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Lösbare Güterstütze für eine Palette od. dgl.
Im Transportwesen wird es immer mehr üblich,
Güter auf Paletten zu befördern, welche aus einer
Tragplatte bestehen, die mittels Zwischenlagen in Form von Füssen od. dgl. in einem Ab- stand von der Unterlage gehalten werden, auf welcher die Palette aufruht, so dass die Gabel eines Gabelstaplers leicht unter der Palette ein- geführt werden kann, um diese aufzuheben und fortzuschaffen. Um derartige Paletten bei der Beförderung von gestapelten Kleingütern voll ausnutzen zu können, müssen Güterstützen vorgesehen werden, die es verhindern, dass die
Güter während der Beförderung herabfallen.
Zu diesem Zweck ist es üblich, die Paletten mindestens auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Stützen auszurüsten. Derartige Stützen werden entweder an der Palette unlösbar befestigt, oder die Paletten werden mit besonderen Beschlagteilen versehen, in denen die Stützen lösbar befestigt werden können. Solche Beschläge sind aber relativ kompliziert und teuer.
Die Erfindung bezweckt deshalb, Güterstützen zu schaffen, welche an Flachpaletten der erwähnten Art, aber auch an Förderwagen u. dgl. leicht angebracht und ebenso leicht wieder losgemacht werden können, dabei aber keine komplizierten Beschläge erfordern und dennoch eine hohe Festigkeit im montierten Zustand verbürgen.
Die lösbare Güterstütze nach der Erfindung ist für Paletten od. dgl. bestimmt, deren Ladefläche durch zumindest an den Ecken angeordnete Zwischenlagen gegenüber der Unterlage angehoben ist ; sie besteht in bekannter Weise aus einem Rahmen, einer Platte od. dgl. und zwei daran angebrachten, zur Befestigung der Stütze an einer Seitenkante der Palette dienenden Halteelementen, die je drei zueinander senkrechte, eine Hohlecke bildende und die drei Aussenflächen einer zugeordneten Palettenecke umschliessende Auflageflächen aufweisen.
Von den bekannten Güterstützen dieser Art unterscheidet sich die erfindungsgemässe Stützenkonstruktion im wesentlichen dadurch, dass an der vertikalen und zur Ebene der Güterstütze senkrecht stehenden Auflagefläche jedes Halteelementes zum Umfassen der Zwischenlage der zugeordneten Palettenecke ein nach innen gerichteter Vorsprung vorgesehen ist und dass die Halteelemente in einer ungefähr senkrecht zu dieser Auflage- fläche verlaufenden Richtung relativ zueinander bewegbar und in Anlage an der Palette verriegel- bar sind. Vorzugsweise ist der Rahmen der Güter- stütze vertikal geteilt, wobei die beiden Rahmen- hälften oben, u. zw. in der Rahmenebene, schwenk- bar miteinander verbunden sind und unten je ein Halteelement tragen.
Eine solche Güterstütze hat sehr einfachen
Aufbau und erfordert keine komplizierten Be- schläge an der Palette od. dgl., weil sie sich durch das Hintergreifen der Zwischenlagen bzw. Füsse der Palette mittels der Vorsprünge an den Halte- elementen fest an der Palette verankert, wobei aber diese Verankerung durch Auseinanderbiegen der beiden Rahmenhälften im Bedardsfall leicht wieder gelöst werden kann.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert werden, von denen Fig. 1 in schaubildlicher DarstellungeinemiteinerGüterstütze gemäss der Erfindung versehene Palette zeigt. Fig. 2 zeigt ein Halteelement für die Güterstütze von der Stirnwand einer Palette gesehen, und die Fig. 3 und 4 zeigen dasselbe Halteelement von der Seite bzw. von oben gesehen. Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform von Halteelementen zwecks Anwendung an einer aus UProfileisen bestehenden Palette. Fig. 6 zeigt das Halteelement gemäss Fig. 5 von oben gesehen.
