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Zeitschalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zeitschalter mit von Hand betätigbarem Federaufzug und einem zeitabhängigen Schaltsystem, welches in Abhängigkeit von einem eine physikalische Grösse, z. B. die
Temperatur, messenden Messsystem abläuft.
Zweck der Erfindung ist es, den Zeitschalter so auszubilden, dass es möglich ist, insbesondere bei
Wasch-und Geschirrspülmaschinen den Ablauf des Wasch-bzw. Geschirrspülvorganges so zu gestalten, dass ein Zeitschalter mit Handaufzug eine Programmsteuerung durchführt, wie es sonst nur mit viel teureren motorisch angetriebenen Steuerelementen möglich wäre.
Die Erfindung besteht darin, dass eine das zeitabhängige Schaltsystem in seinem Ablauf hemmende
Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, die vom Messsystem betätig wird.
Nach diesem Erfindungsmerkmal erfolgt also die Umschaltung von der Raststellung auf die Zeitstel- lung des handbetätigten Zeitschalters selbstätig.
Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass das zeitabhängige Schaltsystem und das von der physikalischen Grösse, z. B. der Temperatur, abhängige System durch einen Kniehebel mit einem durch eine Feder belasteten Gelenk miteinander verbunden sind, welcher in seiner Strecklage einen Anschlag für einen Anschlagstift des Zeitschalters bildet und diesen freigibt, wenn eine durch die physikalische Grösse verdrehte Nockenscheibe das Gelenk des Kniehebels aus der Strecklage bringt.
Hiedurch wird erreicht, dass beim Einschaltvorgang ein Kraftüberschuss nach der Zeitfederseite hin besteht, d. h. nach Freigabe der Anschlagscheibe der Schalter in die zeitabhängige Stellung springt.
Ein weiterer Vorteil einer derartigen Anordnung besteht darin, dass nie gleichzeitig"Heizen"und "Waschen", d. h. zwei Stromkreise, eingeschaltet sein können, so dass dadurch eine Überlastung der Sicherungen durch den etwaigen Anlaufstrom des Waschmotors während des Heizvorganges vermieden wird.
Ein weiterer Vorteil dieser gegenseitigen Abhängigkeit liegt noch darin, dass sich automatisch eine Sicherung gegen Trockenlauf ergibt. Wenn z. B. eine Waschtemperatur von 900 oder 1000 eingestellt ist und diese Temperatur nun erreicht wird, obwohl aus irgendeinem Grund sich kein Wasser im Waschbehälter befindet, dann wird der Heizstromkreis abgeschaltet, der Waschmotor springt an und der Heizstromkreis wird dann auch nicht mehr eingeschaltet, wenn nach Ablauf des Zeitwerkes in der umgekehrten Richtung die Raststellung die das Heizen bewirkte, übersprungen wird.
Eine zweckmässige konstruktive Ausbildung ist es noch, dass die die physikalische Grösse messende Vorrichtung ein an sich bekanntes Fernthermometer mit einer Rohrfeder ist, wobei die Rohrfeder fest mit einer scheibenförmigen, gegenüber einer Festmarke verdrehbaren Temperaturskala verbunden ist und die Temperaturskalenscheibe mit der Nockenscheibe, welche die Verriegelungsvorrichtung betätigt, mittels einer Einstellkupplung verbunden ist.
Bei dieser Ausführung wird erreicht, dass ein fester und nicht ein mitlaufender Nocken die Auslösung immer an der gleichen Stelle bewirkt. Diese Anordnung lässt sich betriebssicherer und billiger ausbilden, als etwa ein elektrischer Kontakt, der dann an verschiedenen Stellen entsprechend der jeweils eingestellten Temperatur schaltet.
Wichtig ist es, dass die Temperaturskalenscheibe zusammen mit der Rohrfeder auf einer Hohlachse sitzt, welche über eine Einstellkupplung mit einer Achse verbunden ist, auf der die Nockenscheibe, ein Verstellknopf und ein Einstellzeiger befestigt sind.
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Die Kupplung ist erforderlich, damit die Temperatur eingestellt werden kann. ohne dass etwa die
Temperaturscheibe selbst verstellt werden müsste.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt ; dabei gehen aus der Zeich- nung und der Beschreibung noch weitere Erfindungsmerkmale hervor. Fig. 1 zeigt eine Anordnung von
Fernthermometer und Zeitschalter in Vorderansicht, Fig. 2 zeigt schematisch den Funktionszusammenhang zwischen Fernthermometer und Zeitschalter, Fig. 3 ist ein Schnitt und die Seitenansicht durch ein Fern- thermometer bzw. durch die Temperaturauslösung, Fig. 4 ein Schnitt bzw. eine Seitenansicht des Zeit- schalters und Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung von Teilen des Zeitschalters,
In der Fig. 1 ist mit 1 die Frontplatte bezeichnet, auf der eine Kontroll-Lampe 2 den Einschaltzu- stand anzeigt und eine Zeitskala4 die eingestellte Zeit nach Aufziehen durch den Handgriff 5 angibt.
