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Nadelschloss für einen doppelbettigen Handstrickapparat
Bei den bis heute bekannten, doppelbettigen Handstrickapparaten bereitet das Erfassen der Bedienungsvorschriften, im besonderen das Einstellen der Schlossorgane für die verschiedenen Strickmuster, Anfängern grosse Schwierigkeiten. Diesen Anfängern muss beispielsweise beigebracht werden, dass für das Rundstricken auf einem solchen Apparat nur der linke Nadelheber des vorderen Nadelschlosses und der rech- te Nadelheber des hinteren Nadelschlosses eingeschaltet sein müssen, wobei noch die Abzugstiefe der zugehörigen Abzugsteile entsprechend der Garndicke eingestellt werden muss. Die andern zwei Nadelheber müssen aber ausgeschaltet sein. Beim Stricken von Rechts-Rechts-Ware müssen alle vier Maschenheber eingeschaltet und alle vier Nadelsenker auf die entsprechende Maschentiefe gestellt werden.
Diese Schaltung ist die einfachste und ist deshalb am leichtesten zu verstehen.
'Wenn aber in einem Gestrick, Rund l : l, Rechts-Rechts, Fang, Perlfang, einseitig glatt halbrund usw. vorkommen, so ist es in vielen Fällen selbst mit Hilfe eines Anleitungsbuches für die den Apparat bedienende Person sehr schwierig, diese komplizierten Bedienungsvorschriften zu befolgen, da diese Person, die in den weitaus meisten Fällen eine Hausfrau ist, für mechanische Vorgänge kein Verständnis hat, auch wenn man ihr die Arbeitsweise des Schlosses erklärt.
Durch die Erfindung soll nun ein doppelbettiger Handstrickapparat geschaffen werden, der ein in einfachster Weise für die verschiedenen Strickmuster einstellbares Nadelschloss aufweist. Zu diesem Zwecke kann das Nadelschloss z. B. eine AnzahlDrucktasten aufweisen, mittels welchen es zur Erzeugung der verschiedenen Strickmuster eingestellt werden kann. Diesen Drucktasten ist eine gemeinsame Schaltleiste zugeordnet, die dafür sorgt, dass, wenn eine Taste zur Erzeugung eines gewissen Strickmusters betätigt wird, die Stellung der Taste und der mit ihr verbundenen Teile, die vorher zur Erzeugung eines andern Strickmusters betätigt worden war, selbsttätig gelöscht wird.
Die den Apparat bedienende Person kann auf diese Weise durch Betätigung einer Drucktaste das Nadelschloss so einstellen, dass beim Stricken dann dasjenige Strickmuster entsteht, das der gedrückten Taste entspricht. Diese Person hat es also in der Hand, ohne grosses Nachdenken, durch Drücken der einen oder der andern Taste, das eine oder das andere Strickmuster zu wählen.
Die Erfindung betrifft demzufolge ein Nadelschloss für einen doppelbettigen Handstrickapparat mit zwei auf der hinteren Seite einer Schlossplatte beweglich angeordneten, gegeneinander geneigten Nadelsteuerorganen, zwischen welchen auf der Schlossplatte ein oberer Nadelsenkteil und ausserhalb derselben je ein Nadelhebeteil befestigt ist, wobei die Nadelsteuerorgane, für die auf der Vorderseite der Schlossplatte eine Schlosseinstellvorrichtung vorgesehen ist, je eine an ihrem unteren Ende schwenkbar gelagerte Schwinge aufweisen, die eine Nadelsteuerklinke trägt, deren obere Längsseite als Nadelhebekurve und deren untere Längsseite als Nadelsenkkurve ausgebildet ist.
Es sind Vorrichtungen bekannt, bei welchen das Schloss auch an einem Ende gelagerte Schwingen besitzt. Bei diesem Schloss sind aber keine Einstellmittel vorgesehen, die den Schwingbereich dieser Schwingen wahlweise, d. h. je nach dem gewünschten Strickmuster zu begrenzen gestatten. Bei dem Schloss eines andern bekanntgewordenen Strickapparates sind wohl Einstellmittel vorgesehen, wobei diese jedoch dazu dienen, die Höhe der Nadelfüsse einzustellen.
Das erfindungsgemässe Nadelschloss ist demgegenüber dadurch gekennzeichnet, dass die Schlosseinstellvorrichtung den verschiedenen Strickmustern entsprechende Einstellorgane, z. B. Drucktasten oder
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einen Drehknopf aufweisen, mit denen Anschlagstifte verbunden sind, die beim Niederdrücken der Drucktasten durch für sie in der Schlossplatte vorgesehene Löcher hindurch in den Schwenkbereich der Schwingen ragen, um diesen Schwenkbereich dem gewählten Strickmuster entsprechend zu begrenzen.
