrischen Achse direkt mit den Stirnflächen dieses Formstücks in Reibverbindung stehen. Man kann die Reibung auch vermindern, indem man an den Enden der Achse Rollen vorsieht, die dann in Rollkontaltt mit der einen oder der andern Stirnfläche des Formstücks kommen.
Das Formstück hat vorzugsweise einen zylindrischen Umfang und besitzt Ansätze, die wahlweise in verschiedene Nuten eingreifen, die in einem die Welle umgebenden Gehäuse vorgesehen sind, wodurch die Führung des Formstücks bei seiner Längsverschiebung auf der Welle sichergestellt und gleichzeitig die Drehung dieses Formstücks in bezug auf die Welle verhindert ist.
Wenn die V-förmigen Vertiefungen den freien oder mit Rollen versehenen Enden der Achse zugewendet sind, besitzt die Welle und demzufolge der Hebel, den sie trägt, nur eine stabile Gleichgewichtsstellung, die übereinstimmt mit der Lage der Enden der Achse an der tiefsten Stelle der Vertiefungen, und sie können einzig um diese Gleichgewichtsstellung herum elastisch pendeln.
Wenn dagegen die Rippen den Enden der Achse zugewendet sind, dann hat der Hebel zwei stabile Gleichgewichtsstellungen, entsprechend den einander diametral gegenüberliegenden, beiderseits der Rippen vorgesehenen Aussparungen, und er kann keine mittlere Stellung einnehmen, denn die Enden der Achse sind dann auf dem Scheitelpunkt der Rippen in labilem Gleichgewichtszustand in bezug auf das Formstück, das sich ja elastisch in axialer Richtung in seine Ausgangslage zurückbewegen will.
Es ist bereits bekannt, der Drehwelle eines elektrischen Schalters dadurch eine stabile Lage zu verleihen, dass man sich zweier mit der Schalterwelle gleichachsiger Teile bedient, welche mittels einer Feder gegeneinander gepresst werden und von denen der eine zwei diametral einander gegenüberliegende Rippen und der andere zwei ebenfalls diametral einander gegenüberliegende Vertiefungen aufweist, in welche die Rippen eingreifen können und wobei der eine Teil mit der Welle drehbar ist, der andere hingegen lediglich zur Welle axial verschiebbar. Bei diesen älteren Ausführungen ist jedoch jener Teil, der die Vertiefungen aufweist, nur mit einer einzigen wirksamen Stirnfläche versehen und einem Umdrehen zwecks Veränderung der Stabillagen der Welle nicht zugänglich.
Vorzugsweise ist die Kurvenscheibe mit der Welle fest verbunden und besitzt vorteilhafterweise vier Sektoren mit verschiedenen Profilen, die sich paarweise gegenüberliegen, wobei die Sektorenpaare um einen Winkel von ungefähr 900 zueinander verschoben sind, während das Formstück um den gleichen Winkel in bezug auf die Welle gedreht sein kann. Diese Drehung lässt sich dadurch erreichen, dass man in der Ausnehmung für das Formstück Nuten vorsieht, die unter dem gleichen Winkel zueinander angeordnet sind. Somit ist es möglich, durch Wahl einmal der Winkelstellung der Welle und der Kurvenscheibe und zum andern durch Wahl derjenigen Stirnfläche des Formstücks, die zur Zusammenarbeit mit den Enden der Achse vorgesehen ist und durch Bestimmung der Winkellage dieses Formstücks eine Einrichtung zu erhalten, die geeignet ist, acht verschiedene Programme zu liefern.
Verschiedene Kombinationen der Kurvenscheibe und des Formstücks haben jedoch keinen praktischen Nutzen. Um eine Einstellung dieser Kombinationen zu verhindern, kann man die entsprechenden Stellungen des Formstücks ausschalten, indem man am Formstück zusätzliche Ansätze und in der Ausnehmung für das Formstück zu-
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sätzliche Nuten vorsieht, so dass das Formstück nur in ganz bestimmten Winkellagen in die Ausnehmung einsetzbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch die Schalteinrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 in schaubildlicher Dartel- lung die Einzelteile der Einrichtung nach Fig. 1, Fig. 3 die Ansicht der Kurvenscheibe der Einrichtung, Fig. 4 und. 5 die Stirnansichten des Formstücks, Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie VI - VI der Fig. 4 und Fig. 7-10, lla, llb, 12a, 12b verschiedene Stellungen der erfindungsgemässen Schalteinrichtung zur Erläuterung der Wirkungsweise.
