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Siehetungseinrichtung an Lichtschächten von Kellerfenstern gegen das Eindringen von Geschoss- splittern und Kampfgasen.
Die Erfindung betrifft eine Luftsehutzsicherung für Kellerfenster, die sowohl gasdicht als auch splitter-und trümmersieher ausgebildet ist.
Es sind zur Herbeiführung der Luftschutzsicherung von Kellerfenstern viele Vorschläge gemacht worden, bei denen unter Verwendung von Gummi-und Filzdichtungen sowie Klemmvorrichtungen eine Abdichtung des Kellerfensters selbst erstrebt wurde.
Die Erfindung geht grundsätzlich einen anderen Weg, da alle genannten Mittel in der Anwendung sieh als wenig geeignet erwiesen haben, u. zw. wird gemäss der Erfindung die Sicherung nicht am Fenster selbst angebracht, sondern an einer waagrecht liegenden Lichtschachtöffnung des Kellerfensters in Form einer Abdeckung der Öffnung derselben mit einem flachen, leicht abnehmbaren Deckel, dessen Rand in eine im Mauerwerk ringsum laufende, mit Sperrflüssigkeit gefüllte Rinne hineinragt, wobei die Splitter- und Trümmersicherheit der Abdeckung entweder durch entsprechende Ausbildung des Tauchdeckels selbst, z. B. durch Anbringung von Versteifungsrippen, oder durch Anordnung eines Abdeckrostes über dem Tauchdeckel bewirkt ist.
Tauchglocken an sich sind bekannt, und man hat auch bereits vorgeschlagen, zum Verschluss von Mannlöchern von Kanälen flache Tauchdeekel zu verwenden, die in eine Sperrflüssigkeit eintauchen. Die Anwendung dieses bekannten Verschlusses zur gasdichten, splitter-und trümmerfesten Sicherung der Fensterliehtsehäehte eines gewöhnlichen Wohnhauskellers ergibt besondere Vorteile.
Bei der Ausführung der Erfindung kann zweckmässig eine mit dem Abdeckrost verbundene oder lose aufgelegte Rinnenabdeekplatte vorgesehen sein, die die Flüssigkeitsrinne auch bei herausgenommenem Tauehdeckel gegen Verschmutzung schützt. Bei Beendigung des Fliegerangriffes oder der Fliegergefahr können die Tauchdeckel leicht herausgenommen und z. B. in den Lichtschäehten aufbewahrt werden, so dass sie bei einem neuerlichen Fliegerangriff sofort zur Verfügung stehen. Mit Hilfe der erfindungsgemässen Sicherungseinrichtung wird es ermöglicht, jeden beliebigen Keller, z.
B. eines Wohnhauses, dessen Fenster in Liehtschächte münden. in kürzester Zeit und mit einfachsten Mitteln einwandfrei gegen Gesehosssplitter und Kampfgase zu sichern. Weiters sind, abgesehen von der Herstellung der Flüssigkeitsrinne in der Umfassungsmauer der Lichtschäehte, keinerlei bauliche Arbeiten oder Veränderungen des Kellers erforderlich. Der Keller bleibt also in seiner ursprünglichen Gestalt und in seiner vollen Gebrauchsfähigkeit erhalten, so dass er nach wie vor z.
B. zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln, Brennstoffvorräten usw. benutzt werden kann. Die Splitter-und Trümmer- sicherheit der neuen Lichtschaehtverschlüsse ist, insbesondere wenn die Tauehdeckel zusammen mit dem bekannten Abdeckrost eingesetzt werden, eine sehr grosse. Sie kann ausserdem noch z. B. durch auf den Rost aufgelegte Sandsäcke in beliebigem Masse erhöht werden.
Explosionsstösse werden durch die Überdeckung des Tauchdeekels mit dem Abdeckrost durch diesen auf das Umfassungsmauerwerk des Schachtes geleitet, so dass Rissbildungen und die Entstehung von Undichtigkeiten im Mauerwerk auch bei starken Beanspruchungen vermieden werden. Das Herausschleudern von Flüssigkeit aus der Rinne durch den bei der Explosion entstehenden Luftdruck wird einerseits durch das dichte Auf-
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liegen der inneren Seite des Tauchdeckels auf dem Rand der Flüssigkeitsrinne wirksam verhindert.
Auf diese Weise bietet die Verschlusseinrichtung einen sicheren Schutz gegen das Hindurchtreiben von Kampfgasen auch bei stärksten Explosionsstössen.
Bei der Erprobung von Luftschutzräumen hat sich gezeigt, dass in solchen Räumen, deren Türen oder Fenster mit Gummidichtungen luftdicht verschlossen waren, der Druck bei längerer Anwesenheit einer grösseren Zahl von Personen ansteigt. Dieser Überdruck wird bei der neuen Enrichtung vollständig vermieden, da die Luft auch bei dichtem Anliegen des Tauchdeekels langsam in Form von Gasperlen entweichen kann. Endlich bietet die einfache Anordnung der erfindungsgemäss ausgestalteten Liehtschaehtverschlüsse den Kellerinsassen auch die Möglichkeit, jederzeit, z. B. wenn die Kellereingänge verschüttet sind, durch Anheben der Sicherungseinrichtung vom Innern des Lichtschachts aus den Keller zu verlassen.
