AT213900B - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions

Info

Publication number
AT213900B
AT213900B AT551658A AT551658A AT213900B AT 213900 B AT213900 B AT 213900B AT 551658 A AT551658 A AT 551658A AT 551658 A AT551658 A AT 551658A AT 213900 B AT213900 B AT 213900B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
solution
ppm
acid
added
Prior art date
Application number
AT551658A
Other languages
English (en)
Inventor
Ewald Urbschat
Bernhard Homeyer
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT213900B publication Critical patent/AT213900B/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions   Dimethyl-tetrahydro-thiamidin-thion   wird bekanntlich durch Einwirkung von Formaldehyd auf das Methylaminsalz der Methyldithiocarbaminsäure hergestellt [Bodendorf, Journal für praktische Chemie (N. F. ), Bd. 126, S. 239]. 



   Es wurde nun gefunden, dass man auch Derivate dieser Verbindung, die statt der beiden Methylgruppen andere voneinander verschiedene organische Reste tragen und der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin   R.   und R2 voneinander verschiedene aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste bedeuten, die unsubstituiert oder durch Halogen, Hydroxyl, eine Carboxyl- oder   Sulfonsäuregruppe bzw.   deren Salzen, eine Alkoxy- oder Carbalkoxygruppe oder einen gegebenenfalls direkt oder   über einen Alkylen- oder   Phenylenrest verknüpften   Tetrahydrothiarnidin-thion-Rest   der obigen Formel, substituiert sein können, entsprechen, in einfacher Weise herstellen kann, indem man Dithiocarbamate, deren NH2-Gruppe primär den Substituenten Ri (bzw.

     R2)   trägt, mit mineralsauren Salzen von Amino-Verbindungen, die primär den Substituenten R2 (bzw. R1) tragen, und Formaldehyd umsetzt. Hiebei ist es nicht notwendig, das gemischte Salz zu isolieren. 



  Die Umsetzung lässt sich in einfachster Weise derart bewerkstelligen, dass man auf ein aus einem primären Amin und Schwefelkohlenstoff bei Gegenwart von Alkalien nach bekannten Verfahren erhältliches Alkali- oder Erdalkalidithiocarbamat ein mineralsaures Salz eines andern primären Amins und Formaldehyd in beliebiger Reihenfolge einwirken lässt. 



   Folgendes Schema soll das Verfahren erläutern : 
 EMI1.2 
 
In diesen Formeln haben   R.     und R2   die oben angeführten Bedeutungen. 



   Die neuen Verbindungen scheiden sich meistens kristallin und sehr rein in guter Ausbeute ab und können in einfacher Weise isoliert werden. 



  Als Amine können einerseits alle primären Amine Verwendung finden, die unter den genannten Bedingungen mit Schwefelkohlenstoff unter Bildung der Dithiocarbamate zusammentreten. Anderseits sind alle jene primären Amine verwendbar, die zur Salzbildung mit den gebildeten Dithiocarbaminsäuren fähig sind. Zur Bildung der Dithiocarbaminate eignen sich aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische und gewisse aromatische primäre Basen, während als salzbildende Komponente primäre aliphatische, cycloaliphatische und araliphatische Amine brauchbar sind. In beiden Fällen können auch, wie bereits erwähnt, substituierte Verbindungen Verwendung finden. Der Gebrauch von Diaminen ist ebenfalls möglich, wobei dann mehrkernige Produkte erhalten werden. 



   Die neuen Verbindungen sollen als Schädlingsbekämpfungsmittel und vorzugsweise zur Bekämpfung von Nematoden und Pilzen im Ackerboden Verwendung finden. Unter den Nematoden, die zur Gruppe der Fadenwürmer gehören, haben alle die Arten in der Landwirtschaft und im Gartenbau eine grosse Bedeutung, die an wichtigen Kulturpflanzen leben und sich dort vermehren. Die Bedeutung dieser phytopathogenen Nematoden als Pflanzenparasiten ist um so grösser, je intensiver eine Nutzpflanzenkultur betrieben wird. Werden nämlich auf dem gleichen Boden ohne Fruchtwechsel in kurzen Zeitabständen die gleichen Pflanzen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 angebaut, so können sich die auf diese Pflanzen spezialisierten Nematoden so stark vermehren, dass in wenigen Jahren die jeweils gefährdeten Kulturen nicht mehr gebaut werden können. 



