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Abnehmbare Hülle für Schuhabsätze
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Die Ausbildung der AbsatzhUlle nach der Erfindung lässt auf diese einerseits das Anbringen der Hülle am Schuh erschwerenden bzw. im andern Fall für deren Herstellung nachteiligen Massnahmen verzichten und gewährleistet eine sichere Befestigung der Hülle auf dem Absatz. Im Gegensatz zu den bekannten AbsatzhUllen ist der plattenförmige Teil der Hülle, der auf seiner Aussenseite die Trittfläche trägt, nach der Erfindung an seiner dem Schuhabsatz zugekehrten Seite konvex gekrümmt.
In Verbindung mit dem an den Umfang des plattenförmigen Körpers anschliessenden kragenartigen Fortsatz, der zumindest längs seines oberen Randes elastisch und dichtend am Absatz anliegt, ergibt sich bei der Hülle nach der Erfindung, dass bei jedem Belasten des Absatzes durch die aus dem Hohlraum zwischen dem Absatz und der Hülle verdrängte Luft, deren Rückströmen durch das dichte Anliegen des kragenförmigen Teiles am Absatz verhindert, zumindest aber beeinträchtigt wird, die Hülle immer von neuem zusätzlich zu der durch ihre elastische Verformung bewirkten Fixierung vom Atmosphärendruck an den Absatz angedrückt wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der plattenförmige Körper in dem konvexen Bereich seiner Oberfläche grössere Elastizität auf, als an der Trittfläche. Hieraus ergibt sich, dass auch bei
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einer durch entsprechende Härte sehr widerstandsfähigen äusseren Trittfläche eine relativ grosse Verfor- mung des konvexen Teiles erreicht wird, wodurch die Verdrängerwirkung des Absatzes innerhalb der
Hülle und damit die Grösse des die Lage der Hülle sichernden Unterdruckes in der Hülle bei gleicher Be- lastung des Absatzes zunimmt. Die Massnahme, den die Trittfläche tragenden Teil eines Schuhabsatzes aus einer härteren äusseren und einer weicheren inneren Schichte herzustellen, ist zwar schon in der österr. Patentschrift Nr. 102135 beschrieben.
Dabei handelt es sich jedoch um eine auf den Absatz aufge- nagelte Platte, deren weichere Schichte eine ihrem Wesen nach ebene Oberfläche besitzt, die lediglich nutenförmige Vertiefungen aufweist. Dadurch soll die Elastizität des Absatzes erhöht werden.
Schliesslich weist auch der konvex gekrümmte plattenförmige Körper eine gleichbleibende Dicke auf. Dabei wird die an der Trittfläche der Hülle zunächst vorhandene konkave Wölbung durch Rillen zwischen den am Umfang der Trittfläche meist vorgesehenen Rippen ständig belüftet, so dass sich keine der Trennung der Hülle von der Gehfläche entgegenwirkende Saugwirkung ergeben kann. Nach einigen
Schritten ist der ursprünglich nach innen gewölbte Teil der Hülle zum Grossteil gestreckt, so dass nahezu die ganze Trittfläche zum Tragen kommt.
Der Erfindungsgedanke wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 zeigt die Ansicht einer erfindungsgemässen Absatzhülle in perspektivischer Darstellung und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie
II-II der Fig. 1.
Mit 4 ist der die Trittfläche tragende, plattenförmige Teil der Hülle und mit 2 ist der an deren Um- fang anschliessende kragenartige Ansatz, der hülsenförmig ausgebildet ist, bezeichnet. Der vom kragen- artigen Ansatz 2 umschlossene Querschnitt verjüngt sich gegen die Aufstecköffnung der Hülse ; insbesondere ist der obere Querschnitt 3 etwas kleiner als der Querschnitt des Absatzes an dieser Stelle, so dass die konkave Fläche 8 beim Aufsetzen auf den Absatz gestreckt wird und die oberen Abschlusskante 9, 1 gegen den Absatz gepresst werden.
Für stark beanspruchte Hüllen, etwa für Herrenschuhe, ist am oberen, verjüngten Rand eine Materialverstärkung 7 angebracht. Zur Verminderung der Gefahr des Ausgleitens ist es zweckmässig, die Trittfläche gerippt herzustellen.
Die dem Erfindungsgegenstand eigenartige Wirkung, die in einer zusätzlichen Fixierung der Hülle am Schuhabsatz bei der Entlastung des Schuhes besteht, ist aus Fig. 2 deutlich zu erkennen. Die strichpunktiert eingezeichnete untere Fläche 5 des Absatzes drückt den nach oben gewölbten Teil 6 der Hülle nach unten an die Gehfläche, wobei die in dem Hohlraum zwischen dem Absatz und der Hülle eingeschlossene Luft verdichtet wird und an dem lippenartig am Absatz anliegenden Kragenteil der Hülle vorbei nach aussen entweicht. Beim Entlasten des Schuhs versucht die Hülle zufolge der Elastizität ihres Materials die in Fig. 2 dargestellte Ausgangsform mit der Wölbung 6 wieder einzunehmen.
Durch die Dichtungswirkung des Kragens der Hülse, die dem Einströmen von Luft zwischen der Hülse und dem Absatz entgegenwirkt, ergibt sich eine beachtliche Saugwirkung, durch die die Hülle auf dem Absatz festgehalten wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abnehmbare Hülle für Schuhabsätze, bestehend aus einem elastischen, die Trittfläche tragenden, plattenförmigen Körper und einem an dessen Umfang anschliessenden, vorzugsweise konisch verlaufenden, kragenartigen Fortsatz. der zumindest längs seines oberen Randes elastisch und dichtend an dem Schuhabsatz anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass der die Trittfläche tragende, plattenförmige Körper an seiner dem Schuhabsatz zugekehrten Seite konvex gekrümmt ist.