Die Schalteinrichtung nach Fig. 1 umfasst ein Gehäuse 1, in dem ein Mikro-Schnapp-Schalter 2 untergebracht ist. Der Knopf 3 dieses Schalters ist durch einen verschiebbaren Stift 4 betätigbar, der durch die im Schalter angeordnete Feder zurückgestellt wird und an seinem Ende eine Schale 6 aufweist, in der eine Kugel 7 gelagert ist, deren Verschiebung durch eine Kurvenscheibe 8 bewirkt wird.
Die Kugel 7 ist in einem Führungsring 9 geführt, der im Kopf 10 der Schalteinrichtung angeordnet ist. In diesen Kopf ist auch eine Büchse 12 eingebaut, die als Lager für die Welle 11 dient, welche mit der Kurvenscheibe 8 fest verbunden ist.
Auf der Welle 11 ist ausserhalb des Kopfes ein Hebel 13 vorgesehen, dessen Winkellage in bezug auf die Welle 11 mittels einer Einstellschraube 13a einstellbar ist. Das Ende des Hebels hat eine zur Zusammenarbeit mit einem bewegten Teil, z. B. einem Schlitten, geeignete Ausbildung (Gabel-, Lyraform od. dgl.). In dem dargestellten Beispiel besitzt dieser Hebel an seinem Ende einfach eine Rolle 14.
Über die Welle 11 ist die Kurvenscheibe 8 mit einer die Welle 11 mittig durchsetzenden, zylindri- schen Achse 15 drehfest verbunden, auf deren aus der Welle 11 hervorstehende Enden je eine zylindrische Rolle 16 aufgesteckt ist. Diese Rollen greifen in einander diametral gegenüberliegende Vertiefungen eines Formstücks 17 ein, dessen äussere Form zylindrisch ist und das einander diametral gegenüberliegende Ansätze 17a besitzt, die in zwei der Längsnuten, beispielsweise 10a, eingreifen, die in die Wandung einer das Formstück aufnehmenden zylindrischen Ausnehmung eingearbeitet sind.
Dieses Formstück 17, das sich infolge seiner Ansätze 17a in bezug auf den Gehäusekopf 10 nicht drehen kann, ist auf der Welle 11 gegen die Kraft einer Feder 19 axial verschiebbar, die einerseits das Formstück gegen die Rollen 16 drückt und anderseits sich gegen die Innenwand eines Abschlussdeckels 20 des Kopfes 10 abstützt.
Um die Führung der Feder 19 sicherzustellen, ist ein zylindrischer Kern 21 im Innern der Feder vorgesehen, der sich einerseits an der inneren Stirnfläche der Welle 11 abstützt und anderseits in einer Aus- drückung 20a des Deckels 20 gelagert ist. Eine Schulter 11a der Welle 11 verhindert, dass die Welle durch die Kraft der Feder 19 verschoben wird und stützt sich an der Büchse 12 ab.
Die mit den Rollen 16 in Verbindung stehende Stirnfläche des Formstücks 17 besitzt wenigstens zwei einander diametral gegenüberliegende, V-förmig ausgebildete Vertiefungen, in welche die Rollen eingreifen. Durch diese Ausbildung kann eine lagefeste Stellung der Welle 11 und folglich des Hebels 13 nur erhalten werden, wenn die Rollen 16 im tiefsten Teil der Vertiefungen liegen, denn die Kraft der auf das Formstück 17 wirkenden Feder 19 bewirkt, dass die Rollen 16 von den seitlichen Schrägflächen zum tiefsten Punkt zurückgeführt werden.
Da die erhabenen und die tiefsten Teile des Formstücks 17 in bezug auf die Mitte immer symmetrisch sind, können, wenn die Kurvenscheibe 8 zwei einander diametral gegenüberliegende Sektoren aufweist, die geeignet sind, bei einer Pendelbewegung der Welle 11 auf verschiedene Weise auf die Kugel 7 zu wirken, Arbeitsprogramme des Schalters 2 durch einfache Drehung der Welle um 1800 erhalten werden, wobei der Hebel 13 eventuell um 180 zurückgedreht werden kann, damit er seine relative Stellung in bezug auf den Kopf beibehält.
