AT214736B - Verfahren zur Herabsetzung der Korrosionsgeschwindigkeit von Konstruktionsteilen - Google Patents
Verfahren zur Herabsetzung der Korrosionsgeschwindigkeit von KonstruktionsteilenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herabsetzung der Korrosionsgeschwindigkeit von Konstruktionsteilen EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> einen OberflächenüberzugDurchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sind gering im Vergleich zu den Kosten, die infolge der hiebei erzielten Schonung der Anlage und des Materials erspart werden. Die Erfindung kann im besonderen auch zur Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit des Titans in nichtoxydierenden Säuren angewendet werden. Das erfindungsgemässe Verfahren ist in den nachstehenden Beispielen ohne Beschränkung hierauf näher erläutert. Beispiel 1: Ein 5 cm langer und 1 cm breiter Streifen aus Titan, der mit einer Graphitkathode elektrisch verbunden ist, wird in 40 gew.-ige Schwefelsäure von 600 C eingetaucht, wobei aber der Graphit nur teilweise eintaucht. Die elektrische Verbindung besteht aus einem aussen geführten Draht, der an einem Ende durch Punktschweissung am Titan befestigt und am andern Ende fest in ein in den Graphit gebohrtes Loch eingepasst ist. Die Korrosion des Titans, ausgedrückt in mm Eindringungstiefe, beträgt nach einem Jahr 0,0889 mm gegenüber einer Korrosionstiefe von 28, 448 mm an einem ungeschützten, in die gleiche Lösung eingetauchten Vergleichsmuster. Beispiel 2: Der im vorstehenden Beispiel beschriebene Vorgang wird wiederholt, wobei an Stelle von Graphit eine glatte Platinelektrode, die mit Platinschwarz überzogen ist, verwendet wird. Die Korrosion am Titan wird gegenüber einem Vergleichsmuster ohne Elektrodenpaar um annähernd ein Drittel herabgesetzt. Beispiel 3 : Ein grosser Behälter aus Titanblech, der auf einem positiven Potential von 3 V gegen eine Graphitelektrode gehalten wird, ist hiedurch gegen Korrosion durch im Behälter befindliche 40 gew.-% ige Schwefelsäure bei 600 C geschützt. Bei dieser Anordnung wird eine Graphitkathode verwendet, die in die Schwefelsäure im Behälter teilweise eintaucht und die auf diese Weise gebildete elektrische Zelle ist mit einer in Dauerladung an eine Stromquelle angeschlossenen Batterie verbunden. Die Leistungsaufnahme beträgt etwa 3, 23 W je 100 m2 eingetauchter Titanoberfläche. Während einer Versuchsdauer in der Grössenordnung von 700 Stunden ausgeführte Vergleichsmessungen haben ergeben, dass die jährliche Korrosionstiefe am Titan 0, 1778 mm gegenüber einer jährlichen Korrosionstiefe von 25, 4 mm an einem ungeschützten Titanprobestück beträgt. Aus der nachstehenden Tabelle ist die Schutzwirkung ersichtlich, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren dem Titan in andern Elektrolyten zuteil wird. Unter der in der Tabelle gebrauchten Bezeich- nung"anaerobe Ameisensäure"ist eine Ameisensäure zu verstehen, die keine darin aufgelöste Luft oder darin aufgelösten Sauerstoff enthält. Diese anaerobe Ameisensäure wurde beim Durchleiten von sauerstofffreiem Stickstoff durch die Säure erhalten. Korrosionstiefe an Titan in verschiedenen Medien mit und ohne Anwendung eines positiven Potentials des Titans. EMI3.1 <tb> <tb> Medium <SEP> Temperatur <SEP> Korrosionstiefe <SEP> Korrosionstiefe <SEP> Reduktionsoc <SEP> in <SEP> mm <SEP> pro <SEP> Jahr <SEP> in <SEP> mm <SEP> pro <SEP> Jahr <SEP> faktor <SEP> für <SEP> die <tb> ohne <SEP> angelegte <SEP> mit <SEP> angelegter <SEP> KorrosionsSpannung <SEP> Spannung <SEP> tiefe <tb> von <SEP> l. <SEP> 5 <SEP> V <tb> 40% <SEP> igue <SEP> Schwefelsäure <SEP> 101 <SEP> 377, <SEP> 9 <SEP> 0, <SEP> 1905 <SEP> 1980 <tb> 35longe <SEP> Orthophosphorsäure <SEP> 60 <SEP> 1, <SEP> 7272 <SEP> 0,0039624 <SEP> 400 <tb> Konzentrierte <SEP> Salzsäure <SEP> 60 <SEP> 84,836 <SEP> 0, <SEP> 127 <SEP> 668 <tb> 50 <SEP> gew.-oige <SEP> anaerobe <SEP> <tb> Ameisensäure <SEP> 101 <SEP> 5, <SEP> 842 <SEP> 0,07874 <SEP> 77 <tb> 25 <SEP> gew. <SEP> -DJoige <SEP> Oxalsäure <SEP> 100, <SEP> 5 <SEP> 85, <SEP> 09 <SEP> 0, <SEP> 2413 <SEP> 335 <tb>
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herabsetzung der Korrosionsgeschwindigkeit von Konstruktionsteilen, die aus Titan oder einer Legierung auf Titanbasis mit dem Titan vergleichbaren anodischen Polarisationseigenschaften bestehen und mit einem gegen dieses Material korrodierend wirkenden flüssigen Medium in Berührung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Konstruktionsteil mit einem Nichteisenmaterial elektrisch verbunden wird, das edler als das Titan bzw. die Titanlegierung ist und gegen das flüssige Medium, mit dem es in Berührung steht, korrosionsfest ist, so dass zwischen dem Konstruktionsteil und dem edleren Material und durch das Medium ein Gleichstrom fliessen kann, durch den das Potential des Konstruktionsteils auf einen Wert erhöht EMI4.1 haltung dieses Films auf der Oberfläche des Titans bzw.der Titanlegierung notwendig ist.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Potential des Konstruktionsteils auf einem gegen die Standard-Kalomelelektrode positiven Wert von 1 bis 5 V gehalten wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleichstrom durch eine in einer äusseren Verbindungsleitung angeordnete Stromquelle-geliefert wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Stromquelle eine Batterie verwendet wird, die aus einem Generator oder einem Netzanschluss dauernd nachgeladen wird.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das edlere Material mit einem oder mehreren dem Medium ausgesetzten Teilen des Konstruktionsteils direkt verbunden wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als edleres Material Graphit oder Platin in einer Form mit geeignetem elektrochemischem Verhalten, z. B. Platinschwarz, verwendet wird. EMI4.28. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrolyt Phosphorsäure oder anaerobe, d. i. von gelöstem Sauerstoff oder Luft freie Ameisensäure verwendet wird.
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