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Kontinuierlich arbeitende Zellenpresse.
Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich arbeitende Zellenpresse, welche für die, Entwässerung sehr grosser Mengen von feuchtem Material, wie Torf. Rübenschnitzel, Abfälle aller Art, sowie für die Pressung solcher Materialien dient, die während einer längeren Zeit einem ständig wachsenden Pressdruck ausgesetzt werden müssen.
Wie Fig. 1 der Zeichnung zeigt, besteht die Presse aus einzelnen Zellen al, a2, a3..., die, ähnlich wie bei Ölpressen, säulenartig aufeinander gestellt sind, so dass das in jeder Zelle eingeschlossene Material immer durch das Gesamtgewicht der darüberstehenden Zellen
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der untersten Zelle am grössten. Die Zellen können beliebigen Querschnitt haben und sind aus dem Füllrahmen b und den Pressböden c, d zusammengesetzt.
Um die unterste, fertig gepresste Zelle a22 aus der Saute entfernen zu können, ohne dass die Presswirkung in den darüberliegenden Zellen gestört wird, ist die Presse mit einer
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Der für einen ununterbrochenen Arbeitsgang notwendige Kreislauf der Zellen erfordert die ständige Beförderung der entleerten Zellen vom Fuss der Presse nach dem Kopf. Es ist daher erforderlich, die ZeHen vom Fuss der Presse durch eine Entleerungs-und eine Füll-
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ein Rollbahnkreislauf gezeichnet. Die Rollbahnen bestehen aus einzelnen, dicht nebeneinander gelagerten drehbaren Rolfen A. Sie führen von der Ausschaltvorrichtung e durch den Aus- werfer R und die Füllvorrichtung S hindurch nach einem Aufzug und vom höchsten Punkt desselben nach dem Kopf der Presse zurück. Zur leichteren Bewegung der Zellen werden die Rollbahnen in der Bewegungsrichtung geneigt verlegt.
Gehören mehrere Zellensäulen zu einem Betrieb, so können Drehscheiben und Schiebebühnen eingeschaltet werden.
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Zelle ohne Aufwendung von Handarbeit bewirkt wird. Die Ausschaltvorrichtung wirkt daher selbsttätig derart, dass sie nach Umlegen eines Steuerhebels alle erforderlichen Bewegungen zur Herausnahme der tiefsten Presszelle nacheinander mechanisch ausführt und erst dann wieder still steht, wenn die herausgenommene Zelle auf der Rollbahn abgesetzt ist.
Die Ausschaltvorrichtung besteht aus dem bereits erwähnten Hubtisch g mit Schrauben-
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bundenen Führungsrahmen z. Der Hubtisch wird durch ein Wendegetriebe l1, l, l2 mittelst offenen und gekreuzten Riemens, das Hilfsgetriebe mit der Hebevorrichtung für den Riegel durch einen einfachen Riemen von den Riemenscheiben m, tit'aus angetrieben. Der Riemon-
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wolle p (Fig. 3) gekuppelt, so dass beide Ausrücker nur durch Drehung dieser Steuerwelle verschoben worden können. Letztere ist mit einem Handhebel y und mit einer vierfachen Mittelstellvorrichtung x ausgerüstet (Fig. 3 und 4).
In Fig. 4 sind die vier Stellungen der Riomengaheln untereinander gezeichnet, wie sie bei der Drehung der Steuerwelle p in den vier Mittellage sich ergeben, wobei zu berücksichtigen ist, dass m und l Festscheiben, l1, l2 und m1 Leerscheiben dartellen.
. ist die Ruhestellung. Alle drei Riemen der Ausschaltvorrichtung laufen auf Leerscheiben. Wird der Handhebel y der Steuerwelle p um 900 umgelegt, so ergibt sich :
Stellung I. Der offene Riemen des Hubtisches läuft auf die Festscheiben und bewirkt das Anheben des Tisches [1, bis die Zellen mit ihrem Gesamtgewicht darauf lasten und der Riegel f entlastet ist. In dieser höchsten Stellung rückt der Huhtisch durch Anschlag an eine geeignete Vorrichtung, z. B. durch einen als Pleuelstange wirkenden Hebel i. dessen Drehpunkt il verschiebbar ist, die Steuerwelle um 900 weiter, so dass sie in die
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Stellung II. Beide Riemen des Hubtisches laufen auf den Leerscheiben. Der Riemen des llilfsgetriebes wird auf die Festscheibe gerückt und setzt die Kurbelschleife nach der in Fig. 2 punktiert angedeuteten Stellung hin in Bewegung. Hiedurch. wird der entlastete Riegel f aus der Säule heraus-und in den Führungsrahmen z hineingezogen. Hienach
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die Stange v1 vorwärts, wodurch die beiden Winkelhebel 10 so gedreht werden, dass sie den Fübrungsrahmen z mitsamt dem Riegel f um eine Zelle in die Höhe heben. Die Kurbelschleife s schiebt dann bei ihrem Rückgange den Riegel f in gehobenen Zustand über der untersten Zelle wieder in die Zellensäule ein.
Nach einer ganzen Umdrehung der Kurbel s3 trifft dieselbe Rolle t gegen den Hebel it, dessen Bewegung eine Teildrehung seiner Achse 1
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übertragen werden, dass diese aus der Stellung 11 in die Stellung 111 gelangt.
Stellung III. Das Hilfsgetriebe wird dadurch in Ruhe gesetzt und der gekreuzte Riemen treibt jetzt die Schraubenspindel entgegengesetzt an und senkt den Tisch g mit der darauf befindlichen Zelle, bis der Tisch wieder durch geeigneten Anschlag den Hebel i derart bewegt hat, dass die Steuerwelle weiter in die Stellung 1 V, also in die ursprüngliche Ruhestellung gedreht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kontinuierlich arbeitende Zellonpresse, dadurch gekennzeichnet, dass unter einer Säule von Pre (3zellen, in welcher der Pressdruck in den einzelnen Zollen ausschliesslich durch das Gesamtgewicht der darüber befindlichen Zellen ausgeübt wird, eine Ausschaltevorrichtung derart angeordnet ist, dass die ganze Säule in geeigneten Zeiträumen um eine Zellenhöhe gesenkt und über der jeweilig untersten Zelle abgestützt werden kann, so dass die unterste Zelle von dem Druck der Säule entlastet wird, um von einer geeigneten Fördervorrichtung aufgenommen und zunächst einer Entleerungsvorrichtung, dann einer Füllvorrichtung und hierauf wieder dem Kopfe der Zellensäule zugeführt werden zu können.