AT208874B - Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern

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AT208874B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   CarbaminsÅaureestern   
Es wurde gefunden, dass man zu pharmakologisch wertvollen neuen Verbindungen gelangt, wenn man gesättigte oder ungesättigte, aber keine dreifache Bindung enthaltende, geradkettige oder verzweigte, substituierte oder unsubstituierte pri-   märe   Aralkylalkohole, die 9 oder mehr C-Atome enthalten, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin Xi   und X   eine Aminogruppe oder eine in eine Aminogruppe überführbare Gruppe bedeuten, umsetzt und gegebenenfalls die in die Aminogruppe   überführbare   Gruppe in die Aminogruppe überführt.

   Einige dieser Carbaminate besitzen bei sehr geringer Giftigkeit sedative und stark antikonvulsive Eigenschaften und kommen in ihren pharmakologischen Wirkungen denjenigen der Tranquilizer gleich, andere wieder rufen an Versuchstieren Erregung hervor. In geeigneter Dosierung verhindern sie das Auftreten von Elektroschock sowie von Cardiazol- und Strychninkrämpfen. Sie vermögen auch die BarbituratNarkose zu verlängern. 



   Die Herstellung der oben genannten Verbindungen geschieht vorzugsweise in der Art, dass man die entsprechenden, zum Teil. bisher noch nicht beschriebenen Alkohole durch Umsetzung mit Phosgen und Ammoniak oder mit Harnstoffchlorid oder mit Harnstoff bzw. dessen Salzen, Urethan usw. in die Carbaminate   überführt.   Diese stellen kristalline Stoffe dar, wovon die meisten in Wasser nur schwer löslich sind. Sie sollen als Arzneimittel und zur Herstellung solcher Verwendung finden. 



   Die neuen Carbaminsäureester können durch folgende allgemeine Formel gekennzeichnet werden : 
 EMI1.2 
   worin die Phenylgruppe Substituenten tragen kann, und X eine gesättigte oder ungesättigte,   aber keine dreifache Bindung enthaltende, geradkettige oder verzweigte Alkylengruppe bedeutet, die die 0   CO. NH2-Gruppe   an einem C-Atom primär gebunden enthält, und die auch eine weitere 0   00. NH2-Gruppe   tragen kann, und wobei die Gesamtzahl der C-Atome in dem Ester mindestens 10 beträgt. 
 EMI1.3 
 l : 2-PhenyLbutanol- {l)oder-ester mit Lithiumaluminiumhydrid oder aus dem Ester durch Reduktion mit Natrium und Alkohol nach Bouveault-Blanc hergestellt. Siede- 
 EMI1.4 
 in absolutem Äther gelöst und mit etwas mehr als der   ! berechneten   Menge Harnstoffchlorid 8- 12 Stunden stehen gelassen.

   Man wäscht dann die Lösung mit Wasser, verdampft den Äther und kristallisiert den Rückstand, z. B. aus Benzin, um. Der erhaltene   Carbaminsäure- (2-phenyl-bu-    tyl-l) ester schmilzt bei 1070 C. Analyse : N, ber. 



    7, 24% ; gef. 7, 12Ofo.    



    Beispiel 2 : Der   nach Beispiel 1 erhaltene Carbaminsäureester kann aus 2-Phenylbutanol-(1) auch durch Umsetzung mit der   äquivalenten   Menge Phosgen und Pyridin in Toluollösung erhalten werden. Man filtriert vom gebildeten Py-   ridin-Hydrochlorid   ab und schüttelt den im Toluol enthaltenen   Chlorameisensäure- {2-phenyl-   butyl-l) ester mit wässerigem Ammoniak, wobei man zur besseren Lösung des Reaktionsproduktes die Toluollösung   zweckmässig   mit etwas Äther verdünnt. Nach Abdampfen der beiden organischen Lösungsmittel hinterbleibt der gewiinschte   Carbaminsäureester.   



  Beispiel 3: Ein weiteres Verfahren zur Herstellung des Esters des Beispieles 1 ist die Umsetzung von 2-Phenylbutanol-(1) mit Harnstoff in Gegenwart von etwa Zinntetrachlorid durch mehrstündiges Erhitzen auf zirka   160* C. Nach   dem Erkalten wird die Schmelze mit Wasser und Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung liefert den Carbaminsäureester des 2-Phenyl-but-   ano ! s- (l).    



  Beispiel4 :2-Äthyl-2-phenyl-butanol-(1)(ssPhenyl-ss-diäthyläthanol) kann durch Reduktion 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 5stündigem Kühlen mit Wasser von 15 bis   19    C saugt man ab und wäscht die Kristalle mit der Mischung von 150 cm3 95%igem denaturiertem Alkohol und 350 cm3 destilliertem Wasser in zwei Portionen nach. Man presst gründlich ab, trocknet 15 Stunden bei 3 mm, dann noch 3 Stunden bei   3 mm/50-601 C. Das   Produkt (497, 0g, 86,7% der Theorie) ist rein weiss, in glänzenden, fettig anzufühlenden Blättern kristallisiert und schmilzt bei 101-102 C unkorr. 



