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Elektro-Metallspritzpistole
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektro-Metallspritzpistole, die nach dem Lichtbogenprinzip arbeitet, bei der also die zu verspritzenden Metalldrähte während des Betriebes ständig zu einem Kurzschlusspunkt vorgeschoben werden, an dem die Drahtenden schmelzen und von dem aus das Metall durch Druckluft zerstäubt und in einem Strahl auf das zu bespritzende Werkstück geschleudert wird.
Bei derartigen Metallspritzpistolen stellt es ein besonderes Problem dar, die Spritzdrähte in dem Masse, in dem sie abschmelzen, störungsfrei zum Kurzschlusspunkt vorzuschieben, um einen kontinuierlichen Betrieb sicherzustellen. Man hat zu diesem Zweck gemäss der österreichischen Patentschrift Nr. 100335, der Schweizer Patentschrift Nr. 82917 und der deutschen Patentschrift Nr. 408793 die parallel zueinander zugeführten Spritzdrähte z. B. mit Hilfe einer in das Pistolengehäuse eingebauten Pressluftturbine über Transportrollen vorgeschoben und in gebogenen metallischen Drahtführungsdüsen derart abgelenkt, dass die Drahtenden miteinander in Berührung kommen. Ein einwandfreier dauerbetrieb war aber mit einer derartigen Konstruktion nicht zu erreichen.
Man hat daher die parallel zugeführten Spritzdrähte nach der deutschen Patentschrift Nr. 851708 in je einer besonderen Rollenbahn gebogen und dann mittels gerader Fühlungsdüsen zum Kurzschlusspunkt hingelenkt.
Schliesslich ist es auch durch die deutsche Patentschrift Nr. 851708 bekannt, die Spritzdrähte in einem spitzen Winkel zueinander, d. h. ohne Biegungen, der Spritzpistole zuzuführen. Für diesen Fall ist im deutschen Gebrauchsmuster Nr. 1728873 vorgeschlagen worden, für die Stromzuführung zu den Spritzdrähten eine verhältnismässig komplizierte Anordnung zu verwenden, die nach Art einer Gliederkette von Raupenschleppern ausgebildet ist und eine Kontaktgabe ermöglicht, ohne dass eine Relativbewegung zwischen den Spritzdrähten und der Kontaktanordnung stattfindet.
Die Erfindung zeigt einen Weg zu einer besonders einfachen und sicher arbeitenden Konstruktion, ohne dass die Verwendung von besonderen Rollenbahnen zum Biegen der Spritzdrähte oder eine komplizierte Kontaktanordnung erforderlich wären.
Bei einer Elektro-Metallspritzpistole, bei welcher die zu verspritzenden Metalldrähte in einem spitzen Winkel von etwa 180 bis 300 zugeführt und während des Betriebes ständig zu einem Kurzschlusspunkt vorgeschoben werden, an dem die Drahtenden schmelzen und von dem aus das geschmolzene Metall durch Druckluft zerstäubt und in einem Strahl auf das zu bespritzende Werkstück geschleudert wird, sind gemäss der Erfindung die Drahtführungsdüsen auf einem Teil ihrer Länge schwach gekrümmt, wobei die unmittelbar vor dem Kurzschlusspunkt liegenden Endstücke der Drahtführungsdüsen gerade ausgebildet sind.
Durch eine Anwendung der Erfindung ist es nicht nur möglich, für die Spritzdrahtzuführung zur Pistole einen gegenüber den bekannten Anordnungen kleineren spitzen Winkel zu wählen, was sich konstruktiv günstig auswirkt, sondern es ist auch eine sichere Stromzuführung selbst bei einem Dauerbetrieb gewährleistet. Durch die schwache Krümmung eines Teiles der Drahtführungsdüsen erfolgt nämlich die Kontaktgabe an mehreren Stellen, die Spritzdrähte werden bei ihrem Vorschub an die nach aussen liegenden [nnenwandungen der Führungsdüsen gedrückt, wodurch auch grössere Berührungs-und damit Kontaktflächen entstehen. Die Düsen stehen auf ihrer ganzen Länge unter Strom, die letzte Kontaktgabe erfolgt an dem Punkt, an dem die Drähte die Fühmngsdl1sen verlassen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung noch näher erläutert.
Der Vorschub der Spritzdrähte erfolgt bis zur Spritzpistole über Vorschubschläuche 1, die an sich in
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anderem Zusammenhang bereits bekannt sind. Bei ihnen werden die Spritzdrähte in Kunststoffschläuchen vorbewegt, die beispielsweise aus dem im Handel unter der Bezeichnung Nylon erhältlichen Material bestehen. Draht und Kunststoffschlauch sind jeweils von einer Metallhülle umgeben, über die ein zur Stromzuführung dienendes Kupfergeflecht und schliesslich ein isolierender Schlauch, vorzugsweise aus Gummi, geschoben sind.
Die Vorschubschläuche 1 sind in eine zur Halterung dienende und zweckmässig mit einem Handgriff versehene Kunststoffplatte 2 od. dgl. eingesetzt, die auch von dem Luftführungsrohr 3 durchdrungenist.
Der Winkel, unter dem die Spritzdrähte infolge der Anordnung der Vorschubschläuche 1 innerhalb der Halterung 2 zugeführt werden, beträgt 15-40 , zweckmässig 18 - 300.
Mit den Enden der Vorschubschläuche 1 sind bei 4 und 5 leicht auswechselbar, z. B. verschraubbar, die schwach gekrümmten Teile 6 und 7 der Drahtführungsdüsen verbunden. Auf deren Enden wiederum können bei 8 und 9 die geraden Düsenenden 10 und 11 befestigt werden, was zweckmässig gleichfalls durch Verschrauben erfolgt. Die Achsen der geraden Düsenendes bilden einen Winkel von etwa 35bis450.
Um einen Anhalt zu geben, sind in die Figur auch einige Masse eingetragen, die sich auf die Längen der einzelnen Teile der vorzugsweise aus gehämmertem Kupfer bestehenden Drahtführungsdüsen beziehen. Danach können die geraden Düsenende 10 und 11 etwa 20 mm und die schwach gekrümmten Düsenteile et. 40 - 41 mm lang sein.
Es empfiehlt sich, auch die Druckluftdüse 12 aus Kunststoff herzustellen, und sie mit dem Stutzen 13 des Rohres 3 so zu verbinden, dass sie in axialer Richtung verschiebbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektro-Metallspritzpistole, bei der die zu verspritzenden Metalldrähte in einem spitzen Winkel von etwa 180 bis 300 zugeführt und während des Betriebes ständig zu einem Kurzschlusspunkt vorgeschoben werden, an dem die Drahtenden schmelzen und von dem aus das geschmolzene Metall durch Druckluft zerstäubt und in einem Strahl auf das zu bespritzende Werkstück geschleudert wird, dadurch gekten- zeichnet, dass dieDrahtführungsdüsen auf einem Teil ihrer Länge schwach gekrümmt sind, wobei die unmittelbar vor dem Kurzschlusspunkt liegenden Endstücke der Drahtführungsdüsen gerade ausgebildet sind.