AT211466B - Explosionsfreie Gasdruckregelstation - Google Patents

Explosionsfreie Gasdruckregelstation

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AT211466B
AT211466B AT284958A AT284958A AT211466B AT 211466 B AT211466 B AT 211466B AT 284958 A AT284958 A AT 284958A AT 284958 A AT284958 A AT 284958A AT 211466 B AT211466 B AT 211466B
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AT
Austria
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gas
explosion
cabinet
gas pressure
control station
Prior art date
Application number
AT284958A
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English (en)
Inventor
Rudolf Dipl Ing Zwerina
Original Assignee
Rudolf Dipl Ing Zwerina
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  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Explosionsfreie Gasdruckregelstation   Gasdruckregelstationen   in einem mehr oder weniger grossen, gemauerten Haus mit Luftlöchern in
Fussbodennähe und einem im leichten Flugdach eingebauten Gas- und Luft-Austrittskamin sind bekannt.
Ebenso weiss man, dass sich in solchen Stationen in Bodennähe, aber auch im oberen Gehäuseteil verschie- dentlich Explosionen ereigneten. Bekannt sind weiter solche   Gasdruckregelstationen,   die in lotrechtem i Aufbau in einem Stahlschrank eingesetzt sind, dessen Dach leicht abnehmbar ausgeführt ist. Bleibt in sol- chen Gebäuden der Gas-Luft-Austrittskamin aus irgendeinem Grund geschlossen oder klemmt aus irgend- 
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 Stahlsplitter zerrissen. 



   Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Vermeidung obgenannter Nachteile und Verbesserung der   Gasdruckrege1stationen   durch neue Effekte. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind explosionsfreie Gasdruckregelstationen. Sie bestehen aus einem aus Leichtbaumaterial gefertigten Rahmen mit einer besonders   dimensionierten   Austrittsöffnung in Form einer Lavaldüse in seiner Decke, aus in den Rahmen als Vorder- und eventuell auch Rückwand eingesetzten ein-und zweiflügeligen Türen aus Leichtbaumaterial, schwenkbar oder klappbar eingefügt, die bei beträchtlichem Innendruck, wie er z.

   B. als Folge einer Explosion oder als Folge des raschen Ausströmens grosser, unter hohem Druck von vorwiegend mehr als 25 atm entweichender, nicht entzündeter Gasmengen auftreten kann, eine Öffnung des Schrankes gewährleistet und aus einer durch die Tür hindurchreichenden, den Schrank und das Gasabsperrorgan im Bedarfsfall verriegelnden balkenförmigen oder sonst zweckmässig geformten   Halte-und damit Sperr-Vorrichtung.   Die Türen sind mit an sich bekannten Angeln im Schrankrahmen befestigt und mit an sich bekannten, tonnenförmigen Sperrklinken druckempfindlich im   Schrankrahmen gelagert, wobei erfindungsgemäss   das Schliessen und Verriegeln der Tür bzw.

   Türen erst dann erfolgen kann, bis das Gasabsperrorgan völlig geschlossen ist, was dadurch erreicht wird, dass auf das ganz geschlossene Absperrorgan durch die Tür hindurch eine Halte- bzw. Sperrvorrichtung in Balkenform gelegt wird. Durch ein in den Balken einsetzbares Schloss wird diese Haltevorrichtung in Sperrstellung gehalten. 
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 angeln drehbare Türen 2. Fig. 3 der Kreuzriss eines Schrankes, worin als   Klapptüren   3, 4', 4" drehbare Türen angedeutet sind. Fig. 4 der Aufriss eines gegossenen Schrankgehäuses 5, Fig. 5 sein Grundriss mit einer um lotrechte Angeln drehbaren Tür 8. Fig. 6 dessen Kreuzriss, 6 Luftschlitze in Fussbodennähe, 7 düsenartig ausgebildeter Luftschlitz im Dach, Türöffnung 9, Sperrbalken 11 vom Gasabsperrorgan 10 durch die Tür 8 hindurch zum Vorhängschloss 12.

   Dies stellt eine beispielsweise Ausführung der gegenständlichen Erfindung dar. 



   Die Wirkungsweise eines derartigen Schrankes ist folgende : Ist die Gasdruckregelstation verschlossen, dann ist damit zwangsläufig auch das Gasabsperrorgan 10 geschlossen. es kommt überhaupt kein Gas durch das Gasabsperrorgan hindurch. Dies ist der Zustand   z.   B. über das Wochenende. Soll die Gasdruckregelstation in Betrieb genommen werden, so muss zuerst als Voraussetzung für Explosionssicherheit die Sperre 
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 kannSperrbalken 11 durch die Tür hindurch entfernt und sodann das Gasabsperrorgan 10 geöffnet werden. Erst von diesem Moment angefangen ist ein Gasaustritt in den Raum des   Schrankinnem   überhaupt möglich.

   In Fussbodennähe angeordnete Lufteintrittslöcher 6 und die über die Dachlänge angeordnete Gas-Luft-Austrittsöffnung 7 sorgen   fürFrischluftzirkulation   und damit laufende Entfernung eventueller kleiner Gasmen- 

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 gen aus dem Schrankinnern in die den Schrank aussen umgebende Atmosphäre.. Erfindungsgemäss wird die Ausströmöffnung im   Schrankdach   düsenartig   derart dimensioniert. dass   der günstigste Betriebszustand, für den die Düse gebaut ist, dem Gas-Luft-Gemisch knapp vor Erreichung seiner Explosionsfähigkeit entspricht. 



