AT210663B - Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung - Google Patents

Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
AT210663B
AT210663B AT8858A AT8858A AT210663B AT 210663 B AT210663 B AT 210663B AT 8858 A AT8858 A AT 8858A AT 8858 A AT8858 A AT 8858A AT 210663 B AT210663 B AT 210663B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
bees
cells
cell
honeycomb
production
Prior art date
Application number
AT8858A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernhard Rademacher
Original Assignee
Bernhard Rademacher
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bernhard Rademacher filed Critical Bernhard Rademacher
Application granted granted Critical
Publication of AT210663B publication Critical patent/AT210663B/de

Links

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mittelwand, einen Anfangsstreifen oder eine Kunstwabe, wie sie in der Imkerei verwendet werden, sowie auf eine Form zu deren Herstellung, wobei unter Form nicht nur eine Gussform, sondern auch   Press-oder Walzformen   usw. zu verstehen sind. 



     Die Bienen pflegen im   allgemeinen die beiden Flächen einer Wabe mitZellenbau aufzuführen, dessen einzelne Zellen einen sechseckigen Querschnitt haben. Es wird aber zuweilen beobachtet, dass auf der Fläche einer Wabe Zellen der Zellengruppen aufgeführt werden, die sich in ihrer jeweiligen Stellung darin unterscheiden, dass bei der einen Gruppe oder bei mehreren Gruppen die Zellen "auf der Spitze"   stehen, d. h.   dass eine senkrechte stehende   Diagonalfläche   in den Zellen gedacht werden kann, bei andern Zellen dagegen je eine Seite des Sechseckes oben und unten liegt, wobei man sich also eine waagrechte Diagonalebene vorstellen kann. Der Abkürzung halber wird im folgenden die erstgenannte Lage der Zellen (Spitze unten) mit Stellung A bezeichnet, die andere (Seite unten) mit Stellung   B.   



   Eine Bauweise, bei der die Bienen also Stellung A und B in mehr oder weniger grossen Gruppen auf einer   Wabenftäche   bauen, bezeichnet man   als"Wirrbau". Man   untersuchte die Gründe, welche die Bienen hiezu veranlassten, nicht ; da eine erkennbare Regelmässigkeit dieser Bauweise nicht zu entnehmen war, hielt man sie allgemein für störend und sogar schädlich. Derartige Waben wurden entfernt und eingeschmolzen. 



   Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass die Anordnung von Zellengruppen oder Bauabschnitten, die jeweils die Stellung A oder B aufweisen, auf einer Wabe durchaus   nützlich   sein kann, wie durch Versuche ermittelt wurde. 



   DasBienenvolksetztsichauszweiGruppenzusammen, vondenendieeinefürdieBelangederBrutpflege und die andere für   den Futterhanshalt aufkommt.   Diese   Gruppewm. fte1lung bezieht   sich auch auf die Baubienen. Der Übersicht halber wird die Baugruppe, welche den für Brutzwecke bestimmten Wabenbau aufführt, als Baugruppe A und die andere Baugruppe, welche auf Vorratsablagerung hinarbeitet, als Baugruppe B bezeichnet. Mit dem unbeeinflussten Auspendeln der erstgenannten Baugruppen vollzieht sich für deren Bauabschnitt die Zellenstellung A. Dagegen hat die Baugruppe B vermittels   Bienenketten   Verbindung zum Bereich der Baugruppe A. Aus der ableitenden Zugrichtung ergibt sich daher für den   u. dern   Bauabschnitt die Zellenstellung B.

   Ein Zusammenwachsen der verschiedenen Bauabschnitte kann sich aber nicht vollziehen, wenn die üblichen Leitwachsstreifen gegeben werden. Hiebei bauen die Baugruppen A und B entlang der parallel verlaufenden   Leitwa. chsstre1fen   aneinander vorbei, denn die Bienen behandeln ieden herkömmlichen Leitwachsstrelfen in seiner ganzen Länge als den Beginn einer einzelnen Baugruppe. Demgegenüber nehmen die Bienen bei einem   längeren Rähmchen,   welches nichtmitzusammen-   hlängendem Leitwachssteifen versehen   wurde, ihre Bautätigkeit mit mehr als nur je einer Gruppe A und B auf. Es bilden sich dann entsprechend der Länge des Rähmnchens mehrere solchet Baugrnppen in abwechselnder Reihenfolge.

   Diese Anordnung kann als ein natürliches   Hilfsnittel der Bienea. angesehen wadss ,   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Überwinterung und Zehrung Mf-Im Verlauf der Winterzehrung vermag das Bienenvolk an Hand der eingeschobenen andersartigen Zellen- stellung instinktiv die obere Wabenbegrenzung zu erfassen, ebenso bei nachfolgender horizontaler Zehrung, ob oder fie weit es sich der stärksten Futrerablagerung auf Fläche Zellenstellung B genähert hat. 



