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Bogenlampe.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen beziehen sich auf elektrische bogenlampe und bezwecken gewisse im nachstehenden beschriebene Vorteile.
Fig. i der Zeichnung veranschaulicht eine mit den Neuernngen versehene Bogenlampe im Aujh'iss. Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Lampe in Fig. I, Fig. 3 zeigt im Aufriss eine Einrichtung zum Verschliessen bezw. Anbringen der Hülle, wenn der Lichtbogen eingeschlossen werden soll, wobei diese Einrichtung in der Offenstellung gezeichnet ist. Fig. 4 zeigt eine Einzelheit in der Draufsicht. Fig. 5 zeigt im Aufriss die Einrichtung zum Anbringen der Hülle, wobei diese Einrichtung in der Schliessstellung ist. Die Bogenlampe ist mit einem mittleren Rohr 1 versehen, in welchem die obere Kohle und deren Halter gleiten kann. Dieses Rohr 1 trägt nahe seinem Unterende die kreisrunde Grundplatte 2.
Der untere Ko11lonllalter 3 wird von einer vierkantigen Stange 4 getragen, welche in einer von der Grundplatte 2 getragenen und von derselben isolierten Hülse 5 frei verschiebbar ist. An dem Oberende der Stange 4 ist das Ende eines Seidenseiles 6 befestigt, dessen anderes Ende mit dem Bremsrad 7 verbunden ist. Ein das Gewicht des unteren Kohlenhalters und Stabes ausbalancierendes Stück S bewirkt auch das Zusammenschieben derKohlen. Dieses Gewicht 8 ist ausserhalb des Rohres 1 angebracht und mit der oberen Kohle durch einen den senkrechten Schlitz 10 (Fig. 1) durchdringenden Arm 9 verbunden.
Das Gewicht 8 wird bei seiner Bewegung durch die Stange 11 geführt, welche an der Grundplatte 2 und an der oberen Platte 12 befestigt ist. Ein biegsames Kupferkabel 13 verbindet das Gewicht 8 mit dem Bremsrad 7, so dass der innerhalb des Rohres 1 be- findliche Kohlenhalter durch den Arm 9, das Kupferl. abel 13, das Bremsrad 7, das Seiden- seil 6 und die Stange 4 mit dem unteren Kohlenhalter mechanisch verbunden ist. Dadurch, dass das Gewicht 8 anstatt dasselbe, wie bisher üblich, oberhalb des oberen Kohlenhalters innerhalb des Gehäuses zu befestigen, an der Aussenseite des mittleren Rohres 1 angeordnet ist, kann das letztere kürzer als bisher gemacht werden, wodurch auch die Lampe kürzer und fester gemacht werden kann.
Das Bremsrad 7 und der Mechanismus zum Feststellen und Freigabe dieses Rades besitzen die in dem Patent Nr. 4702 angegebene Einrichtung.
Dieser Mechanismus wird durch die Bewegungen eines schwingenden Hebels 14 gesteuert und kontrolliert, welcher bei 15 an dem Rohr 1 befestigt ist und an den beiden Enden die Eisenkern 16 und 17 angelenkt hat, von denen der eine in der Serienspule 18, dp, r
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dem Bremsrad 7 und dreht sodann das letztere um einen bestimmten Winkel, wodurch die Kohlen entfernt werden und sich der Lichtbogen bildet. Sobald der letztere zu lang wird und das Nachschieben der Kohlen erforderlich macht, wird der Strom in der Serienspule 18 schwächer, dagegen in der Nebenschlussspüle 19 stärker. Der Kern 17 wird daher gehoben und Kern 16 gesenkt, wodurch die Verbindungsstange 29 nach unten bewegt wird und das Bremsrad freigibt.
