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Selbsttätige Wage für Mehl und mehlartige Stoffe.
Bei selbsttätigen Wagen, die zur Verwägung von feinkörnigen Materialien, z. B. Getreide dienen, läuft das Material zuerst in einem starken Strome in die Materialschale und füllt diese rasch an. Kurz vor dem Eintreten der Gleichgewichtslage wird aber dieser starke Strom selbsttätig unterbrochen und das Material läuft nur noch in einem oder mehreren dünnen Strahlen in die Schale, was bekanntlich für die Genauigkeit des Wagens
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nicht ohne weiteres geeignet, weil sich die Einlauföffnung, insbesondere die kleinen Einlauf- öffnungen für die verkleinerte Zuströmung sehr leicht verstopfen.
Man hat deshalb, um das Verstopfen zu verhindern, über den Zulauföffnungen Rührvorrichtungen angebracht oder die Zuführung der Wägematerials durch rotierende Schneckenwindungen vorgenommen, die entweder bei ihrer Rotation unmittelbar über die in der Längsseite des Schneckentroges
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der Schnecke durch eine kleine Öffnung in der Stirnwand des Schneckentroges gedrückt werden. Dies darf aber nicht in der Weise geschehen, wie es in der amerikanischen Patentschrift Nr. 585975 dargestellt ist, wo die kleine Öffnung für den feinen Strahl da- durch gebildet wird, dass sich eine Klappe C vor die grosse, der starken Zuströmung dienenden Öffnung 21' schiebt und so die Öffnung verkleinert.
Da das Material von der Schnecke gegen die von der Klappe gebildeten Stirnwand getrieben wird, so ist der Druck auf die grosse Fläche dieser Klappe und die dadurch verursachte Reibung so stark, dass die notwendige Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Bewegung dieser Klappe nicht mehr vorhanden ist, da die Kraft zur Bewegung der Klappe nur von dem Gewicht des in die
Materialschale eingefüllten Wägematerials hergeleitet wird.
Um nun einesteils ein sicheres und gleichmässiges Zufliessen des feinen Strahles zu erzielen, anderseits einen übermässig grossen Druck auf das Ahschliessorgan für die starke Zuströmung zu vermeiden, ist hier die Einrichtung getroffen, dass die grössere Öffnung für die starke Zuströmung des Wäge- materials in der Längsseite, die kleine Öffnung für die verkleinerte Zuströmung in der
Stirnwand eines Troges, in dem eine Transportschnecke rotiert, selbstverständlich mit den orfordorlichen Abschlussorganen, angebracht sind. Der Druck auf das Abschlussorgan für d) f kleine Zuströmung ist wegen der Kleinheit der Druckfläche nicht störend.
Die rotierende Transportschnecke kann auch durch eine rotierende Achse mit schrägen
Flügeln ersetzt sein.
Die Zeichnung enthält eine Ausführungsform der Erfindung. In Fig. 1 und 2 sind verschiedene Stellungen der Mechanismen dargestellt. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie. t- der Fig. l.
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Über der Materialschale a ist der Trog b mit einer darin rotierenden Transport-
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und e geschlossen. Aus dem Trog führt ein weites Rohr f nach der Materiatschale. Ausserdem ist in'der Stirnseite d ein kleines Loch 9 angebracht, unterhalb welchem ein Rohr A ebenfalls nach der Materialschale führt. Unterhalb der Mündung des Rohres schwingt die Absperrklappe i und vor dem Loch 9 die Absperrklappe .
Bei leerer Materialschale wird die Klappe i und auch die Klappe l in bekannter Weise durch die hochstehende Materialschale der Wage offen gehalten. Das Wägematerial wird durch das Rohr m dem Trog b zugeführt und von der Schnecke nach der Wand d transportiert, auf welchem Wege es durch das Rohr f in die Materialschale gelangt (Fig. 1). Noch bevor das dem Gegengewicht it entsprechende Einheitsgewicht in die Materialschale eingefüllt ist, senkt sich letztere, wie ebenfalls bekannt und schliesst dabei die Klappe t und somit den Zufluss durch das Rohr f vollständig ab. Das Loch 9 bleibt noch offen, weil der Arm o der Klappe l an dem Haken p festgehalten ist.
Die rotierende Schnecke c drückt das Wägematerial gegen die Wand d und einen Teil derselben durch das Loch g, welcher Teil in einem dünnen Strahl durch das Rohr h in die Materialschale gelangt. Erst, nachdem genügend Material eingelaufen ist, senkt sich die Materialschale wiederholt, das nach aufwärts verlängerte Gewichtsschalengehänge q stösst gegen den Haken p und löst den beschwerten Arm o aus, so dass die damit verbundene Klappe l sich vor das Loch 9 schiebt und den Zufluss von Wägematerial gänzlich absperrt (Fig. 2).
Damit die Schnecke auch während der Zeit weiter arbeiten kann, wo der Abfluss aus dem Trog teilweise oder ganz unterbrochen ist, ist der Trog soviel über die Schnecke erhöht, dass sich in ihm das während dieser Zeit geförderte Material anstauen kann Um die Gleichmässigkeit des Ausflusses aus dem Loch 9 noch zu erhöhen, kann man eine kurze Strecke noch eine zweite oder dritte Schneckenwindung r einschalten. Das Entleeren der Materialschale und das Wiederöffnen der Einlauforgane erfolgt in bekannter Weise.