Die
Skalenscheibe 6 eines Fernthermometers zeigt gegenüber dem Indexstrich 7 die vorhandene Temperatur an und durch den Verstellknopf 8 wird dann mit dem Zeiger 9 jene Temperatur eingestellt, bei der die
Zeitschaltung, d. h. das Ablaufen des Zeitschalters durchgeführt werden soll.
Aus den Fig. 2 - 4 ist der Funktionsablauf zu erkennen. Auf der Schaltachse 11 des Zeitschalters ist eine Anschlagscheibe 10 angebracht. Diese Anschlagscheibe 10 wird durch den Mitnehmer 12 beim Auf- ziehen des Zeitschalters durch den Handgriff 5 mitgenommen. Die Anschlagscheibe 10 ist durch eine Hohl- achse 13 mit dem Schaltnocken 14 fest verbunden. In der Fig. 2 ist schematisch durch die der Handgriff- stellung entsprechende Schaltstellung die"Aus"-Stellung des Zeitschalters bezeichnet. In dieser Lage be- findet sich der Anschlagstift 15 in der gestrichelt gezeichneten Stellung. In dieser Stellung stützt sich eine Verriegelungsstange20 am Anschlagstift 15 ab. Wenn der Handgriff 5 in die Stellung 18 verdreht wird, dann legt der Anschlagstift 15 nach der Entriegelung während des eingestellten Zeitintervalls den Weg bis zur Stellung 16 zurück.
Nach dem Schalten gelangt dann der Zeitschalter in an sich bekannter Weise wieder in die" Aus" -Stellung zurück.
Das Ablaufen des Zeitschalters, d. h. das Verschwenken des Anschlagstifte 15 in die Stellung 16, ist durch die Verriegelungsstange 20 solange behindert, als die eingestellte Temperatur noch nicht erreicht ist. Dabei liegt der Anschlagstift 15 mit einer durch die Zeitfeder 21 erzeugten Vorspannung an der Ver- riegelungsstange 20 an. Die Verriegelungsstange 20 bildet mit dem Teil 23 und dem Gelenk 24 sowie der Feder 25 einen Kniehebel, der beim Bewegen des Gelenkes 24 in Pfeilrichtung 19 die gestrichelte Lage einnimmt, In dieser gestrichelten Lage fehlt dem Anschlagstift 15 die Anlage und der Zeitschalter läuft ab. Das Gelenk bewegt sich in Pfeilrichtung 19, wenn die Nockenscheibe 26 von der temperaturabhängigen Rohrfeder 27 verdreht wird.
Die Rohrfeder ist am äusseren Ende 33 mit dem Gehäuse verbunden. während ihr inneres Ende mit der Hohlachse 34 verbunden ist, wobei diese Hohlachse 34 über die Einstell- kupplung 35 die Nockenscheibe 26 verdreht. Während der Drehbewegung der Nockenscheibe dreht sich das Röllchen 37, welches das Gelenk des Kipphebels zusammen mit der Feder 25 bildet. Wenn der Vorsprung der Nockenscheibe 26 das Röllchen 37 in Pfeilrichtung 19 bewegt, wird der Anschlagstift 15 entriegelte Gleichzeitig wird, wie aus der Fig. 5 ersichtlich, durch Bewegung der Verriegelungen 30 bzw. 31 die Wirbelstrombremsscheibe 32, welche den Ablauf des Zeitschalters beeinflusst, frei gegeben. In vorgewähltem Zeitpunkt erfolgt dann die Schaltung durch Entspannung der Schaltfeder 22 in an sich bekannter Weise.
Die Erfindung ist in allen jenen Fällen anwendbar, wo man bei handbetätigten Schaltern durch eine entsprechende Verriegelungsvorrichtung das Ablaufen eines Zeitschalters bei einer bestimmten voreingestellten Temperatur erreichen will.. Dabei können auch mehrere Zeitwerke hintereinander geschaltet sein, d. h., dass der Begriff der Raststellung sich auf die bestimmte Zeit eines Ablaufvorganges bezieht, die verstreichen soll, bis sich dann aus dieser Raststellung der zeitabhängige Ablauf des Zeitschalters ergibt.
PATENTANSPRÜCHE : l. Zeitschalter mit von Hand betätigbarem Federaufzug und einem zeitabhängigen Schaltsystem, welches in Abhängigkeit von einem eine physikalische Grösse, z. B. die Temperatur, messenden Messsystem abläuft, dadurch gekennzeichnet, dass eine das zeitabhängige Schaltsystem in seinem Ablauf hemmende Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, die vom Messsystem betätigt wird.