AT210781B - Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen - Google Patents

Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen

Info

Publication number
AT210781B
AT210781B AT49959A AT49959A AT210781B AT 210781 B AT210781 B AT 210781B AT 49959 A AT49959 A AT 49959A AT 49959 A AT49959 A AT 49959A AT 210781 B AT210781 B AT 210781B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
regulating wheel
grinding
angle
workpiece
inclination
Prior art date
Application number
AT49959A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Herminghausen Werke G M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Herminghausen Werke G M B H filed Critical Herminghausen Werke G M B H
Application granted granted Critical
Publication of AT210781B publication Critical patent/AT210781B/de

Links

Landscapes

  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser
Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen 
Beim   spitzenlosenRundschIelfen im Durchgangsverfahren   wird die Regelscheibe zwecks Erzeugung der Vorschubbewegung des Werkstückes geneigt. Um eine richtige Anlage des Werkstückes über die gesamte Schleifzonenbreite zu gewährleisten bzw. um das Werkstück bei seinem Durchlauf geradlinig entlang der Regelscheibe zu führen, ist es erforderlich, die Regelscheibe derart abzurichten, dass ihr Neigungswinkel berücksichtigt wird. Zu diesem Zweck wird die Regelscheiben-Abdrehvorrichtung entweder auf der der Schleifstelle gegenüberliegenden Seite angeordnet, u. zw. in senkrechter und horizontaler Ebene parallel zur   Schleifscheiben-bzw.

   Werkstückachse,   oder aber an einer beliebigen andern Stelle des Regelscheibenumfanges, wobei dann die Abrichtvorrichtung schwenkbar angeordnet sein muss, damit sie ebenfalls in den jeweils eingestellten Neigungswinkel der Regelscheibe eingestellt werden kann. Bei paralleler Anordnung   der Abdrehvorrichtung   zur Werkstückachse, bei der die Neigung der Regelscheibe ohne weiteres kompensiert wird, ist diese Einstellung nicht erforderlich. Beide Anordnungen der Abdrehvorrichtungen müssen jedoch eine Höhenverstellung des Diamanten entsprechend der gewählten Höhenlage des Werkstückes über der Verbindungslinie von Schleif- und Regelscheibenachse vorsehen. 



   Die bisher allgemein übliche Arbeitsweise, nämlich die Regelscheibe unter einem Winkel abzudrehen, der dem Neigungswinkel dieser Scheibe entspricht, ist theoretisch nur für ein Werkstück mit dem Durchmesser Null, d. h. für eine gerade Linie. gültig. Bei endlichen Werkstückdurchmessern liegen andere Verhältnisse vor. Beim Durchgangsschleifen mit grösserem Neigungswinkel und grösserem Werkstückdurchmesser ergibt sich in der Praxis, dass das Werkstück zwar beim Schleifbeginn kräftig geschliffen wird, dass aber dasSchleifen in   der Mitte derSch1eifzone   fast aufhört und erst gegen Ende des Durchlaufs wieder zunimmt. Da die Schleifscheibe gerade abgezogen wird, folgt hieraus, dass nur die Form der Regelscheibe nicht ganz richtig sein kann.

   Diese Erscheinung, die sowohl für die Genauigkeit des Werkstückes, als auch im Hinblick auf die Ausnutzung der gesamten Schleifscheibenbreite ungünstig ist, hat man zwar bereits durch eine geänderte Einstellung der Maschine zu kompensieren versucht,   z. B.   derart, dass der Schleifspalt durch Schwenken der Regelscheibe in der horizontalen Ebene beim Auslauf etwas geöffnet wurde, jedoch führen solche Massnahmen, die die Profilform der Regelscheibe nicht verändern, zu keinem befriedigenden Erfolg. 