Fig. 7 zeigt eine Güterstütze mit einer Verriegelungsvorrichtung für die Halteelemente. Fig. 8 zeigt eine Güterstütze mit einer Gelenkverbindung für die beiden Rahmenhälften. Fig. 9 zeigt eine Güterstütze in auseinandergezogenem Zustande für das Anbringen an einer Ladebühne.
Fig. 10 zeigt in grösserem Massstabe eine von der Seite gesehene Verriegelungsvorrichtung zur Verbindung von Seitenstützen miteinander ; Fig. 11 zeigt dieselbe Vorrichtung vom einen Ende gesehen, und Fig. 12 zeigt dieselbe Vorrichtung in Oberansicht.
Die Güterstütze gemäss dem in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen besteht aus einem Rahmen, der zweckmässig aus gebogenen und zusammengeschweissten Metallrohren ausgeführt ist. Der Rahmen besteht aus einem U-förmig gebogenen Rohr mit zwei im wesentlichen
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parallelen Schenkeln 1 und 2 sowie aus einem diese Schenkel verbindenden Teil 3.
Nahe jedem freien Ende der Schenkel 1, 2 ist ein um etwas mehr als 90 gebogenes Rohr festgeschweisst, dessen einer kürzerer Schenkel 4 im wesentlichen parallel zu dem die Schenkel 1, 2 des U-förmigen
Rohres verbindenden Teil 3 verläuft und dessen längerer Schenkel 5 vom Schenkel 1 bzw. 2 des U-förmigen Rohres schräg nach oben gegen den die Schenkel des U-förmigen Rohres verbindenden Teil 3 verläuft und an diesem Teil in einem Abstand von seiner Mitte festgeschweisst ist.
Zwischen dem Schenkel 1 bzw. 2 des URohres und dem auf derselben Seite befindlichen schrägen Rahmenteil 5 ist auf jeder Seite ein gerades Rohr 6 eingesetzt ; in der Mitte ist senkrecht zu diesem Rohr 6 noch ein gerades Rohr 7 eingesetzt, dessen Enden mit dem Seitenschenkel j ! bzw. 2 des U-Rohres und mit dem benachbarten schrägen Rahmenteil 5 verbunden sind. Die Güterstütze besteht somit aus zwei steifen Rahmenhälften, die lediglich durch jenen Teil 8, des die Schenkel des U-förmigen Rohres verbindenden Teil 3 vereinigt sind, der zwischen den beiden zu jeder Hälfte gehörenden, nach unten divergierenden Rahmenteilen 5 liegt.
Die beiden Rahmenhälften können unten voneinander entfernt werden, entweder dadurch, dass der Rahmenteil 8 federnd ausgebildet ist, dass er mit einem Gelenk 9 versehen ist, wie in Fig. 8 gezeigt ist, oder aber, dass er mit teleskopartig ineinander verschiebbaren Rohren ausgeführt ist. Um die Rahmenhälften in richtiger Lage zu verriegeln, ist eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, welche aus einem endlosen Band 10 bestehen kann, das die beiden divergierenden Rahmenteile 5 umgibt und längs derselben verschoben werden kann. Bei der Verschiebung des Bandes 10 in Richtung nach unten werden somit die Rahmenhälften einander genähert.
Die Güterstütze ist mit zwei Halteelementen 11 versehen, welche derart ausgebildet sind, dass sie um eine Ecke einer Palette in solcher Weise greifen können, dass die Güterstütze bleibend festgehalten wird. Die Palette ist von üblicher Ausführung und besteht aus einer Anzahl Brettern 12, die eine Ladefläche bilden. Diese Bretter sind auf der Unterseite an den Enden und in der Mitte mit querverlaufenden Brettern 13 zusammengenagelt, unter denen Zwischenlagen in Form von Fussklötzen 14 angebracht sind. Die Fussklötze 14 ruhen ihrerseits auf festgenagelten, längsverlaufenden Brettern 15.
