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Photographisches Kopiergerät
Die vorliegende Erfindung betrifft ein photographisches Kopiergerät mit einer Bildabtastvorrichtung zur Ermittlung des Kontrastumfanges der Kopiervorlage und einer verstellbaren Einrichtung zur Beeinflussung der Gradation des Kopiermaterials, wobei diese Einrichtung von der Bildabtastvorrichtung selbsttätig gesteuert wird.
Bei bekannten Kopiergeräten dieser Art, bei denen die Steuerung der Einrichtung zur Beeinflussung der Gradation des Kopiermaterials durch die Bildabtastvorrichtung auch schon über einen logarithmischen Verstärker erfolgte, konnte lediglich ein spezielles Kopierpapier, ein sogenanntes"Multikontrastpapier", benutzt werden, dessen Gradation für blaues und gelbes Kopierlicht unterschiedlich ist. Demzufolge mussten blaue und gelbe Farbfilter vorgesehen werden, die während des Kopiervorganges wechselweise in den Kopierlichtstrahlengang einzuführen waren, so dass die Gesamtbelichtung des Kopierpapiers in eine blaue und in eine gelbe Teilbelichtung aufgegliedert wurde.
Durch Änderung des blauen und gelben Anteiles an der Gesamtbelichtung war die effektive Gradation des Kopiermaterials dem durch die Bildabtasteinrichtung ermittelten Kontrastumfang der Kopiervorlage anzupassen.
Diese bekannten Kopiergeräte weisen einen verhältnismässig komplizierten Aufbau auf und sind angesichts der Notwendigkeit der Verwendung eines Spezialkopierpapiers nicht universell verwendbar. Durch die Gliederung der Gesamtbelichtung in aufeinanderfolgende farbige Teilbelichtungen ergeben sich häufig längere Kopierzeiten, wenn nicht die Leistung der Kopierlichtquelle merklich erhöht wird.
Es ist auch bekannt, die Gradation des Kopiermaterials durch eine zusätzliche, direkte, d. h. ohne Durchleuchtung der Kopiervorlage erfolgende Belichtung des Kopiermaterials zu beeinflussen. Hiebei hängt das Mass der Veränderung der Gradation des Kopiermaterials von der Menge des auf das Kopierma-. terial auftreffenden Zusatzlichtes ab. Als Kopiermaterial dient vorteilhafterweise ein solches mit verhält-
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hart"oder "hart". Durch die zusätzliche Belichtung wird der Anstieg der Schwärzungskurve des gleichen Materials flacher, so dass ihm nach der Zusatzbelichtung die Gradation"normal","spezial","weich"oder "extra weich" zukommt.
Bei Kopiergeräten mit einer Einrichtung zur zusätzlichen Belichtung des Kopiermaterials war es jedoch bisher stets erforderlich, eine zur Dosierung des auf das Kopiermaterial auftreffenden Zusatzlichtes geeignete Vorrichtung nach visueller Abschätzung des Kontrastumfanges der jeweiligen Kopiervorlage von Hand einzustellen. Ein völlig automatischer Kopierbetrieb war somit nicht möglich.
Gemäss der Erfindung wird nun bei photographischen Kopiergeräten mit einer Bildabtastvorrichtung zur Ermittlung des Konttastumfanges der Kopiervorlage und mit einer verstellbaren, von der Bildabtastvorrichtung gesteuerten Einrichtung zur Beeinflussung der Gradation des Kopiermaterials vorgeschlagen, eine an sich bekannte Vorrichtung zur zusätzlichen direkten Belichtung des Kopiermaterials zwecks Beeinflussung seiner Gradation vorzusehen und an die Photozelle der BiMabtastvorrichtung unter Verwendung einer vom Wechselstrom der Photozelle beeinflussten. 1ogarithmierenden elektrischen Vorrichtung an sich bekannter Bauart eine ebenfalls an sich bekannte Steuervorrichtung anzuschliessen, durch welche die auf das Kopiermaterial auftreffende Zusatzlichtmenge,
vorzugsweise die Intensität des Zusatzlichtes, selbsttätig einstellbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Zusatzlichtquelle im Stromkreis einer
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an Wechselspannung liegenden Röhre angeordnet sein, deren Anoden-und Gitterpotential durch eine an sich bekannte Phasenbrücke phasenverschoben sind, und zwischen Kathode und Gitter der Röhre eine von der Bildabtastvorrichtung zur Ermittlung des Schw ! rrzungsumfanges der Kopiervorlage beeinflusste Gleichspannung liegen. so dass der Stromdurchgang durch die Röhre von der Höhe dieserGleichspannung abhängt.
