AT208892B - Grundiermittel für Druckformen und Bildträger - Google Patents

Grundiermittel für Druckformen und Bildträger

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Strecker Otto C Dr Kg
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  Grundiermittel für   Druckformen   und Bildträger 
Bei der kopiertechn ; schen übertragung von
Bildern auf Metalloberflächen, z. B. zur Her- stellung von   Offsetdlruckplatten,   und auf
Kunstharzfolien zur Herstellung von Dupli-   katfilmen.,   farbigen Kopien und kartographi-   schen   Zeichnungs- und Kopiervorlagen wird bekanntlich zu Beginn des Arbeitsganges der
Kopie die Materialoberfläche mit einer Che-   mikalienlösung   behandelt. Dadurch wird die
Metall-, Kunststoff- oder Glasfläche für das
Aufstreichen oder Aufschleudern der wässeri- gen lichtempfindlichen Kopierschicht, die glatt und geschlossen auf der Unterlage auf- liegen soll, vorbereitet. 



   Diese lichtempfindliche Schicht besteht be- kanntlich aus einem Kolloid und einem   Semihili5ierungsmitteJ.   Als Kopiervorlage dient ein Film, auf dem entweder ganz schwarz gedeckt oder klar transparente Flächen, Linien oder Rasterpunkte stehen. 



  Nach einer Belichtung ist die lichtempfind- liche Kolloidschicht an allen Stellen gegerbt und gehärtet, an denen sich keine Zeichnung befindet, und die Schicht bleibt da löslich, wo sie von den Bildteilen der Kopiervorlage abgedeckt war. An den Zeichnungsstellen wird beim Entwickeln die Kopierschicht herausgelöst und die Unterlage, Metall, Kunststoff oder Glas, freigelegt. Es gibt auch Schichten, bei denen die Differenzierung im umgekehrten Sinne stattfindet, also der vom Licht betroffene Teil löslich wird. 



   Für das Entwickeln und die Weiterverarbeitung der so hergestellten Gerbbilder ist deren Wasserfestigkeit von grosser Bedeutung. Einige Kopierschichten lassen sich nicht mit Wasser entwickeln sondern nur mit konzentrierten Salzlösungen oder mit Lösungsmitteln. Die Entwickler müssen wieder abgewaschen werden, was bei wasserempfindlichen Kopierschichten nur mit grösserem Materialaufwand, z. B. Spiritus und Zellstoffwatte, geschehen kann. Das angestrebte Ziel ist aber eine einfache Abspülung mit Wasser. Weitere Nachteile sind die grosse Empfindlichkeit verschiedener Kopierschichten gegen feuchte Raumluft und die zu grosse Empfind- lichkeit gegenüber wässerigen Abdeckmittel. 



   So hat man versucht, die Wasserfestigkeit von Kopierschichten von ihrer Zusammen- setzung aus durch geeignete Kombinationen. 



   Zusätze oder Sensibilisatoren zu steigern. Die deutsche Patentschrift Nr. 742703 be- schreibt einen solchen Zusatz für Lösungen aus Gummi arabicum und Ammoniumbichro- mat. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein besonderes
Grundiermittel (auch Vorwaschmittel ge- nannt) für eine   Oberflächenbehandlung   des
Schichtträgers, sei der Träger ein Metall, eine Kunststoff-Folie, präpariertes Papier oder
Glas, um die Haftung der Lichtgerbungsbilder auf der Unterlage soweit zu verstärken, dass die Gerbbilder ausserordentlich wasserfest wer- den. Es wurde gefunden, dass sonst wasser-' empfindliche Schichten bei entsprechender chemischer Behandlung der Unterlagsplatte oder Folie in hohem Masse wasserbeständig werden. Dieses Ziel erreicht man, wenn man bei der hier eingangs genannten Oberflächen- reinigung Auskochungen von gebundenen
Drogen, wie Chinarinde, Eichenrinde, Wei- denrinde, Rosskastanienrinde, Galläpfeln, Tee od. ähnl., verwendet.

   Solchen Auskochungen ist gemeinsam, dass sie alle Gerbstoffe   ent-   halten, wie man sie z. B. in der Ledergerbung kennt. Es sind Stoffe wechselnder Zusammensetzung, die bei ihrer Hydrolyse Gallussäure oder verwandte Oxysäuren abspalten oder Stoffe vom Typus des Catechins und   seiner   Verwandten, die sich nicht hydrolysieren lassen und den Anthocyanen verwandt sind. 



  Durch eine gründliche Vorbehandlung der Unterlage mit diesen Lösungen allein oder in Vermischung mit bisher üblichen   säge-s   nannten Entsäuerungsmitteln oder Vorwaschmitteln erhält man eine glatte, an ihre Unterlage sehr viel fester gebundene, gegen Wasser widerstandsfähige Schicht. An Stelle der Extrakte aus Drogen lassen sich auch 9 die reinen Gerbstoffe verwenden. Zur besseren Entfettung der Oberfläche der Platten oder 

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 EMI2.1 
 Mit dieser Lösung wird eine Kunststoff-Folie abgerieben und mit einer lichtempfindlichen Polyvinylalkoholschicht beschichtet. Die Schicht aus Polyvinylalkohol ist durch die Vorbehandlung wasserfest geworden und gegen Verletzungen unempfindlich. 



    Beispiel 4 :   Auskochung von
100 g Rinde aus Salix helix. 



  Eine 0, 25 mm starke, leicht mattierte PVCFolie wird mit dieser Lösung intensiv eingerieben, mit Wasser abgespült und getrocknet. Nach dem Bezeichnen mit Tusche haftet diese auf dem so behandelten Untergrund ausserordentlich fest und besitzt eine wesentlich   geringere Neigung zum als eine   nicht erfindungsgemäss vorbehandelte Folie. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Grundiermittel für Druckformen und Bildträger aus Metall, Kunststoff, Glas oder 
 EMI2.2 
 manuelle übertragung von Bildern und Zeichnungselementen, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundiermittel einen Gerbstoff oder Gerbstoffgemische (allein oder in Verbindung mit anorganischen oder organischen Säuren, Salzen oder Netzmitteln) enthält.

Claims (1)

  1. 2. Grundiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Reinigungswirkung in ihm niedere Alkohole enthalten sind.
AT277958A 1958-04-15 1958-04-17 Grundiermittel für Druckformen und Bildträger AT208892B (de)

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