AT212946B - Verfahren zum Verschließen des gläsernen Pumprohrs eines Gefäßes, in dem Überdruck vorherrscht - Google Patents

Verfahren zum Verschließen des gläsernen Pumprohrs eines Gefäßes, in dem Überdruck vorherrscht

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AT212946B
AT212946B AT415359A AT415359A AT212946B AT 212946 B AT212946 B AT 212946B AT 415359 A AT415359 A AT 415359A AT 415359 A AT415359 A AT 415359A AT 212946 B AT212946 B AT 212946B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Verschliessen des gläsernen Pumprohrs eines Gefässes, in dem Überdruck vorherrscht 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verschliessen des gläsernen Pumprohrs eines Gefässes, in dem Überdruck herrscht, ohne dass das Pumprohr eine merkliche Verengung oder einen kapillaren Teil aufweist. 



   Das Verschliessen von Gefässen, in denen ein erheblicher Überdruck herrscht, kann sich nicht auf übliche Weise durch Erhitzen und Abschmelzen des gläsernen Pumprohrs vollziehen, da das weiche Glas dabei aufgebaucht werden würde. Es sind verschiedene Lösungen für diese Schwierigkeit bekannt. 



   Es ist vorgeschlagen worden, in dem Gefäss einen Propfen aus thermoplastischem Material nahe der Mündungsstelle des Pumprohrs unterzubringen. Das Pumprohr an sich hatte einen kapillaren Teil. Nachdem das Gefäss mit einer Gasfüllung unter Überdruck versehen worden war, wurde derPfropfen geschmolzen und durch Kapillarwirkung in das Pumprohr eingesaugt. Darauf konnte das Pumprohr, nachdem der Überdruck verschwunden war, gewünschtenfalls abgeschmolzen werden. Gemäss einer andern bekannten Ausführungsform wurde ein Metallpfropfen in dem Pumprohr angebracht und geschmolzen, nachdem der gewünschte Überdruck im Gefäss erhalten worden war. Das flüssige Metall floss dabei im Pumprohr herunter, bis es einen gekühlten, kapillaren Teil erreichte, wo es erstarrte.

   Dabei entstand keine Haftung an dem Glas des Pumprohrs ; der Metallpfropfen diente nur dazu, Schwierigkeiten wegen des Überdrucks im Gefäss während des Abschmelzens des Pumprohrs zu vermeiden. 



   Der Nachteil der bekannten Verfahren ist der, dass infolge Anwendung sehr enger kapillarer Teile des Pumprohrs die Entlüftung und die Einführung des Ftillgases in das Gefäss lange Zeit beanspruchen. Ausserdem muss das Pumprohr eine verhältnismässig verwickelte Gestalt haben. Diese Verfahren eigneten sich daher nicht für Anwendung bei Pumprohren, die keinen kapillaren Teil und gegebenenfalls einen grossen Durchmesser haben.

   In diesen Fällen wird der Verschluss des Pumprohrs ohne Schwierigkeiten bei Anwendung eines Verfahrens nach der Erfindung möglich, wobei in dem senkrecht angeordneten Pumprohr we-   nigstensoberhalbderVerschlussstelleeineMenge Glasur angebrachtwird ie aus80 Gew.-% PbO, 16 Gew.-%      B, 0.   und 4   Gew.

   -0/0 ZnO   besteht, deren Temperatur bei einer Viskosität von   107 ! 6 Poise (amerikanischer   Erweichungspunkt) niedriger ist als die des Glases des Pumpenrohrs bei einem   Zähflüssigkeitsgrad   von   1014., 6   Poise (niedrigste   Entspannungstemperatur),   wobei die Viskosität von   105   Poise bei einer Temperatur erreicht wird, die maximal annähernd gleich der erwähnten Temperatur des Glases bei    1014, 6 Poise   ist, worauf das Pumprohr, nachdem das Gefäss bis zu dem gewünschten Überdruck mit Gas gefüllt worden ist, örtlich erhitzt wird, bis die Glasur an der betreffenden Stelle flüssig wird, so dass beim Herunterbringen der Erhitzungsstelle ein stets stärkerer Glasurring im Pumprohr gebildet wird,

   welcher Ring diesesRohr schliesslich infolge Zufliessens ganz verschliesst. Durch passende Wahl der Erweichungskurve der Glasur, so dass die vorerwähnten Bedingungen erfüllt werden, wird erreicht, dass die Zähflüssigkeit der Glasur von der erhitzten Stelle nach unten so schnell zunimmt, dass die Glasur nicht herunterfliesst, sondern zu einem stets stärkeren Ring hochgedrückt wird. Der Temperaturunterschied zwischen der Erweichungstemperatur der Glasur   (105   Poise) und der des Glases muss jedenfalls so gross sein, dass kleine Abweichungen in der Temperaturbehandlung und der Wärmeabsorption des Glases keine Erweichung des Pumprohrs herbeiführen. 



  Es ist dabei wichtig, dass sowohl das Glas als auch die Glasur weitgehendst farblos sind. Eine dunkle Farbe 

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 des Glases hat den Nachteil, dass infolge der grossen Absorption der Wärmescrahlung die Temperatur der Glaswand auf der Aussenseite bedeutend höher wird als auf der Innenseite. Weiter liegt der Nachteil vor, dass es schwer zu sehen ist, wo die Glasur das Pumprohr verschliesst. Um eine gleichmässige Erweichung der Glasur zu erzielen, ist es erforderlich, auch nahezu farblose Glasur anzuwenden, obgleich eine leichte Farbe der Glasur eine bessere Überwachung des Verschlu¯vorganges ermöglicht. 