Der grosse Vorteil der Erfindung liegt gegenüber den bekannten Ausführungen darin, dass die Benützerin des Handstrickapparates durch Niederdrücken der einen oder andern Taste bzw. durch Drehen eines Knopfes das gewünschte Strickmuster einzustellen vermag. Dadurch wird die Handhabung des Apparates und das Erlernen des Strickens auf demselben ausserordentlich erleichtert.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst einer baulichen Ab- änderung veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Draufsicht des Nadelschlosses des vorderen Nadelbettes des doppelbettigen Handstrickapparates ; Fig. 2 ist eine ähnliche, in einem grösseren Massstabe gezeichnete Draufsicht dieses Nadelschlosses, bei entferntem Schlossgehäuse ; Fig. 3 ist eine Ansicht auf die Unterseite des Nadelschlosses ;
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4Fig. 7, 7a zeigen verschiedene Stellungen des Schlosses zum Stricken verschiedener Strickmuster, Fig. 8 ist eine zum Teil im Schnitt gezeichnete Seitenansicht einer abgeänderten Schlosseinstellvorrichtung, und Fig. 9 ist eine Ansicht auf die Rückseite dieser Vorrichtung in Verbindung mit gewissen Teilen des Nadelschlosses.
Das Nadelschloss gemäss den Fig. 1 - 4 ist für einen Handstrickapparat bestimmt, der zwei gegeneinander geneigte Nadelbetten 1 besitzt, von denen in Fig. 1 nur das vordere ersichtlich ist. Auf diesen Nadelbetten ist je ein Paar längsverlaufenderFührungsschienen 2 vorgesehen, auf welchen je ein Nadelschloss hin-und her bewegt werden kann, dessen Schlossteile von einem Schlossgehäuse 3 überdeckt sind, an dem ein Griff 4 zur Verschiebung des Nadelschlosses befestigt ist. Jedes Nadelschloss besitzt eine Schlossplatte 5 und hinter dieser, wie in Fig. 3 gezeigt ist, zwei in einem gewissen Abstand voneinander angeordnete, gegeneinander geneigte, flache Schwingen 6, die an der Schlossplatte 5 anliegen. Die Schwingen 6 sind an ihren unteren Endteilen mit je einem Zapfen 7 versehen.
Diese beiden Zapfen greifen in zwei in der Schlossplatte 5 vorgesehene, schräge Führungsschlitze 8 ein, die nach den Schlossplattenenden hin geneigt sind. Die gegeneinander zugekehrten nasenförmig auslaufenden, unteren Endteile 6a der beiden Schwingen 6 sind mittels einer Zugfeder 9 miteinander verbunden und werden von dieser letzteren in einer um ihren Zapfen 7 herum nach oben verschwenkten Lage gehalten, in der sie mit ihrem oberen, spitz auslaufenden Endteil gegen eine obere Längsrippe 10 der Schlossplatte 5 anliegen. Auf den beiden Schlitz gen 6 ist in einem kleinen Abstand von denselben etwa durch kurze Stifte 11 je eine Nadelsteuerklinke 12 befestigt, bei denen die nach oben gekehrte Längsseite als Nadelhebekurve und die nach unten gekehrte Längsseite als Nadelsenkkurve ausgebildet ist.
In der Mitte zwischen den beiden oberen, spitz auslaufenden Endteilen der beiden Nadelsteuerklinken 12 ist auf der Schlossplatte 5 ein als ortsfester Nadelsenker bezeichnetes, trapezförmiges Plattenelement 13 befestigt, das mit der längeren seiner parallelen Seiten an der Längsrippe 10 der Schlossplatte anliegt. Ausserhalb des unteren, nach dem entsprechenden Schlossplattenende auslaufenden Endteiles der einen und der andern Nadelsteuerklinke 12 ist ebenfalls ein trapezförmiges Plattenelement 14 mittels einer hier nicht ersichtlichen Distanzhülse auf der Schlossplatte 5 befestigt, wobei diese beiden, als ortsfeste Nadelheber bezeichneten Plattenelemente 14 mit ihrer längeren Basis gegen eine untere Längsrippe 15 der Schlossplatte 5 anliegen.
Die schwenkbaren Nadelsteuerklinken 12, der ortsfeste Nadelsenker 13 und die ortsfesten Nadelheber 14 liegen alle in der gleichen Ebene.
