AT211783B - Verfahren zum Schützen von cellulosehaltigem Fasergut, vorzugsweise solchem mit an sich niederem Quellwert, gegen den Angriff durch Mikroorganismen - Google Patents

Verfahren zum Schützen von cellulosehaltigem Fasergut, vorzugsweise solchem mit an sich niederem Quellwert, gegen den Angriff durch Mikroorganismen

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  Verfahren zum Schützen von cellulosehaltigem Fasergut, vorzugsweise solchem mit an sich niederem Quellwert, gegen den Angriff durch Mikroorganismen 
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 vorliegendem Verfahren werden nur kleine Badmengen angesetzt, die in kurzer Zeit verbraucht und erneuert werden, so dass jede Sorge um die Konstanthaltung der   Badzusammensetzung   in Wegfall kommt. 



   Die nach dem Beladen mit   der Imprägnierflüssigkeit   ohne Zwischentrocknung erfolgende Nassfixierung der aufgebrachten Aminoplaste wird nach bekannten Verfahren, am besten durch Einwirkenlassen feuchter Hitze, mit oder ohne Druckanwendung vorgenommen. Die Verwendung von Direktdampf zum Fixieren der Aminoplaste ist beispielsweise in der belgischen Patentschrift Nr. 545. 434 beschrieben. 



   Unter dem   Begriffhärtbare Aminoplaste. die für das Imprägnierverfahren   herangezogen werden können, sind sowohl   wÅasserlösliche   als auch beschränkt wasserlösliche, härtbare, gegebenenfalls verätherte Carbamid-und Aminotriazinharze zu verstehen, die in an sich bekannter Weise erhalten werden durch Kondensation von Formaldehyd mit Verbindungen, wie z. B. Harnstoff, Thioharnstoff, Cyanamid, Dicyandiamid, Biguanid, Melamin, Formoguanamin, Acetoguanamin usw.. sowie Mischungen solcher Verbindungen untereinander, ferner deren   Alkyl-und Acylverbindungen.   Besonders gute Resultate werden erhalten bei Verwendung von noch wasserlöslichen Kondensationsprodukten aus Melamin und Formaldehyd. 



   Unter beschränkt wasserlöslichen Kondensationsprodukten sind jene kolloidalen Zwischenstufen zu verstehen, die bei Fortsetzung der Kondensation über die kristalline Methylolstufe hinaus zunächst entstehen : Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie aus ihren konzentrierten wässerigen Lösungen durch Wasserzusatz ausgefällt werden. 



   Die unbeschränkt wasserlöslichen Kondensationsprodukte werden in Form von wässerigen Lösungen angewendet, während die beschränkt wasserlöslichen vorzugsweise in Form von Emulsionen oder sauren Lösungen zur Anwendung gelangen. 



   Als Härtungskatalysatoren können die für die Härtung von Aminoplasten üblichen, wie Ammonsalze starker Säuren, z. B. Ammonchlorid, Ammonsulfat, Ammonnitrat verwendet werden. Vorteilhaft werden Ester mehrwertiger Alkohole oder mehrwertiger Säuren, wie Diacetin, Monochlorhydrin, Dichlorhydrin, Glykoldiacetat, Glykolmethylätheracetat, Glykoläthylätheracetat, Diäthyltartrat herangezogen. Die Benützung derartiger Katalysatoren ist beispielsweise in der belgischen Patentschrift Nr.   557. 292   beschrieben. 



   Das vorliegende Verfahren   kann bei jeglichem cellulosehaltigem Fasergut ausgeführt werden.   Vorzugsweise wird solches mit an sich niederem Quellwert, insbesondere native Baumwolle, verwendet. 



      Bei s p i el : Abgekochtes BaumwolIvorgam Ne 30 einfach, wurde   auf einer Franz Müller-Spulmaschine von Kopsen auf konische Kreuzspulen umgespult. Auf dem Wege vom Kops zur Kreuzspule passierte jeder einzelne Faden einen zylinderförmigen geschlossenen Raum von etwa 7 cm Länge und etwa gleichem Durchmesser. Der Faden wurde durch den Zylindermantel im rechten Winkel zur Zylinderachse geführt. An der Stirnseite im   Innem   des Zylinders war eine   Sprühdüse   angebracht, die zum Beladen des Fadens mit Harzlösung diente. Die Dosierung erfolgte mittels einer Abschirmvorrichtung, durch welche der Sprühkegel nach Belieben reguliert werden konnte. 



   Es wurde eine Lösung, enthaltend 150 g eines unbeschränkt wasserlöslichen Melamin-FormaldehydKondensationsproduktes aus 1 Mol Melamin und 2 Mol Formaldehyd, 7, 5 g Diacetin und 1 g eines ionenfreien   Netzmittels, z. B.   des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Octylphenol und 8 Mol Äthylenoxyd, bei Zimmertemperatur aufgesprüht. Die Dosiervorrichtung wurde auf eine Flüssigkeitsaufnahme von etwa   70%   bezogen auf Fadengewicht eingestellt. Die Fadengeschwindigkeit betrug 250 Meter pro Minute. Der besprühte Faden wurde aufgespult und die gebildeten Kreuzspulen durch eine luftdichte Umhüllung vor dem Antrocknen geschützt, über Nacht in einem Wärmekasten bei etwa 1000C gehalten.

   Diese Art der Nassfixierung entspricht einem behelfsmässigen Verfahren, das angewendet wird, wenn bei Versuchen die Materialmenge nicht genügt, um eine für die Nassfixierung geeignete Apparatur, z. B. einen Druckdämpfer, zu beladen oder keine derartige Apparatur vorhanden ist. 



   Die Untersuchung der behandelten Spule ergab   einen Harzgehalt   von etwas   über 10%   bezogen auf das Fadengewicht. Durch Färbeproben wurde eine völlig gleichmässige Verteilung der Imprägnierung nachgewiesen. Das behandelte Garn wies einen ausgezeichneten Konservierungseffekt auf. 



   Statt jeden einzelnen Faden in der beschriebenen Weise zu besprühen, können auch die zum Verzwirnen bestimmten Einzelfäden gemeinsam durch die   Sprühzelle geführt   werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Schützen von cellulosehaltigem Fasergut, vorzugsweise solchem mit an sich niederem Quellwert, gegen den Angriff durch Mikroorganismen durch Imprägnieren mit wässerigen Zubereitungen von Aminoplasten, die Härtungskatalysatoren enthalten und Fixieren des Harzes ohne Zwischen- <Desc/Clms Page number 3> trocknung in Gegenwart des aus der Imprägnierflüssigkeit stammenden Wassers, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu behandelnde Gut nur mit der gerade notwendigen Imprägnierflüssigkeitsmenge gleichmä- ssig belädt und dann die Nassfixierung durchführt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Imprägnierung an sich für das Konditionieren oder Befeuchten von Garnen bekannte Methoden und Vorrichtungen anwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man fadenförmiges Material behandelt.
AT654159A 1958-09-09 1959-09-08 Verfahren zum Schützen von cellulosehaltigem Fasergut, vorzugsweise solchem mit an sich niederem Quellwert, gegen den Angriff durch Mikroorganismen AT211783B (de)

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