   Über die vorstehend erwähnte Erscheinung bereits durchgeführte mathematische Untersuchungen haben ergeben, dass die Regelscheibe je nach ihrem Durchmesser und Neigungswinkel, sowie je nach Grösse des Werkstückdurchmessers unter einem dem Neigungswinkel nicht entsprechenden andern Winkel abgezogen werden muss. Die Beziehung für diese Korrektur lautet : 
 EMI1.1 
 worin a den Neigungswinkel der Regelscheibe,
D den Durchmesser der Regelscheibe, d den Durchmesser des Werkstückes und   a* den   einzustellenden Winkel an der Abdrehvorrichtung der Regelscheibe bedeuten. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Für d = Null wird   ct'= a, für a   = Null ist   CL'=   Null (Einstechschleifen).   Ci'ist   immer kleiner als a. Die Änderung von   cc* gegenüber a   liegt für die praktischen Einstellungen der spitzenlosen Schleifmaschine zwischen Null und 30 Minuten. Um besonders bei breiten Scheiben und grossen Neigungswinkeln der Re- gelscheibe eine wirklich befriedigende Regelscheibenform in bezug auf die geradlinige Anlage des Werk- stückes zu erhalten, muss die Differenz   Ci -Cit sehr   genau, d. h. auf etwa 2 Minuten, eingestellt werden. 



   Die bisher z. B. durch die franz. Patentschrift Nr. 942.619 bekannten Anordnungen an spitzenlosen
Schleifmaschinen, bei denen die Abdrehvorrichtung von oben her auf den Regelscheibenumfang einwirkt, geben hiefür nur umständliche Möglichkeiten, da sie eine zweifache und besonders genaue Einstellung, nämlich einmal die des Neigungswinkels   oc   der Regelscheibe, zum andern aber auch die des für die Ab- drehvorrichtung erforderlichen Winkels   Ci'mittels   gesonderter Mikrometerschrauben erforderlich ma- chen.

   Demgegenüber ist es bei der eingangs erwähnten, aus der USA-Patentschrift Nr.   2, 083, 115   be- kannten Anordnung mit in paralleler Lage hinter der Regelscheibe vorgesehener Bettführung des Abdreh- schlittens zwar möglich, die Regelscheibe unter der Neigung mit dem Winkel   &alpha;'abzurichten   und sie da- nach zum Schleifen in den Winkel   Ci   einzuschwenken. Wie schon gesagt, kommt es aber darauf an,   Ci -Ci'   mit einer Genauigkeit von 2 Minuten einzustellen, und dies erfordert bei einem verhältnismässig schwe- ren, aus Regelscheibe mit Lagerung und Gehäuse bestehenden Maschinenteil, der insgesamt um etwa 80 geschwenkt werden muss, besondere Massnahmen.

   Ausserdem muss bei wiederholtem Abrichten der Regel- scheibe stets wieder in die Neigung   Ci'zurückgeschwenkt   und nach dem Abrichten wieder   auf     einge- . stellt werden. Dies ist zeitraubend und umständlich. 



   Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die für das Durchgangsschleifen erforderliche Korrektur   Ci-Ci'   auf einfache und besonders genaue Weise bei solchen spitzenlosen Rundschleifmaschinen zu ermöglichen, deren zur Führung des Abdrehschlittens dienendes, feinfühlig verstellbares Bett in an sich bekannter Weise parallel zur Werkstück achse hinter der Regelscheibe angeordnet ist. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass dieses Bett in der Längsvertikalebene verschwenkbar ist, so dass derjenige Korrekturwert, der für das gegenüber dem eingestellten Regelscheiben-Neigungswinkel unterschiedlich schräge Ab- ziehen der Regelscheibe erforderlich ist, unmittelbar einstellbar ist. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch in teilweise geschnittener Ansicht dargestellt. Das Bett 1 des Abdrehschlittens 2 ist um eine horizontal und vorzugsweise senkrecht unter der Schwenkachse der Regelscheibe 4 liegende, senkrecht zur Achse 3 der Regelscheibe 4 angeordnete Achse 5 verschwenkbar. Die Verschwenkung erfolgt feinfühlig   überMikrome-   terschrauben 6 bzw. 6'am äussersten Ende des Bettes 1. Auf diese Weise können ohne Schwierigkeit Einstellgenauigkeiten von einer Minute erhalten werden, wobei es hinsichtlich der Handhabung vorteilhaft ist, dass nur der Korrekturwert   ex-Ci'in   einer Maximalhöhe von etwa 30 Minuten, also nicht der gesamte Regelscheiben-Neigungswinkel eingestellt werden braucht. 