   In der Landwirtschaft kann man dieser Gefahr bis zu einem gewissen Grade dadurch begegnen, dass die anfälligen Wirtpflanzen in möglichst weitem zeitlichem Abstand angebaut werden, so dass die Populationen dieser parasitierenden Nematoden klein bleiben. Da sich dieser Fruchtwechsel im Gartenbau, besonders bei Unterglaskulturen, praktisch nicht durchführen lässt, ist man zur Bekämpfung der Bodennematoden gezwungen. Die älteste und bedeutendste Massnahme dieser Art ist Sterilisierung des Bodens durch Dämpfung. Sie wird wegen ihrer Breitenwirkung (Wirkung gegen Nematoden, Bodenpilze und Unkräuter) in den meisten Gartenbaubetrieben zur Entseuchung der Anzuchterden und der Gewächshausböden durchgeführt. 



   Da die Bodendämpfung einen sehr hohen Arbeitsaufwand erfordert und im Bedarfsfalle oft aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt werden kann, ist die chemische Bodenentseuchung in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Für diese Indikation werden bereits in grossem Umfang Bodenvergasungsmittel wie DD (Dichlorpropan-Dichlorpropengemisch), EDB (Äthylendibromid), eingesetzt. Ein Nachteil dieser stark flüchtigen Verbindungen ist die Art der Applikation, wofür komplizierte und nicht leicht zu handhabende Injektionsgeräte erforderlich sind. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, hat man versucht, Mittel in fester Granularform zu entwickeln, die einfach ausgestreut und mit üblichen Bodenbearbeitungsgeräten eingearbeitet werden können. Als solche haben bisher bestimmte symmetrische Thiodiazin-Verbindungen die besten Ergebnisse gezeigt (Dimethyl- bzw.

   Di-   äthylverbindungen).   Den für diesen Zweck bekannten Dimethylverbindungen sind die erfindungsgemässen Verbindungen insofern überlegen, als mehrere der neuen Substanzen eine höhere Wasserlöslichkeit besitzen als diese, wodurch ihre Verteilbarkeit im Ackerboden wesentlich verbessert wird. 



   Beispiel 1 : 
 EMI2.1 
 
Zu einer aus 100 g einer 31% igen Methyl-   aminlosung,   40 g NaOH, 100 cm3 H20 und 76 g
CS2 hergestellten Lösung von methyldithiocarb- aminsaurem Natrium wird eine mit verdünnter Salzsäure neutralisierte Lösung von 61 g Amino- äthylalkohol gegeben. In die klare Mischung werden unter Kühlung und Rühren 200 g 30%ige Formaldehydlösung getropft. Während des Zutropfens beginnt die Abscheidung farbloser Kristalle. Sie werden nach Stehen über Nacht abgesaugt, mit Eiswasser gewaschen und getrocknet. 150 g. Aus Chloroform umgelöst, schmelzen sie bei   820 C.   



   Die so hergestellte Verbindung war im Labor in einer wässerigen Verdünnung von 30 ppm der Substanz gegen Ditylenchus dipsaci wirksam. Ferner wurden Mengen von 30 bis zu 300 ppm dieser Verbindung mit jeweils 5 1 mit verschiedenen Nematoden verseuchter Erde vermischt, in Mitscherlich-Kulturtöpfe gegeben und abgedeckt. Nach einer Karenzzeit von 8 Tagen wurden als Wirtspflanzen Tomaten, Zuckerrüben, Kartoffeln und Roggen gepflanzt bzw. gesät. Nach 5 Wochen Wuchszeit wurden die Wurzeln auf Nematodenbefall untersucht. 