   Die Erfindung wird an Hand einiger   Ausführungsbeispiele   und einer Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 die Viskositätskurven einer geeigneten Glasurund einiger geeigneter Glasazten für ein Pumprohr darstellt, und Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein Pumprohr während des Glasunchmclzvorganges zeigt.

   Fig. 3 zeigt ein Rohr, in dem Überdruck vorherrscht und das durch Ausübung der Erfindung verschlossen ist. 
 EMI2.1 
 Temperatur in Grad Celsius aufgetragen.Die Kurve 1 bezieht sich auf folgende Glaszusammensetzungen für das Pumprohr : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> SiOz <SEP> 56,2 <SEP> Gel. <SEP> do <SEP> 
<tb> N2O <SEP> 7,6 <SEP> "
<tb> Kss <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> "
<tb> PbO <SEP> 30, <SEP> 0 <SEP> "
<tb> Al2O3 <SEP> 1, <SEP> 2"
<tb> Sbjps <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> n <SEP> 
<tb> MnO <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> U1 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Zusammensetzung <SEP> :SiOz <SEP> 68, <SEP> 2 <SEP> Gew. <SEP> %
<tb> NaO <SEP> 16, <SEP> 8 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> KO <SEP> 1, <SEP> OGew.-%
<tb> CaO <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> Gew.-%
<tb> BaO <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> MgO <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP> Gew.-"jb <SEP> 
<tb> Al2O3 <SEP> :

   <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> 
<tb> 
 Kurve 3 gilt für Glasur, die zum Durchführen der Erfindung geeignet ist,   inVereinigungmit den eEwähn"   ten Glasarten. 



   Aus der graphischen Darstellung ist ersichtlich, dass eine Viskosität von   1014,     Poise erreicht wMM   
 EMI2.5 
 ve 1 auch etwa 4300 C, die des Glases nach Kurve 2 etwa 4800 C. Bei 105   Poise   sind diese Temperatures 8250 C bzw. 8700 C. Bei der Kombination der erwähnten Glasanen für das Pumprohr und die erwähnte Glasur erweist es sich als möglich, wenn das Pumprohr 4 im Innern mit Glasur 5 versehen ist (Fig. 2), z, B. indem diese Glasur 5 in Form einer Schicht auf der Innenfläche des Pumprohrs 4 angebracht werden ist, durch örtliche Erhitzung (Lage I) eine Erweichung der Glasur zu erzielen in der Weise, dass sie herunterfliesst. Dabei kühlt sich die Glasur jedoch etwas ab, wodurch die Viskosität so stark zunimmt, dass eine ringförmige Stauung 6 entsteht.

   Dabei ist das Glas des Pumprohrs 4 nach wie vor hinreichend steif, um den inneren, im Gefäss 7 vorherrschenden   Überdruck   ohne Verformung aufnehmen zu können. Wenn man die Erhitzungsstelle allmählich herunterschiebt, wird die Verdickung 6, die sich auch herunterbewegt, stets grösser, bis der Innenrand der Verdickung 6 bei 8 zusammenfliesst.   Während   der Herunterbewegung der Brenner 10 verengt sich die Innenwand der Verdickung 6 gemäss den gestrichelten Linien 9. Das Pumprohr 4 wird nach dem Zufliessen und Abkühlen der Glasur nahe der AbdichtungssteUe abgeschnitten oder 
 EMI2.6 
 herrscht und das durch das Verfahren nach der Erfindung verschlossen ist. 



   Obgleich eine einzige Ausführungsform beschrieben ist, kann die Erfindung auch auf andere Weise durchgeführt werden. Es ist z. B. nicht notwendig, die Glasur in Form einer Schicht auf der Innenfläche des Pumprohrs anzubringen ; sie kann in Form eines Klumpens auf einer örtlichen Verengung des Pumprohrs aufruhen oder in dem Kolben vorgesehen werden. Eine solche örtliche Verengung führt keine nennenswerte Verlängerung der Pumpzeit wie ein kapillarer Teil herbei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verschliessen des gläsernen Pumprohrs eines Gefässes, das ein Gas enthält, dessen Druck erheblich höher ist als der der Umgebungsatmosphäre, dadurch gekennzeichnet, dass in dem senkrecht angeordneten Pumprohr, wenigstens oberhalb der Verschlussstelle, eine Menge Glasur angebracht ist, die aus 80 Gew.-% PbO, 16 Gew.0% B2O3 und 4 Gew.
    -0/0 ZnO besteht, deren Temperatur bei einer Viskosität von 10 7, 6 Poise (amerikanischer Erweichungspunkt) niedriger ist als die des Glases des Pump- rohrs bei einer Viskosität von 1014, 6 Poise (niedrigste Entspannungstemperatur) und deren Viskosität von 105 Poise bei einer Temperatur erreicht wird, die maximal annähernd gleich der vorerwähnten Temperatur des Glases bei 1014, Poise ist, worauf das Pumprohr, nachdem das Gefäss bis zu dem gewünschten Überdruck mit Gas gefüllt worden ist, örtlich erhitzt wird, bis die Glasur an dieser Stelle flüssig wird, so dass bei der Herunterbewegung der Erhitzungsstelle sich ein stets stärker werdender Glasurring in dem Pumprohr bildender dieses durch Zufliessen schliesslich vollkommen verschliesst.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Glas des Pumprohrs als auch die Glasur nahezu farblos sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasur vorher in Form einer Schicht auf der Innenwand des Pumprohrs angebracht wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasur in Form eines Klumpens angebracht ist, der auf einer örtlichen Verengung des Pumprohrs oberhalb der Verschlussstelle aufruht.
AT415359A 1958-06-06 1959-06-03 Verfahren zum Verschließen des gläsernen Pumprohrs eines Gefäßes, in dem Überdruck vorherrscht AT212946B (de)

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