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Steckkupplung für Rohr- oder Schlauchleitungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit welcher an eine unter dem Druck des durchfliessenden Mediums stehende Leitung ein Gerät oder eine Leitung angeschlossen werden kann, ohne Teile des Mediums austreten zu lassen. Sie besteht aus einem rohrförmigen Teil, dessen Ende von einem Ventil abgeschlossen ist. Beim Anstecken einer entsprechend geformten Schlauchtülle wird das Ventil nach dem Überschreiten eines Kupplungsschrittes durch den Druck des Mediums selbst bis zum Aufsitzen auf einem Dichtungsring in das Kupplungsrohr gezogen und das Ventil von seinem Sitz gedrängt, so dass das Medium in den anzuschliessenden Teil einströmen kann.
Es sind Steckkupplungen bekannt, wobei die ankommende Leitung von einem Ventil verschlossen ist, das beim Kupplungsvorgang von einem Rohr, das mit dem andern Kupplungsteil verbunden ist, aufgesto- ssen wird. Bei andern bekannten Kupplungen sind beide Rohrteile mit einer Kugel verschlossen, die während des Kupplungsvorganges durch einen Kupplungsstift aufgestossen werden.
Diese Kupplungen sind vor allem für die Verbindung von Leitungen ungeeignet, deren Medium einen höheren Druck besitzt als etwa 5 atit, da bei solchen Drücken die manuelle Kraft zum Öffnen des Ventiles und zur Herstellung der Verbindung nicht ausreicht. Demgegenüber besitzt die erfindungsgemässe Kupplung den Vorteil, dass mit ihr ohne körperliche Kraftanstrengung auch Leitungen verbunden werden können, deren Strömungsmedium einen vielfach höheren Druck besitzt.
Der Gegenstand der Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Fig. l zeigt einen Längsschnitt durch eine Schlauchkupplung bei druckloser Leitung ; Fig. 2 einen Schnitt durch die in die Kupp-
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eine vergrösserte Darstellung des Schnittes durch den Endteil der Schlauchtülle nach dem Einführen und Verdrehen in die Kupplung, jedoch bei druckloser Schlauchleitung.
Die Pressluft führende Leitung trägt an ihrem Ende einen Stutzen 1, dessen Ende zur Aufnahme einer Kugel 2, z. B. aus Vulkollan, als Verschluss der Pressluftleitung eine grössere lichte Weite besitzt. An diesem Rohrende ist ein Ring 3 angesetzt, in dessen Absatz als Dichtungsfläche für die von dem Pressluftdruck angedrückte Kugel 2 ein Ring 4, z. B. aus Hartgummi, eingelegt ist. Anschliessend an den Ring 3 ist ein Ring 5 aus Weichgummi und darüber wieder ein Ring 6 aus einem festen Material angeordnet. Der Ring 6 stützt sich gegen eine Ringfläche 7, die in dem als Überwurfmutter 8 ausgebildeten Kupplungskörper eingearbeitet ist.
An dem Ende des Kupplungskörpers, in welchen die anzuschliessende Leitung eingeschoben werden kann, ist ein Rohr 11 längsverschiebbar und um einige Winkelgrade drehbar angeordnet. Das Rohr stützt sich mit seinem äusseren Flansch 15 gegen eine Ringfläche des Kupplungskörpers.
Die Schlauchtülle 9 der anzuschliessenden Leitung besitzt an ihrem Umfang zwei Nasen 10, die in die Längsnuten 12 (Fig. 2) des Rohres 11 bis zu einer Ringnut 13 eingeführt werden können. BeiErreichen dieser Ringnut stösst die Tülle auch an einen Innenflansch des Rohres 11 an. Am Ende der Längsnuten 12 schliesst die ringförmige Ausnehmung 13 an, so dass die Nasen der Tülle nach dem Einführen nach Art eines Bajonettverschlusses bis zu einem Anschlag in den ringförmigen Nuten verdreht werden können.
Zwischen dem inneren Ringteil des Flansches 15 des Rohres 11 und der Schlauchtülle 9 ist eine Dichtung 16 vorgesehen (Fig. 1 und 4). Der äussere Flansch 15 besitzt auf einem Teil seiner Ringfläche einen Anschliff 17. In dem inneren Flansch ist ein Absatz eingearbeitet, in dem ein Röhrchen 21 eingesetzt ist, das Finger 22 besitzt, welche auf der Kugel 2 aufsitzen. In den Stutzen 1 ist eine Bohrung 19 sowie ein Ringraum 19a und in den Kupplungskörper 8 ein Kanal 18 eingearbeitet, durch welche fallweise Pressluft zu dem Anschliff 17 an dem Flansch 15 des Rohres 11 gelangen kann.
Um beim Ein-oder Auskuppeln das Rohr 11 in seiner Bewegung nicht zu hindern, ist eine Entlüftung-
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