  (Kupferblock). 



  Analyse : Ber. C   67 ; 03   H 7, 32, Gef. C 66, 8 H   7, 330/..   



    Beispiel 8 :   Aus   p-Chlol1'benzylchlorid   wurde über die Grignardverbindung mittels Athylenoxyd das 3-(p-Chlorphenyl)-propanol-(1) erhalten. Sie- 
 EMI2.3 
 
C/6 mAnalyse :Ber.20,75%Cl;Gef.21,0%Cl.
Aus diesem Alkohol wurde durch Einwirkung 
 EMI2.4 
 ten. Fp. 94-970 C. 



  Analyse : Ber. 31,0% Br; Gef.   31, 4%   Br. 



  Beispiel 10 : In ähnlicher Weise wie in den vorstehenden Beispielen beschrieben, wurde aus 4-Phenyl-butanol- (l) der entsprechende Canb-   aminsäureester   mit dem Fp. 66, 5-670 C erhalten. 



    Beispiel 11 :   In ähnlicher Weise wie in den vorstehenden Beispielen beschrieben, wurde aus 5-Phenyl-pentanol- (l) der entsprechende Carb- 
 EMI2.5 
 sensäure, wurde mit Harnstoffchlorid in   Ather     zum Dicarbamat   vom Schmelzpunkt   152-1530 C   umgesetzt. Das Glykol kann auch mittels Phosgen und Dimethylanilin in den zweifachin Chlorameisensäureester übergeführt werden, der mit Ammoniak das Dicarbamat gibt. Umkristallisieren lässt sich das Produkt aus verdünntem Methanol. 
 EMI2.6 
 lonester durch Reduktion mit Natrium in Alkohol oder Lithiumaluminiumhydrid, wird mit Harnstoffchlorid   glatt zum Dicarbamat   umgesetzt.

   Umkristallisiert aus verdünntem Äthanol schmilzt es bei   175-1760 C.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

   Beispiel 14 : ss-iMethyl-zimtsäureäthylcster    wird in den entsprechenden gesättigten Alkohol verwandelt, z. B. durch Reduktion mit Natrium und Isopropylalkohol. Die überführung in das Carbamat kann z. B. mittels Harnstoffchlorid erfolgen. Fp.   78-790C   (Kristallisation aus Benzol und Benzin). 



    Bei s pie 1 15 : y-Phenylpentanol   vom   Kp. =   127-1290 C (12 mm) wurde aus   ss-Phenyl-ss-   äthyl-propionylchlorid durch Reduktion mit LiAl   H4   erhalten. Der Alkohol wurde mit Phosgen in Toluol zum Chlorameisensäureester umgesetzt und anschliessend mit wässerigem Ammoniak das   Canbamat   dargestellt. Fp. 78-800 C (Kristallisation aus verdünntem Methanol). 



    Beispiel 16 :   Benzaldehyd wurde mittels einer Reformatsky-Synthese in die Verbindung C6H5CHOH CH2 COOR übergeführt. Dieser Ester wird zum entsprechenden Diol reduziert (z. B. mit LiAl H4) und dieses in das Dicarbamat überführt (z. B. durch Umsatz mit Phosgen in Toluol, und anschliessend mit Ammoniak). Fp.   167-1680 C (Umkristallisation   aus verdünntem Alkohol). 
 EMI3.1 
 wurde aus Allylphenoläther dargestellt durch   Clalaenumlagerung, Verätherung   des phenolischen Hydroxyls mittels Dimethylsulfat und Addition von zwei OH-Gruppen   lan die ! Doppelbindung   mittels   Perameisensäure. Das   erhaltene Diol kann mit Phosgen in Toluol in den entsprechenden Dichlorameisensäureester umgewandelt werden, aus dem man durch Umsetzung mit Ammoniak das Dicarbamat erhält.

   Fp.   162-1630 C (Kristalli-     sation   aus verdünntem Alkohol).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern der allgemeinen Formel EMI3.2 worin die Phenylgruppe Substituenten tragen kann, und X eine gesättigte oder ungesättigte, aber keine dreifache Bindung enthaltende geradkettige oder verzweigte Alkylengruppe bedeutet, die die OCO. NH -Gruppe an einem C-Atom primär gebunden enthält, und die auch eine wei- tere 000.
    NH2-Gruppe tragen kann, und wobei die Gesamtzahl der C-Atome in dem Ester mindestens 10 beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass man gesättigte oder ungesättigte, aber keine dreifache Bindung enthaltende, geradkettige oder verzweigte, substituierte oder unsubstituierte primäre AralkyLalkohole, die 9 oder mehr C-Atome enthalten, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI3.3 worin X1 und X2 eine Aminogruppe oder eine in eine Aminogruppe überführbare Gruppe bedeuten, umsetzt und gegebenenfalls die in die Aminogruppe überführbare Gruppe in die Aminogruppe überführt.
AT310158A 1957-05-09 1958-04-29 Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern AT208874B (de)

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