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Maschine zum Biegen von Werkstücken aller Art, insbesondere
Baueisen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Biegen von Werkstücken aller Art, insbesondere
Baueisen, mit einem über ein Untersetzungsgetriebe von einem Elektromotor angetriebenen Biegeteller.
Die Erfindung besteht darin, dass der Biegeteller mit dem Elektromotor dauernd starr gekuppelt ist und für die gewünschte Verstellbewegung des Biegetellers den Motor beeinflussende, elektrische Schaltmittel vor- gesehen sind. Dieerfindungsgemässe Maschine hatden Vorteil, dass sie bei grosser Leistungsfähigkeit klein, leicht und einfach gebaut und daher rasch ortsveränderlich und einfach in der Handhabung ist, so dass das Biegen der beim Bau erforderlichen Bauteile vorteilhaft an Ort und Stelle am Bauplatz in genauer An- passung an das jeweilige Bauvorhaben und zudem durch ungeschulte Hilfskräfte erfolgen kann.
Die bekannten Biegemaschinen sind vielteilig, teuer und schwer und nehmen viel Platz in Anspruch, sie erfordern häufig Reparaturen und sind schwierig zu bedienen, instandzuhalten und zu reparieren. In der Regel wird bei den Biegemaschinen bekannter Bauart von zwei Antriebselektromotoren Gebrauch gemacht, zwischen dem Antrieb und den Biegemitteln sind zahlreiche Zwischenglieder vorgesehen. und zum Festhalten der Werkstücke und zur Ausführung des Biegevorganges sind besondere Pressen u. dgl. angeordnet, wobei die Antriebselektromotoren bzw. die Biegemittel mit Hilfe sehr komplizierter elektrischer Schaltmittel gesteuert werden, so dass die Bedienung überhaupt nur von sachkundigem und besonders geschultem Personal vorgenommen werden kann.
Die erfindungsgemässe Biegemaschine besteht aus einem tragbaren, kleinen Gestell, an dessen Oberseite der Biegeteller an sich bekannter Bauart mit dem das Biegen des Werkstückes bewerkstelligenden Mittel- und Biegebolzen angeordnet ist. Der mittels senkrecht stehender Welle angetriebene Biegeteller ist vorteilhaft im Gestell versenkt, so dass die Oberseite des Biegetellers und die Oberseite des Gestelles eine ebene, waagrechte Arbeitsfläche zum Auflegen des Werkstückes bilden. Der Biegeteller wird über ein Untersetzungsgetriebe von einem koaxial angeordneten Elektromotor angetrieben, der im Traggestell unmittelbar unter dem Biegeteller angeordnet ist. Der Biegeteller ist mit dem Elektromotor dauernd starr gekuppelt. Die Verstellbewegung des Biegetellers wird in der jeweils gewünschten Weise durch elektrische Schaltmittel beeinflusst.
Diese sind in einem Schaltkasten od. dgl. oder in sonst geeigneterweise am Traggestell angeordnet und können als Druckknopf- oder/und Hebelschaltung für Hand-oder/und Fussbetätigung ausgebildet sein. Diese Ausbildung der Biegemaschine reduziert die Zahl der erforderlichen Bauteile auf ein Mindestmass. Eine Bremse sowie lösbare Kupplungsteile sind entbehrlich. Die Maschine ist daher leicht und einfach gebaut und ortsbeweglich, was bei Biegemaschinen, insbesondere für den Baubetrieb, von Wichtigkeit ist. Die Maschine ist wegen der geringen Zahl von Bauteilen auch nur in geringem Masse gegen Schäden anfällig und leicht zu bedienen und zu warten.
Mit wenigen, auf einem Schaltbrett od. dgl. vorgesehenen Hebeln kann der Biegevorgang für alle in Betracht kommenden Werkstücke einfach und genau geregelt werden, so dass die Bedienung der Maschine von ungeschulten Hilfskräften vorgenommen werden kann. Hiebei wird vor allem die Drehzahl des Elektromotors und die Drehrichtung solcherart verändert, wie es der Biegevorgang erforderlich macht, weiters wird die Motorleistung solcherart gesteuert, dass der Biegevorgang in allen seinen Phasen richtig und genau abläuft.
Das Biegen erfolgt in der Weise, dass das zu biegende Werkstück in an sich bekannter Weise an den Mittelbolzen des Biegetellers gelegt und der Biegeteller mit Hilfe der elektrischen Schaltmittel in Drehung versetzt und gesteuert wird, wobei der Biegebolzen des Biegetellers das Biegen des Werkstückes um den jeweils gewünschten, zweckmässig durch einen Anschlag begrenzten Winkel bewerkstelligt wird. Zur Änderung der Drehrichtung
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des Biegetellers ist vorteilhaft ein besonderer Wendeschalter vorgesehen. Die Maschine kehrt selbsttätig wieder in ihre Ausgangslage zurück und führt alle erforderlichen Bewegungen automatisch aus. Der Einstellbereich beträgt 3600. Mit der erfindungsgemässen Maschine ist es möglich, Betoneisen und sonstige Werkstücke von den kleinsten bis zu den grössten Durchmessern bzw.
Abmessungen zu biegen, sowie Flacheisenringe, Rundstahlringe, Winkeleisenringe, Rahmen und Blatt-und Drahtfedern bzw.-faden von den kleinsten bis zu den grössten Abmessungen herzustellen.