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Aus einem elastischen Werkstoff bestehende Abdichtung für Maschinen, insbesondere für Siebmaschinen von Wasserreinigungsanlagen
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Zur Kontrolle der Wirksamkeit der Dichtung kann man neben einem Druckmesser insbesondere den Hochbehälter als Schauglas ausbilden und ihm das Druckmittel "Wasser" mittels einer Düse am oberen Ende zuführen. Solange Wasser aus der Düse, z. B. in Form von Tropfen, in den Hochbehälter ausfliesst, ist die Dichtung wirksam. Die neue Abdichtung wirkt sowohl als mechanische als auch als flüssige Abdichtung, wobei man es durch Regeln der Druckverhältnisse einrichten kann, dass die eine oder andere Dichtungsart überwiegt. Die Druckflüssigkeit wirkt gleichzeitig als Schmiermittel und als Spülmittel und verhindert den Durchtritt von Schmutzteilen von der Schmutzwasserseite auf die Reinwasserseite der Siebmaschine.
Abdichtend wirken nicht nur die Gleitleisten, sondern auch das in den Zwischenräumen zwischen den Gleitleisten vorhandene Druckmittel und schliesslich das Druckmittel, das zwischen Gleitleisten und umlaufendem Bauteil durchfliesst.
Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt die Zeichnung in 7 Figuren.
Die Fig. 1-3 zeigen eine Ausführungsform einer Siebmaschine mit ihrer Abdichtung. Hiebei zeigt die Fig. 1 einen Schnitt nach der Linie I-I in'Fig. 2 und die Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Maschine. Die Fig. 3 stellt das in Fig. 2 im Kreis III herausgegriffene Detail im vergrösserten Massstab dar. Die Fig. 4 gibt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Zuführung des Druckmittels zum Abdichtungsschlauch wieder und der Einleitung des Druck- und Dichtmittels in den Dichtungsspalt, die Fig. 5 das Detail V aus Fig. 4 im vergrösserten Massstab, die Fig. 6 eine Variante der Dichtmittelzuführung nach dem Schema der Fig. 4 und die Fig. 7 schliesslich einen Schnitt durch die Dichtung nach der Linie VII-VII in der Fig. 6.
Die Siebmaschine nach den Fig. 1-3 besteht, wie üblich, aus der mit Siebgewebe bespannten, rotierenden Trommel 1 und den festen Bauteilen 2 und 3, die in der Siebkammer 4 ange-
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ordnet sind. Da es sich um eine innenbeaufschlagte Wasserreinigungs-Siebmaschine handelt, wird das unreine Wasser durch den Kanal 5 in das Innere der Trommel 1 zugeführt und nach dem Durchgang durch die Siebe gereinigt aus der Siebkammer 4 entnommen. Die Siebtrommel 1 selbst ist aus den zwei Stirnringen 6 aufgebaut, die durch die Träger 7 miteinander verbunden sind. Die Siebbespannung dieser Siebfläche ist entweder eine Rundumbespannung oder eine Bestückung mit Siebrahmen, Halbrundkörben, Dreieckkörben, usw., was an sich bekannt ist.
Die Trommelringe 6, und damit die Trommel, ruht auf Rollen 8. Sie wird in bekannter Weise in Umdrehung versetzt. Die ortsfesten Teile der Siebmaschinen 2 und 3 sind nach Art von Schilden ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel bestehen sie aus einem Rahmen aus U-Profilen, und dieser Rahmen 3 wird mittels Schrauben 9 am Bauwerk 10 befestigt. Zwischen den feststehenden Bauteilen 2 oder 3 und den Trommelringen 6 befindet sich ein umlaufender Spalt, und in diesem Spalt ist ein profilierter Dichtungsschlauch 11 eingelegt. Der Schlauch hat einen Flansch 12, mit dessen Hilfe er mittels Schrauben 13 am feststehenden Bauteil 3, bzw. 2 befestigt werden kann, und Gleitleisten 14, die auf dem umlaufenden Ring 6 schleifen können.
Der feste Bauteil 3 mit der hieran befestigten Schlauchdichtung 11 ist, wie man aus der Fig. 3 erkennen kann, zufolge der Löcher 15 im URahmen 3 zentrierbar, was erforderlich ist, um eine gleichmässige Anlage des Dichtungsschlauches auf dem umliegenden Ring 6 zu erzielen.
