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Ferrittopfkern und Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung beu : ifft Ferrittopfkerne, die derart ausgebildet sind, dass sie eine stufenlos regelbare Änderung der Effektivpermeabilität des Kernes gewährleisten und eine Regelung der Ihduktivsymmetrieder
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scheiben, von denen wenigstens eine in bezug auf den Ring und auf eine mit ihm verbundene, an einem oder an beiden Enden mit einer zahnartigen Ausnehmung versehene Mittelsäule drehbar angeordnet ist.
Der Zweck der Erfindung Ist es, für Ferrittopfkerne mit stufenlos regelbarer Änderung derEffektivpermeabilität des Kernes und mit Möglichkeit einer Regelung derInduktivsymmetrie derSpulenwicklung eine einfachere Bauweise und dadurch auch eine Herabsetzung der Herstellungskosten zu erzielen.
Bei einem Ferrittopfkem, der aus einem Ring mit zwei Deckscheiben besteht, von denen wenigstens eine in bezug auf den Ring und auf eine mit ihm fest verbundene, an einem oder an beiden Enden mit einer zahnartigen Ausnehmung versehene Mittelsäule drehbar angeordnet ist, wird die erwähnte Aufgabe er- findungsgemiss dadurch gelöst, dass im mittleren Teil des einen oder der beiden drehbaren Deckscheiben an der der MittelsJu1e zugekehrten Seite ein kreisförmiger, keilförmig profilierterLuftspalt vorgesehen ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet auch ein Verfahren zur Herstellung von Ferrittopfkemen mit kreisförmigem, keilförmig profiliertem Luftspalt in einer oder in beiden drehbaren Deckscheiben des Topfkemes.
Die Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. l zeigt einen erfindungsgemäss ausgebildeten Ferrittopfkern im Schnitt, Fig. 2 stellt den Kern im Teilschnitt dar und zwar mit Einstellung eines kleinen Luftspaltes. Fig. 3 ist ein ähnlicher Schnitt, jedoch mit Einstellung eines grossen Luftspaltes, Fig. 4 zeigt den Topfferritkern mit Spulenkörper und mit Kammern zur Unterbringung der Spulenwicklung. Die Fig. 5 und 6 zeigen schematisch die Herstellung einer kreisförmigen Ausnehmung in einer Deckscheibe des Ferrittopfkemes durch Schleifen oder im Pressver- fahren.
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zufolgestreckt, die jedoch auch in anderer, an sich bekannter Weise ausgebildet sein könnte. Die Mittelslule ist mit einem Spulenkörper 4 (Fig. 4) und dadurch auch mit dem Ring 5 fest verbunden.
Im mittleren Teil der beiden drehbaren Deckscheiben 2 des Ferrittopfkernes sind kreisförmige. keilförmig profilierte Ausnehmungen 3 vorgesehen. Durch Drehung der Deckscheibe 2 in bezug auf die feststehende Mittelslule 1 kann man eine Lage erreichen, bei der der Induktionsfluss hauptsächlich durch ein Gebiet geht, worin ein kleiner bzw. kleinstmöglicher Luftspalt zur Geltung kommt, wie in Fig. 2 angedeutet, oder durch ein Gebiet, worin ein grosser bzw. grösstmöglicher Luftspalt wirksam ist, wie in Fig. 3 angedeutet ist, wobei der Übergang aus der einen in die andere Extremlage stuienlos verlauft. Sind die Deckscheiben 2 derart eingestellt, dass die eine von ihnen einen grösseren Luftspalt bildet als die andere, wie in Fig.
4 dargestellt ist, dann weist derjenige Teil der Spulenwicklung, der sich beim grösseren Luftspalt befindet (Kammer A) eine grössere Streuung auf als die in der zweiten Kammer B untergebrachte Wicklung. Durch An-
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derung der Lage der Deckscheiben 2 in bezug auf die Mittelsäule kann auch die Grösse der Streuung der in den beiden Kammsm des Spulenkörpers untergebrachten Wicklungen geändert werden, ohne dass sich ihre Gesamtinduktivität ändern würde. Durch geeignete Wahl der Lage der beidenDeckscheiben des Ferrittopf- ss kann daher die Induktivsymmetrie der auf dem Kern befindlichen Spulenwicklung ohne komplizierte und kostspielige Hilfselemente erreicht werden.
Fig. 5. stellt die Herstellung einer kreisförmigen, keilförmig profilierten Ausnehmung in einer Deckscheibe eines Ferrittopfkemss durch Schleifen dar. Die Deckscheibe 2 wird in geneigter Lage geschliffen und ist zu diesem Zweck in einer Ausnehmung 10 einer Grundplatte 11, z. B. durch Ankleben befestigt,
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ausgeschliffen werden soll. Die Schleifscheibe ist mit 12 bezeichnet.
Der Vorteil des eben beschriebenen Verfahrens zur Herstellung der Ausnehmung in einer Deckscheibe eines Top Sternes im Schleif verfahren besteht darin, dass die Genauigkeit der Ausschleifung der schrägen
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gung derAusnehmung 10 in der Grundplatte 11 und derDurchmesser der Schleifscheibe 12 werden nämlich derart gewählt, dass beim Beenden der Herstellung der erwünschten Ausnehmung der im Gebiet der kleinsten Tiefe des Luftspalts liegende Rand der ausgeschliffenen & sh : ägen Flache gerade in der Ebene der oberen Oberfläche der Deckscheibe steht.
Fig. 6 zeigt die Bildung einer kreisförmigen, keilförmig profilierten Ausnehmung schon beim Pressen der Decl ; scheibe aus pulverförmigem Ferrit. Man verwendet zu diesem Zweck eine Pressvorrichtung, die
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förmigen Ferritmenge bewegen sich die Presskolben 21 und 22 gegeneinander, oder bewegt sich der eine in
Richtung auf den andem, ortsfesten Presskolben. Zur Bildung einer kreisförmigen, keilförmig profilierten Ausnehmung in einer durch Pressverfahren herzustellenden Deckscheibe ist einer der beiden Presskolben (im dargestellten Ausführungsbeispiel der PreBkolben 21) mit einem kreisförmigen, entsprechend geformten Vorsprung 23 versehen, wodurch beim Auspressen der Deckscheibe zugleich eine schräge Kreisfläche auf deren Oberfläche gebildet wird.
Um eine genaue Höhe des Ringes 5 und der MittelsSule 1 mühelos einhalten zu können, empfiehlt es sich, die beiden genannten Bestandteile als Ganzes gemeinsam zu schleifen, und zwar nach deren Zusammenstellung und nach Befestigung der Spulenwicklung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ferrittopfkem, bestehend aus einem Ring mit zwei Deckscheiben, von denen wenigstens eine in bezug auf den Ring und auf eine mit ihm fest verbundene, an einem oder an beidenEnden mit einer zahnartigen Ausnehmung versehene Mittelsäule drehbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im mittleren Teil wenigstens einer der beiden drehbaren Deckscheiben auf der der Mittelsäule zugekehrten Seite eine kreisförmige, keilförmig profilierte Ausnehmung vorgesehen ist.