Ein bedeutender Vorteil besteht endlich in den sehr geringen Kosten der Herstellung und des Einbaus der neuen Sicherungseinrichtung. Dieselbe kann einschliesslich der als Auflager dienenden Rahmen einbaufertig hergestellt werden, so dass sie nur in die Umfassungsmauer des Liehtsehachts eingesetzt zu werden braucht. Gegenüber andern inneuerer Zeit vielfach vorgeschlagenen Sicherungseinrichtungen gegen Fliegerangriffe, bei denen Gummi-oder Asbestdichtungen zur Anwendung kommen, bietet die neue Einrichtung den Vorteil grosser Sicherheit des Verschlusses, wogegen aus Gummi und ähnlichem Werkstoff bestehende Dichtungen mit der Zeit verrotten, brüchig werden und keine genügende Sicherheit gegen das Eindringen von Kampfgasen gewährleisten.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Sicherungseinrichtung in ihrer Anwendung bei einem Lichtschaeht eines Kellerfensters im Schnitt, die Fig. 2 dieselbe Einrichtung bei herausgenommenem Tauchdeckel und die Fig. 3 die Sicherungseinrichtung nach Fig. 1 im Grundriss. Die Fig. 4 stellt die Oberseite des Tauehdeekels nach Wegnahme des Abdeekrostes dar. Die Fig. 5 und 6 zeigen weitere abgeänderte Ausführungsformen im Schnitt.
In Fig. 1 bezeichnet 1 die Aussenmauer eines Hauses, 2 die äussere Umfassungsmauer des vor der Mauer 1 liegenden Lichtschachts 3 eines Kellerfensters. Das in der Figur nicht dargestellte Fenster kann in üblicher Weise senkrecht in der Hauswand 1 angeordnet sein. Erfindungsgemäss wird in der Mauer eine um die Öffnung des Schachtes 3 ringsum laufende Rinne 4 angeordnet, die zur Aufnahme der Sperrflüssigkeit 5 dient. In die Sperrflüssigkeit reicht ein Tauchdeckel 6 mit seinem ringsum laufenden Rand 7 ein. Auf dem Tauchdeckel 6 ist ein an sich bekannter Abdeckrost 8 aufgesetzt. Der Abdeckrost 8 besteht aus einem Rahmen 9 und den diesen Rahmen verbindenden Roststäben 10, 11 (Fig. 3).
Erfindungsgemäss ist ausserdem auf der Unterseite des Rostes eine gegebenenfalls mit diesem verbundene Rinnenabdeckplatte 12 vorgesehen, die gemäss Fig. 2 bei herausgenommenem Tauchdeckel 6 die Rinne 4 vollständig abdeckt. Die Oberseite des Tauchdeckels wird zweckmässige gemäss Fig. 4 mit Handgriffen 13, 14 sowie zur Splitter-und Trümmersicherung mit Versteifungsrippen oder Wülsten 15, 16 versehen.
Die Lichtschachtöffnung kann quadratische, rechteckige, ovale oder runde Gestalt besitzen.
Rechteckige oder ovale Gestalt bietet den Vorteil, dass der Tauchdeckel 6 im Lichtschacht 3 selbst aufbewahrt und im Falle der Gefahr unmittelbar aus dem Lichtschacht herausgenommen und auf die Öffnung aufgesetzt werden kann. Nach der Fig. 5 sind der Abdeckrost 8 und die die Rinne 4 abdeckende Platte 17 nicht in einem Stück hergestellt. Die Rinnenabdeckplatte 17 ist an ihrem Aussenrand 18 umgebördelt und am Innenrand 19 abgebogen. Sie greift mit dem Innenrand 19 in den Hohlraum eines ringsum laufenden Versteifungswulstes 20 des Tauchdeckels 6 ein. Nach der Fig. 6 wird die zur Aufnahme der Flüssigkeit dienende Rinne durch ein besonderes Profileisen 21 gebildet. Das Profileisen 21 kann in üblicher Weise, z. B. durch Verankerungen 22 im Mauerwerk oder in einem besonderen Betonbett 23, gesichert werden.
Das Profileisen 21 kann auch mit der das Auflager für den Abdeckrost 18 bildenden Zarge vereinigt sein (Fig. 6).
In die durch das Profileisen 21 gebildete Flüssigkeitsrinne taucht der Tauchdeekel 6 mit seinem umgebogenen Rand 7 ein. Ferner ist auch in diesem Falle ein Abdeekrost 8 aufgesetzt, dessen Unterseite am Rand mit einer Rinnenabdeckplatte 12 versehen ist.
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1. Sicherungseinrichtung an Lichtschächten von Kellerfenstern gegen das Eindringen von Geschosssplittern und Kampfgasen, dadurch gekennzeichnet, dass als obere Abdeckung der waagrecht liegenden Liehtschachtöffnung ein flacher, leicht abnehmbarer Tauchdeekel (6) vorgesehen ist, dessen Rand (7) in eine im Mauerwerk ringsum laufende, mit Sperrflüssigkeit (5) gefüllte Rinne (4) hineinragt,
wobei die Splitter-und Trümmersicherheit der Abdeckung entweder durch entsprechende Ausbildung des Tauchdeckels (6) selbst, z. B. durch Versteifungsrippen (15, 16), oder durch Anordnung eines Abdeckrostes (8) über dem Tauchdeckel (6) bewirkt ist.