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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 21038. JEAN JACQITES RIEGER IN LURE (FRANKREICH).
Vorrichtung zum Ein-und Ausrücken von Transmissionsriemen.
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Die bekannten Ein-und Ausschaltvorrichtungen für Transmissionsriemen mit in der ausgeschalteten Stellung stillstehendem Treibriemen sind mit einer Reihe von neben dem Scheibenkranz angeordneten Laufrollen ausgestattet, welche die Leerlaufscheiben ersetzen und zur Aufnahme des ausgeschalteten Riemens dienen.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Ein-und Ausrückvorrichtung ist derart angeordnet, dass durch die Ausschaltung des Riemens derselbe gleichzeitig vollkommen entspannt wird, indem eine Laufrolle oder auch mehrere beim Ein-oder Ausrücken eine eigenartige Verschiebung erfahren.
Die Vorrichtung ist durch Fig. 1 in Vorderansicht, in einer zur Drehachse der Trans- missionsweHe normalgericbteten Projektion veranschaulicht. Diese Figur gibt beide Stellungen des Riemens an, nämlich diejenige des Betriebes und diejenige, welche der Ruhelage entspricht. Die Drehrichtung ist durch einen Pfeil angedeutet.
Fig. 2 ist eine Darstellung der Vorrichtung in Seitenansicht, in einer zur Trans- missionswolle parallel gerichteten Projektion. Die Figur gibt die Stellung des Riemens während des Betriebes an.
Die am Gebälk der Werkstatt befestigte Stütze a trägt in bekannter Weise eine Reihe von Rollen c. Diese vorzugsweise konisch geformten Rollen sind je auf einem Zapfen d drehbar angeordnet. Sie folgen einander in regelmässigen Abständen und liegen neben dem Scheibenkranz ti derart, dass der Riemen infolge einer durch beliebige Mittel bewirkten seitlichen Verschiebung mit Leichtigkeit von der Scheibe auf genannte Rollen übergeben kann oder umgekehrt, genau ebenso, als ginge er von einer festen Scheibe auf eine leerlaufende oder umgekehrt. Wenn der Riemen ruht, wird er von den Rollen getragen.
Ihre Anzahl richtet sich nach der Grösse des Scheibendurchmessers. Die durch die Zeichnung veranschaulichte Vorrichtung besitzt fünf Rollen, von denen vier an der Stütze a in der beschriebenen Weise angebracht sind.
Die in dieser Weise angeordnete bekannte Vorrichtung bewirkt den Stillstand des ausgeschalteten Riemens. Die konische Beschaffenheit, welche die Rollen auf der Zeichnung aufweisen, hat den Zweck, den ausgerückten Riemen zu entspannen, indem die entwickelte Itiemenlange notwendigerweise, infolge der Abnahme der Rollendurchmesser, geringer wird.
Die beanspruchte Neuerung ist durch folgende Konstruktion und Funktionsweise gekennzeichnet : Zwecks völligen Entspannens des Riemens beim Ausschalten ist der Zapfen s, der die letzte Rolle c'trägt, nicht an der Stütze a befestigt, sondern auf einem beweglichen Gleitschuh jt', < festgemacht. Dieser Gleitschuh ist in einer kreisbogenförmigen Kulisse b beweglich untergebracht. Genannte Kulisse, welche im unteren Teile der stütze a angeordnet ist, verläuft konzentrisch mit dem Scheibenkranz. Die Bewegung des Gleitschuhes in seiner liulisse b hat den Zweck, das völlige Entspannen des ausgeschalteten Riemens zu bewirken. Gleichzeitig erleichtert dieselbe den Übergang des einzurückenden Riemens auf die Scheibe.
Die genannte Bewegung des Gleitschuhes ist das Ergebnis einer Einwirkung von Hand, welche durch Vermittlung der beiden Seilscheibenräder t stattfindet. Die Zapfen . auf welchen diese Räder drehbar angeordnet sind, sind auf der Stütze a in den beiden Endgegenden der Kulisse b festgemacht. Ein Seil v, dessen Enden am Gleitschuh mit Hilfe zweier ringförmiger Ansätze oben und unten angebunden sind, ist in die
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Rinnen beider Seilscheiben t gelegt und dient dazu, den Gleitschuh nach Belieben zu heben oder zu senken, indem das Seit lang genug bemessen ist, um bis in den Bereich der Hand herunter zu hängen.
Die Teile, welche in bekannter Weise den seitlichen Antrieb des Riemens beim Ein-
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gemacht. Dieselben betreffen nichts Neues, sind nur als Hilfsteile der beschriebenen Vor- richtung zu betrachten und bilden nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermassen : Wenn der Riemen ruht, ist es notwendig, um denselben in Bewegung zu setzen, gleichzeitig am Seile l sowie am Seile v zu ziehen.
Soll jedoch der Riemen gestellt werden, so genügt es, am Seile m zu ziehen, damit der Riemen, nfolge seitlicher Einwirkung der Gabel j, auf die Rollen c überrückt. Der Gleitschuh gelangt hiebei von selbst in die entsprechende Stellung.