   Die geringste Substanzmenge, bei der kein Nematodenbefall an den Wurzeln mehr festgestellt werden konnte, war bei Meloidogyne incognita 40 ppm, Heterodera schachtii 40 ppm, Heterodera rostochiensis 40 ppm, Pratylenchus pratensis 35 ppm. 



   Die genannte Verbindung wurde ausserdem als Bodenfungizid und Herbizid geprüft. Der mit Pythium ultimum natürlich und mit Rhizotonia solani und Fusarium culmorum künstlich infizierten Erde wurden 100,150 und 200 ppm Wirkstoff untergemischt. Nach einer Karenzzeit von 3 Wochen wurden 2x50 Markerbsen ausgesät. 23 Tage danach erfolgte die Auswertung. 



    In der Tabelle ist die Zahl der aufgelaufenen, gesunden Pflanzen angegeben.   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Aufwandmenge <SEP> gesunde <SEP> Pflanzen <SEP> in <SEP> %
<tb> 100 <SEP> ppm <SEP> 79
<tb> 150 <SEP> ppm <SEP> 91
<tb> 200 <SEP> ppm <SEP> 97
<tb> control <SEP> 36
<tb> 
 
Zur Prüfung der herbiziden Wirkung wurden 25,50 und 100 ppm der genannten Verbindung mit Erde vermischt, die mit Samen von Lolium perenne, Stellaria media, Galinsoga parviflora, Sonchus arvensis, Polygonum spec. und Senetio vulgaris infiziert war.

   Nach 3 Wochen wurde die Zahl der aufgelaufenen Unkräuter festgestellt : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Unkraut <SEP> unbe-25 <SEP> 1 <SEP> 50 <SEP> I100 <SEP> 
<tb> Unkraut <SEP> handelt <SEP> ppm <SEP> ppm <SEP> ppm
<tb> Lolium <SEP> perenne <SEP> 6 <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Stellaria <SEP> media <SEP> 17 <SEP> 13 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Galinsoga <SEP> parviflora <SEP> 8 <SEP> 7 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Sonchus <SEP> arvensis <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Polygonum <SEP> spec. <SEP> 16 <SEP> 10 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Senetio <SEP> vulgaris <SEP> 14 <SEP> 8 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Beispiel 2 :

   
 EMI3.1 
 
Zu einer nach Beispiel 1 erhaltenen Lösung von methyldithiocarbaminsaurem Natrium wird eine aus 59 g n-Propylamin durch Neutralisation mit 10% iger Salzsäure erhaltene Lösung des Hydrochlorids und anschliessend unter Kühlung 200 g 30% iger Formaldehyd gegeben. Die erst entstehende harzige Fällung wird beim Nachrühren kristallin. Das erhaltene Rohprodukt (173 g) kann aus Methanol umgelöst werden und schmilzt dann bei   67-680 C.   Eine wässerige Verdünnung mit 35 ppm der Substanz war im Labor gegen Ditylenchus dipsaci wirksam. 



   Beispiel 3 : 
 EMI3.2 
 
Zu der, wie in Beispiel 1 beschrieben, bereiteten Lösung von   Methyl-dithiocarbaminsau-   rem Natrium werden 75 g Glykokoll in 200 cm3   H20   gegeben. Die Herstellung des Chlorhydrates erübrigt sich hier. Dann werden 200 g 30%iger Formaldehyd unter Kühlung eingetropft und nach 3stündigem Stehen mit verdünnter Salzsäure kongosauer gestellt. Die erhaltene farblose Fällung (190 g) wird zur Reinigung in verdünnter Natronlauge gelöst und durch Ansäuern der Lösung wieder abgeschieden.   F : 140-141   C   unter Zersetzung. 



   Das Kaliumsalz dieser Verbindung wird durch Lösen von 42 g der Säure in 400 cm3   H20   und 13 g Kaliumcarbonat und Eindampfen der filtrierten Lösung im Vakuum als farblose, leicht wasserlösliche Substanz erhalten. 