Statt dessen kann die Steuervorrichtung auch einen Servomotor mit einer an sich bekannten Nachlaufsteuereinrichtung aufweisen, die an die logarithmierende elektrische Anordnung angeschlossen ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung kann eine an sich bekannte Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Kopierbelichtung vorhanden und für die Belichtuagsregelvorrichtung sowie für die Bildabtastvorrichtung zur Ermittlung des Schwärzungsumfanges der Kopiervorlage eine gemeinsame Photozelle vorgesehen sein, wobei der infolge der Bildabtastung in Abhängigkeit von der Dichte Verteilung der Kopiervorlage schwankende Photostrom der Photozelle sowohl für die Belichtungsregelung als auch für
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tung und die Bildabtastvorrichtung können parallel zueinander an einen im Stromkreis der Photozelle angeordneten Widerstand angeschaltet sein.
Zur Beleuchtung der Photozelle der Belichtungsregelvorrichtung und/oder Bildabtastvorrichtung kann in an sich bekannter Weise ein teilweise lichtdurchlässiger, im Ko - piedichtstrahlengang angeordneter Spiegel dienen, der gleichzeitig zum Einspiegeln des die Gradation des Kopiermaterials beeinflussenden Zusatzlichtes in den Kopierlichtstrahlengang dient. Zur Abschaltung des Zusatzlichtes kann eine besondere Zeitschaltvorrichtung vorgesehen sein.
Der Gegenstand der Erfindung ist mit dem Vorteil verbunden, dass er die vollständige Automatisierung des Kopiervorganges bei Kopiergeräten zulässt, bei denen die Gradation des Kopiermaterials durch eine zusätzliche, direkte Belichtung desselben beeinflussbar ist. Trotzdem ist das nach der Erfindung ausgebil- dete automatisch arbeitende Kopiergerät zur Verarbeitung üblicher Kopierpapiesorten geeignet und somit universell einsetzbar.
Zur Verwirklichung des der Erfindung zugrundeliegenden Prinzips können verschiedene Ausführungsformen dienen, von denen in der nachfolgenden Beschreibung und Zeichnung einige näher erläutert sind.
Aus der nachfolgenden Beschreibung gehen auch weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung hervor.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein optisches Kopiergerät mit einer Vorrichtung zur Zusatzbelichtung des Kopiermaterials, Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel des elektrischen Aufbaus des Gegenstandes der Fig. 1, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, Fig. 4 ein Diagramm zu Fig. 3.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist in eine Grundplatte 1 ein Gehäuse 2 eingesetzt, das die einzelnen Bauelemente des Vergrösserungsgerätes enthält, insbesondere die Kopierlichtquelle 3, den Kondensor 4, den Negativträger 5, das Projektionsobjektiv 6 und die Auflage 7 für das Kopierpapier, das vorzugsweise von einer grösseren, neben der Kopierebene angeordneten Vorratsrolle abgerollt und unter die um die Achse 8 drehbare Andrückvorrichtung 9 gebracht wird. Unterhalb der Kopierebene ist ferner eine um die Achse 10 schwenkbare Klappe 11 vorgesehen, die in hochgeklappter Stellung das Kopiermaterial vor Belichtung schützt.
Zwischen dem Objektiv 6 und der Kopierebene ist ein halbdurchlässiger Spiegel 12 angeordnet, welcher das von der zusätzlichen Lichtquelle 13 kommende, die Gradation des Kopiermaterials beeinflussende Zusatzlicht zur Kopierebene hin ablenkt. Die Zusatzlichtquelle 13 befindet sich in einem am Gehäuse 2 angeordneten Ansatz 14, in dem ferner eine Streuscheibe 15 untergebracht ist.
Ferner ist am Gehäuse2 ein weiterer, dem Ansatz 14 gegenüberliegender Ansatz 16 vorgesehen. welcher Teile der Gradationsregelvorrichtung enthält. Insbesondere ist ein lichtdurchlässiger Bildauffang- schirm 17 vorgesehen, auf welchem die Negativebene über. das Objektiv 6, den Spiegel 12 und die Zusatzlinse 18 scharf abgebildet wird. Hinter dem Schirm 17 ist der zweckmässige : weise als Sekundärelek- tronen-Vervielfacher ausgebildete Lichtempfänger 19 der Gradationsregelvorrichtung angeordnet, auf dessen Photokathode die Ebene des Schirmes 17 durch die Linse 19a abgebildet wird. Unmittelbar vor dem Auffangschirm 17 ist eine in an sich bekannter Weise ausgebildete, um die Achse 20 rotierende Bildab- tastscheibe 21 angebracht.
