<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische
EMI1.1
ARTITUR MANKE, BRUNO WEIDIGT UND FELIX SCHOPPE,
SÄMTLICH IN LEIPZIG.
Automatischer Sicherheitsgarderobenhalter.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein automatischer Sicherheitsgargderoben- halter, welcher den Zweck hat, die aufzubewahrenden Kleidungsstücke und Gegenstände einesteils vor Diebstahl zu schützen, anderenteils aber auch dem langen Warten und Drängen an den Garderoben in Theatern, Festsälen u. dgl. Abhilfe zu schaffen. Letzteres wird bei vorliegender Erfindung in vollkommenster Weise erreicht, da sämtliche Personen ihre Garderoben gleichzeitig und ohne fremde Hilfe entnehmen können.
Eine Ausführungsform des Apparates ist in den Zeichnungen dargestellt und zwar
EMI1.2
des Automatenkastens ; Fig. 2 einen Längsschnitt A-B durch den Garderobenhalter mit Ausnahme des Automaten ; Fig. 3 einen Schnitt C-I) ; Fig. 4 und 6 zwei Ausführungsformen von Schlüsselmarken : Fig. 5 und 7 die zugehörigen Einwurföffnungen ; Fig. 8-13 detaillierte Darstellung von Teilen des Automaten.
Der Apparat besteht aus einem, zum Aufhängen von überziehen oder dgl. dienenden Haken 1, dem Doppolautomatcn, welcher nachstehend näher erläutert wird, und den Schränkchen 2, welche Teile sämtlich an dem gemeinsamen Wandbrett 3 befestigt sind.
Der Haken ist um den in einem Böckchen 4 gelagerten Bolzen ) drehbar und kann soweit nach vorn bewegt werden, dass dann die Kleidungsstücke bequem daranhängen können. Nach dem Aufhängen der Kleidungsstücke wird der Haken soweit zurückbewegt, bis der Kopf ss an dem Wandbrett 3 anliegt. In dieser Stellung wird der Haken festgehalten und ist jetzt ein Abnehmen der Kleidungsstücke unmöglich. Das Festhalten des Hakens erfolgt durch einen Hebel 7 (Fig. 11-13), weiche@ um einen Bolzen 8 sowohl seitlich, wie auch in Richtung der Längsachse des Bolzens 8 beweglich ist. Der Hebel 7 besitzt oben eine Nase 9, welche über einen Ansatz M an der Zugstange 11 greift.
Diese Zugstarge 11 steht
EMI1.3
unteren Ende einen Mechanismus betätigt, durch welchen die Tür 4, 3 des Schränkchens geschlossen gehalten und heim Aufgehen des Hakens 1 ebenfalls geöffnet wird. Zur sicheren Führung der Zugstange 11 sind die Halslager 13 angeordnet. Um nun ein Öffnen des Hakens und gleichzeitig der Tür 42 des Schränkchens ermöglichen zu können, muss der Hebel 7 mit dem Ansatz 10 der Zugstange 11 ausser Eingriff gebracht werden, was durch seitliches Ausbiegen des Hebels 7 unter Vermittlung des Doppelhebels 14 erfolgt, indem der untere Teil desselben gegen den in der Nase. 9 befindlichen Stift 15 drückt (Fig. 11-13).
Ein'j Feder 16 (Fig. 1) dient dazu, den Hebel 7 beim Loslassen des oben mit einem Griff 17 versehenen Hebels 14 in seine frühere Lage zurückzubringen. Damit nun nid) t jeder imstande ist, ein Öffnen auf erwähnte Weise zu bewerkstelligen, sondern dies lediglich nur vom Eigentümer der Gegenstände geschehen kann, ist die Einrichtung so getroffen, dass der
EMI1.4
jeden Apparat anders ist, erfolgen kann. Zu diesem Zweck ist ein Doppelhebel 19 so angegebracht, dass sich ein Stift 20 gegen den Rücken des Hobels 7, wenn sich derselbe über dem Ansatz 10 befindet, legt. und so denselben an der Bewegung hindert.
Das andere Ende des Duppelhchels 19 steht mit dem Balancier 3. ? durch ein biegsames Zugmittel 22 in Ver-
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
Fällt nun die Schlüsselmarke durch den Einwurftrichter 35 auf das Balancier 21 auf, so wird sich dasselbe infolge des jetzt vorhandenen Übergewichtes an der diesbezüglichen Seite nach unten bewegen, welche Bewegung sich auch auf den Doppelhebel 19 überträgt und dadurch (Fig. 11) der Stift 20 gehoben wird. Erst jetzt ist eine seitliche Bewegung des Hebels 7 möglich.
Um ein sofortiges Zurückgehen des Hebels 19 zu vermeiden, weil es vorkommen kann, dass die Betätigung des Hebels 14 nicht gleich nach dem Einwurf der Marke erfolgt, ist die Konstruktion derartig, dass einmal der mit dem Balancier verbundene Teil des Doppelhebels 19 das Übergewicht hat, andernteils ist aber auch die Anordnung dos Gewichtes 24 so getroffen, dass sich der Hebelarm desselben bei der, durch das Geldstück hervorgerufenen Bewegung verkürzt. Der Hebel 19 muss jedoch ; nachdem Halten 1 und Tür 42 geöffnet, in seine frühere Lage zurückgebracht werden, dies geschieht durch die in Fig. 8-10 dargestellte Anordnung eines Doppelhebels 26-27. An der Zugstange 11 ist hinten ein Stift 28 befestigt, welcher, kurz bevor dieselbe beim Hochgehen ihre Endstellung erreicht hat, gegen den Hebel 26 drückt.