   Gegen Ditylenchus dipsaci ist die Verbindung in einer wässerigen Verdünnung von 40 ppm im Labor wirksam. Ebenso wie bei der Substanz
Beispiel 6 : im Beispiel 1 wurde auch hier die Wirkung gegen verschiedene Nematodensorten festgestellt. Die geringste Menge, bei der kein Nematodenbefall an den Wurzeln der Pflanzen mehr festgestellt werden konnte, war bei Meloidogyne incognita 50 ppm, Heterodera schachtii 50 ppm, Heterodera rostochiensis 40 ppm, Pratylenchus pratensis 40 ppm. 



   Beispiel 4 : 
 EMI3.3 
 
Zu einer aus 59 g n-Propylamin in 200 cm3 H2O, 40 g NaOH in 100 cm3   H20   und 76 g CS2 bereiteten Lösung von n-Propyldithiocarbaminsaurem Natrium wird eine wässerige Lösung von 1 Mol Isopropylaminchlorhydrat gegeben. In die auf 0   C gekühlte Mischung werden 200 g 30% iger Formaldehyd getropft. Der erhaltene farblose Niederschlag wird nach 30 Minuten abgetrennt. 193 g. Aus Alkohol farblose Kristalle, die bei 132  C schmelzen. Die Wirksamkeit gegen Ditylenchus dipsaci betrug im Labor 60 ppm in wässeriger Verdünnung. 



   Beispiel 5 : 
 EMI3.4 
 
Zu einer wässerigen Lösung von 1 Mol Äthyldithiocarbaminsaurem Natrium wird eine solche von 1 Mol Methylamin-chlorhydrat gegeben. Unter Kühlung werden 2 Mol Formaldehyd in 30% iger Lösung eingetropft. Der etwas harzige Niederschlag wird nach 30 Minuten abgetrennt, mit Methanol verrieben und aus Alkohol umgelöst. Es werden 60 g farblose Kristalle erhalten, die bei   102-103   C   schmelzen. 



  Eine wässerige Verdünnung von 50 ppm war im Labor gegen Ditylenchus dipsaci wirksam. 
 EMI3.5 
 



   Zu der aus 73 g Isobutylamin in 200 cm3   H2O,   40 g NaOH in 100 cm3   H20   und 76 g CS2 erhaltenen Dithiocarbamat-Lösung wird eine mit Salzsäure neutralisierte Lösung von 73 g nButylamin gegeben. Die entstehende Fällung wird abgetrennt und in Methanol gelöst. Hiezu werden bei 50 C 200 g   30%iger   Formaldehyd getropft. Ein anfänglich entstehender Niederschlag geht wieder in Lösung. Aus dieser scheiden sich langsam farblose Kristalle obiger Ver- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 bindung aus, die nach dem Absaugen und Trocknen aus Petroläther umgelöst werden. 125 g.   F : 44-45'C.   Gegen Ditylenchus 
 EMI4.1 
 von 200 ppm wirksam. 



   Beispiel 7 : 
 EMI4.2 
 
Zu 50 g Taurin in 40 cm3   H20   werden 80 g 30%iger Formaldehyd und 16 g NaOH in 40 cm3   H20   gegeben. Unter Selbsterwärmung entsteht eine klare Lösung. Nach 2stündigem Stehen wird dieser eine Dithiocarbamatlösung zugesetzt, die aus 43 g 29%igem Methylamin, 16 g NaOH in 40 cm3 H2O und 31 g CS2 hergestellt war. Nach weiteren 2 Stunden werden 24 g Eisessig in 40 cm3   H20   zugesetzt. Man lässt über Nacht stehen, entfernt eine geringe Abscheidung und sättigt das Filtrat mit Kochsalz. Hiebei erfolgt Abscheidung farbloser Kristalle, die nach   lstündigem   Stehen in Eis abgesaugt, gut abgepresst und getrocknet werden. 90 g. Nach dem Umlösen aus Alkohol werden farblose Kristalle erhalten, die in Wasser leicht löslich sind und sich bei   2830 C   zersetzen.

