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Vorrichtung zur Herstellung von Papier, Pappe od. dgl.
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dgl.Die Walze selbst kann auch eine Saugeinrichtung enthalten. die das Wasser durch die Walzenlochun- gen hindurchsaugt.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsformen der Erfindung ; u. zw. ist Fig. 1 ein Aufriss einer Vorrichtung zum Entwässern einer einzelnen Stoffschicht ; sie kann die erste Entwässerungseinrichtung einer Mehrlagemaschine sein, Fig. 2 ist eine Teilendansicht in grösserem Massstab einer Ausführung der Walze zur Schaffung der oberen Begrenzungsfläche des keilförmigen Spaltes ; Fig. 3 ist eine Ansicht der Vorderseite der Fig. 2 bei teilweise abgeschobenem Siebüberzug ; Fig. 4 und 5 gleichen den Fig. 2 und 3 und stellen Abänderungen dar. Auch die Fig. 6 und 7 sind Ansichten ähnlich den Fig. 2 und 3 und stellen weitere bauliche Ausgestaltungen der Walze dar. Fig. 8 ähnelt Fig. l, zeigt aber Abänderungen der dort dargestellten Vorrichtung.
Auf Füssen 1 eines Gestelles aus Ständern 2 und Rahmen 3 ist eine Brustrolle 4 drehbar gelagert, über die ein endloses wanderndes Tragband 5 läuft, das durch andere (nicht dargestellte) Walzen unterstützt ist, damit ein im wesentlichen horizontales Obertrum 6 entsteht. 7 und 8 sind Tragwalzen für dieses Obertrum 6.
Der Rahmen 3 trägt mit Hilfe von Drehlagern ein durchlässiges Glied in Gestalt eines endlosen Siebes 9, dessen Unterlauf 10 im wesentlichen parallel zum Obertrum 6 verläuft. Dieses Sieb 9 ist über Walzen
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der von ihrem tiefsten Punkt nach rückwärts zu bis zur Höhe ihres Mittelpunktes reicht, oberhalb des Obertrumes 6. Der zulaufende Spalt, in welchem die Formierung erfolgt, wird durch die Mantelfläche der Walze 17 in diesem Quadranten und durch jenen Teil des Obertrumes 6 gebildet, über dem die Walze liegt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, hat die Walze 17 einen verhältnismässig grossen Durchmesser, so dass sie zusammen'mit dem Obertrum 6 eine ziemlich grosse Formierfläche als keilförmigen Spalt ergibt.
Eine Schrägplatte 19 ist jenseits der gelochten Walze angeordnet, so dass das im Betriebe die Mantelfläche der Walze durchsetzende Wasser diese Platte 19 erreicht, an ihr aufwärts fliesst und durch den Kanal 20 abgeführt wird.
Diese Vorrichtung eignet sich zur Herstellung einer Einschichtpappe und arbeitet wie folgt :
Vom Stoffkasten 21 wird auf das Tragband 6 eine Schicht wässerigen Stoffes. aufgebracht, der zum keilförmigen Spalt 22 gefördert wird. In der Stellung, in der das Obersieb 9 das Obertrum 6 berührt, also am Spaltende wird das ungehinderte Fliessen des Stoffes beschränkt, so dass er eine turbulente Zone 23 im Spalt 22 bildet. Diese Turbulenz durchwirbelt den Feststoffanteil im Stoff, orientiert die Fasern nach allen Richtungen und schwemmt sie gegen das Obersieb. Wasser aus der Zone 23 durchzieht das Obersieb durch die Lochungen der Walze 17, gelangt zur Schrägplatte 19 und in den Kanal 20 ; die Fasern des Stoffes beginnen ein Vlies auf dem Sieb zu bilden.