Hiedurch wird aber gleichzeitig der Hebel 27 nach unten bewegt und bringt so den Doppelhebel 19 durch den Druck auf den durchgehenden Bolzen in seine horizontale Lage zurück, wodurch auch gleichzeitig das Balancier 21 mit zurückbewegt wird. Um ein Niederdrücken des Balanciers 21 durch Ein- führung eines Drahtes durch die Einwurföffnung 38 zu verhindern, ist der Trichter 26 geschweift ausgebildet und allseitig (mit Ausnahme der Durchfallöffnung) geschlossen. Der Trichter besitzt ausserdem auf dem Boden Öffnungen, durch welche kleinere, stärkere und dadurch schwerere Gegenstände als die Marke direkt nach unten fallen in einen eventuellen anzubringenden Behälter, ehe sie auf das Balancier kommen.
Da der Hebel 7 nach dem Loslassen des Hebels 14 infolge der Feder 16 sofort wieder in seine vertikale Richtung zurückgeht, ist Ansät' keilförmig ausgebildet und wird der Hebel 7 durch die herabgehende Bewegung der Zugstange 11 beim Schliessen des Ansatzes 9 entsprechend nach vorne ausweichen, um alsdann nach dem Passieren des Ansatzes einschnappen zu können. Zur Erzielung eines sicheren Eingriffes ist eine Blattfeder 29 angebracht, weiche den Hebel 7 gegen die Zugstange 11 drückt.
Um die zu jedem Automaten gehörigen Schlüssel marken 18 zu erhalten, ist eine Vorrichtung angebracht, durch welche sich beim Einwurf eines oder mehrerer Geldstücke eine Tür 30 hebt und die vor derselben auf einer schiefen Ebene 51 liegende Marke heraus-
EMI2.1
das andere Ende durch eine Zugstange 34 mit der Tür 80 in Verbindung steht. Das Balancier 31 ist in dem Lager 35 leicht drehbar und besitzt ebenfalls ein verstellbares Gewicht-i, um die Vorrichtung neben dem Ausbalancieren auch für ein oder mehrere Geldstucke einrichten zu können.
Der Rahmen 33 hat seitliche Öffnungen, durch welche
EMI2.2
Heben der Tür 30 von Hand zu verhindern. 87 bezeichnet den Einwurf für das Geldstück, . 78 denjenigen für die Schlüsselmarke. Der ganze Automat wird von einem Kasten 39 um- geben, an dessen einer Seite sich eine Tür 40, welche zur Herausnahme des Geldbehälters dient, befindet.
Das Öffnen und Schliessen der Schranktür 42 wird durch den Doppelhebel 43 bewirkt.
Derselbe ist an zwei Böckchen 44 drehbar befestigt und an seinem einen Ende mit der Zugstange 11 verbunden, während das andere Ende eine mit einer Nase 45 versehene Feder trägt. An der Schranktür ist eine Schliessöso 48 angebracht, in welche die Nase 45 in geschlossenem Zustande eingreift. Beim Hochgehen der Zugstange 11 wird sich die Nase 45 nach unten bewegen und sich die Tür 42 durch Anwendung von Federkraft oder dgl. selbsttätig öffnen.
Die Schränke können lange bis auf den Boden reichende oder kurze (wie in Fig. 3 dargestellt) sein. Sie tragen im Innern Haken 49 zur Aufnahme von verschiedenen Gegenständen. In ersterem Falle können sämtliche Gegenstände im Schrank untergebracht werden und ist es nicht nötig, sich dann des Hakens 1 zu bedienen. Eine an der Zugstange angebrachte Feder sorgt dann für das selbsttätige Öffnen, was sonst durch das Gewicht des Kleidungsstückes erfolgt. Bei Vermeidung der Feder genügt auch ein geringer Zug an dem Knopf 6 des Hakens 1, um das Öffnen des Apparates zu erzielen.
Bei Verwendung eines langen, bis auf den Boden reichenden Schrankes können auch Stöcke, Schirme oder ähnliche Gegenstände mit in den Schrank hineingestellt werden, während bei Verwendung von kurzen Schränken der Boden derselben mit verschiedenen grossen Ausschnitten 50 versehen ist, weiche zur Aufnahme dieser Gegenstände dienen.
<Desc/Clms Page number 3>
Bei Benutzung des Garderobenhalters ist der Vorgang folgender : Nachdem man die Garderobe abgelegt und den Apparat geschlossen hat, ist zunächst ein Geldstück in den Schlitz bei 37 zu werfen, worauf die Schlüsselmarke unter der Kappe 41 herausfällt. Diese Marke nimmt man zu sich und kann sich nun aus dem Garderoberaum entfernen.
Will man seine Garderobe wieder entnehmen, so bringt man die Marke in die Einwurföffnung 38 und drückt dann den Hebel 14 nach der Seite, worauf sich der Haken 1
EMI3.1
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Automatischer Sicherhoitsgarderobenhalter, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einwurf der Marke (18) ein mit einem Stift (20) versehener Hebel (19) derart bewegt wird, dass durch Betätigung eines Doppelhebels (14) der mit einer Nase versehene Hebel (7) mit dem Ansatz (10) einer Zugstange (11) ausser Eingriff gebracht werden kann, zu dem Zweck, die Bewegung der Zugstange (11) nach oben und das dadurch bedingte Öffnen des Hakens (1) und der Türe (42) zu ermöglichen.