Der Dichtungsschlauch 11 wird innen mit einem Druckmittel angefüllt und ist hiezu an die Zuleitung 16 und Ableitung 17 angeschlossen. Nach der Zentrierung der ortsfesten Bauteile 2 und 3 und nach dem Füllen der Schlauchdichtung 11 mit dem Druckmittel ist die Abdichtung zwischen dem feststehenden und dem umlaufenden Bauteil der Siebmaschine gesichert. Die Dichtung wirkt im wesentlichen als mechanische Dichtung.
Wünscht man gleichzeitig eine Abdichtung durch Flüssigkeit, dann kann man, wie aus den in Fig. 4 schematisch dargestellten Siebmaschinen ersichtlich, Druckflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, dem Dichtungsschlauch 11 aus einer Leitung 18 über ein Regelventil19 zuführen und durch die Düse 20, vorzugsweise eine Regeldüse, in einen hochgestellten Behälter 21 austreten lassen. Vom Hochbehälter 21 aus fliesst das Wasser über die Leitung 22 in die zwischen der Dichtungsleiste 14 liegenden Zwischenräume 23 des Dichtungsschlauches 11 (Fig. 3, Fig. 5). Die dem Schlauch zugeführte Flüssigkeit wirkt dann gleichzeitig als Druckflüssigkeit, Absperrflüssigkeit und Schmierflüssigkeit. Der Hochbehälter 21 ist als Schauglas ausgebildet und der Durchgangsquerschnitt der Düse 20 sehr klein gehalten, damit nur Tropfen oder ein sehr dünner Wasserstrahl abfliessen kann.
Das Wasser soll ausreichen, um die Abdichtung durch Flüssigkeit zu gewähr- leisten. Die Sicht des Wasseraustrittes im Schauglas bietet ein sehr einfaches Mittel, um die Wirksamkeit der Abdichtung festzustellen.
Sobald der Wasserdurchfluss durch das Schauglas unterbrochen ist, stellt man fest, dass die Abdichtung nicht in Funktion ist. Mit H ist die Druckhöhe im Schlauch gegenüber dem Wasserspiegel auf der Reinwasserseite angegeben, mit h die Druckhöhe der Flüssigkeit in den Zwischenräumen 23 zwischen den Dichtungsleisten gegen- über dem Wasserspiegel auf der Reinwasserseite.
In einer abgeänderten Form, die in Fig. 6 und 7 gezeigt ist, führt man die Druckflüssigkeit aus der Leitung 18 mit dem Regelhahn 19 einem am Ende verschlossenen Dichtungsschlauch 24 zu, der Öffnungen 25 nach den Zwischenräumen 23 zwischen den Gleitleisten aufweist.
Die in den Räumen 23 unter dem Druck A befindliche Flüssigkeit wirkt dann als Flüssigkeitsabsperrung. Tritt sie nicht nur an den oberen Enden des Dichtschlauches heraus, sondern auch unter den Gleitleisten, so wird auch in diesem Falle die Reibung vermindert und gleichzeitig der Durchtritt von Schmutzteilen verhindert.
Zur Druckanzeige dient ein Manometer 26.
Die erfindungsgemässe Abdichtung kann bei allen ganz oder teilweise unter Wasser arbeitenden Maschinen angewendet werden. Ausser für Siebmaschinen eignet sich die Abdichtung z. B. für Schlammeindicker mit umlaufender Trommel, Zeugsichtmaschinen, Schöpfwerke mit endlosen Ketten, Bändern od. dgl. umlaufenden Bechern sowie die verschiedenen Arten von Pumpen und Fördereinrichtungen. Insbesondere dann, wenn grössere rotierende Teile gegenüber einem feststehenden Teil abzudichten sind, erweist sich die erfindungsgemässe Abdichtung als vorteilhaft.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus einem elastischen Werkstoff bestehende Abdichtung für Maschinen, insbesondere für Siebmaschinen von Wasserreinigungsanlagen, die einesteils an einem ortsfesten Bauteil der Maschine befestigt ist, anderseits am umlaufenden Bauteil gleitend anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung aus einem unter Innendruck, z. B. Wasserdruck zu setzenden, einen zwischen dem ortsfesten und dem umlaufenden Bauteil vorgesehenen Spalt ausfüllenden Profilschlauch mit Gleitleisten besteht.
2. Abdichtung für Siebmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch mit Durchlassöffnungen für das Druckmittel in die Zwischenräume zwischen den Gleitleisten versehen ist.
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