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Lochkartensteuergerät für Arbeitsmaschinen, insbesondere für Waschmaschinen
Die Erfindung betrifft ein Lochkartensteuer- gerät für Arbeitsmaschinen, insbesondere für
Waschmaschinen. Es sind bereits Ausführungen bekannt, bei welchen in einer Laufbahn eine
Lochkarte geführt ist, die einesteils zwischen einem walzenartigen Niederhalter und gegenüber diesem angeordneten Schaltkontakten und andern- teils durch einen in die Lochkarte eingreifenden
Mitnehmer gehalten wird, der mit einem elektro- motorisch betätigten, den Vorschub bewirkenden
Getriebe verbunden ist, welch letzteres eine durch den Mitnehmer gesteuerte Kupplung auf- weist.
Gegenüber dem Bekannten zeichnet sich das erfindungsgemässe Lochkartensteuergerät dadurch aus, dass ein durch einen Betätigungsstift für einen das Steuergerät ein-und ausschaltenden Anlassschalter gesteuerter Anschlag vorgesehen ist, der die Lochkarte bei deren Einschieben in ihre Laufbahn in der Ausgangsstellung hält und sie erst durch Einwirkung des Betätigungsstiftes für die Kartenvorschubeinrichtung freigibt.
Mit Vorteil ist der Anschlag auf dem Betätigungsstift längsverschiebbar angeordnet, so dass der Betätigungsstift unabhängig von der Lage des Anschlages seine Ausschaltstellung einnehmen kann.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt u. zw. zeigt Fig. l eine Draufsicht des Lochkartensteuergerätes bei geöffnetem Schutzdeckel, und bis zum Startanschlag eingeführter Lochkarte und Fig. 2 eine Seitenansicht des Gerätes, zum Teil im Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Das dargestellte Gerät ist mit seiner Kartenlaufbahn 1 leicht ausbaubar auf die nach oben offene Seite eines wasserdichten Schutzgehäuses 1 a als Abschlussdeckel aufgeschraubt, derart, dass die wasserempfindlichen Teile, wie Synchronmotor 16 samt Getriebe sowie der durch die Lochkarte 3 gesteuerte Paketschalter 10 und der Anlassschalter 39, welche sich unter der Führungsplatte 1 befinden, durch das Gehäuse 1 a geschützt sind. Die Führungsplatte 1 weist seitliche Führungsränder 2 auf, an welchen eine Lochkartenniederhalterolle 8 gelagert ist. Die Rillen 8 a der letzteren gestatten die Bewegung der auf der Unterseite der Lochkarte 3 anliegenden Schalt- kugeln 9 a im Falle des Durchtrittes derselben durch ein Loch der Lochkarte.
Durch den Vor- schub der Lochkarte und deren Einwirkung auf die Schaltkugeln 9 a werden in bekannter Weise die Einzelschalter des Paketschalters 10 in der durch die Lochkarte vorgeschriebenen Weise zur Abwicklung des Arbeitsprogrammes betätigt.
An dem einen Führungsrand 2 der Führungs- platte 1 ist ein durchsichtiger, die Kartenlaufbahn überdeckender Klappdeckel 36 mittels einer
Lagergabel 37 um Achsbolzen 38 schwenkbar angelenkt, welcher in niedergeklappter Stellung die Schaltorgane 9 a gegen Wasserspritzer schützt.
Für die Ein-und Ausschaltung der Maschine dient der Anlassschalter 39, dessen Schaltknopf 40 durch den Betätigungsstift 41 betätigt wird. Der
Anlassschalter ist an einem auf der Unterseite der Kartenlaufbahn 1 befestigten Lagerschild 27 angeordnet, welcher auch den Synchronmotor 16 mit Getriebe 32 sowie die Antriebsorgane für den Vorschub der Lochkarte trägt. Der Betäti- gungsstift 41 durchsetzt den Rand 2 der Kartenlaufbahn 1 in einer Führungsbohrung 42 und ist ferner mit seinem unteren Ende in einer
Bohrung eines am Schalter 39 angeordneten
Halters 43 geführt. Er wird durch eine einerseits gegen diesen Halter und anderseits gegen einen Ring 45 des Betätigungsstiftes 41 abgestützte Druckfeder 44 in seiner den Schalter nicht beeinflussenden Stellung gehalten. Die Betätigung des Stiftes 41 erfolgt durch Öffnen oder Schliessen des Klappdeckels 36.
Durch Schliessen des letzteren wird der Betätigungsstift 41 eingedrückt, während er beim Öffnen des Klappdeckels unter der Wirkung der Feder 44 wieder nach oben gedrückt wird. Die Führungsbohrung 42 besitzt unten eine Erweiterung 42', so dass sie die Führungsbahn der Lochkarte anschneidet. In dieser Erweiterung 42" ist ein Anschlag 46 geführt, welcher in einer zentralen Bohrung vom Betätigungsstift 41 durchsetzt wird. Der Anschlag 46 wird durch eine Druckfeder 47, welche sich mit ihrem Unterende gegen den Ring 45 und mit ihrem Oberende gegen den Startanschlag abstützt, in Sperrstellung gehalten, d. h. gegen einen Ring 48 des Betätigungsstiftes 41 angedrückt.
Befindet sich der Anschlag 46 in seiner Sperrstellung, was nur bei geöffnetem Klappdeckel 36, d. h. bei gehobenem Betätigungsstift 41, möglich
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ist, so kann die Lochkarte beim Einführen in ihre Laufbahn 1 nur bis an den Anschlag 46 geschoben werden. Durch Schliessen des Klappdeckels 36 wird der Betätigungsstift 41 ein- gedrückt und mit diesem zugleich der Anschlag 46 ausgerückt und dadurch die Laufbahn 1 für die Lochkarte freigegeben. Bei Schliessung des Schalters 39 setzt der Vorschub der Lochkarte ein.
Wird während des Betriebes der Maschine der Klappdeckel 36 angehoben, so geht der Betätigungsstift 41 nach oben, ohne dass der Anschlag 46 in seine Sperrstellung zurückkehren kann, und bewirkt durch Öffnen des Schalters 39 eine Stillsetzung der Maschine. Der Anschlag 46 kann erst nach Herausziehen der Lochkarte aus ihrer Führungsbahn in der durch den Pfeil angegebenen Transportrichtung wieder in seine Sperrstellung zurückkehren.
Zur Inbetriebsetzung der Maschine wird der Klappdeckel 36 in seine Offenstellung aufgeklappt und die Lochkarte in die Laufbahn 1 eingeschoben, bis sie gegen den Anschlag 46 stösst und damit ihre Ausgangsstellung erreicht hat. Nun wird der Klappdeckel 36 geschlossen, wodurch der Betätigungsstift 41 eingedrückt und mit diesem zugleich der Anschlag 46 ausgerückt und damit die Laufbahn 1 der Lochkarte freigegeben wird. Durch das Eindrücken des Betätigungsstiftes 41 wird der Schalter 39 geschlossen und damit der Synchronmotor 16 für den Antrieb des Lochkartenvorschubes eingeschaltet. Damit ist die Maschine in Betrieb gesetzt. Ein Aufklappen des Klappdeckels 36 genügt, um die Maschine jederzeit stillzusetzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lochkartensteuergerät für Arbeitsmaschinen, insbesondere für Waschmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch einen Betätigungsstift (41) für einen das Steuergerät ein- und ausschaltenden Anlassschalter (39) gesteuerter An-
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der Ausgangsstellung hält und sie erst durch Einwirkung des Betätigungsstiftes für die Kartenvorschubeinrichtung freigibt.