Nun ist aber in der Praxis die Pendelbewegung des Hebels 13 beim Zusammenwirken mit einem vorbeigeführten beweglichen Teil auf ungefähr 900, d. h. auf 45 aus der Mittellage nach beiden Seiten hin begrenzt. Die nutzbaren Sektoren der Kurvenscheibe 8 brauchen sich demzufolge nur über ungefähr 900 des Umfangs erstrecken, so dass sich auf dem Umfang dieser Scheibe zwei weitere, einander diametral gegenüberliegende Sektoren anordnen lassen, welche gleiche Ausdehnung besitzen.
Gemäss der Erfindung sind diese beiden andern Sektoren der Scheibe auch zur Zusammenarbeit mit dem Schalter eingerichtet, so dass die Kurvenscheibe 8 vier verschiedene Arbeitsprogramme des Schalters zulässt, wobei das Formstück 17 seinerseits, wie im folgenden beschrieben, verstellt werden kann, um den vier Sektoren zu ermöglichen, dass sie abwechselnd zur Wirkung kommen.
Fig. 3 stellt die Stirnansicht einer Kurvenscheibe dar, die vier verwendbare Sektoren A, B, C und D besitzt. Die Bogenteile der Sektoren dieser Scheibe liegen auf drei konzentrischen Kreisen 1, II, III mit verschieden grossen Durchmessern.
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Der Kreis I entspricht der höchsten Stellung der Kugel 7, d. h. der, in welcher die oberen Kontakte im Mikro-Schnapp-Schalter 2 geschlossen sind.
Der Kreis in entspricht der vollständig eingedrückten Stellung der Kugel 7, d. h. der, in welcher die unteren Kontakte im Schalter geschlossen sind.
Der mittlere Kreis n entspricht einer mittleren Stellung der Kugel 7, in der nach Rückkehr der Kugel in diese Stellung der zuletzt von ihr betätigte obere oder untere Kontakt geschlossen bleibt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ein Mikro-Schnapp-Schalter eine Feder enthält, die sich über mehr als die Hälfte des Weges des Betätigungsknopfes elastisch verformt, bevor sie plötzlich ihre Lage ändert, um einen Stellungswechsel der Kontakte zu bewirken.
Unter diesen Voraussetzungen bewirkt der Sektor A, der zwei Endteile Al und A2 auf dem Kreis III und einen mittleren Teil A3 auf dem Kreis I umfasst, mit seinen Endteilen das Schliessen der unteren Kontakte und mit seinem mittleren Teil das Schliessen der oberen Kontakte.
Der Sektor B bewirkt durch seinen Endteil Bi das Schliessen der oberen Kontakte und durch seinen Endteil B2 das Schliessen der unteren Kontakte, während er durch seinen mittleren Teil B3 auf dem Kreis II den zuletzt betätigten Kontakt in seiner Stellung hält.
Die Sektoren C und D besitzen auf einem Ende den kurzen Teil Cl bzw. D1. der die unteren Kontakte betätigt, und den langen Teil C2 bzw. D2, über dessen Länge die oberen Kontakte sich schliessen können und geschlossen bleiben. Die beiden Sektoren C und D unterscheiden sich jedoch dadurch voneinander. dass die entsprechenden Teile Cl und D an den verschiedenen Enden dieser Sektoren angeordnet sind, so dass der eine die unteren Kontakte betätigt, wenn die Scheibe 8 sich nach rechts dreht und der andere die gleichen unteren Kontakte, wenn die Scheibe sich nach links dreht.
Die Anordnung der vier Sektoren A, B, C und D auf der Scheibe 8 ist so gewählt, dass sich die Sektoren A und C einerseits und B und D anderseits übergreifen und einen gemeinsamen Teil besitzen, während die benachbarten Seiten der Sektoren A und D einerseits und B undC anderseits zwischen sich einen Zwischenraum aufweisen, so dass zur Sicherheit der nutzbare Bogen für jeden Sektor ein wenig grösser als 900 sein kann.
Die auf einem Bogen von 900 begrenzten Sektoren A, B, C und D liegen jeweils paarweise einander diametral gegenüber. Die Winkelhalbierenden der nebeneinanderliegenden Sektoren stehen aber nicht genau senkrecht aufeinander, sondern bilden zwischen sich einen Winkel ct (Fig. 3). Im folgenden soll gezeigt werden, dass diese Anordnung ausserdem erlaubt, mögliche Programme der Schalteinrichtung, die keinen praktischen Nutzen haben und die darum auf der Schalteinrichtung nicht einstellbar zu sein brauchen, auszuschalten.