Ein Teil des Wassers des Stoffes läuft nach abwärts ab, und daher findet auch am Tragband 6 eine Formierung statt. Wenn der Stoff das Ende des Spaltes 22 verlässt, wird durch die Zusammenpressung vom Unterlauf 10 und Obertrum 6 weiterhin Wasser nach aufwärts durch den Unterlauf 10 hindurchtreten, und auch dieses Wasser fliesst über die Platte 19 in den Kanal 20.
Bei einer rasch laufenden Maschine wird Wasser, das das durchlässige Glied durchsetzt hat, in den Lochungen der Walze festgehalten und nachfolgend aus der Walze ausgeschleudert, wenn es das Spaltende verlassen hat.
Statt einer gelochten Walze kann auch eine Zellenwalze verwendet werden ; eine Ausbildung einer solchen ist in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht. Sie besteht aus einer ungelochten Trommel 24mit Quer-
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bis SO mm Höhe ; diewohl in der Quer- als auch in der Umfangsrichtung voneinander ab, so dass eine Walze entsteht, deren Mantelfläche eine Anzahl Zellen 26 von angenähert rechteckigem Querschnitt enthält. Die Mantelfläche der Walze ist vorzugsweise mit einem Siebüberzug 27 versehen. In diesem Falle gelangt das durch las Sieb 9 eindringende Wasser in die Zellen und wird dort über das Spaltende hinweg mitgenommen, um sodann durch Zentrifugalkraft zur Schrägplatte 19 geschleudert zu werden.
Damit die Mitnahme und das Abschleudern durch die Zellen verstärkt wird, können die Querleisten 25 A. unter einem Winkel zum Walzenradius gestellt werden (Fig. 4), so dass die Zellen das durch das Sieb hindurchgehende Wasser ; chöpfen und es gegen die Wasserführung 19 schleudern. Die Winkelstellung der Querleisten 25 A'ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt ; letztere zeigt auch eine weitere Abänderung, bei welcher die Umfangsleiten 25 B durch eine kontinuierliche schraubenlinienförmige Leiste 25 C ersetzt sind.
Bei einer weiteren, in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform, ist ein Überzug um eine ge- . ochte Trommel 34 gewunden : er besteht aus Leisten 35, die in Schlitzen von Querrippen 36 hochkantig
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eingesetzt sind. Gegebenenfalls kann die Walze 17 auch als Speichentrommel hergestellt werden, d. h. als eine Trommel mit kreisförmigen Stirnenden und diese verbindenden Querstangen auch diese Trommel erhält einen Sieb- oder ähnlichen Überzug. Diese Ausführung der Walze ist nicht dargestellt.
Bei Verwendung der beschriebenen Vorrichtung zum Entwässern einer zweiten oder folgenden Stoffschicht, d. i. einer Stoffschicht, die auf eine bereits formierte und sich am wandernden Tragband befindliche Schicht aufzubringen ist, gleicht der Vorgang dem früheren mit der Ausnahme jedoch. dass die turbulente Zone 23 grössere Abmessungen haben kann, da nahezu das gesamte Wasser aus der zweiten oder folgenden Schicht diese turbulente Zone bilden und nur ein kleiner Teil des Wassers von der darunter liegenden, bereits formierten Schicht aufgenommen werden wird. Daher kann es zweckmässig sein, für eine zweite oder folgende Schicht eine grössere Walze 17 vorzusehen, um dadurch eine grössere Fläche zu schaffen, innerhalb welcher die Formierung beginnen kann.
Abänderungen der Erfindung, die insbesondere im Betriebe einer langsamer, mit etwa 60 m/min oder noch langsamer laufenden Maschine zweckmässig sind, zeigt Fig. 8. Im Inneren der Walze 17 von grösserem Durchmesser kann ein Saugkasten 28 untergebracht werden, da in diesem Falle die Geschwindigkeit des wandernden Tragbandes dem Stoff kein so ausreichendes Moment erteilt, dass sein Wasser auf der Platte 19 nach aufwärts fliessen würde. Es wird daher durch das Obersieb hindurch Wasser in den Saugkasten 28 abgezogen.