Oberhalb der beiden Schwingen 6 ist auf der Schlossplatte 5 in einem Abstand von derselben, die der Dicke der Schwingen 6 entspricht, je eine die letzteren übergreifende Scheibe 16 gelagert. Um die Schwenkbewegungen der Schwingen 6 nicht zu behindern, sind dieselben auf ihrer oberen Längseite mit einer Ausnehmung 6b versehen. Dank dieser Scheiben 16 und dadurch, dass sich die unteren Endteile 6a der Schwingen 6 durch in der unteren Längsrippe 15 der Schlossplatte 5 vorgesehene Schlitze hindurch erstrecken, werden diese Schwingen in jeder Schwinglage derselben flach anliegend in Berührung mit der Schlossplatte 5 gehalten.
Im folgenden ist eine Schlosseinstellvorrichtung beschrieben, die auf der Vorderseite der Schlossplatte 5 (s. Fig. 2) angeordnet ist und die es ermöglicht, den Strickapparat durch Einschränkung des Schwingbereiches der Schwingen 6 bzw. der darauf angeordneten Nadelsteuerklinken 12 zur Ausführung verschiedener Strickwaren bzw. von Strickwaren mit verschiedenen Strickmustern einzustellen.
Diese Schlosseinstellvorrichtung besitzt für jedes der beiden Nadelbettten 1 eine in der Mitte derselben angeordnete, von unten nach oben sich erstreckende Drucktastenreihe mit hohl ausgebildeten Drucktasten 18, 19, 20 und 21 (s. Fig. 1 und 4), die mit ihrem oberen Tastenende aus einer im Schlossgehäuse 3
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vorgesehenen Queröffnung 3a herausragen. Auf der unteren Seite der Drucktasten ist je eine mit einem Querschlitz versehene Platte 18a, 19a, 20a bzw. 21a (s. auch Fig. 2) befestigt. Auf der Schlossplatte 5 ist ein streifenförmiger Quersteg 22 angeordnet, auf dem vier in die Drucktasten hineinragende Stifte angeordnet sind, die als Tastenführung dienen und auf welchen je eine die Drucktasten in ihrer Ausschaltstellung haltende Druckfeder vorgesehen sind, von denen in Fig. 4 nur die Druckfedern 20b und 21b ersichtlich sind.
In übereinander liegenden Schlitzen des Quersteges 22 und der Schlossplatte 5 ist ein längsver- schiebbares Drucktasten-Verriegelungsorgan 23 geführt, das mit vier zahnartigen Vorsprüngen 23a, 23b,
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hakenförmig ausgebildet, so dass sie die Drucktasten 18,19 und 20, wenn diese entgegen der auf sie einwirkenden Federkraft niedergedrückt werden, in ihrer niedergedrückten Stellung halten, wie in Fig. 4 für die Drucktaste 20 gezeigt ist. Der zahnartige Vorsprung 23d ist nur abgeschrägt, ohne gleichzeitig als Hakenteil ausgebildet zu sein. Durch Niederdrücken der Taste 21 wird deshalb nur eine entsprechende Längsverschiebung des Verriegelungsorganes 23 entgegen der Wirkung einer Druckfeder 24 bewirkt, ohne dass dabei diese Taste in ihrer niedergedrückten Stellung gehalten wird.
Hingegen wird durch diese Verschiebung der Vorsprung 23c veranlasst, die Drucktaste 20 freizugeben, die dann durch ihre Druckfeder 20c in ihre Ausschaltstellung zurückgeführt wird. In ähnlicher Weise lassen sich durch Niederdrücken der Drucktaste 21, die auch als Null-Taste bezeichnet werden kann, die beiden andern Tasten 18 und 19 befreien, wenn sie vorher niedergedrückt wurden.
Die auf der unteren Seite der Drucktasten befestigten Platten 18a, 19a, 20a und 21a sind verschieden ausgebildet. Die Platte 21a ist rechteckig und entspricht dem Querschnitt der Taste 21, an der sie befestigt ist. Die Platte 20a besitzt zwei seitliche, ohrenförmige Ansätze (s. Fig. 2), die zwei auf gleicher Höhe sich befindende Anschlagstifte 25 trägt. Die Platte 19a ist nur an ihrem linken Ende mit einem etwas längeren Ansatz versehen, auf dem wiederum ein Anschlagstift 26 sitzt. Die Platte 18a ist ihrerseits an ihren beiden Enden mit ungleichen Ansätzen versehen, an welchen auch wieder je ein Anschlagstift 27 vorgesehen ist, von denen der rechte höher liegt als der linke.