Das Formstück 17 (Fig. 4 - 6) ist seinerseits wie schon beschrieben, zylindrisch ausgebildet und mit Ansätzen 17a versehen.
In einer Stirnfläche (Fig. 5) besitzt es zwei Vertiefungen 22, die einander diametral gegenüberliegen und V-Form besitzen. Diese Vertiefungen sind in bezug auf die Ansätze 17a symmetrisch. In der andern Stirnfläche besitzt das Formstück vier Aussparungen 23, die paarweise einander diametral gegen- überliegen und in bezug auf die Ansätze 17a symmetrisch angeordnet sind, wobei jedes Paar durch eine Rippe 24 voneinander getrennt ist, deren Scheitelpunkte den tiefsten Stellen der Vertiefungen 22 gegen- überliegen.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, entsprechen die durch die Rippen gebildeten Erhebungen auf der einen Seite des Formstücks den Vertiefungen auf der andern Seite, wodurch es möglich ist, mit einem Formstück von geringer Stärke zwei wesentlich verschiedene Arbeitsstellungen dieses Formstücks durch einfaches Umdrehen des Formstücks zu erhalten.
Wenn die Vertiefungen 22 den Rollen 16 zugewendet sind, können diese Rollen nur eine stabile Stellung einnehmen, wenn sie in der tiefsten Stelle der Vertiefungen 22 liegen. Beiderseits dieser stabilen Stellung sind die Rollen bestrebt, längs den seitlichen Schrägflächen der Vertiefungen 22 in den tiefsten Teil dieser Vertiefungen zu rollen.
Somit nimmt der Hebel 13 normalerweise eine mittlere stabile Stellung ein und kehrt sofort wieder in seine stabile Stellung zurück, wenn er nach rechts oder nach links ausgeschwenkt wird.
Wenn dagegen das Formstück 17 umgedreht wird, d. h. wenn die Aussparungen 23 und die Rippe 24 mit den Rollen 16zusammenwirken, können diese Rollen nicht mit der Rippe 24 in Kontakt bleiben, sondem fallen sofort in eine der Aussparungen 23 zurück, so dass der Hebel 13 zwei stabile Stellungen besitzt, die eine rechts und die andere links, während er in einer mittleren Stellung nicht festlegbar ist.
Weiter besitzt das Formstück 17 einen zusätzlichen Ansatz 25, der zur Mittellinie durch die Ansätze 17a um einen Winkel a. versetzt ist, der dem Winkel zwischen den Winkelhalbierenden der Sektorenpaare AB und CD gleich ist.
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Entsprechend der Anordnung der Ansätze 17a und 25 besitzt der Kopf 10 (Fig. 2) ausser den beiden schon erwähnten, einander diametral gegenüberliegenden Nuten 10a zwei weitere Nuten 10b, die sich auch diametral gegenüberliegen, wobei die Mittellinien durch die Nutenpaare um den Winkel a versetzt sind. Ausserdem weist der Kopf eine fünfte Nut 10c auf, deren Mittellinie mit der Mittellinie der Nuten 10b auch den Winkel a einschliesst.
Wenn nun die Stirnfläche des Formstücks 17, die in Fig. 5 gezeigt ist, den Rollen 16 zugewendet ist, können die Ansätze 17a entweder mit den Nuten 10a oder mit den Nuten 10b in Eingriff stehen, während der zusätzliche Ansatz 25 dementsprechend entweder in die zusätzliche Nut 10c oder in eine der
Nuten lOb eingreift.
Dagegen nimmt der zusätzliche Ansatz 25, wenn das Formstück 17 umgedreht ist, eine symmetrische Stellung in bezug auf seine vorhergehende Stellung ein, so dass das Formstück mit den Ansätzen 17a nur in die Nuten 10a eingreifen kann, während der zusätzliche Ansatz 25 dann in eine der Nuten 10b eingreift.
Man verhindert also in dieser umgedrehten Stellung den Eingriff des Formstücks 17 mit den Ansätzen 17a in die Nuten 10b, da diese Anordnung ohne praktischen Nutzen ist.