  Würde durch einen Funken oder durch einen Blitzschlag. eine etwa vorhandene, geringe Gasmenge gezündet, so kann je nach Zusammensetzung des Gas-Luft-Gemisches dessen Verpuffung erfolgen. Dadurch tritt Druckerhöhung im Schrankinnern ein, wodurch die druckempfindlichen grössten Wände, nämlich die Vorderwandtür und wenn vorhanden, auch die Rückwandtür mit ihren tonnenförmigen, besonders drucknachgiebigen Sperrklinken geöffnet werden. Damit kommt es zu einem Druckabfall zur freien Atmosphäre und gleichzeitig zu einer Änderung des Gas-Luft-Gemisches. Eine Explosion bzw. deren zerstörende Wirkung unterbleibt. So funktioniert der erfindungsgemässe Schrank z. B. auch in dem Fall, dass die düsenartige Öffnung im Schrankdach nicht funktioniert, weil sie, etwa durch Unachtsamkeit, zugedeckt wurde.

   Diese aufklappbaren Türen haben auch den Vorteil, dass der Bedienungsmann von allen Seiten und frei an der Gasdruckregelanlage herumhantieren kann. 



   Dabei fallen die grossen Lufträume ganz weg, die in einem   üblichen,   grossen Gebäude um die eigentliche Regelstation herum an allen Seiten vorhanden sein müssen, damit der Bedienungsmann zu allen Teilen der Regelstation ungehindert gelangen kann. Die Bodenfläche des   erfindungsgemässen. explosionssiche-   ren Schrankes beträgt nur rund 1/12, das erforderliche Rahmen- und Tür-Materialvolumen etwa 1/15 jener bzw. jenes eines normalen Regelstationsgebäudes. Eine erfindungsgemässe Gasdruckregelstation ist explosionssicher und kostet insgesamt um mindestens 1/5 weniger   I3ls   eine gleich wirksame, aber nicht explosionssichere Gasdruckregelstation in einem normalen Gebäude.

   Die zwangsläufige Explosionssicherheit lässt eine Verringerung der behördlich vorgeschriebenen"Mindestentfernung 30 m vom nächstgelegenen Schornstein"zu, wodurch an Rohrleitung von der Gasdruckregelstation zum Kesselhaus eingespart wird. Gegenüber   Stahlblechschränken,   deren Splitterwirkung im Explosionsfall besonders gefährlich wäre, ist der erfindungsgemässe, explosionssichere Schrank aus vorgenannten Materialien, also z. B. Leichtbeton oder 
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   normalerweise Türen aus Holz-wobei die Tür   nur einen geringen Teil der Gebäudewand ausfüllt-so sind im erfindungsgemässen Schrank die Türen gleichzeitig Vorder- und eventuell auch Rückwand. Erfindunggemässe Schränke bedürfen auch keiner andern Baubewilligung als die üblichen Gebäude für Gasdruckregelstationen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Explosionsfreie Gasdruckregelstation, bestehend aus einem Schrank mit Luftlöchern in Fussbodennähe, einer Decke mit einer Austrittsöffnung für ein eventuell entstandenes Gas-Luft-Gemisch und einer im Schrank lotrecht angeordneten Gasdruckregel-Anlage, dadurch gekennzeichnet, dass a) der Schrank aus einem aus   L.

   eichtbaumaterial   gefertigten Rahmen mit einer in seiner Decke angeordneten Austrittsöffnung (7) besteht, die in der bekannten Form einer Lavaldüse ausgebildet und derart dimensioniert ist, dass die Ausströmgeschwindigkeit des Gas-Luft-Gemisches durch die Düse dann am grössten ist, wenn dieses Gemisch einen Luftgehalt knapp über dem des explosiblen Gemisches aufweist, wodurch die Bildung eines explosiblen Gas-Luft-Gemisches und damit die Gefahr einer Explosion durch zufällige oder unbeabsichtigte Entzündung desselben vermieden wird, dass b) die Vorder-und eventuell auch die Rückwand des Schrankes als ein-oder zweiflügelige Türen (2) aus Leichtbaumaterial schwenkbar oder klappbar (3 bzw. 4', 4") ausgebildet sind, wobei diese Türen mit tonnenförmigen Sperrschnappern gehalten werden, welche ein Ab- bzw.

   Aufklappen der Türen (2) bei Auftreten eines beträchtlichen   Überdruckes - sei   es als Folge einer Explosion oder als Folge des raschen Ausströmens. grosser, unter hohem Druck von vorwiegend mehr als 25 atm entweichender, nicht entzündeter Gasmengen - im Schrankinnern gewährleisten, sowie dass c) diese Türen (2) durch je einen beweglichen ein-oder mehrteiligen, auf dem gesperrten Gasregelorgan (10) aufsitzenden, durch eine Öffnung (9) in der Tür aus dem Schrank herausragenden Balken mit am äusseren Balkenende eingesetztem Schloss (12) verschliessbar sind, wodurch die Gasdruckregelstation erst nach Schrankentriegelung und damit Ermöglichung des Aufklappen der Türen bei Auftreten gefährlicher Überdrücke im Schrankinnern in. Betrieb genommen und umgekehrt   die Türen   der Erdgasregelstation erst nach Absperren bzw.

   Verriegelung des Gasabsperrorganes geschlossen und verriegelt werden können. 
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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> 3. Explosionsfreie Gasdruckregelstation nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür bzw. Türen (2) ihres Schrankes aus Teilen (4'- 4") zusammengesetzt ist bzw. sind, derart, dass diese Teile und erforderlichenfalls auch die ganze (n) ein-oder zweiflügelige (n) Türe (n) abklappbar oder schwenkbar sind.
AT284958A 1958-04-19 1958-04-19 Explosionsfreie Gasdruckregelstation AT211466B (de)

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