   Die Wirksamkeit gegen Ditylenchus dipsaci betrug im Labor 200 ppm in wässeriger Verdünnung. 



   Beispiel 8 : 
 EMI4.3 
 
Zu einer Lösung von 0, 2 Mol Äthylen-bisdithiocarbaminsaurem Natrium in 450 cm3 H20 werden 80 g   30% ige Formaldehydiösung   gegeben. In die klare Mischung tropft. unter Küh- 
 EMI4.4 
 Methylaminchlorhydrat-Lösung. Der entstehende Niederschlag wird nach 2 Stunden abgesaugt, gewaschen und getrocknet. 62 g. 



  Die Verbindung zersetzt sich, aus Dimethylformamid umgelöst, bei 195  C. 



   Beispiel 9 : 
 EMI4.5 
 
Zu einer nach Beispiel 1 hergestellten Lösung von 1 Mol methyldithiocarbaminsaurem Natrium wird eine Lösung von Äthylendiamin-dichlorhydrat gegeben, die durch Neutralisation von 30 g Äthylendiamin mit 10%iger Salzsäure bereitet wurde. In die Mischung werden 200 g 30% iger Formaldehyd getropft und der erhaltene Niederschlag wie üblich aufgearbeitet. 120 g. 



  Farblose Kristalle aus Dimethylformamid. F : 198  C Zersetzung. 



   Auf gleiche Weise können die nachfolgend aufgeführten Verbindungen, ausgehend von Hydrazin- bzw. p-Phenylendiamin, erhalten werden : 
 EMI4.6 
 
 EMI4.7 
 mit 40 g NaOH in 100   crn     HO versetzt   und 38 g CS2 zugetropft. Anschliessend wird bis zur   Lösung des CS2   auf 30-35  C erwärmt. 



  Nach dem Erkalten wird 1 Mol Methylaminchlorhydrat zugesetzt und 100 g 30%iger Formaldehyd eingetropft. Nach Stehen über Nacht wird mit verdünnter Salzsäure kongosauer gestellt und die erhaltene farblose Fällung abgetrennt. 



  57 g. Aus Methanol farblose Kristalle. F : 141 bis 142  C. 



   In gleicher Weise wurden die folgenden Verbindungen erhalten : 
 EMI4.8 
 
R = Methyl ; Ri= Cyclohexyl. Farblose Kristalle aus Methanol. F : 101  C. 



   R=Methyl; R1=Isopropyl. Farblose Kristalle aus Methanol.   F : 105  C.   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   R = Methyl ; R1 = Isobutyl. Farblose Kristalle aus Methanol.   F : 97  C.   



   R =   Methyl ; R1 =   Benzyl. Farblose Kristalle aus Methanol.   F : 115  C.   



   R =   n-Propyl ; Ri=   Isopropyl. Farblose Kristalle aus Alkohol.   F : 1320 C.   



   R =   p-Chlorphenyl ; Rl =CH2COOH.   Farblose Kristalle aus Aceton.   F : 1420 C.   Zersetzung. 



   Beispiel 11 : 
 EMI5.1 
   86, 5   g p-Sulfanilsäure werden in 100 g 30% iger Formaldehydlösung unter bisweiliger Kühlung mit 20 g NaOH in 50   cm3   H20 langsam versetzt und der klaren Lösung nach 2stündigem Stehen eine solche von 0, 5 Mol Methyldithiocarbaminsaurem Natrium zugefügt. Nach weiteren 2 Stunden werden 30 g Eisessig, die mit 50 cm3 H20 verdünnt sind, eingetropft. Nach Stehen über Nacht wird von einer geringen Fällung filtriert und mit Kochsalz gesättigt. Die sich abscheidende farblose Substanz wird abgesaugt und getrocknet. 120 g. Durch   Umlösen   aus 80%igem Methanol werden farblose Kristalle erhalten, die sich beim Erhitzen braun färben und sich gegen 295  C zersetzen.