Wie im folgenden gezeigt ist, entspricht diese ausgeschaltete Stellung der Arbeitsstellung der Sektoren C und D der Kurvenscheibe 8 mit zwei stabilen Gleichgewichtsstellungen für den Hebel 13.
Durch die Übereinstimmung des Winkels a zwischen den Mittellinien der Sektorenpaare AB und CD einerseits und den Mittellinien der Nutenpaare 10a und 10b anderseits stimmt die Symmetrieebene des Formstücks 17, die durch den tiefsten Teil der Vertiefungen 22 und durch den Scheitelpunkt der Rippe 24 geht, mit der einen oder der andern Winkelhalbierenden der Sektoren AB und CD überein, so dass für jeden dieser Sektoren die (stabile oder labile) Mittelstellung des Hebels mit der Mitte der Sektoren übereinstimmt.
Die Fig. 7 - 12 zeigen demgemäss die verschieden möglichen Arbeitsprogramme der Schalteinrichtung gemäss der Erfindung.
Bei den Anordnungen nach den Fig. 7 - 10 sind die Vertiefungen 22 den Rollen 16 zugewendet, d. h. der Hebel 13 ist, wie oben beschrieben, bestrebt, nach einem Ausschwenken sofort in seine mittlere Stellung zurückzukehren. Ausserdem sind bei den Anordnungen nach Fig. 7 und 8 die Ansätze 17a in den Nuten 10a gelagert, so dass der eine oder der andere der Sektoren A oder B durch Drehung der Welle 11 um ungefähr 1800 und Rückdrehung des Hebels 13 um 1800 tätig sein kann.
Bei der Anordnung nach Fig. 7 (Sektor A tätig) ist in der mittleren Stellung der obere Kontakt geschlossen. Wird beim Vorbeiführen eines bewegten Teiles der Hebel 13 ausgeschwenkt, sei es nach rechts oder nach links, dann wird der obere Kontakt getrennt und der untere Kontakt geschlossen, wonach der Hebelarm 13 sofort in seine mittlere Stellung zurückkehrt. Man erhält folglich bei jedem Zusammentreffen des bewegten Teiles mit dem Hebel einen Stromimpuls auf den unteren Kontakt, sei es dass der Hebel nach rechts oder nach links ausschwenkt.
Wenn dagegen der Sektor B tätig ist (Fig. 8), schliesst der Hebel 13 bei seiner Bewegung nach rechts den unteren Kontakt und nimmt sofort seine mittlere Stellung wieder ein, in welcher jedoch der Kontakt eingeschaltet bleibt, da ja der mittlere Teil B3 des Sektors B auf dem Kreis II liegt.
Wenn der Hebel nach links ausgeschwenkt wird, wird der obere Kontakt geschlossen, und wie zuvor bleibt dieser Kontakt geschlossen, wenn der Hebel 13 sofort in seine Mittellage zurückkehrt.
Mit andern Worten, bei jeder wechselnden Bewegung des Hebels 13 wird der eine oder der andere Kontakt geschlossen und bleibt geschlossen, wenn der Hebel in seine mittlere Stellung zurückkehrt.
Bei der Anordnung nach Fig. 9 und 10 ist das Formstück 17 derart angeordnet, dass seine Vertiefungen 22 den Rollen 16 zugewendet sind und seine Ansätze 17a in die Nuten 10b eingreifen.
Wenn der Sektor C tätig ist (Fig. 9) wird durch ein Ausschwenken des Hebels nach rechts der obere Kontakt getrennt und der untere Kontakt durch den Teil Ci kurzzeitig geschlossen, wonach der obere Kontakt sofort wieder geschlossen wird.
Wenn umgekehrt der Hebel nach links ausgeschwenkt wird, ändert sich an der Kontaktstellung nichts, da die Kugel 7 immer den Teil C2 auf dem Kreis I berührt.
Umgekehrt, wenn der Sektor D tätig ist (Fig. 10), erhält man einen Impuls auf den unteren Kontakt, wenn der Hebel nach links ausgeschwenkt wird und keine Änderung der Kontaktstellung, wenn der Hebel nach rechts ausgeschwenkt wird.
