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Magnettrommelspeicher, insbesondere für elektronische
Rechenmaschinen Die Erfindung betrifft einen Magnettrommelspeicher, insbesondere zur Verwendung in elektronischen Rechenmaschinen mit Luftlagerung zwischen Lagerzapfen und Speicherkörper und innenliegender, kegelstumpfförmig ausgebildeter Speicherfläche.
Magnettrommelspeicher sind bisher hauptsächlich so gebaut worden, dass die Speicherfläche in Form " einer dünnen Nickel-, Magnetit-oder ähnlichen Schicht auf der Aussenseite des Trommelkörpers aufgebracht wurde. Neben völlig zylindrischen Trommeln sind auch bereits solche angegeben worden, deren äusserer Mantel oder deren Bohrung kegelstumpfförmige Gestalt aufweist. Des weiteren wurde ein Trommelspeicher beschrieben, der ein durch Druckluft entlastetes Stehlager besitzt. Ist die Speicherfläche aussen auf der Trommel aufgebracht, so müssen auch die Magnetköpfe aussen in einem sehr geringen Abstand von der Speicherfläche befestigt werden. Die Justierung der Köpfe ist dabei immer schwierig.
Bei der Abnahme der Trommel können die Köpfe leicht beschädigt werden, ausserdem besteht die Gefahr des Auflaufens der Trommel auf die Köpfe, wenn sich die Trommel durch Wärmeentwicklung ausdehnt. Es ist auch eine Speichertrommel bekannt, bei der sich die Speicherfläche im Innern der Trommel befindet.
Diese Anordnung wurde deshalb gewählt, um zwischen die Köpfe und die Speicherfläche einen Ölfilm zu bringen, was natürlich einen zusätzlichen Aufwand erfordert.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile bekannter Trommelspeicher zu vermeiden, insbesondere soll ein zweckmässiger Antrieb für eine Trommel geschaffen werden. Des weiteren soll erreicht werden, dass alle Köpfe durch einen der Speichertrommel ähnlichen Lehrenzylinder auf den geforderten Abstand von der Speicherfläche einstellbar sind.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Lagerfläche des Speicherkörpers gleichzeitig als Speicherfläche dient und der Speicherkörper durch eine Luftdruckturbine angetrieben wird, deren Stator mit dem kegelstumpfförmigen Träger und deren Rotor mit dem Speicherkörper unmittelbar verbunden ist.
, Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes an Hand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemä. ssen Speichertrommel mit Antriebsturbine, Fig. 2 einen Schnitt A - B zu Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt C - D zu Fig. 1.
Die Speichertrommel ist in Form eines Topfes 1 ausgebildet, der auf seiner Innenseite die Speicherschicht 2 trägt (Fig. 1). Dieser gegenüber liegt der äussere Hüllmantel 3 des Lagerstumpfes, der die seitlichen Düsen 4 und die Bohrungen 9 enthält, in denen die nicht dargestellten Magnetköpfe gehaltert sind.
Die innere Stumpfschale 10 dient zur Unterbringung der Druckkammern 6, von denen aus die seitlichen Düsen 4 und die Stimdüsen 5 versorgt werden. Die ringförmige Vordruckkammer 7 wird über den Stutzen 15 mit Luft versorgt und verteilt diese über die Durchführungskanäle 8 auf die Druckkammern 6. Das untere Ende des Topfes 1 ist durch Einfräsungen schaufelartig geteilt. Auf diese Schaufeln wirkt der Luftstrahl aus der Düse 12, die aus der ringförmigen Kammer 11 mit Luft versorgt wird, der die Luft durch den Anschlussstutzen 14 zugeführt wird. Der Druck in der ringförmigen Kammer 11 wird durch eine nicht dargestellte Regelstrecke so eingeregelt, dass die geforderte Drehzahl nur innerhalb der Toleranzen schwankt. Diese Drehzahlregelung erfolgt durch Vergleich der Frequenz der Taktspur mit der Sollfrequenz.
Durch das zusätzliche Luftlager 16 wird eine weitere Stabilisierung des Topfes 1 bei seiner Rotation erreicht.
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Die Fig. 2 veranschaulicht die Lage der Druckkammem 6 in der inneren Stumpfschale 10. Ebenso ist die Anordnung der Bohrungen 9 für die Magnetköpfe und der seitlichen Düsen 4 in dem äusseren Hüllmantel 3" des Lagerstumpfes leicht zu übersehen.
In Fig. 3 ist die Anordnung der Düsen 12 im unteren Teil des Hüllmantels 3des Lagerstumpfesver- deutlicht. Durch den Schnitt durch die innere Stumpfschale 10 ist die Ausführung der ringförmigen Kammer 11 sichtbar. Durch die Bohrung des Anschlussstutzens 14 strömt die Luft in die ringförmige Kammer 11 ein. Die Bohrung des Anschlussstutzens 15 steht mit der ringförmigen Vordruckkammer 7 in Verbindung. Die Luft aus der Düse IZströmtaufdieSchaufelnIS u. zw. so, dass durch denauftretenden Druck dieKoinzidenz zwischen den Mittellinien des Lagerstumpfes und der Mittellinie des Speicherkörpers erhalten bleibt.