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Trimmerkondensator
Die Erfindung bezieht sich auf einen Trimmerkondensator mit einer rohrförmigen Aussenelektrode, in der mittels einer koaxialen Schraubspindel ein Röhrchen aus dielektrischem Material verschiebbar ist, dessen Innenseite die Innenelektrode trägt. Bei der bekannten Vorrichtung ist die Schraubspindel drehbar. Die Erfindung bezweckt, eine verbesserte Bauart für einen Trimmerkondensator der erwähnten Art zu schaffen, welche zur billigen Massenherstellung und zur Montage in einer gedruckten Schaltung geeignet ist.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass eine im wesentlichen scheibenförmige Grundplatte aus isolierendem Pressmaterial vorgesehen ist, die auf ihrer Oberseite die Aussenelektrode und die Schraubspindel trägt und deren zur Achse des Trimmers lotrechte untere Seite als Stützfläche dient, aus der die die Grundplatte durchsetzenden Elektrodenanschlüsse im wesentlichen senkrecht herausragen.
Die Schraubspindel ist dabei fest in der Grundplatte gehaltert und kann daher ohne weiteres mit einem Anschlusskontakt verbunden sein ; die vorzugsweise unten aus der Grundplatte herausragenden Lötfahnen sind fest in der Grundplatte verankert und können daher gleichzeitig die vorzugsweise in der Tragplatte einer gedruckten Schaltung festgelöteten Halteorgane des Trimmers bilden. Überdies können die Lötfahnen in einfacher Weise so weit in Löcher der Montageplatte eingesteckt werden, bis die Stützfläche an der Montageplatte anliegt. Nach Festlöten der Lötfahnen ist der Trimmer ohne weitere Massnahmen unverrückbar auf der Montageplatte befestigt, wodurch ein ausreichender Halt des Trimmers insbesondere während des Einstellens gewährleistet ist.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung im Axialschnitt dargestellten Ausfuhrungsbeispieles näher erläutert.
Der dargestellte Trimmerkondensator besitzt eine rohrförmige metallene Aussenelektrode 1, z. B. aus Kupfer, deren eines Ende - in der Zeichnung das untere Ende - oben auf einer runden scheibenartigen Grundplatte oder Fuss 3 aus isolierendem Pressmaterial mit zur Achse des Trimmers lotrechter, als Stützfläche dienender Unterseite befestigt ist, indem dieser Fuss 3 rings um und in das Ende der Elektrodenröhre 1 gepresst oder geformt ist. Die Röhre 1 ist mit einem zungenförmigen, den Fuss 3 durchsetzenden und an der Unterseite senkrecht aus dem Fuss 3 herausragenden Verlängerungsstück 5 versehen, welches als Elektrodenanschluss (Lötfahne) verwendet werden kann.
In dem Fuss 3 ist auf der Oberseite weiterhin das eine Ende einer zu der Röhre 1 koaxial verlaufenden Schraubspindel 7 befestigt, welche mit einem abgewinkelten, d. h. nicht in Flucht mit der Spindel 7 liegenden, gleichfalls aus dem Fuss 3 herausragenden, zungenförmigen Verlängerungsstück 9 versehen ist, das den zweiten Elektrodenanschluss bildet.
In der rohrförmigen Elektrode 1 ist ein Röhrchen 11 aus dielektrischem, vorzugsweise keramischem Material geeigneten äusseren Durchmessers verschiebbar, welches an der Innenseite die Innenelektrode 13 trägt. Letztere kann aus einer auf der Innenseite des Röhrchens 11 angebrachten Silberschicht bestehen, die sich auf der oberen Stirnfläche und dem angrenzenden Teil der Aussenseite des Röhrchens 11 fortsetzt und in stromleitender Verbindung mit einer auf dem oberen Ende des Röhrchens, z. B. durch Aufschrumpfen, befestigten, durchbohrten Metallkappe 15 steht.
Zwischen dem Ende des Röhrchens 11 und der Kappe 15 ist eine im wesentlichen W-förmige Drahtfeder 17 eingeschlossen, die in an sich bekannter Weise als Mutter mit der Schraubenspindel 7 zusammenarbeitet. Die zwei mittleren Schenkel dieser Feder stehen zu diesem Zweck in nachgiebigem Eingriff mit der Schraubenspindel. DurchDrehen der Kappe 15 - die an der Aussenseite hexagonal sein kann-wird das
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Keramikröhrchen 11 samt Innenelektrode 13 mehr oder weniger tief in die Kupferröhre 1 eingeführt, wodurch die Kapazität des Kondensators einstellbar ist.
Wie sich aus dem Vorhergehenden ergibt, besteht die Bauart aus leicht in Massenproduktion herstellbaren Einzelteilen, die nahezu völlig maschinell zusammengefügt werden können. Die an der Unterseite des Fusses 3 herausragenden Anschlussfahnen 5 und 9 können leicht in passende Öffnungen einer Montageplatte mit gedruckter Schaltung eingelötet werden und sind genügend widerstandsfähig, um gleichzeitig als wenig Platz beanspruchende Befestigung des Trimmers dienen zu können, wobei dadurch, dass der Fuss mit der Stützfläche auf der Montageplatte aufliegt, ein ausreichender Halt des Trimmers insbesondere während des Einstellens gewährleistet ist.