Für alle diese Anschlagstifte sind in der Schlossplatte 5 entsprechende Löcher vorgesehen, durch welche sie bei niedergedrückten Tasten hindurchragen und dadurch in den Schwingbereich der Schwingen 6 vorstehen.
Wie einleitend gesagt wurde, lässt sich durch Niederdrücken der einen oder der andern der Druckta- sten das Nadelschloss zum Stricken eines bestimmten Strickmusters einstellen, was im folgenden an Hand der Fig. 5, 5a bzw. 6,6a bzw. 7,7a näher erläutert wird.
In den Fig. 5,'5a sind die sich ergebenden Verhältnisse veranschaulicht, wenn die Drucktaste 20 niedergedrückt ist. Dabei ragen die beiden, auf gleicher Höhe sich befindenden Anschlagstifte 25 durch die Schlossplatte 5 hindurch in den Schwingbereich der beiden Schwingen 6. Zum Stricken wird das Nadelschloss zuerst nach rechts (s. Pfeil in Fig. 5) bewegt. Die Nadeln des Nadelbettes, von denen einfachheithalber hier durch kurze, dick ausgezogene Striche nur die Nadelfüsse angedeutet sind, durchlaufen das Schloss wie gezeigt ist, wobei sie zuerst mit der Nadelhebekurve der rechten Nadelsteuerklinke 12 in Berührung gelangen, deren Schwinge 6 dadurch um ihren Zapfen 7 herum eine durch den rechten Anschlagstift 25 begrenzte Schwenkbewegung ausführt.
Bei der weiteren Verschiebung des Nadelschlosses nach rechts werden die Nadeln dann vom ortsfesten Nadelsenker 13 und von der Nadelsenkkurve der linken, mit ihrem oberen Ende gegen die obere Rippe 10 der Schlossplatte 5 anliegenden Nadelsteuerklinke 12 gesenkt. Bei der Verschiebung des Nadelschlosses im umgekehrten Sinne (s. Pfeil in Fig. 5a) werden die Nadeln zuerst von der linken, bis zum rechten Anschlagstift 25 verschwenkten Steuerklinke 12 gehoben und dann vom ortsfesten Nadelsenker 13 und von der rechten, mit ihrem oberen Ende anstehenden Nadel- steuerklinke 12 gesenkt. Verwendet man bei dieser Strickoperation nur eines der beiden Nadelbetten, so entsteht glatte Strickware, bei Verwendung der beiden Nadelbetten hingegen Rechts-Rechts-Ware.
Will man ein anderes Strickmuster erzeugen, so drückt man zuerst auf die Nulltaste 21, wodurch die federbeeinflusste Drucktaste 20 freigegeben wird und in ihre Ausgangslage zurückkehrt. Wahlweise kann dann zur Erzeugung einer andern Strickart die Taste 18 oder 19 niedergedrückt werden.
In den Fig. 6 und 6a sind die Verhältnisse veranschaulicht, wenn die Taste 19 niedergedrückt ist. Dabei ragt nun der Anschlagstift 26 in den Schwenkbereich der linken Schwinge 6, während die rechte Schwinge 6 unbehindert zwischen den beiden Längsrippen 10 und 15 der Schlossplatte 5 schwmgen kann.
Im übrigen durchlaufen die Nadeln das Schloss in ähnlicher Weise wie oben in bezug auf die Fig. 5 und 5a erläutert wurde, wobei nun also beim Hin- und Herschieben des Schlosses einmal die linke Schwinge 12 mit ihrer Nadelsteuerklinke 6 bis zum Anschlagstift 26 und das andere Mal die rechte Schwinge 6 mit ihrer Nadelsteuerklinke bis zur unteren Schlossrippe 15 verschwenkt wird. Drückt man auch die Taste 20
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des hinteren Schlosses nieder, so ist der Apparat auf Rundstricken eingestellt.
Beim Niederdrücken der Taste 18 ergeben sich beim Stricken die in den Fig. 7 und 7a veranschaulichten Verhältnisse.
Beim Verschieben des Schlosses nach links (s. Pfeil in Fig. 7) wird die linke Schwinge 6 mit ihrer Nadelsteuerklinke 12 bis zum linken, tiefer liegenden Stift 27 verschwenkt. Die Nadeln werden demzufolge nicht auf die volle Höhe vorgeschoben, sondern nur so weit, dass die Maschen noch auf den Nadelzungen verbleiben und beim Zurückgehen der Nadeln eine Doppelmasche bilden. Bei der umgekehrten Schlossbewegung (s. Pfeil in Fig. 7a) wird die rechte Schwinge 6 mit ihrer Nadelsteuerklinke 12 bis zum höher gelegenen Stift 27 verschwenkt. Die Nadeln werden demzufolge auf ihre volle Höhe vorgeschoben, so dass die Maschen beim Verschieben des Nadelschlosses in dieser Richtung abgestrickt werden.