Der Zwischenraum zwischen den Ladeflächenbrettern 12 und den untersten Brettern 15 ist derart bemessen, dass die Gabel eines Gabelstaplers unbehindert unter der Ladefläche eingeführt werden kann. Ein Halteelement 11 ist an jeder Ecke der Güterstütze festgeschweisst, wo die Schenkel 1, 2 des U-förmigen Rohres enden ; es besteht aus zwei im rechten Winkel zusammengeschweissten Winkelprofileisen, wobei der eine Schenkel 16 parallel zur Ebene des Rahmens festgeschweisst ist und der andere Schen- kel 17 sich senkrecht zur Ebene des Rahmens erstreckt. Der Schenkel 17 ist in der Längs- richtung der Palette etwas länger als die Ab- messung des Fussklotzes 14.
Am freien Ende ist dieser Schenkel 17 mit einem festgeschweissten
Winkelprofileisen 18 versehen, welches sich parallel zu der Rahmenebene einwärts erstreckt und derart angebracht ist, dass es an der inneren Ecke zwischen dem Fussklotz 14 und der Unterseite der Ladefläche liegt, wenn das Halteelement 11 gemäss Fig. 1 auf die äussere Ecke der Palette aufgesetzt wird. Die Länge dieses Winkelprofil- eisens 18 ist der Verformbarkeit des Rahmens angepasst, so dass dieser in auseinandergezogenem
Zustande auf die Ladefläche abgesenkt und so- dann durch Zusammenziehen an der letzteren fest verriegelt werden kann, wobei sich die vorspringenden Teile 18 der Halteelemente unter die Ladefläche schieben.
Dadurch dass die Verriegelungsbänder 10 niedergeschoben werden, so weit wie dies möglich ist, wird die Güterstütze an der Palette verankert und kann keine Bewegungen in irgendwelcher Richtung ausführen.
Die in Fig. 5 und 6 gezeigte Ausführungsform der Haltelemente ist für eine aus U-Profil- eisen 19 ausgeführte Palette zu verwenden. Hiebei sind auch die Halteelemente aus zwei im rechten Winkel zusammengeschweissten U-Profileisen 20 und 21 ausgeführt. Der aus der Rahmenebene herausragende Teil 21 ist mit einem einwärts sich erstreckenden Vorsprung 22 versehen, welcher unter den Palettenrahmen hineinpasst und die Stütze verriegelt, so dass die letztere nicht in der Längsrichtung der Palette herausgezogen werden kann.
Die Seitenstützen sind derart eingerichtet, dass sie mit den Stirnstützen leicht verbunden werden können. Die Seitenstützen bestehen aus einem rechteckigen Rahmen 23, 25, aus gebogenen Metallrohren mit eingesetzten senkrechten Rohren und sind so gross ausgeführt, dass sie entweder eine ganze Seite oder einen Teil davon, z. B. die halbe Seite decken. Die Fläche innerhalb des Rahmens kann mit Scheiben, Netzen od. dgl. ausgefüllt sein, welche aus Metall, Holz, Faserstoff, Kunststoff od. dgl. bestehen.
Die Seitenstützen und die Stirnstützen werden durch einen Verschluss miteinander verbunden.
Dieser Verschluss ist in der Nähe der oberen Ecken dieser Stützen anzubringen, wobei überdies die unteren Teile der Seitenstützen mit den Stirnstützen zu verbinden sind, beispielsweise durch eine aus Zapfen und Buchse bestehende Steckverbindung. Fig. 10 zeigt die obere Ecke einer Seitenstütze aus gebogenem Stahlrohr, wobei die senkrechten Rohre 24 in gleichmässigen Abständen parallel zum senkrechten Rahmenteil 25 eingesetzt sind ; der senkrechte Teil 25 erstreckt sich zwischen dem oberen Rahmenteil 23 und dem unteren, nicht dargestellten Rahmenteil. In gewissem Abstand vom oberen Rahmenteil und parallel hiezu ist ein Stück Bandeisen 26 zwischen dem senkrechten
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Rahmenteil 25 und dem nächstliegenden senkrechten Rohr 24 angeschweisst.