   Eine weitere Zweckmässigkeit der Vorrichtung ergibt sich noch aus folgender Betrachtung :
Der Korrekturwert   Ci-Ci'errechnet   sich   z. B.   für d = 30mmundD =   300mm bei &alpha;=3    mit   9, bei     Ci   =   3 1/20mit   10 und bei a = 40   mit 11   Minuten. Hieraus folgt, dass der Neigungswinkel   Ci   der Regelscheibe ohne besondere Genauigkeit auf die übliche Weise eingestellt werden kann, da eine Verän-   . derung   desselben um 1/2  nur etwa eine Minute Änderung des Korrekturwertes ausmacht. Schliesslich ist es auch vorteilhaft, dass bei der vorgeschlagenen Lösung für das wiederholte Abdrehen der Regelscheibe nur eine einmalige Einstellung genügt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen, mit einem zur Führung des Abdrehschlittens dienenden, feinfühlig verstellbaren Bett, dadurch gekennzeichnet, dass das in an sich bekannter Weise parallel zur Werkstückachse hinter der Regelscheibe angeordnete Bett in der Längsvertikalebene verschwenkbar ist, so dass derjenige Korrekturwert   (Ci-a.'),   der für das gegenüber dem eingestellten Regelscheiben-Neigungswinkel   (cc)   unterschiedlich schräge Abziehen der Regelscheibe (4) erforderlich ist, unmittelbar einstellbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Bett (1) um eine horizontal und vorzugsweise senkrecht unter der Schwenkachse der Regelscheibe (4) liegende, in einer Normalebene zur Regelscheibenachse (3) angeordnete Achse (5) verschwenkbar ist, wobei zur Verschwenkung am äussersten Ende des Bettes (1) an sich bekannte Mikrometerschrauben (6 und 6') angeordnet sind.
AT49959A 1958-04-19 1959-01-23 Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen AT210781B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE210781X 1958-04-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT210781B true AT210781B (de) 1960-08-25

Family

ID=5799170

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT49959A AT210781B (de) 1958-04-19 1959-01-23 Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT210781B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT210781B (de) Abrichtvorrichtung für die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen
DE619626C (de) Messbank, insbesondere zum Pruefen von sogenannten Evolventenfraesern
CH270608A (de) Vorrichtung zum Einstellen der Distanz zweier Fräser, auf einem Fräserdorn.
DE322086C (de) Vorrichtung zum Pruefen von Schnecken und Schneckenraedern
DE604746C (de) Aus zwei Windwerkzeugen bestehende Einrichtung zur Herstellung von Schraubenfedern
DE889272C (de) Spitzenlose Schleifmaschine
DE838572C (de) Spitzenlose Schleifvorrichtung
DE514221C (de) Vorrichtung zum Abrichten und Schaerfen von Schleifsteinen mittels federnd angedrueckten Abrichtwerkzeuges
DE1079497B (de) Abrichtvorrichtung fuer die Regelscheibe spitzenloser Rundschleifmaschinen beim Durchgangsschleifen
DE591333C (de) Feinmessgeraet zum Bestimmen des Fertigmasses von zylindrischen, mit Laengsnuten oder Einstichen versehenen Werkstuecken
DE894663C (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von umlaufenden Werkstuecken, insbesondere zum Feinstziehschleifen der Hubzapfen von Kurbelwellen
DE406437C (de) Verfahren zum Wickeln von Schraubenfedern
DE703463C (de) Tellerschleifmaschine
CH430482A (de) Abrichtgerät für Scheiben an einer Maschine zum Schleifen von Werkstücken mit Keilprofil
AT214804B (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Beistellen der Schleifscheibe von spitzenlosen Schleifmaschinen
DE548590C (de) Maschine zum Anspitzen von Spiralbohrern
AT129174B (de) Einstellvorrichtung für Riemenrücker, Riemenleitrollen u. dgl.
DE487927C (de) Unterstuetzung des spitzenlos umlaufenden Werkstueckes polygonaler Form beim Rundschleifen
DE717677C (de) Einrichtung in Gewindeschleifmaschinen zum seitlichen Einstellen eines vorgearbeiteten Gewindes zur Schleifscheibe
DE953500C (de) Kurbelwellenschleifmaschine
AT157845B (de) Vorrichtung zum direkten Messen von Horizontalentfernungen mittels horizontaler Latte.
DE913039C (de) Schwenkbares Spanngeraet
CH310909A (de) Reitstock mit konischer Spitze an Schleifmaschinen mit Abrichtvorrichtung.
DE1042342B (de) Zylindrischer Werkzeugtraeger fuer Drehbaenke
DE1185049B (de) Schaber fuer Papiermaschinenwalzen