Letzteres kann sich nunmehr unter dem Einflusse des Gewichtes drehen, um das Nähern der Kohlen herbeizuführen. In den Fig. 3 und 5 ist eine Einrichtung zum Halten und Anbringen der den Lichtbogen einschliessenden Glashülle oder des Zylinders dargestellt. Diese Einrichtung besteht aus zwei senkrechten Führungsrohren 30, welche an der Unterseite der Grundplatte 2 angebracht und von derselben isoliert sind. An den Unterende dieser Rohre ist ein leichter Rahmen 31 angebracht, welcher dieselben in geeignetem Abstande hält. Dieser Rahmen ist in Fig. 4 in der Oberansicht dargestellt. In den Führungsrohren 30 sind senkrechte Stangen 32 verschiebbar, deren Unterenden mit der den unteren Kohlenhalter 34 tragenden Platte 33 verbunden sind, welch letztere an den Unterrand der Glashülle 33 (Fig. 5) stösst.
Diese Platte besitzt den Führungsrohren gegenüber Ansätze 36, welche in am Rahmen 31 angelenkte Bügel 37 eingreifen können.
Jeder dieser Bügel besitzt eine Klemmschraube 38, welche derart "'angeordnet ist, dass, wenn die Bügel nach unten gedreht werden, die Enden der Schrauben an die Ansätze angedrückt werden können, wie Fig. 5 zeigt. Durch Anziehen dieser Schrauben kann daher die Glasgalle zwischen der Platte 33 und einer zweiten in geeigneter Höhe oberhalb der BUlle angebrachten Platte 39 festgeklemmt werden. Um den Lichtbogen einzuschliessen, kann eine entsprechend geformte Hülle 35 verwendet werden, welche über die untere Kohle gesetzt werden kann, wenn die letztere in die tiefste Stellung gebracht ist, wie Fig. 3
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Mittelstellung durch einen Reifen 40 gehalten wird. Die Platte 33 wird nun gehoben, so dass die Stangen 32 sich in die Führungsrohre 30 einschieben, bis die Platte 33 durch Anstossen an den Rahmen 31 gehemmt wird.
Hiebei legt sich der Oberrand der Hülle 35 an die runde Platte 39 an, wodurch der Lichtbogen gänzlich eingeschlossen ist. Die an-
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langen, worauf durch Anziehen der Schrauben das Festklemmen der Hülle bewirkt werden kann. Wie zu ersehen, ist bei dieser Anordnung die untere Kohle fest angebracht, d. h. sie wird von dem Mechanismus der Bogenlampe nicht bewegt, wenn das Nachrücken erfolgt. Wenn jedoch diese Einrichtung bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Bogenlampe verwendet werden soll, so ist eine geringe Abänderung der Lampe notwendig, weil die untere Kohle derselben beweglich ist. Diese Abänderung besteht darin, dass der Halter 3, die Stange 4 und Hülse 5 vor dem Anbringen der zum Befestigen der Hülle dienenden Einrichtung an der Grundplatte 2 entfernt werden.
Sobald diese Einrichtung in Stellung auf der Lampe ist, wird jenes Ende des biegsamen Drahtes 28, welches früher mit der Stange 4 verbunden war, mit einem der isolierten Führungsrohre 30 verbunden, wie Fig. 5 zeigt und jenes Ende des Kabels 6, weiches früher mit der Stange 4 verbunden war, wird nun an ein Gewicht 4011. angeschlossen, welche auf der Stange 41 in ähnlicher Weise verschiebbar ist, wie das an der Schnur 13 befestigte Gewicht 8 auf der Führungsstange 11.
Die Wirkungsweise der in der angegebenen Weise abgeänderten Einrichtung ist die gleiche, wie bei der Lampe nach Fig. 1 und 2, mit Ausnahme davon, dass die untere Kohle fest ist und das Seil ss nicht die untere Kohle, sondern das Gewicht 403. bewegt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bogenlampe mit in einem mittleren Rohre untergebrachtem oberen Kohlenhalter und einer entsprechend dem Patent Nr. 4702 ausgebildeten Bremsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Rohr (1) der Lampe einen quer durchgehenden Schlitz (22) aufweist, um das Einführen des zum Feststellen der Kohlen in Licbtbogenentfernung dienenden Bremsrades zu ermöglichen und eine besondere Stütze für das letztere entbehrlich zu machen.