Wenn auf dem hinteren Nadelbett die gleiche Taste 18 des betreffenden Nadelschlosses niedergedrückt wird, so werden bei der Schlossbewegung nach links auf dem vorderen Bett die Maschen nicht abgestrickt, während sie bei der Schlossbewegung nach rechts auf dem hinteren Bett nicht abgestrickt werden. Die Maschen werden somit abwechslungsweise auf dem vorderen und auf dem hinteren Nadelbett nicht abgestrickt, wodurch eine Fang-Strickart (Patent) erzielt wird. Wird aber auf einem der beiden Betten zusätzlich 1 : 1 gestrickt, indem für dieses Bett die Taste 20 des betreffenden Nadelschlosses niedergedrückt wird, so ergibt sich eine als Halb-Patent bezeichnete Strickart.
Bei der obigen Erläuterung der Strickoperationen ist angenommen worden, dass sich die Zapfen 7,
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3)sitzt auf dem inneren Ende einer durch ein Loch in der Schlossplatte 5 sich erstreckenden Welle 33. Auf der andern Seite der Schlossplatte 5 sitzt auf dieser Welle eine Scheibe 34 (Fig. 2), die einen spiralförmigen Steuerschlitz 34a aufweist. In diesen Schlitz 34a ragt ein Stift 35, der auf dem entsprechenden Ende einer in der Längsrichtung der Schlossplatte 5 geführten Stange 36 sitzt, die an ihrem andern Ende den Stift 32 trägt. Durch Drehen der Welle 33 mittels eines auf ihrem vordersten Endteil sitzenden Drehknopfes (nicht gezeigt), wird somit der Steuernocken 30 gedreht und gleichzeitig der Stift 32 im Schlitz 31 verschoben.
Auf diese Weise ist es möglich, den Verschiebungsbereich der Stifte 7 der beiden Schwingen 6 in den Schrägschlitzen 8 zu regulieren, um dadurch den Schwingen 6 zu gestatten, beim Hin- und Herschieben des Schlosses mit ihren unteren Enden im Bereich der Länge der Schlitze 8 eine kleinere oder grö- ssere Ausweichbewegung auszuführen, je nachdem ob das durch Niederdrücken einer Taste festgelegte Strickmuster kleinere oder grössere Maschen aufweisen soll.
In den Fig. 8 und 9 ist eine Abänderung der Schlosseinstellvorrichtung gemäss Fig. 4 veranschaulicht.
An Stelle von Drucktasten ist hier ein Drehknopf 36 vorgesehen, der auf seiner Innenseite einen als Nokkenbahn ausgebildeten Randteil 36a aufweist, mittels welchem sich, ähnlich wie bei der Vorrichtung nach Fig. 4, federbeeinflusste Anschlagstifte 37, 38 durch in der Schlossplatte 5 vorgesehene Löcher 5c hindurch vorschieben lassen, um den Schwenkbereich der Schwingen 6 je nach dem gewünschten Strickmuster mittels dieser Stiften mehr oder weniger einzuschränken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Nadelschloss für einen doppelbettigen Handstrickapparat mit zwei auf der hinteren Seite einer Schlossplatte beweglich angeordneten, gegeneinander geneigten Nadelsteuerorganen, zwischen welchen auf der Schlossplatte ein oberer Nadelsenkteil und ausserhalb derselben je ein Nade1hebeteil befestigt ist, wobei die Nadelsteuerorgane für die auf der Vorderseite der Schlossplatte eine Schlosseinstellvorrichtung vorgesehen ist, je eine an ihrem unteren Ende schwenkbar gelagerte Schwinge aufweisen, die eine Nadelsteuerklinke trägt, deren obere Längsseite als Nadelhebekurve und deren untere Längsseite als Nadelsenkkurve ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlosseinstellvorrichtung den verschiedenen Strickmustern entsprechende Einstellorgane, z. B.
Drucktasten (18-21) oder einen Drehknopf (36) aufweisen, mit denen Anschlagstifte (25, 26, 27 bzw. 37, 38) verbunden sind, die beim Niederdrücken der Drucktasten durch für sie in der Schlossplatte (5) vorgesehene Löcher hindurch in den Schwenkbereich der Schwingen (6) ragen, um diesen Schwenkbereich dem gewählten Strickmuster entsprechend zu begrenzen.