Sie wird vom Elektromotor 22 kontinuierlich angetrieben.
Auf den Schirm 17 kann auch verzichtet werden. Zweckmässigerweise lfizd die Abtastscheibe 21 in
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Schirmes 17. angeordnet.
Eine Ausführungsform des schaltungsmässigen Aufbaues der Gladationsregelvonichtung geht aus Fig. 2 hervor. Darm ist mit den Bezugszahlen 23, 24 ein übliches Wechselstromnetz bezeichnet, an welches der Sekundärelektronenvervielfacher 19 über ein an sich bekanntes und daher im einzelnen-nicht dargestelltes Netzanschlussgerät 25 angeschlossen ist. Parallel zu dem im Anodenstromkreis des Sekundärelektronenver- vielfachers 19 liegenden Widerstand 26 ist ein logarithmischer Verstärker 27 geschaltet, der von der
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Wechselspanuungskomponente des den Widerstand 26 durchfliessenden Photostromes beeinflusst wird und an sich ebenfalls bekannt ist. An den Verstärker 27 schliesst sich eine Nachlaufsteuervorrichtung an, welche zur Beeinflussung der Zusatzlichtquelle 13 dient.
Die Nachlaufsteuervorrichtung umfasst ein Messinstrument 28, welches über die flexiblen Leitungen 29, 30 an den Ausgang des Verstärkers 27 angeschlossen ist und auf einer um ihren Mittelpunkt drehbaren Scheibe 31 montiert ist. Diese ist mit einem Zahnkranz 32 versehen und kämmt mit einem Zahnrad 33, das auf der Achse 34 eines Elektromotors 35 befestigt ist. Der elektrisch leitende Zeiger 36 des Messinstruments 28 ragt zwischen zwei in geringem Abstand voneinander angeordnete Kontaktelemente 37, 38, welche an eine Spannungsquelle 39,40 angeschlossen sind. Der Mittelabgriff 41 derselben ist mit der einen Anschlussklemme des Motors 35 verbunden, während die andere Anschlussklemme des Motors 35 über die flexible Leitung 42 an den Zeiger 36 des Messinstruments 28 angeschlossen ist.
Auf der Motorachse 34 ist ferner der Abgriff 43 eines im Stromkreis der Zusatzlichtquelle 13 liegenden Potentiometers 44 befestigt. Der Schalter 45 der Zusätzlichtquelle 13 wird durch das Relais 46 einer elektronischen Schaltuhr 47 gesteuert.
Ferner ist eine Belichtungsregelvorrichtung 48 vorgesehen, welche als Lichtempfänger ebenfalls den Sekundärelektronenvervielfacher 19 der Gradationsregelvorrichtung benutzt und ebenfalls parallel zum Widerstand 26 liegt. Sie wird von der Gleichspannungskomponente des den Widerstand 26 durchfliessenden Photostromes beeinflusst, u. zw. in an sich bekannter Weise derart, dass ein Kondensator der Belichtungsregelvorrichtung entsprechend der am Widerstand 26 liegenden Gleichspanntuigskomponeate sein Potential ändert. Die Belichtungsregelvorrichtung 48 besitzt ein Relais 49, welches den Schalter 50 im Stromkreis der Kopierlichtquelle 3 steuert.
Die Wirkungsweise der vorgeschlagenen, in Fig. 2 im abgeschalteten Zustand dargestellten Vorrich- tung ist folgende : Nach dem Hochschwenken der Klappe 11 werden die vorzugsweise miteinander gekuppelten Schalter 51, 52 geschlossen, somit also die Kopierlichtquelle 3 eingeschaltet und der Motor 35 in Funktionsbereitschaft versetzt. Das zu kopierende Negativ wird durch das Objektiv 6 und die Zusatzlinse 18 auf den Bildschirm 17 projiziert und das dort entworfene Bild mittels der mit grosser Geschwindigkeit rotierenden Abtastscheibe 21 abgetastet, d. h., die einzelnen Punkte des projizierten Bildes werden in schneller zeitlicher Folge auf die Photokathode des Sekundärelektronenvervielfachers 19 abgebildet.