   Mit der Anwendung beider Arten der ZeUenstellungen auf einer Wabe ist es möglich, gewissen Einfluss auf die Bienen zu nehmen, betreffs der Anlage des Brutnestes (Zellengruppe A) und der Anordnung der Vorräte (Zellengruppe B). So bewirkt beispielsweise die auf einer Wabe angeordnete Zellenstellung A und B aber nicht nur eine rationelle Unterbringung   vonBrut und Futtervorräten,   sondern auch eine volle Belagerung durch die Bienen. Die Bienen sind demnach bestrebt, Brut und Vorräte nicht über viele Waben zu verzetteln, sondern bilden vielmehr mit den belagerten Waben eine geschlossene Einheit.

   Diese wirkt sich zur Zeit der aufsteigenden   Volksentwicklung   förderlich aus, indem die   schlüpfen-   den Bienen der Zellengruppe A, Mittelwabe, die zunächst befindlichen Bienen der Gruppe B auf   äussere   Waben verdrängen und auch die   ganze ZeUengruppe   B mit in das Brutnest   einbeziehen. Nach Überschrei-   ten des volklichen Höhepunktes erfolgt eine umgekehrte Entwicklung, wobei auf Fläche Zellenstellung B ein stark ausgeprägter Futtersockel gebildet wird.

   Mit der Anwendung beider Zellenstellungen vollzieht sich daher unter anderem infolge ausgiebiger Wabenbelagerung eine umfassende Volksentwicklung, anschliessend aber zufolge selbsttätiger Brutbeschränkung eine angemessene Brutnestversorgung und Erzielung von gesunden und vollwertigen Winterbienen,
Gemäss dem Hauptmerkmal der Erfindung wird nun vorgeschlagen, die Bienen dadurch zum Aufführen von Zellen gemäss der Erkenntnis anzuleiten, dass Mittelwände, Anfaugsstreifen oder andere   Bauhilfs-   mittel, Kunstwaben oder Formen für Mittelwände, Anfangsstreifen oder Kunstwaben derart zur Ausbildung kommen, dass sich auf   einer Wabenf ! äche   eine oder mehrere Gruppen von Zellen befinden, deren in einer Waagrechten nebeneinanderliegende Zellen sich unmittelbar mit Zellenwand berühren (Stellung A) und eine oder mehrere Gruppen von Zellen,

   bei denen dies bei den senkrecht   nntereinanderliegenden   Zellen der Fall ist (Stellung B). 



   Hiedurch wird ein systemloser "Wirrban" vermieden und die Bienen werden   zum Bau gemäss   der oben erwähnten Erkenntnis   planmässig   angeleitet, indem die Anordnung und gegenseitige Lage dieser Gruppen zweckmässig vorbereitet wird. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ferner eine Form zur Herstellung der oben genannten 
 EMI2.1 
  hn1icher Bauhi1fsmittelist. 



   Die Anordnung derFormelementeA undB in einem Stück ermöglicht die gleichzeitige und rationelle Fertigstellung einer oder unbegrenzt   vieler Mittelwände gemäss   der Erfindung. Hiedurch wird bei der Herstellung ein   Zusammenlöten   der entsprechenden Flächen A und B der Mittelwand   überflüssig ;   gegenüber 
 EMI2.2 
 
Vorhandenseinvöllig unmassstäblich und sollnur die Lage der vielen in dieser Gruppe enthaltenen Zellen andeuten. Mit C ist die Trennlinie zwischen den Gruppen A und B   bezeichnet, nichtetwa   eine noch andere Stellung der Zellen. 



    Unharmonische   oder vereinzelt angeordnete Zellen der einen oder andern Art (Aoder B) gelten im Sinne der Erfindung   naturgemäss   nicht als Zellengruppe; wohl aber, wenn eine Zelle zumindest den fortlaufenden Ansatz einer gleichartigen Nachbarzelle aufweist und somit das Muster einer Zellengruppe deutlich hervortritt oder aber als solche dazu dient, die Verbindung zur andern   Zellengruppe   doch Anpassung zu gewähren. Demzufolge ist die Zelle der Stellung A in der Waagrechten, aber die Zelle der Stellung B in der Senkrechten unmittelbar durch eine gemeinsame Wand mit der jewells gleichartigen Nacbbarzelle verbunden. 



   Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine   Wabenfläehe,   bei der sich neben der senkrecht verlaufenden 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 Fig. 7 zeigt   Ze11enstellungen   A und B mit kreisrundem Querschnitt nach Stellung A und B. 



   Anwendbarkeit der einzelnen Zellenschemen : Fig. 1 insbesondere für Breitwabe, Fig. 2 insbesondere für Hochwabe, Fig. 3 zur Erzielung   vermehrten     Polissnablagerung (ermöglicht   bei der Form gleichzeitige Herstellung von zwei oder   mehr Mittelwänden durch vertikale und   entsprechende horizontale Teilung Fig. 4 und Fig, 5 für eingeschobene kleine Anfange der andern   Zellenart   auf der Wabe im Bereich der oberen Wabenbegrenzung, insbesondere bei Form von   Mittelwandwalzwerk usw.,   Fig. 6 für einen Anfaag der andern Zellenart, vom Rand aus eingeschoben, insbesondere bei Handpressen.   ZeUenscbema gern1lss   Fig. 7 bedarf keiner besonderen Erklärung. 