   Die geringste Substanzmenge, bei der nach der bei Beispiel 1 angegebenen Prüfung, kein Nematodenbefall an den Wurzeln mehr festgestellt werden konnte, betrug bei Meloidogyne incognita 80 ppm, Heterodera schachtii 100 ppm, Heterodera rostochiensis 90 ppm und Pratylenchus pratensis 60 ppm. 



   Beispiel 12 : 
 EMI5.2 
   68, 5   g p-Aminobenzoesäure werden in 100 g 30%igem Formaldehyd und 50   cm3   H20 mit 20 g NaOH in 50 cm3   H20   wie vorher beschrieben in Lösung gebracht. Nach Zugabe von 0, 5 Mol Methyldithiocarbaminsaurem Natrium in wässeriger Lösung und 2stündigem Stehen wird mit 30 g Eisessig in 50 cm3   H20   tropfenweise versetzt. Der entstehende harzige Niederschlag wird nach 15 Stunden abgetrennt und mit Wasser verrieben. Das jetzt feste Produkt wird in Wasser aufgeschlämmt und durch Zusatz von Kaliumcarbonat in Lösung gebracht. Aus dieser scheidet Kochsalz das Natriumsalz ab, das getrocknet und aus 50%igem Methanol umgelöst wurde. Es bildet farblose Kristall- blättchen, die sich beim Erhitzen bräunen und sich bei zirka 347  C zersetzen. 



   Aus der wässerigen Lösung des Natriumsalzes fällt Salzsäure die freie Säure als feinpulvrigen Niederschlag. Durch Umlösen desselben aus Dimethylformamid werden farblose Kristalle erhalten, die sich bei 232   C zersetzen. 



   Beispiel 13 : 
 EMI5.3 
 
35 g Methoxymethyl-dithiocarbaminsaures Kalium (durch Einwirkung von Methoxymethylsenföl auf alkoholische Kaliumsulfhydratlösung hergestellt) werden in 500 cm3 Wasser gelöst und mit 15, 0 g Methylaminchlorhydrat in 100 cm3 Wasser versetzt. Unter Rühren und Kühlung werden 40 g   30%ige Formaldehydlösung   eingetropft. Nach 4stündigem Nachrühren wird der farblose Niederschlag abgetrennt (35 g trocken) und aus Methanol umgelöst. Farblose Kristalle. 



    F : 1130 C.    



   Beispiel 14 : 
 EMI5.4 
   40, 6   g Propoxymethyldithiocarbaminsaures Kalium (aus Propoxymethylsenföl und Kaliumsulfhydrat in Alkohol) werden in wässeriger Lösung nach Zugabe von 15, 0 g Methylaminchlorhydrat in 100 cm3   H20   unter Rühren und Kühlung mit 40 g 30%iger Formaldehydlösung tropfenweise versetzt. Die anfänglich harzige Fällung wird nach 2 Stunden abgesaugt (40 g trocken) und aus Methanol umgelöst. 



  Farblose Kristalle.   F : 60-61  C.   



   Beispiel 15 : 
 EMI5.5 
 
Zu 40, 6 g Carbonyläthyl-thiocarbaminsaurem Kalium (aus   Carbonyläthyl-thiocarbamid   und Kaliumsulfhydrat in Alkohol) in 500 cm3 H20 werden 15 g Methylaminchlorhydrat in 100 cm3 Wasser gegeben. Unter Rühren und Kühlung 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 werden 40 g   30% ige Formaldehydiösung   eingetropft. Nach 3stündigem Nachrühren wird der hellgelbe Niederschlag abgetrennt und getrocknet. 32 g. Aus wenig siedendem Alkohol werden gelbliche Kristalle erhalten.   F : 97-98   C.   



