AT216659B - Verfahren zum Entfernen von Rußablagerungen u. ahnl. an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln mehr oder weniger fest anhaftenden Belägen, unter Verwendung von Wasser - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von Rußablagerungen u. ahnl. an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln mehr oder weniger fest anhaftenden Belägen, unter Verwendung von WasserInfo
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Description
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Verfahren zum Entfernen von Russablagerungen u. ähnl. an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln : mehr oder weniger fest anhaftenden Belägen, unter Verwendung von Wasser
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Russablagerungen u. ähnl. an den Wänden der Rauchgasftichse von Heizkesseln mehr oder weniger fest anhaftenden Belägen, unter Verwendung von Wasser.
Es Ist allgemein bekannt, dass sich Russ u. ähnl. Beläge mehr oder weniger rasch an den Wänden der Rauchgasfuchse oder andern von den Verbrennungsgasen bestrichenen Flächen in Heiz-, Warmwasser-u. ähnl. Kesseln absetzen, und das Entfernen von solchen an den Fuchswänden mehr oder weniger fest anhaftenden Ablagerungen ist immer eine schmutzige und zeitraubende Arbeit. Der an den Wänden der Rauchgasfüchse festhaftende Belag ist nämlich äusserst schwer zu entfernen, und in gewissen Fällen muss er sogar losgemeisselt werden. Aus diesem Grunde lässt man oft den Russ od. dgl. an den Wänden der Rauchgasfüchse sitzen und muss sich somit mit einem wesentlich herabgesetzten Leistungsgrad des Kessels abfinden.
Meistens wird der Kessel nur bei den amtlich vorgeschriebenen Gelegenheiten gereinigt, aber auch in diesen Fällen lässt das Entfernen des Belags von den Fuchswänden viel zu wünschen übrig.
Erfindungsgemäss wird den Rauchgasfüchsen des abgestellten aber wannen Kessels Wasser in fein verteilter Form in solchem Umfang und solcher Weise zugeführt, dass die Wasserteilchen in grösstmöglichem Ausmass von dem an den Rauchfuchswänden sitzenden Belag aufgesaugt werden und sich überhaupt nicht oder nur ingeringem Umfangwiederansammeln und unter Mitreissen von losen Teilchen in Strömen längs des Belags herabfliessen. Der Kessel wird nun wieder angestellt und/oder seine Leistung derart gesteigert, dass in ihm eine so kräftige und plötzliche Temperaturerhöhung bewirkt wird, dass in dem vom Belag aufgesaugten Wasser eine starke Dampfentwicklung entsteht, die den Belag zersprengt und von den Wänden losreisst.
Das feinverteilte Wasser kann entweder etwa Zimmertemperatur haben oder durch Erhitzung eine erhöhte Temperatur erhalten haben. Es ist weniger gefährlich, aufgewärmtes Wasser zu gebrauchen, denn ein warmer Kessel wird dabei keinen schädlichen Wärmewechslungen ausgesetzt. Die Flüssigkeitszufuhr darf nicht so gross sein, dass sich das Wasser wieder ansammelt und längs der Kesselwände nach unten strömt. Indessen ist es in der Praxis natürlich unmöglich, die Zufuhr des feinverteilten Wassers derart genau zu bemessen, dass sich das Wasser nicht in gewissem Umfang wieder ansammelt und längs der zu reinigenden Flächen herunterströmt und losen Belag mitnimmt.
Ferner darf die Zufuhr nicht so reichlich bemessen sein, dass bei Verwendung von festen Brennstoffen das Feuer im Kessel erlischt oder die Kessellei- stung beträchtlich herabgesetzt wird, so dass die durch die plötzlich gesteigerte Feuerungsleistung und dadurch verursachte Verdampfung des vom Belag aufgesaugten Wassers erzeugte Stosswirkung vereitelt wird.
Die Wärme der Kesselwände führt zu einer schnelleren Dampferzeugung, indem die Fuchswände die erzeugte Wärme nur in begrenztem Umfang aufnehmen und wegleiten, und die Dampferzeugung findet somit explosiv statt und zersprengt den festen Belag stossartig und reisst ihn von den Wänden los. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Kesselwände nicht so warm sein dürfen, dass eine wesentliche Dampentwicklung schon vor der Leistungssteigerung der Wärmequelle erfolgt.
Falls der an den Rauchfuchswänden sitzende Belag derart stark ist, dass er bei einer ersten Behandlung nicht zersprengt und losgerissen wird, kann die Behandlung ein oder zwei Male wiederholt werden, bis der Belag völlig entfernt ist.
Um das Vermögen des Wassers, vom Belag aufgesaugt zu werden, zu steigern oder die beabsichtigte Wirkung der Behandlung anderswie zu erhöhen, kann das Wasser mit Irgendeinem zweckmässigen Zusatzmittel versetzt werden.
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Der Belag wird in hohem Grad von Schwefel und Schwefelverbindungen verursacht. Um vorzubeugen, dass der Schwefel des Belags mit dem zugeftihrten Wasser Schwefeltrioxyd bildet, welcher den Kessel beschädigt, kann dem Wasser Soda zugesetzt werden, was in irgendeiner zweckmässigen Weise vorgenommen werden kann.
Die Zeichnung zeigt eine zweckdienliche Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Es zeigt : Fig. 1 die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 den Zerstäuber der Vorrichtung im Schnitt, und Fig. 3 die Vorrichtung im Gebrauch.
Die Vorrichtung besteht aus einem Zerstäuber1 in der Form einer am Ende eines Wasserzufuhrrohres 2 vorgesehenen Düse und einem Hahn 3 zum Öffnen und Schliessen der Verbindung zwischen dem Rohr 2 und einem zweckmässigen Wasservorrat. Der Hahn3 ist zw eckmässigerweisein eine pistolenartige Tragvorrichtung 4 eingebaut, die mit einem Anschlussstutzen 5 für einen Schlauch 6 versehen ist, der an eine nicht dargestellte Warmwasserleitung angeschlossen ist. Der Zerstäuber 1 besteht aus einem Zerstäuberkörper 7 mit schräggebohrten Zerstäuberkanälen 8, einem Düsenteller 9 mit Löchern 10 und einer Ringmutter 11, die den Dbenteller 9 an seinem Platz vor dem Zerstäuberkörper 7 und einem zwischen diesem und der Ringmutter 11 vorgesehenen Hohlraum 12 festhält.
. Wenn deroben beschriebene Zerstäuber den Wänden 13 eines in Fig. 3 teilweise dargestellten Rauch- gasfucbses 14 entlanggeführt wird, saugt der an der Fuchswand sitzende Belag 15 den von äusserst fein ver- teiltem Wasser gebildeten, aus der Düse heraustretenden Schleier 16 auf. Der Belag 15 wird dann in der im vorhergehenden beschriebenen Weise einem Wärmestoss ausgesetzt, wodurch er zersprengt und von der Fuchswand 13 losgerissen wird.
Von einem auf der Tragvorrichtung 4 angeordneten, nicht dargestellten Behälter, welcher durch die Vorrichtung 4 an einen ebenfalls nicht dargestellten Kanal angeschlossen ist, wird dem in diesem Kanal strömenden Wasser Soda oder ein anderes stUckförmiges Zusatzmittel zugesetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Entfernen von Russablagerungen u. ähnl. an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln mehroderweniger fest anhaftenden Belägen, unter Verwendung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass den noch warmen Wänden der Ranchgasfuchse eines abgestellten Kessels Wasser beliebiger Tem- EMI2.1
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