   Im gleichen Sinne können andere zweckmässige gegenseitige Stellungen je nach den Erfordernissen angeordnet werden, wobei es unbedeutend ist, ob die einzelnen Zellengruppen unmittelbar aneinander stossen oder durch schmalen Zwischenraum ohne Zellenmuster unterbrochen sind. 



   Entsprechend diesen Anordnungen und Möglichkeiten sind die Formen für Mittelwände oder Anfangsstreifen oder die Kunstwaben oder deren Formen in entsprechender Weise auszubilden. 



   Was hier fur Zellen mit sechseckigem Querschnitt gesagt ist, gilt auch für die im Bau von Kunstwaben vorkommende Ausführung von Waben, deren Zellen einen kreisrunden Querschnitt aufweisen. Hiebei entspricht es der Stellung   A,   wenn die in einer Waagrechten nebeneinander liegenden Zellen sich unmit-   telbar berühren, der Stellung B,   wenn dies bei den senkrecht untereinander liegenden Zellen der Fall ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Mittelwand, Anfangsstreifen oder ähnliche Bauhilfsmittel für Bienen, dadurch gekennzeichnet, dass sie in bezug auf die Aniagen der Zellen so ausgebildet sind, dass sich auf einer   Wabenflache   eine oder mehrere Gruppen von Zellen befinden, deren in einer Waagrechten nebeneinanderliegende Zellen sich jeweils unmittelbar mit ihrer Zellenwand berühren (Stellung A) und eine oder mehrere Gruppen von Zellen, bei denen dies bei den senkrecht untereinanderliegenden Zellen der Fall ist (Stellung B).

Claims (1)

  1. 2. Form zur Herstellung von Mittelwänden, Anfangsstreifen oder ähnlichen Bauhilfsmitteln für Bienen sowie zur Herstellung von Kunstwaben nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass sie in an sich bekannter Weise einstüclkg ausgebildet ist.
AT8858A 1957-01-12 1958-01-07 Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung AT210663B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE210663X 1957-01-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT210663B true AT210663B (de) 1960-08-25

Family

ID=5798544

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT8858A AT210663B (de) 1957-01-12 1958-01-07 Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT210663B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2118676C3 (de) Kunststoffbienenwabe
DE3140385A1 (de) Einrichtung zur aufzucht von bienenkoeniginnen
WO1985002317A1 (fr) Rayon en plastique et procede d&#39;elevage d&#39;abeilles plus productives et plus resistantes
DE2935934A1 (de) Verfahren zum rationellen halten und zuechten von bienen in einer bienengrosseinheit, und einrichtung (bienenkasten-grosseinheit) zur durchfuehrung des verfahrens
AT210663B (de) Mittelwand oder Kunstwabe für Bienen und Form zu ihrer Herstellung
DE4222690C1 (de) Kombinierte Bienen-Vermehrungs- und Ausgleichsanlage sowie Verfahren zum Betreiben einer derartigen Anlage und zur Verhinderung der Vermehrung der Varroa-Milbe
DE4222602A1 (de) Kunststoffbienenwabe
DE1054774B (de) Mittelwand oder Kunstwabe fuer Bienenbeuten und Form zu ihrer Herstellung
EP0595280A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vermehren und Ausgleichen von Bienen und zum Ausschalten der Varroa-Milben
DE922743C (de) Zwillingsbeute fuer Bienen mit Unterboden und Waben im Querbau
EP0290631B1 (de) Zuchtverfahren von bienenfamilien
AT7456B (de) Bienenstock.
AT294485B (de) Stallboden für Bullenstände
DE202013000232U1 (de) Nistplatte fûr Brutstätte für Wildbienen
DE827271C (de) Bienenwohnung mit herausziehbarem Schlitten
DE699514C (de) Flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung von Struempfen in einem Arbeitsgang
DE2501490A1 (de) Bienenbeute
DE941941C (de) Etagenbeute fuer Bienen
DE2235942A1 (de) Bienenwaben-zellenboden
DE448773C (de) Verfahren zum Haltbarmachen safthaltiger Pflanzenstoffe
DE736549C (de) Dreistockiger Bienenstock
DE408979C (de) Raehmchen fuer Bienenstoecke
DE2611932A1 (de) Verfahren zum zuechten von bienen mit groesseren koerperabmessungen sowie kunststoffwabe zur durchfuehrung dieses verfahrens
AT143848B (de) Dreieck-Wabenrähmchen für Bienenwohnungen.
DE620363C (de) Wand zum Einsetzen in Wabenrahmen von Bienenwohnungen fuer den Anbau von Waben