Die Abtastung kann beispielsweise längs paralleler Zeilen oder längs einer Spirale erfolgen und wiederholt sich infolge der kontinuierlichen Rotation der Scheibe 21 fortwährend. Selbstverständlich können zur Bild- abtastung auch andere, aus der Femsehtechnik bekannte Mittel dienen. Durch Arbeiten mit verhältnismä- ssig grossen Abtastpunkten oder auch durch besondere elektrische Schaltungsmassnahmen (Schwellwertsperre) kann erreicht werden, dass Kratzer im Negativ, also Störstellen grosser Transparenz, nicht zu Gradationsverfälschungen führen.
Der Sekundärelektronenvervielfacher 19 erzeugt einen Photostrom, dessen Grösse jeweils proportional der Transparenz der einzelnen abgetasteten Bildstellen ist. Bei Negativen mit unterschiedlich geschwärzten Bereichen entsteht somit am Widerstand 26 eine periodische Wechselspannung, deren Amplitude den Transparenzunterschieden des Negativs und deren Periode der Dauer eines Abtastvorganges entspricht.
Es ist jedoch nicht der Transparenzunterschied, sondern der von dem mittleren Transparenzwert unabhängige Schwärzungsunterschied der Kopiervorlage, ein Mass für ihren Kontrastumfang. Es ist deshalb vorteilhaft, beim Verändern der Gradation des Kopiermaterials das Zusatzlicht, welches diese Veränderung herbeiführt, nicht entsprechend dem Transparenzumfang, sondern entsprechend dem Schwärzungsumfang der Kopiervorlage einzustellen. Da die Schwärzung dem Logarithmus des reziproken Transparenzfaktors entspricht, ist demnach die am Widerstand 26 entstehende Wechselspannung zu logarithmieren.
Hiezu dient bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 der dem Widerstand 26 nachgeschaltete logarithmische Verstärker 27, an dessen Ausgang eine Wechselspannung abgenommen werden kann, deren Grösse den logarithmischen Werten der Transparenzunterschiede des Negativs, also seinen Schwärzungsunterschieden entspricht. Die Grösse dieser Wechselspannung ist somit ein Mass für den Kontrastumfang des Negativs.
Diese Messgrösse wird auf das Potentiometer 44 der Zusatzlichtquelle 14 durch die dazwischengeschaltete Nachlaufsteuervorrichtung übertragen. Da der Zeiger 36 des Messinstruments 28, das an den Verstärker 27 vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten Gleichrichters angeschlossen ist, entsprechend der Grösse der am Verstärkerausgang liegenden Wechselspannung um einen gewissen Winkel auszuschlagen bestrebt ist, dabei jedoch an einem der beiden Kontaktelemente 37, 38, beispielsweise am Kontaktelement 37, zum Anliegen kommt, wird der Stromkreis des Motors 35 geschlossen, so dass seine Achse 34 zu rotieren beginnt und dabei den Abgriff 43 des Potentiometers 44 verstellt.
Gleichzeitig wird
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dabei über das Zahnrad 33 und die Trägerscheibe 31 aucn das gesamte Messinstrument 28 verstellt, u. zw. entgegengesetzt demAusschlag des Zeigers 36 so lange, bis das Instrument 28 um den Winkel verdreht ist, der dem Ausschla. g deli1nstrumentenzeigers 28 entsprochen hätte, falls dieser am Ausschlag nicht gehindert worden wäre. Sobald das Messinstrument 28 die letztgenannte Einstellung erreicht hat, hebt sich der Zeiger 36 vom Kontaktelement 37 ab, so dass der Stromkreis des Motors 35 unterbrochen und die Verstellung des Potentiometerabgriffes 43 beendet ist.
Wenn nunmehr nach dem Öffnen der Schalter 51, 52 und dem Zurückschwen1 n der Klappe 11 in ihre in Fig. 1 gezeigte Stellung die Belichtungsregeleinrichtung 48 und die elektronische Schaltuhr 47 und somit die Lichtquellen 3 und 13 eingeschaltet werden, so erfolgt die Belichtung des Kopiermaterials durch das Kopierlicht und das Zusatzlicht, wobei die auf das Kopiermaterial auftreffende Zusatzlichtmenge entsprechend der oben geschilderten Einstellung des Potentiometerabgriffes 43 und somit ensprechend der Veränderung der an der Zusatzlichtquelle 13 liegenden Spannung derart dosiert ist, dass die Gradation des Kopiermaterials durch die Zusatzbelichtung entsprechend dem Kontrastumfang des zu kopierenden Nega- tivs beeinflusst wird.
