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Haltearm für Elektroden elektromedizinischer Geräte
Die Erfindung betrifft einen Haltearm für Elektroden bzw. Strahler elektromedizinischer Geräte, insbesondere Kurzwellengeräte.
Bei den in der Praxis eingeführten elektromedizinischen Geräten bestehen die Haltearme in der Regel aus steifen, meist teleskopartig ausziehbaren Rohren, die einerseits gelenkig am Gerätegehäuse angebracht sind und anderseits über Gelenke mit den Elektroden bzw. Strahlern verbunden sind. Es ist auch schon bekannt, den eigentlichen Haltearm mehrteilig auszubilden und die Teile durch Kugelgelenke zu verbinden, so dass der Haltearm in sich knickbar ist und somit ohne Verschiebung des Gerätegehäuses eine vielseitigere Einstellung der Elektroden bzw. Strahler gestattet.
Gemäss der Erfindung soll das bekannte Kugelgelenk zur Knickung des Haltearmes durch ein Doppelgelenk ersetzt werden, das aus einem Winkelstück besteht, mit dessen beiden Enden die beiden Haltearmteile um senkrecht zueinander orientierte Achsen unbegrenzt drehbar verbunden sind. Auf diese Weise lässt es sich bei richtiger Raumorientierung des Winkelstückes erreichen, dass die Elektrode durch Drehung des mit ihr verbundenen Haltearmteiles in Ebenen senkrecht oder parallel zum Fussboden verschwenkt werden kann. Eine derartige zwangsläufige Führung der Elektrode während der Einstellbewegung ist besonders für die klinische Behandlung eines im Bett liegenden Patienten von Vorteil, wie im folgenden im Rahmen einer Erläuterung der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargelegt werden soll.
In der Fig. 1 ist ein Kurzwellentherapieapparat 1 mit einem zweiteiligen Haltearm 2,3 für eine Elektrode 4 für die Spulenfeldbehandlung dargestellt. Der Vorteil der Erfindung ist natürlich von der Elektrodenart unabhängig und ist selbstverständlich auch für zwei nebeneinander am Gerätegehäuse angebrachte Haltearme für zwei Elektroden zur Kondensatorfeldbehandlung gegeben. Der gerätenahe Haltearmteil 2 ist in bekannter Weise schwenkbar in einer ihrerseits schwenkbar am Apparategehäuse 1 angebrachten Gelenkgabel 5 befestigt. Die Elektrode 4 ist in ebenfalls bekannter Weise über ein kurzes, durch ein Zwischengelenk 6 knickbares Rohrstück 7 in dem Haltearmteil 3 gelagert.
Die beiden Haltearmteile 2,3 sind über ein Winkelstück 8 miteinander verbunden, das in der Fig. 2 mit den teilweise angedeuteten Haltearmteilen 2,3 in der Draufsicht gesondert dargestellt ist. Alle Gelenke stehen in bekannter Weise unter Federdruck.
Bei waagrechterlage deswinkelstückes 8 gemäss Fig. 1 ist die Elektrode 4 auf einem senkrecht orientiertenKreis und bei senkrechter Lage des Winkelstückes 8 gemäss Fig. 3 auf einem waagrecht orientierten Kreisbogen um das elektrodennahe Winkelstückgelenk verschwenkbar. Diese Einstellmöglichkeit ist besonders dann von Vorteil, wenn der Behandlungsapparat in dem meist schmalen Gang neben dem Bett des Patienten aufgestellt werden muss. Der Apparat lässt sich hier wohl längs des Bettes nicht aber wesentlich in Querrichtung zum Bett verschieben.
Bei Einstellung des Winkelstückes. 8 nach der Fig. 3 lässt sich-wie in der Draufsichtskizze der Fig. 4 schematisch angedeutet ist-durch Verschwenkung des elektrodennahen Haltearmteiles 3 in Verbindung mit einer Verschiebung des Gerätes 1 längs des Bettes 10 unter Beibehaltung der einmal vorgenommenen Höheneinstellung der Elektrode 4 jeder Punkt der Bettoberfläche erreichen. In ähnlicher Weise lässt sich bei Einstellung des Winkelstückes 8 gemäss Fig. 1 die Elektrode in einer zur Bettlängskante parallelen und zum Fussboden senkrechten Fläche verstellen.