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Österreichische
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Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Aufwickeln eines Gen inde-und eines Ijotdrahtes an Metatlrohren u. dgl. zu dem Zwecke, um letztere nach Art des Patentes Nr. 10968 durch Auflöten des Gewindedrahtes mit Schraubengewinde zu versehen.
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Drahtrolle nebst Draht dargestellt ist: Fig. 4 ist eine vergrösserte Draufsicht des rechten TeHes der Fig. 2, wobei das äusserste rechte Ende der Maschine und der Motor fortgelassen
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Auf den Füssen 1 ist der fast alle Teile der Maschine unterstützende I-Träger 2 starr befestigt und trägt einerseits mittelst der Ständer 3, 3, 3 einen Motor, beispielsweise den Elelitromotor 5 und andererseits ein Ende des zu verarbeitenden Rohres. Eine beiderseits in Lagern am Tniger 2 ruhende Vorschubschraube 9, die durchwegs dieselbe Ganghöhe besitzt, die das an dem Rohr herzustellende Gewinde aufweisen soll. erhält durch Vorgelege 6, 7, 8 Antrieb vom Motor 5. Der rechteckige Schlitten 10 ruht mittelst der von seitlichen abnehmbaren Wangen desselben getragenen Rollen 26 oben auf dem
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Diese Einrichtung ermöglicht die Hülse 17 nach Bedarf in der einen oder der anderen Richtung zu verschieben, um sie für Röhren von verschiedener Länge einzustellen.
Das an der Motorwelle befestigte gerändelte oder gerauhte Handrad 25 gestattet das Rohr 11 bei abgestelltem Motor von Hand aus zu drehen. 33, 34 ist ein zweiteiliges Gleitlager für das Roher 11, dessen unterer Teil unmittelbar an einem Ständer 37 befestigt ist, der in Schwalb enschwanzfülrungen 38, 39 am Schlitten 10 in der Längsrichtung desselben verstellt werden kann. Der obere Teil 34 des Lagers ist am unteren 33 durch Stangen 35,35
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und 77 ist ein Sperrhebel, der die beiden Teile des Lagers in der in Fig. 5 gezeigten Lage feststellt ; in Fig. 4 sind die Teile in der Offenstellung dargestellt.
40, 41, 42, 43,44 sind Leitrollen für den auf das Rohr zu wickelnden Gewindedraht. Derselbe hat zweckmässig dreieckigen Querschnitt und ist an einer Seite behufs Aufnahme von Lötdraht genutet, der zwischen der äusseren Rohrwand und dem Gewindedraht zu liegen kommt. 47 ist ein unmittelbar am Schlitten 10 befestigter Rahmen, der die oberwähnten Leitrollen und andere, später zu beschreibende Teile trägt. 46 ist die Vorratsrolle, auf welche der Gewindedraht 46 gewickelt ist. Die Leitrollen 44,43, 42, 40 sind entsprechend der Querschnittsgestalt des Gewindedrahtes 45 mit V-förmigen Nnten versehen, während die Rolle 41 am Umfang glatt zylindrisch ist und der Gcwindedraht mit der Seite darauf liegt, welche behufs Aufnahme des Lötdrahtes genutet ist.
48 ist der feste und 49 der bewegliche Teil einer Gewindedrahtklemme, die von zwei parallelen Stangen 51, 51 getragen wird, deren Enden im Rahmen 47 befestigt sind.
50 ist eine Stange mit Griff oder Knopf, um die Drahtklemme verschieben zu können (Fig. und 5). 52 3 bildet das untere oder feste und 53 das obere bewegliche Blatt einer Schere, die dazu dient, den Gewindedraht 45 erforderlichenfalls abschneiden zu können.
Das bewegliche Blatt der Schere wird von der Stange 54 in einem seitlichen Teil des Rahmens 47 getragen und ist mit einem Griff 55 behufs Betätigung, sowie mit einer kräftigen Spiralfeder 56 ausgestattet, welche die Schere offen hält. Der untere Teil 52 ist in einem mit Muttergewinde ausgestatteten Loch in einem zweiten Seitenteil des Rahmens 47 untergebracht, in welchem eine Führungsplatte mit einer Öffnung zur Aufnahme des freien Endes des Gowindedrahtes angebracht ist, von wo letzterer unmittelbar zur Aussen-
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oberwähnten Führungsplatte hindurchgeht.