Zwischen diesem waagrechten Bandeisenstück 26 und dem oberen Rahmenteil 23 ist ein weiterer Bandeisenteil 27 angeschweisst, der mit dem senkrechten Rahmenteil 25 einen Winkel bildet, dessen Spitze nach oben gerichtet ist. Dieser schräg verlaufende Bandeisenteil 27 ist ferner derart angeschweisst, dass er mit der Hauptebene der Seitenstütze einen Winkel bildet und an der Stütze schräg nach unten und innen verläuft.
Dieses schräg verlaufende Bandeisenteil 27 dient als Führung für einen beweglichen Ver- schluss 28 aus Bandeisen, welcher sich noch über den Abstand zwischen dem senkrechten
Rahmenteil 25 und dem benachbarten senkrechten Rohr 24 hinaus erstreckt. An einem Ende ist dieser Verschluss aus Bandeisen 28 mit einem angebogenen halbkreisförmigen Haken 29 versehen, dessen innerer Krümmungshalbmesser demjenigen des senkrechten Rahmenrohres 2 der Stirnstütze entspricht. Etwa in der Mitte ist Verschluss 28 mit einem Bügel 30 versehen, der um den schrägen Bandeisenteil 27 herumgreift. Die Schenkel des Bügels 30 verlaufen parallel zum Teil 27, wenn der Verschluss 28 parallel zum oberen Rahmenteil 23 der Seitenstütze liegt.
Die lichte innere Weite des Verschlussbügels 30 ist so gewählt, dass der Verschluss 28, wenn man ihn nach unten schiebt, sich kräftig gegen die beiden senkrechten Rahmenteile 24, 25 andrückt und sich gegen sie verklemmt. Die Neigung des schrägen Bandeisenteiles 27 ist derart, dass bei nach oben geschobenem Verschluss 28 der Verschlusshaken 29 genügend weit über den senkrechten Rahmenteil 25 der Seitenstütze hinaussteht, um diesen Rahmenteil unter den Haken 29 einführen zu können. Wird dann der Verschluss nach unten geschoben, so bewegt er sich mit seinem Haken 29 zwangsläufig in Richtung gegen den Rahmenteil 25 der Seitenstütze, so dass der Rahmenteil 2 sich nun nicht mehr vom Haken 29 lösen kann.
Solche Verschlüsse können an den Seitenstützen an mehreren Stellen angebracht werden, besonders dort, wo eine Seitenstütze aus zwei gelenkig miteinander verbundenen, gegeneinander klappbaren Teilen besteht, wobei vorzugsweise jeder Teil an beiden Enden mit einem Verschluss versehen ist.
Die beschriebenen und in der Zeichnung veranschaulichten Einrichtungen stellen nur Aus- führungsbeispiele der Erfindung dar. Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind jedoch zahlreiche weitere Ausführungsformen und verschiedenartige Abwandlungen der Einzelteile möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lösbare Güterstütze für eine Palette od. dgl., deren Ladefläche durch zumindest an den Ecken angeordnete Zwischenlagen gegenüber der Unterlage angehoben ist, bestehend aus einem Rahmen, einer Platte od. dgl. und zwei daran angebrachten, zur Befestigung der Stütze an einer Seitenkante der Palette dienenden Halteelementen, die je drei zueinander senkrechte, eine Hohlecke bildende und die drei Aussenflächen einer zugeordneten Palettenecke umschliessende Auflageflächen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass an der vertikalen und zur Ebene der Güterstütze (1-4) senkrecht stehenden Auflagefläche (17) jedes Halteelementes (11) zum Umfassen der Zwischen-
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einer ungefähr senkrecht zu dieser Auflagefläche (17)
verlaufenden Richtung relativ zueinander bewegbar und in Anlage an der Palette (12) verriegelbar sind.