Wenn also das Formstück 17 mit der in Fig. 5 dargestellten Stirnfläche den Rollen 16 zugewendet ist, erhält man Impulse auf den unteren Kontakt, einmal wenn der Sektor A nach beiden Seiten ausgeschwenkt wird, einmal nur beim Ausschwenken nach einer Seite (die vorher bestimmt werden kann), wenn
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einer der Sektoren C oder D tätig ist, oder bei einem ständigen Wechsel der Kontaktstellungen nach jedem Ausschwenken des Hebels in die eine oder andere Richtung, wenn der Sektor B tätig ist.
Wenn man nun das Formstück 17 umdreht, lässt es sich mit seinen Ansätzen 17a, wie man gesehen hat, nur in die Nuten 10a einschieben, d. h., dass einmal der Sektor B und einmal der Sektor A tätig werden kann. In diesem Fall besitzt der Hebel 13 zwei feste Stellungen an den beiden Enden seines Schwenkbereichs.
Wenn der Sektor B tätig ist (Fig. 11a und llb) und der Hebel nach rechts ausgeschwenkt wird, ist der untere Kontakt geschlossen und bleibt durch den Teil B2 geschlossen.
Beim Ausschwenken des Hebels 13 nach links wird der untere Kontakt geöffnet und der obere Kontakt geschlossen, der durch den Teil B geschlossen bleibt. An beiden Enden des Schwenkbereichs ist einer der beiden Kontakte geschlossen und der Hebel festgehalten.
Wenn umgekehrt der Sektor A tätig ist (Fig. 12a und 12b) wird im ausgeschwenkten Zustand des Hebels 13 sowohl nach rechts als auch nach links der untere Kontakt geschlossen und durch die Teile Ai und A2 geschlossen gehalten, während beim Übergang von einer Stellung in die andere der obere Kontakt sich kurzzeitig schliesst, wenn die Kugel 7 die Vertiefung A3 passiert.
Man erhält also bei jedem Ausschwenken des Hebels 13 einen kurzen Impuls auf den oberen Kontakt.
Es ist leicht einzusehen, dass, wenn die Rippen 24 des Formstücke 17 den Rollen 16 zugewendet sind, ein Tätigsein der Sektoren C und D der Kurvenscheibe 8 zu keinem wesentlich andern Ergebnis führt als ein Tätigsein des Sektors B, nämlich dass einer der Kontakte in der einen Stellung des Hebels geschlossen wird und der andere in der andern Stellung.
Beim Tätigsein der Sektoren C und D wäre die Arbeitsweise der Schalteinrichtung nicht symmetrisch, wie es bei Benutzung des Sektors B ist. da sich der obere Kontakt erst am Ende der Bewegung des Hebels schliessen würde, während der untere Kontakt sich gleich zu Beginn der Bewegung in die andere Richtung schliessen würde. Aus diesem Grunde sind diese beiden möglichen Anordnungen bei der Schalteinrichtung vermieden.
Um das Funktionsprogramm der Schalteinrichtung zu wechseln, ist es notwendig, den Abschlussdekkel 20 zu demontieren, die Feder 19 und deren Führungskern 21 herauszunehmen, das Formstück 17 aus seiner Lagerung herauszuziehen, dann die Welle 11 zu drehen, bis der gewünschte Sektor der Kurvenscheibe 8 mit der Kugel 7 in Berührung kommt, die Welle in dieser Stellung zu halten, dann endlich das Formstück 17 in der entsprechenden Stellung wieder einzubauen und danach die Feder, den Kern und den Deckel wieder anzubringen.
Wenn durch das neue Programm die Winkellage des Hebels 13 verändert ist, ist die Schraube 13a zu lösen und der Hebel so zu drehen, dass sein freies Ende in der stabilen bzw. in den stabilen Stellungen, die durch die Schalteinrichtung bestimmt sind, auf der Bahn liegt, auf der der Anschlag läuft, der am bewegten Teil angeordnet ist. Alsdann ist der Hebel wieder auf der Welle festzulegen.
Um die Programmwechsel zu vereinfachen, können die Sektoren der Scheibe 8, die Stirnflächen des Formstücks 17 und die Nuten des Kopfes 10 Unterscheidungszeichen tragen, deren den verschiedenen Programmen entsprechende Kombinationen auf einer Tafel abgebildet sind.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Der Ersatz der beschriebenen technischen Mittel durch ihre patentrechtlichenÄquivalente kann selbstverständlich nicht aus dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung herausführen.
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