Während die Zusatzlichtquelle 13 durch die Schaltuhr 47 nach einsjfvorbestimmten, im allgemeinen unveränderten Zeitdauer abgeschaltet wird, erfolgt die Abschaltung der Kopierlampe 3 dann, wenn die Summe der Kopieilichtmengen und Zusatzlichtmengen, welche nunmehr nach Reflexion am bzw. Durchtritt durch den Spiegel 12 beide auf die Photokathode des Sekundärelektronenvervie1iachers 19 auftreffen, einen vorbestimmten Wert erreicht hat.
Selbstverständlich kann das Öffnen der Schalter 51, 52 nach Ablauf des Potentiometereinstellvorgan- ges durch eine Relaisschaltung selbsttätig erfolgen. Desgleichen kann auch die Einschaltung der Belichtungsregelvorrichtung 48 und der Kopieruhr 47 zu Beginn des Kopierbelichtungsvorganges mittels einer entsprechenden Verzögerungsschaltung bereits beim Schliessen der Schalter 51, 52 veranlasst werden. Auch die Klappe 11 kann elektromagnetisch betätigt werden.
Ferner kann die Einstellung der Zusatzbelichtung anstatt durch einen regelbaren Widerstand im Stromkreis der Zusatzlichtquelle 13 auch durch Blenden oder Filter im Strahlengang zwischen der Zusatzlichtquelle 13 und dem Spiegel 12 erreicht werden. Anstatt des Potentiometerabgriffes 43 wäre in diesem Falle auf der Motorwelle 34 ein mechanisches Blenden- oder Filter-Steuerelement vorzusehen.
Die auf das Kopiermaterial auftreffende Zusatzlichtmenge kann anstatt durch eine Intensitätsregelung auch durch eine Zeitregelung dosiert werden. In diesem Falle wäre die Motorwelle 34 mit einem Glied der Schaltzeiteinstellvorrichtung der Schaltuhr 47 zu kuppeln.
Ferner können für die Gradationsregelung und die Belichtungsregelung anstatt einer gemeinsamen Pho- tozelle 19 selbstverständlich auch zwei voneinander getrennte Photozellen zur Anwendung kommen. Anstatt der in Fig. 2 dargestellten Nachlaufsteuerung können dem Verstädter 27 auch mehrere Thyratrons nachgeschaltet sein, welche bei verschiedenen, vom Verstärker 27 beeinflussten Gitterspannungen zünden und durch zugeordnete Relais verschiedene Widerstände im Stromkreis der Zusatzlichtquelle 13 ein-oder ausschalten.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Soweit die einzelnen Bauteile dieser Ausführungsform von der in Fig. 2 dargestellten unverändert übernommen wurden, sind sie mit den entsprechenden Bezugszahlen versehen. An der Sekundärspule 53 eines Transformators 54 liegt ein Thyratron 55, in dessen Anodenstromkreis die Zusatzlichtquelle 13 sowie der vom Relais 46 der Schaltuhr 47 betätigte Schalter 45 angeordnet ist. An einer weiteren Sekundärspule 56 des Transformators liegt eine aus dem Widerstand 57 und dem Kondensator 58 bestehende Phasenbrücke, die an das Gitter 59 der Röhre 55 angeschlossen ist.
Am Ausgang des logarithmischen Verstärkers 27 liegt ein in Fig. 3 nicht dargestellter Gleichrichter, dessen positiver Pol an den Mittelabgriff der Sekundärwicklung 56 des Transformators 54 geführt ist, während der negative Pol des Verstärkerausganges über die Gleichspannungsquelle 60 mit der Kathode 61 der Röhre 55 verbunden ist.
Der Widerstand 57 und der Kondensator 58 sind in an sich bekannter Weise so dimensioniert, dass die Spannung des Gitters 59 gegenüber der Spannung der Anode 62 um 900 phasenverschoben ist. Der Verlauf der Anodenspannung gegenüber der Kathode ist in Fig. 4 durch die Sinuskurve 63 veranschaulicht, der Verlauf der Gitterspannung durch die Kurve 64, 65 bedeutet das Potential der Spanmmgsquelle 60. Es ist so hoch, dass im Ausgangszustand der Vorrichtung die oberen Spitzen der Gitterspannungskurve 64 das
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beispiel verwendeten Röhre entspricht annähernd dem Kathodenpotential.
