AT21214B - Verfahren zur Herstellung von Pigmentbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pigmentbildern.

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von Pigmentbildern. 



   Wird ein Gemisch von Gelatine mit Chromaten dem Lichte ausgesetzt, so tritt bekanntlich entsprechend der Intensität des Lichtes eine Umwandlung der Chromatgelatine ein, welche die Herstellung von Bildern durch Entwicklung mit warmem Wasser ermöglicht. 



  Fügt man zu einem solchem Gemische von Chromat und Gelatine einen unlöslichen Farbstoff, belichtet unter einem Negativ und behandelt mit warmem Wasser, so entwickelt sich ein 
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   bekannten   Pigment- oder Kohledrucks und seiner Abarten. 



   Nachstehend wird ein Verfahren zur Herstellung von Pigmentbildern beschrieben. welches auf der bekannten Tatsache beruht, dass metallisches Silber auf Gelatine bei gegenwart von Chromaten eine ähnliche Wirkung ausübt wie das Licht, so dass, wenn man ein Silber-Gelatinebild mit Chromatlösung behandelt, die Gelatine überall da, wo sie sich mit 
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 bei der im Pigmentprozess üblichen Entwicklung ein dem Silberbild entsprechendes Chromatgelatinebild liefert, wie dies bereits von Farmer   im,.   British journ. of photogr." 1894, S. 742   und 743 angegeben ist. Dieses Verfahren iiefert aber noch   kein   Pigmentbild. Um   ein   solches   zu erhalten, verfährt man nach vorliegender Erfindung folgendermassen : 
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 hinzu, trägt die Masse in bekannter Weise auf Papier auf und trocknet.

   Das Papier ist   @ haltbar und   wird nach dem Kopieren in gleicher Weise entwickelt, wie die bekannten
Silberentwicklungspapiere. Je nach Art des verwendeten Halogensilbersalzes ist die   Emptied-   lichkeit eine verschiedene ; bei   Verwendung von hochempfindlichem Bromsilber   kann die
Belichtnng bei künstlichem Lichte vorgenommen werden. Der verwendete Entwickler darf auf die Gelatine keine gerbende Wirkung ausüben. Dieser Anforderung entsprechen die meisten der gebräuchlichsten Entwicklersubstanzen. Nach beendeter Entwicklung wird die
Entwicklersubstanz gut ausgewaschen und das Bild fixiert oder unfixiert   10-l !) Minuten   lang in einer 5%igen Lösung von doppelt-chromsaurem Kali gebadet.

   Hierdurch wird eine gewisse Menge Gelatine, welche genau dem durch die Entwicklung gebildeten metallischen   Silber entspricht, unlöslich gemacht.   
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 Silbersalz   ablöst. Nach Behandlung   mit   unterschwefligsaurem   Natron verbleibt dann ein aus Gelatine-Farbstoff und   metallisehem   Silber bestehendes Bild. Durch das   Silbermetall   wird das Bild dunkel gefärbt. Wird ein einfarbiges, nur aus Gelatine und Farbstoff be-   stehendes Bild gewünscht,   so löst man das Silber durch   Natriumhyposulfit   und Ferri-   cyankalium   oder mittels irgendeines der anderen bekannten Lösungsmittel auf. Genau wie beim Pigmeutdruck erhält man bei einmaliger Übertragung ein seitenverkehrtes Positiv. 



  Um richtig stehende   Bilder zu erhalten, muss   man beim   Kontaktdruck seitenverkehrte   Negative verwenden oder eine doppelte Übertragung vornehmen. Bei Vergrösserungen mittels Projektion exponiert man in bekannter Weise durch die Glasseite des Negativs. Das Ver- 

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 fahren ist auch anwendbar zur Herstellung von Bildern in natürlichen Farben, indem man nach dem Prinzipe des Dreifarbendruckes Bilder in den drei Grundfarben herstellt und bei der zweiten Übertragung aufeinander klebt. 



   Die Vorteile, welche das Verfahren bietet, sind : 1. Gegenüber den Silber-und Platindruckvorfahren dieselben wie beim Pigmentdruck ; es gestattet in gleicher Weise wie dieser die Herstellung von Bildern in beliebiger Farbe, welche absolut haltbar sind.
2. Gegenüber dom Pigmentdruck a) die grosse Haltbarkeit der lichtempfindlichen Schicht, b) die grosse Lichtempfindlichkeit bei Verwendung geeigneter Silbersalze, welche die Arbeit mit   künstlichem   Lichte und die Herstellung direkter   Vergrösserung   ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorfahren zur Herstellung von Pigmentbildern, dadurch gekennzeichnet, dass man ein in einer mit Farbstoff versetzten Halogen-Silber-Gelatine-Emulsionsschicht erzeugtes Silber- bild nachträglich mit einer Lösung von doppe1tchroms8ut'em Kali behandelt, um durch die Minwirkung dos metallischen Silbers auf die Chromatgelatine in bekannter Weise an den HitdsteHen eine der Menge des ausgeschiedenen Silbers entsprechende Menge Gelatine für warmes Wasser unlöslich zu machen, worauf dann die Entwicklung wie bei dem Pigment- vorfahren erfolgt.
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