   Beispiel 16 : 
 EMI6.1 
 
Die Lösung von 1 Mol Methyldithiocarbaminsaurem Natrium in 1 1 H20 wird mit 130 g 2-Chloräthylamin-chlorhydrat in 500 cm3 H20 unter Kühlung versetzt. Unter weiterer Kühlung werden 200 g   30% ige Formaldehydlösung   eingetropft. Der erst harzige, dann fest werdende Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. 190 g. Nach 2maligem Umlösen aus Methanol bildet er farblose Kristalle, die bei   125-126 < 0 C   schmelzen. Die geringste Substanzmenge, bei der kein Nematodenbefall an den Wurzeln der Pflanzen mehr festgestellt werden konnte (vgl. Beispiel   1)   betrug bei Meloidogyne incognita, Heterodera rostochiensis und Pratylenchus pratensis je 60 ppm, bei Heterodera schachtii 70 ppm. 



   Beispiel 17 : 
 EMI6.2 
 
Zu einer Lösung von 0, 2 Mol Methyldithiocarbaminsaurem Natrium   in. 100 cm3 H20   wird eine solche von 20, 6 g 4-Aminobuttersäure in 110 cm3   H20   gegeben. In die Mischung tropfen unter Kühlung 40 g 30%ige Formaldehydlösung. Nach   1stündigem   Stehen wird die klare Mischung mit   10% iger   Salzsäure angesäuert. 



  Der entstandene Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und aus Methanol umgelöst. 28 g. Farblose Kristalle.   F : 114O C.   



   Beispiel 18 : 
 EMI6.3 
 
Die Herstellung erfolgt wie im vorigen Beispiel angegeben unter Verwendung von 26, 2 g 6-Aminocapronsäure. Es werden 45 g einer farblosen Substanz erhalten, die aus Methanol umgelöst wurde.   F : 112-113  C.   



   Beispiel 19 : 
 EMI6.4 
 
75 g 3-Hydroxypropylamin werden in 500 cm3 H20 mit Salzsäure neutralisiert und zu 1 Mol methyldithiocarbaminsaurem Natrium in 500 cm3 H20 gegeben. In die Mischung tropfen unter Kühlung 200 g   30%ige Formaldehydlösung.   



  Das sich abscheidende Öl wird nach zirka 5 Stunden in Chloroform aufgenommen. Die mit wenig Eiswasser gewaschene und mit Natriumsulfat getrocknete Lösung hinterlässt nach dem Eindampfen im Vacuum 160 g der neuen Verbindung als zähes Öl. 



   Unter Verwendung von 89 g 3-Aminobutanol werden auf dem gleichen Wege wie oben beschrieben 139 g der folgenden Verbindung als zähes Öl erhalten : 
 EMI6.5 
 Beispiel 20 : 
 EMI6.6 
 
Zu 28 g Aminomethansulfosäure (Raschig und Prahl : A 448, S. 287   [1926]) in 50 cm3 H20   und 50 g   30%iger Formaldehydlösung   werden 10 g NaOH in 30 cm3 H20 langsam gegeben. 



  Nach 2stündigem Stehen wird der klaren Lösung eine solche von 0, 25 Mol methyldithiocarbaminsaurem Natrium in 125 cm3 H20 zugesetzt und dann 15 cm3 Eisessig in 30 cm3 H20 eingetropft. 



  Nach Stehen über Nacht wird filtriert, das Filtrat mit Kochsalz gesättigt und für mehrere Stunden in Eis gestellt. Die abgeschiedenen farblosen Kristalle werden abgesaugt, mit Alkohol gewaschen und aus 80%igem Methanol umgelöst. Es werden 42 g farbloser Blättchen erhalten, die sich bei zirka 210   C bräunen und sich bei 233   C zersetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Deri- vaten des Tetrahydrothiamidin-thions der allgemeinen Formel EMI7.1 worin R und R2 voneinander verschiedene aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste bedeuten, die unsubstituiert oder durch Halogen, Hydroxyl, eine Carboxyloder Sulfonsäuregruppe bzw. deren Salzen, eine Alkoxy- oder Carbalkoxygruppe oder einen gegebenenfalls direkt oder über einen Alkylenoder Phenylenrest verknüpften Tetrahydrothiamidin-thion-Rest der obigen Formel, substituiert sein können, dadurch gekennzeichnet, dass man Dithiocarbamate, deren NH2-Gruppe primär den Substituenten R (bzw. R2) trägt, mit mineralsauren Salzen von Amino-Verbindungen, die primär den Substituenten R2 (bzw. R1) tragen und Formaldehyd umsetzt.
AT551658A 1957-08-10 1958-08-06 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions AT213900B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE213900X 1957-08-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT213900B true AT213900B (de) 1961-03-10