Im Ausgangszustand der Vorrichtung, in dem am Verstärkerausgang keine Spannung liegt, ist somit die Röhre 55 stromlos.
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Bei der Bildabtastung entsteht am Verstärkerausgang eine dem Schwärzungsumfang der Kopiervorlage entsprechende Spannung, durch welche die Gitterspannung je nach der Höhe der Spannung am Verstärker mehr oder weniger weit nach positiven Werten verschoben wird-vgl. die Kurve 64'. J (nach dem Mass ler Beeinflussung der Gitterspannung ist diese während grösserer oder kleinerer Periodenabschnitte positiv gegenüber Kathode, so dass während dieser Abschnitte die Röhre 55 und damit die Zusatzlichtquelle 13 Strom führen, solange die Anodenspannung positiv ist. Beim Nulldurchgang der Anodenspannung wird der Stromfluss durch die Röhre 55 und somit auch durch die Lampe 13 wieder unterbrochen-dieser Vorgang wiederholt sich während jeder Periode.
Die Periodenabschnitte bei stromführender Röhre 55 sind in Fig. 4 schraffiert dargestellt.
Durch Variierung der Gittergleichspannung kann die Stromführung der Röhre 55 innerhalb des Phasenwinkels von 1800 kontinuierlich geregelt werden. Da die Gittergleichspannung durch die Spannung am Verstärkerausgang beeinflusst wird, ist die mittlere Intensität des Zusatzlichtes innerhalb des obengenannten grossen Bereiches entsprechend dem Schwärzungsumfang der jeweiligen Kopiervorlage selbsttätig regelbar.
Die letztgenannte Ausführungsform der Erfindung ist mit dem weiteren erheblichen Vorteil verbunden, dass die Bildabtastung und Einregulierung des Zusatzlichtes nicht vor, sondern während der Kopierbelichtung des Kopierpapiers erfolgt. Diese Ausführungsform ermöglicht daher eine weitere Zeiteinsparung beim Kopiervorgang.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist sowohl bei einer. Kopiervorrichtung verwendbar, bei der die Gradations-und Belichtungsregelvorrichtung je für sich eine photoelektrische Zelle aufweisen und die Bildabtastfläche nur von dem von der Kopierlampe kommenden Licht beaufschlagt wird, als auch bei einer Kopiervorrichtung gemäss Fig. 1. Im letzteren Fall wäre parallel zum Widerstand 26 der Fig. 3 wie beim Gegenstand der Fig. 2 zusätzlich noch eine Belichtungsregelvorrichtung anzuschalten. In diesem Fall fällt auf die Bildabtastfläche 17 auch das von der Lampe 13 kommende Zusatzlicht, das jedoch infolge seiner gleichmässigen Verteilung zur Wechselspannung am Ausgang des Verstärkers 27 keinen Beitrag leistet.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können in Abweichung von den in Fig. 2 und 3 dargestellten Schaltungen die Dynodenspamullgen des Sekundärelektronenvervielfachers 19 durch eine Rückkopplung stets derart eingestellt werden, dass immer der gleiche Sekundärelektronenvervielfacher- Anodenstrom fliesst. Wegen der logarithmischen Abhängigkeit der SekundärelektronenvervielfacherEmpfindlichkeit von den Dynodenspannungen stellen diese ein direktes Mass für die Schwärzungen dar und können an das Messinstrument 28 oder an die Thyratronschaltung der Fig. 3 weitergegeben werden. In diesem Fall könnte der logarithmische Verstärker 27 entfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographisches Kopiergerät mit einer Bildabtastvorrichtung zur Ermittlung des Kontrastumfanges der Kopiervorlage und einer verstellbaren, von der Bildabtastvorrichtung gesteuerten Einrichtung zur Beeinflussung der Gradation des Kopiermaterials, dadurch gekennzeichnet, dass eine an sich bekannte Vorrichtung zur zusätzlichen direkten Belichtung des Kopiermaterials zwecks Beeinflussung seiner Gradation vorgesehen ist und dass an die Photozelle der Bildabtastvorrichtung unter Verwendung einer vom Wechselstrom der Photozelle beeinflussten logarithmierenden elektrischen Vorrichtung an sich bekannter Bauart eine an sicn ebenfalls bekannte Steuervorrichtung angeschlossen ist, durch welche die auf das Kopiermaterial auftreffende Zusatzlichtmenge, vorzugsweise die Intensität des Zusatzlichtes,
selbsttätig einstellbar ist.