AT21067B - Verfahren zur Gewinnung von Zink und Blei aus einfachen oder gemischten Schwefelerzen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Zink und Blei aus einfachen oder gemischten Schwefelerzen.

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AT21067B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
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   ANTOINE HENRI IMBERT IN   GRAND-MONTROUGE   (FRANKREICH). 



  Verfahren zur Gewinnung von Zink und Blei aus einfachen oder gemischten Schwefelerzen. 



   Die englische Patentschrift   Nr.   23707 vom Jahre 1895 gibt an, dass man die Sulfide von Aluminium, Magnesium, Kalzium, Strontium und Baryum durch Zusammenschmelzen mit Blei, Kupfer, Zink, Eisen, Kalium-Cyanverbindungen etc. reduzieren könne. Der vorliegenden Erfindung gemäss werden-abweichend von dieser Angabe-die dort als Reduktionsmittel angeführten Metalle Zink und Blei mit Hilfe von Kupfer aus ihren Sul-   tiden   dargestellt. Beim Vermengen von Kupfer mit Zinkblende (Zn S) oder mit Bleiglanz   (Pb   8) oder mit einem ein   zusammengesetztes Erz bildenden Gemenge   dieser beiden 
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 oder oder endlich 
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 Sulfides ändern.

   Gebraucht man die Vorsicht, das sich zuerst am Boden des Schmelztiegels sammelnde Blei der stärkeren Hitze zu entziehen, welche zum Verdampfen des Zinks erforderlich ist, so vermeidet man, dass das Blei seine Dämpfe mit jenen des Zinks vermengt. 



   In allen Fällen, wo dieses Verfahren Anwendung findet. erhält man das ganze der Beschickung zugesetzte Kupfer als Schwefelkupfer   Cu2     S   wieder. Schon seit langem ist bekannt, dass man die in die Form eines Loches gebrachten Kupfererze durch die Anwendung des Bessemerprozesses zu metallischem Kupfer reduzieren kann, indem man Luft in das geschmolzene   Schwetelkupfer   einbläst. Das Eisen geht dabei in die auf Kosten der Kon-   vertorat1skleidung   gebildeten Schlacken über. Bei Anwendung dieser Methode auf das   Schwefelkupfer,   weiches sich immer und immer wieder als Rückstand des vorstehend beschriebenen Verfahrens ergibt, gewinnt man alles dem anfänglichen Gemenge zugesetzte Kupfer in metallischem Zustande wieder.

   Es kann kein   merl (licher   Verlust eintreten, da das Schwefelkupfer rein ist und folglich die Reaktion nicht von Schlackenbildung begleitet sein kann. Gleichzeitig bleibt auch die Konverterauskleidung intakt ; sie kann aus Graphit oder einer anderen durch Schwefelkupfer nicht angreifbaren Substanz bestehen. Diese Regeneration des Reagens veranlasst keinen   BrennstoNverbrauch   ausser jenem für die Erzeugung der Betriebskraft für das Gebläse. 



   Aus vorstehendem folgt, dass die Vorteile des besprochenen Verfahrens nachstehende sind : Bei einfachen, unvermengten Erzen, nämlich Bleiglanz oder Zinkblende : Wegfall jedes vorherigen Röstens. Beschränkung des   Brennstoffverbrauches   bei Bleiglanz auf die zum Schmelzen bei mässiger Temperatur erforderliche Menge, welchem Schmelzen sofort das Ablassen des   Bleis   und die Regeneration des Kupfers folgt. Bei Zinkblende ist der Brennstoffverbrauch auf die zum Niederschmelzen bei mittlerer Temperatur und Aufrechthalten dieser Temperatur während des Abdestillieren des Zinks erforderliche Menge beschränkt, was sehr schnell vor sich geht, denn die ganze Reaktion vollzieht sich während der Periode des Niederschmelzens. Die Abnützung der Behälter, in welchen sich die Reaktion vollzieht, wird wesentlich verringert.

   Es ist bedeutend weniger Arbeitskraft erforderlich. Bei zusammengesetzten Erzen, in welchen Bleiglanz und Zinkblende in irgendwelchen Verhältnissen gemengt sind, ergibt sich : Gänzliches Wegfallen der Trennung der beiden Sulfide mittels Handarbeit oder auf mechanischem Wege. Wegfall jedes Anreichcrns in den meisten Fällen. Leichte Verarbeitung, welche nur in einfachem Schmelzen und folgendem Abdestillieren des Zinks aus der dabei stark aufwallenden Masse besteht. Vollständige und leichte Verwertung von häufig vorkommenden und bisher nicht zu verarbeitende
Erzen. 



   Diese Vorteile sind alle der Verwendung des Kupfers als Reagens zu verdanken, welches nach dem Bessemerverfahren immer wieder regeneriert wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von Zink und Blei aus einfachen oder gemischten Schwefel- erzen, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Flussmitteln versetzten Erze mit der zur Ent- schwefelung nötigen Menge von metallischem Kupfer vermengt und zur Bleigewinnung auf ungefähr 8000 C, zur Zinkgewinnung auf ungefähr 10000 C erhitzt werden, worauf die Reaktionsprodukte (Schwefelkupfer, Schlacke, Metall bezw. Metalle) getrennt aufgefangen werden und in bekannter Weise die Wiedergewinnung des Kupfers aus dem Schwefelkupfer durch Bessemern erfolgt.
AT21067D 1903-11-14 1903-11-14 Verfahren zur Gewinnung von Zink und Blei aus einfachen oder gemischten Schwefelerzen. AT21067B (de)

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