In Fig. 1, 2 und 5 bezeichnet 64 einen Regler (bei dem angenommenen Ausführungs- beispiel einen Widerstand zur Regelung der Ganggeschwindigkeit des Motors 6). Dieser Regler ist am Träger 2 befestigt und wird durch den Arm 65 betätigt, so dass durch änderung der Lage des Armes die Geschwindigkeit des Motors geändert werden kann und letzterer zum Stillstand kommt, wenn man den Arm 65 vollends nach links schiebt. 67 ist ein geschlitzter, durch einen Zapfen mit dem Arm 65 verbundener Arm, der an einer Gleitstange 66 starr befestigt ist, die durch Ansätze am Reglerkasten hindurchgeht. Die
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Stange 61 verbunden, welche durch die ganze Maschine der Länge nach hiudurchreicht.
Das andere Ende des starren Armes 73 ist der Länge nach über eine Stange 71 vorschiebbar, die an einem Ende an einem Ständer 72 unter dem unteren Träger 2 befestigt ist. Die Stange 71 bezweckt die Betätigung des Reglers durch die Stange 61 zu erleichtern.
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nach abwärts gerichteter Ansatz 74 angebracht, dessen freies Ende in der Bahn des Anschlages liegt, wobei die Teile so bemessen sind, dass bei jeder Einstellung des Anschlages 69 auf der Stange 61 die Maschine selbsttätig abgestellt wird, wenn der Ansatz 74 gegen den Anschlag 69 stösst, wie in Fig. 1 in punktierten Linien angedeutet ist. 70 ist ein am Rahmen 47 und Schlitten 10 befestigtes Gefäss, das Flussmittel in flüssigem Zustande beispielsweise Boraxtösung. entbält.
63, 63 sind Rührvorrichtungen oder Arme an der genuteten
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draht 45 wird über die Leitrollen 44, 43, 42 und zwischen den Rollen 41, 40 hindurchgezogen, wobei die genutete Seite des Drahtes auf der zylindrischen Fläche der Rollen 41 aufliegt und der Draht auf einer kurzen Strecke durch das Flussmittel hindurchgezogen wird. Der'Draht geht dann weiter zwischen dem festen und dem beweglichen Teil 48, 49 der Drahtklemmo auf den parallelen Stangen 51, 51 hindurch und wird durch die Öffnungen im Rahmen und in der Führungsplatte hindurchgezogen, worauf das freie Ende des Drahtes schliesslich durch eine in das Ende des Rohres 11 gebohrte Öffnung (Fig. 4) gezogen wird.
Der letzte Teil des Einziebcns des Drahtes erfolgt dadurch, dass man den Gewindedraht 45 zwischen die Teile 48, 49 der Drahtklemme einklemmt, wenn diese letztere sich am linken Ende ihrer Bahn befindet (Fig. 5), worauf man die Stange 50 nach rechts schiebt, bis das freie Ende des Gewindedrahtes vollständig durch die Öffnung im Rohr hindurchgegangen ist, und schliesslich öffnet man die Drahtklemme 48, 49. Es wird nun das Rohr mittelst des Handrades 25 in der Richtung des Pfeiles b (Fig. 4) etwas gedreht, so dass der Gewindedraht in die Stellung (Fig. 5) gelangt.
Es wird nun der Lötdraht 58 durch die gekrümmte Führung 57 herabgeschoben, bis sein freies Ende zwischen der genuteten Fläche des Gewindodrahtes und der Aussonnächo des Rohres 11 festgeklemmt ist, worauf man dem Rohr mittelst des Handrades 25 einige Umdrehungen in der Richtung des Pfeiles b
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auf der Vorschubschraube 9 geschlossen ist. Der Arbeiter schiebt nun den Arm 65 mittelst der Stange 61, oder 66'nach rechts, um den Motor 5 einzurücken. Das Rohr 11 wird demnach in der angegebenen Richtung gedreht und der Gewindedraht 45 auf das Rohr so
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Lötdrabt 58 in die Nut des Gewindedrahtes zwischen diesen und dem Rohrkörper eingeklemmt ist.
