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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 20855.
PHILIPP GEORG vos DER LIPPE IN WIEN.
Einrichtung zur Hervorbringung aktinischen Lichtes mittelst Glühlampen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, welche die Hervorbringung eines an wirksamen blauen, violetten und ultravioletten Strahlen reichen Lichtes mittelst Glühlampen ermöglicht, zum Zwecke, die letzteren für photographische, therapeutische und andere Zwecke benutzen zu können und trotz der für die Abgabe dieser Strahlen notwendigen Steigerung der Stromstärke möglichst zu schonen.
Um dies zu erzielen, ist in der die Glühlampen speisenden Hauptleitung des Apparates ein mehrspuliger Rheostat in Reihe und in einer Zweigleitung ein Elektromagnet oder ein Solenoid zur Betätigung eines Stromscbliessers eingeschaltet, dessen einer Kontakt hinter den Rheostat an die Hauptleitung und dessen anderer Kontakt an beliebige Zwischenpunkte des Rheostaten angelegt werden kann, so dass die Glühlampen bei geöffneter Zweigleitung von einem den Gesamtwiderstand des Rheostaten durchnipssenden Strom gespeist werden, um normales Licht abzugeben,
während beim Schliessen der Zweigleitung der Strom bloss einen für die höchste zulässige Belastung der jeweilig verwendeten Glühlampen einstellbaren Teilwiderstand des Rheostaten durchfliesst und die Lampen zwecks Abgabe der genannten Strahlen so lange überspannt, als die Zweigleitung geschlossen gehalten wird.
Fig. 1 zeigt einen derart eingerichteten Apparat in senkrechtem Schnitt. Fig. 2 zeigt einen Grundriss des Apparates in schematischer Darstellung. Fig. 3 zeigt das Schaltungsschema für diesen Apparat.
Auf der Grundplatte a des Apparates (Fig. 1) ruht der Tragteil b eines Rheostaten r, der aus mehreren zwischen zwei festen Ringen c auf Isolatorhülsen angebrachten Wider- standsspulen d besteht. In einer Vertiefung der Grundplatte ist ein Stromschliesser an- geordnet, dessen fester Kontakt/an der Grundplatte angebracht ist, während der be- wegliche Kontalit g auf einem um A schwenkbaren Hebel i sitzt, der mit dem Kern eines
Solenoids verbunden ist oder wie darestellt den Anker j eines Elektromagneten k bildet, bei dessen Erregung der Anker j entgegen der Wirkung einer Zugfeder 1 angezogen und der Kontakt' mitKontakt f in Berührung gebracht wird.
Auf dem Oberteil des vorteilhaft durch ein durchbrochenes abnehmbares Gehäuse 111 überdeckten Rbeostatträgers b ist eine mit einem Griffring n versehene Stange o an- gebracht, auf welcher eine verschiebbare und in verschiedenen Höhenlagen feststellbare
Hülse p sitzt, die mittelst eines festziehbaren Gelenkes p'die Fassung q für einen Re- Hcktor s trägt.
In dem letzteren sind die Glühlampen t eingesetzt, deren gemeinschaftliche Leitungs- schnüre u mit einem Steckkontakt v verbunden sind, welch letzterer in an der Grund- platte angebrachte Kontakthülsen 1, 1 eingesetzt werden kann, um die Lampen parallel an die mit der Netzleitung 2 (Fig. 2,3) in Reihe verbundene Hauptleitung 3 des Apparates anzuschliessen. Ein zweites Paar von Kontakthülsen 4,4 dient zum Anschliessen anderer, beispielsweise zur Oberlicht-oder Sofntenbeleuchtung dienender Glühlampen t'. An der
Grundplatte ist ferner eine Reihe von Kontakthülsen 5-11 angebracht, welche derart an die Hauptleitung 8 angeschlossen sind, dass zwischen zwei benachbarten Anschlusspunkten sich je pille Widerstandsspule d des Rheostaten befindet.
In diese Kontakthülsen kann ein Kontaktstöpsel < r eingesteckt werden, der durch die Leitung 12 mit dem beweglichen
Kontakt g des Stromschliessers verbunden ist. Der feste Kontakt f desselben ist durch
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bunden. Der zur Betätigung dieses Stromschliessers dienende Elektromagnet k ist in einer an die Kontalithnisen 1, 1 der Hauptleitung angeschlossenen Zweigleitung 15 eingeschaltet, welche einen Taster a : enthält, der dazu diefft, diese Zweigleitung zwecks Erregung des Elektromagneten zeitweilig zu schliessen.
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Strom erhalten und daher auch normales Licht abgeben.
Es sei nun angenommen, dass der Stöpsel w in einer der Hülsen, beispielsweise in die Hülse 8 eingesteckt ist und die Zweigleitung 15 durch Niederdrücken des Tasters x geschlossen wird. Der vom Netz 2 kommende Strom fliesst nun nicht mehr durch alle Spulen d des Rheostaten, sondern bloss durch die vor dem Stöpsel M'liegenden, also im angenommenen Fall durch die drei zwischen 5 und 8 liegenden Spulen d, um von 8 durch die Leitung 12, den Stromschliesser 9,/, die Leitung 13 wieder in die Hauptleitung 3 und zurück zum Netz 2 zu fliessen.
Dadurch, dass der Strom geringeren Widerstand durch- fliesst, als im früheren Falle, werden die Glühlampen überspannt und geben somit ein an wirksamen blauen, violetten und ultravioletten Strahlen reiches Licht ab. Da der Taster x es ormöglicht, die Zweigleitung jederzeit zu unterbrechen und daher den Gesamtwiderstand wieder einzuschalten, ist man imstande, die Überspannung der Lampen nur so lange andauern zu lassen, als die Abgabe der genannten wirksamen Strah) eu erwünscht ist, wodurch die Lampen möglichst geschont bleiben.
Bei Verwendung des Apparates beispielsweise für photographische Aufnahmen kann man mittels des Tasters die Überspannung der Lampen bloss während der kurzen Expositionszeit erfolgen lassen, so dass der übermässig starke Stromstoss wegen seinor kurzen Dauer für die Lampen nicht schädlich ist. Der durch den Stöpsel w und die Kontakthülsen 5-11 gebildete Anschliesser, welcher auch durch einen gebräuchlichen Kurbelschalter ersetzt werden kann, ermöglicht es, den der höchsten zulässigen Belastung entsprechenden Teilwiderstand hinsichtlich der Voltzalil der jeweilig verwendeten Glühlampen einzustellen.