Dieser Kasten kann über einen Teil der unteren Hälfte der Walze 17 reichen und aus einer Anzahl von Abteilungen 29, 30, 31 bestehen, die unter verschieden hohe m Vakuum arbeiten, beispielsweise kann ein höheres Vakuum beim Spalt (Abteilung 31) erwünscht sein, so dass mit fortschlei- tender Formierung. wobei Wasser durch bereits formierte Fasern hindurchzusaugen ist, ein höherer Unterdruck auf die turbulente Zone ausgeübt wird.
Bei einer andern Ausführung einer langsam laufenden Maschine (60 m/min) ist, wie ebenfalls aus Fig. 8 ersichtlich, ein Saugkasten 32 jenseits der Walze 17 entweder an Stelle oder zusätzlich zur Schrägplatte 19 angeordnet. Dieser Saugkasten wirkt auf den Stoff, nachdem dieser den Spalt verlassen hat. Der Hauptsaugkasten 32 kann vor oder hinter der Platte 19 angeordnet werden, sobald beide Mechanismen zur Anwendung kommen, alternativ kann ein Saugkasten verwendet werden, der an seinem rückwärtigen Ende eine Leitplatte 33 aufweist. Dieses Ende ist alsdann schräg und kurz nach der Steigung mit Schlitzen ausgestattet, so dass das die schräge Fläche hinan fliessende Wasser in die Schlitze eindringt und abgeführt wird.
Statt einer glatten Platte 19 kann auch eine mit Saugendeinrichtungen versehene Platte verwendet werden.
Die Walze 17 soll einen verhältnismässig grossen Durchmesser haben ; das soll bedeuten, dass die Abmessungen der Walze ausreichen, eine genügend grosse Formierfläche für die turbulente Zone zu ergeben, die in Übereinstimmung mit der Geschwindigkeit der Maschine und der Art und Konsistenz des zu entwässernden Stoffes zu wählen ist. Die Art und Konsistenz des Stoffes ändern die Eigenschaften der turbulenten Zone. Beispielsweise wird scharf geschlagener Stoff, der sich vom Wasser schwerer trennt, eine höhere und längere Zone bilden als ein Stoff, der von Wasser sehr leicht abgetrennt wird.
Beispielsweise wird für eine rasch laufende Maschine mit einer turbulenten Zone von etwa 50 mm Länge eine Walze von 125 mm Durchmesser voraussichtlich genügen. Wenn bei einer langsam laufenden Maschine die turbulente Zone etwa 600 mm beträgt, dürfte eine Walze bis etwa 900 mm Durchmesser zweckentsprechend sein.
Es ist erwünscht, eine Walze anzuordnen, die sich für sämtliche Wandergeschwindigkeiten des Tragbandesund für alle Konsistenzen und Arten von Stoff eignet, so dass jede einzelne Maschine verschiedenen Betriebsverhältnissen angepasst werden kann ; die zweckmässigsten Walzen in dieser Hinsicht sind solche mit 900 mm Durchmesser.
In manchen Fällen erwies es sich vorteilhaft, jenseits der Walze 17 bis zur Leitplatte 19 einen abgeschlossenen Raum zu schaffen, weil dadurch die Saugwirkung genauer überwacht werden kann.
Obgleich die Walze 17 das Obersieb 10 und das Obertrum 6 des Tragbandes zusammenpresst, so erfolgt dies nur, wenn die Maschine im Betrieb steht. Beispielsweise kann, wenn ein Stoff mit 98 ago Wasser und 2% Festteilen am Spaltende eine Verminderung seines Wassergehaltes auf 96% erfährt und die Schicht mit 96 96"/0 Wasser etwa 6 mm dick ist, die Walze 17 so eingestellt werden, dass sie einen Spalt von 6 mm lichter Weite ergibt. In der Praxis gibt das wandernde Tragband im Betrieb unter der Einwirkung des Stoffes wahrscheinlich etwas nach.