Die Schlitten und die damit verbundenen Teile gehen dabei unter der Wirkung der Schraube 9 und der Mutter 27 vor, indem erstere durch das Vorgelege 6, 7, 8 mit
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Man kann dann die Geschwindigkeit des Motors nach Erfordernis steigern und der Schlitten setzt seine Vorwärtsbewegung fort, bis der Ansatz 74 des letzteren gegen den Anschlag 69 der Stange 61 stösst, wodurch der Motor abgestellt wird, sobald der Schlitten am linken Ende seiner Bahn angelangt und das Aufwickeln des Gewindedrahtes auf das Rohr bis zum Ende der Hülse 17 fortgeschritten ist.
Der Arbeiter führt dann einen kräftigen Schlag gegen den Knopf 55, wodurch das Blatt. 53 entgegen dem Druck der Feder 56 herabbewegt und der Gcwindedrabt 45 abgeschnitten wird. Der Draht 5S wird nahe am Austrittsende der Führung 57 abgeschnitten,
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freien Enden derselben vom Rohr 11 abgehoben. Beim Durchgang des Gewindedrahtes unter den Leitrollen 43, 42 läuft er durch das flüssige Flussmittel und wird mit überzogen ; gleichzeitig wird das Flussmittel durch die Rührvorrichtung 63 an der Leitrolle 42 gerührt, um es beständig gelöst zu halten.
Das Rohr, an dem der Gewindedraht in dieser Weise mechanisch befestigt ist, wird nun in einen Ofen gebracht und bis zu der zum Schmelzen des Lötdrahtes erforderlichen Temperatur erhitzt, wodurch der Gewindodraht mit dem Rohr starr verbunden wird. Dieser Vorgang des Antötens des Gewindedrahtes an das Rohr bildet indessen keinen Teil der \ iegenden Erfindung, welche lediglich die Maschine zum Aufwickeln des Gewinde-und Lötdrnbtes auf das Rohr zum Gegenstande hat.
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unter der Einwirkung der vorstehend beschriebenen Vorrichtung steht, um den Gang des Motors von Hand aus und selbsttätig beherrschen zu können.
Man kann aber offenbar einen beliebigen Motor nebst Mitteln zum Ein-und Ausrücken desselben und zur Regelung seiner Ganggeschwindigkeit benützen, beispielsweise Riemenscheiben, Riemen und Riemen- gabeln, Geschwindigkeitsregler u. dgl. irgendwelcher bekannter Art. Auch die baulichen
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vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es könnte beispielsweise das Rohr 11 still stehen und der Schlitten 10, der auch die Drahtvorratsspulen trägt, um das Rohr gedreht und längs desselben verschoben werden, wobei natürlich der Gewindedrabt wieder in dicht aneinander liegenden Windungen um das Rohr gewickelt wird.
Diese Umkehrung der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist jedoch weniger empfehlenswert als letztere.
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Die Maschine kann auch dazu benützt werden, bloss beide Enden des Rohres oder einen zwischen ihnen liegenden Teil desselben mit Gewinde zu versehen, in welchem Falle das Handrad 25 zum Antrieb der Maschine von Hand aus dienen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Aufwickeln eines Gewinde-und eines Lötdrahtes an Metallröhren u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstuck beständig in einer Richtung gedreht wird bezw. still steht und ein Schlitten, der eine Einrichtung trägt, welche bei der Drchung des Werkstückes bexw. des Schlittens um das Werkstück herum sowohl den Gewindedraht als auch den Lötdrabt beständig gegen dessen Umfang so führt, dass der Lötdraht zwischen Werkstück und Gewindedraht zu liegen kommt, längs des Werkstückes vorbewegt, aber an einem vorbestimmten Punkt seiner Bahn selbsttätig angehalten wird.