Family

ID=5815749

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT551658A AT213900B (de) 1957-08-10 1958-08-06 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT213900B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220430B (de) * 1962-03-26 1966-07-07 Akad Wissenschaften Ddr Verfahren zur Herstellung von 2-Thio-3-(beta-phenylaethyl)-5-carboxymethyl-tetrahydro, 3, 5-thiadiazin
DE1220429B (de) * 1962-03-26 1966-07-07 Akad Wissenschaften Ddr Verfahren zur Herstellung von 2-Thio-3-benzyl-5-carboxyalkyl-tetrahydro-1, 3, 5-thiadiazinen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220430B (de) * 1962-03-26 1966-07-07 Akad Wissenschaften Ddr Verfahren zur Herstellung von 2-Thio-3-(beta-phenylaethyl)-5-carboxymethyl-tetrahydro, 3, 5-thiadiazin
DE1220429B (de) * 1962-03-26 1966-07-07 Akad Wissenschaften Ddr Verfahren zur Herstellung von 2-Thio-3-benzyl-5-carboxyalkyl-tetrahydro-1, 3, 5-thiadiazinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2501797C2 (de) Methyl-2-nitro-5-(2&#39;,4&#39;-dichlorphenoxy)thiobenzoat, Verfahren zu dessen Herstellung und seine Verwendung als Herbizid
DE1642231B2 (de) Herbizid auf Basis von Amino-cyanacrylsäureester-derivaten
EP0132512A1 (de) Verwendung von in 2-Stellung mit (substituierten) Aminogruppen substituierten 4-DL-Alkylester-alpha-alaninyl-6-chlor-s-Triazinen als Herbizide, insbesondere gegen Flughafer
DE2131745A1 (de) Zyklische Schwefelverbindungen und deren Verwendung
DE1137259B (de) Selektive Bekaempfung von Fingerhirse
AT213900B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Tetrahydrothiamidin-thions
DE1110465B (de) Mittel zur Beeinflussung, insbesondere Hemmung, des Pflanzenwachstums
DE1812497B2 (de) N-phosphinothioyl-thiomethyl-carbonyl-piperidine, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende mittel
CH631721A5 (de) Pflanzenschutzmittel.
DE2524578A1 (de) Barbitursaeurederivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als herbizide
DD251067A5 (de) Herbizide zusammensetzung
DE2144700A1 (de) Benzyl-N,N-di-sek.~butylthiolcarbamat und seine Verwendung
DE2635967A1 (de) 2-cyanacetamid-derivate und ihre herstellung und anwendung
DE1914015C3 (de) a-ChloM-tertbutylamino-e-cyclopropylamino-s-triazin und dieses enthaltende Mittel zur Bekämpfung von Unkräutern
DE2154634A1 (de)
DE1055286B (de) Unkrautbekaempfungsmittel
DE942057C (de) Unkrautvertilgungsmittel
DE2644486C2 (de) Substituierte Phenoxybenzoesäureanhydride, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Herbicide
DE2167007C3 (de) Phosphortionamidate mit herbizider Wirkung
DE1643039C3 (de) Bromacetylharnstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende biocide Mittel
AT226472B (de) Verfahren zur Unterdrückung bzw. zur selektiven Bekämpfung von Pflanzenwachstum
CH418055A (de) Beständiges Herbizid
DE1670594C3 (de) Substituierte Cyanalkylamino-striazine
DE1668081A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Mucononitrilen und diese enthaltende pesticide Zusammensetzungen sowie neue Muconitrile
AT264917B (de) Das Pflanzenwachstum beeinflussendes Mittel