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Drahtskelettkörper Für die verschiedensten Anwendungsgebiete sind bereits Drahtskelettkörper bekannt, die aus einem Metallnetz bestehen, das eine Vielzahl von z. B. wellen-, zickzack-, mäander-oder napf- förmigen Ausbiegungen aufweist und das auf beiden Seiten mit einer die Zwischenräume zwischen diesen Ausbiegungen überbrückenden Bespannung versehen ist. Solche Drahtskelettkörper können beispielsweise als selbsttragende oder versteifbare Bauelemente, insbesondere auch als Armierung für giessfähiges Baumaterial verwendet werden.
Die Erfindung betrifft einen Drahtskelettkörper der angeführten Art, der sich infolge seiner eigenartigen Struktur besonders als Wand- und Deckenelement od. dgl. im Bauwesen eignet. Ein erfindungsgemässer Drahtskelettkörper mit einem mehrfach gebogenen inneren Metallnetz und bei- derseits angeordneten Bespannungsnetzen ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf einer Seite mit Abstand von einem feinmaschig ausgeführten Bespannungsnetz ein grobmaschiges Vorsatznetz angeordnet und mit dem Drahtskelettkörper, vorzugsweise durch Schwei- ssung, verbunden ist.
Ein solcher Drahtskelettkörper kann z. B. zur Herstellung einer Wand im Zwischenraum zwischen den feinmaschigen Bespannungsnetzen leer belassen oder mit einer Füllmasse, wie Gips, Zementmörtel, Kunststoff od. dgl., ausgefüllt werden, während die grobmaschigen Vorsatznetze als Verputzträger dienen ; die feinmaschigen Bespannungsnetze verhindern ein zu tiefes Eindringen des Verputzes in den Drahtskelettkörper bzw. ein freies Austreten der inneren Füllmasse beim Vergiessen.
Die Form und die Höhe der Ausbiegungen des inneren Metallnetzes hängen von der gewünschten Endgestalt des Drahtskelettkörpers ab. Im allgemeinen werden die Ausbiegungen in regelmässigen Abständen und jeweils um gleiche Beträge nach beiden Richtungen erfolgen, so dass die beiden äusseren Begrenzungsflächen parallele Ebenen bilden ; durch Variationen in der Höhe der Ausbiegungen ist es aber auch möglich, dem Drahtskelettkörper eine andere, von der parallelflächigen Form abweichende Gestalt zu geben.
Wie schon erwähnt, können die Ausbiegungen beliebige Form, z. B. Wellen-, Zickzack-oder
Napfform haben ; das Netz kann aber auch gerad- linig mit kurzen, geraden Scheitelstücken, recht- winkelig oder schiefwin'kelig hin-und hergebo- gen sein. Es besteht insbesondere die Möglich- keit, dem Drahtskelettkörper eine bedeutende
Steifigkeit zu verleihen, indem das innere Metall- netz von Scheitel zu. Scheitel im wesentlichen eben verlaufend ausgeführt wird.
Die Verbindung des verformten inneren Me- tallnetzes mit den feinmaschigen Bespannungs- netzen braucht nicht an jeder Berührungsstelle zwischen diesen Teilen zu erfolgen, vielmehr ge- nügt es im allgemeinen, nur jeden zweiten oder dritten Draht oder auch noch weniger Drähte des Bespannungsnetzes mit dem verformten Netz zu verschweissen.
Für manche Zwecke ist es von Vorteil, den
Mittelteil nicht bloss aus einem einzigen verform- ten Drahtnetz zu bilden, sondern hiefür eine
Mehrfachlage aus zwei oder mehr übereinander- liegenden, zweckmässig verformten Drahtnetzen anzuwenden. In diesem Falle sind nicht nur die Bespannungsflächen mit den Mittellagen, sondern auch die Mittellagen untereinander durch Schwei- ssung verbunden.
Die Drähte, aus welchen die erfindungsgemä- ssen Drahtskelettkörper hergestellt werden, können Rund- oder Profildrähte sein, aus verschiedenem Material (Stahl, Aluminium usw. ) bestehen und allenfalls mit einem Überzug aus korro- sionsbeständigem Metall oder Kunststoff zur Verhinderung von äusseren Angriffen versehen wer- den.
Für die Herstellung der Drahtnetz zum Aufbau des Drahtskelettkörpers und für die Verbindungen der einzelnen Teile des Drahtskelettkör- pers untereinander besteht nicht nur die Möglichkeit, Stähle mit geringem C-Gehalt untereinander zu verschweissen, sondern es kann darüber hinaus zumindest eine Schar Drähte hohe Festigkeit, verbunden mit hohem C-Gehalt aufweisen, während dann die mit ihr zu verschweissenden übrigen Stahldrahtscharen geringen C-Gehalt aufweisen müssen, um eine vollkommen einwandfreie Schweissung zu erreichen. Zum gleichen Zweck ist es auch vorteilhaft, wenn die an den Verschweissungspunkten zu verbindenden Dräh- te aus Stählen verschiedener physikalischer Eigen-
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schaften bestehen, z.
B. die Bespannungsnetze aus einem Stahl hoher Streckgrenze, also aus einem Stahl mit entsprechend hohem C-Gehalt, das verformte Metallnetz hingegen aus Stahl mit niedri-
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aus weichem, nicht härtbarem Stahl.
Für die praktische Verwendung des erfindungs- gemässen Drahtskeleitkörpers kommen in erster
Linie Ausführungen in Form ebenflächiger Ta- feln in Betracht ; für besondere Zwecke kann der
Drahtskelettkörper aber auch in andersgestaltiger, z. B. in gebogener Form, zur Anwendung kom- men.
Verwendet man den ! Drahtskelettkörper als Wandelement im Bauwesen, so ergibt sich durch
Einlegen von Folien in den Drahtskelettkörper eine bessere Isolierwirkung gegen Wärmeüber- gang ; durch Füllen der Hohlräume mit Draht- wolle u. dgl. lässt sich ausserdem auch noch eine gute schalldâmpfende Wirkung erreichen.
Sowohl für das verformte Netz als auch für das Bespannungsnetz kann an Stelle von ge- schweissten'Drahtnetzen auch Streckmetall ver- wendet werden.
Das in der Zeichnung in einem schematischen
Querschnitt dargestellte Wandelement besteht aus
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an dessen untere Scheitel K und obere Scheitel K'je ein feinmaschiges Bespannungsnetz b bzw. c angeschweisst ist, welches die Zwischenräume zwischen den Scheiteln überbrückt. Die ebenflächig zwischen den Bespannungsnetzen b und c verlaufenden Teile des inneren Netzes a wirken ähnlich wie Streben, so dass sie eine Versteifung
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ben. Wenn gleich starke Kräfte in Dickenrichtung des Skelettkörpers wirken, so wird bei gleicher Drahtstärke der Netze die Steifigkeit umso grösser sein, je mehr die querverlaufenden Teile des Mittelnetzes auf reine Knickung beansprucht werden.
Es besteht daher die Möglichkeit, nach Belieben durch entsprechende Wahl der Form des mittleren Netzes die Steifigkeit des Drahtskelettkörpers zu erhöhen, z. B. dadurch, dass dieses Netz in Mäanderform statt in Zickzackform zwischengeschweisst wird.
In einem Abstand d von den feinmaschigen
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undstanzstücke verwendet werden. Im dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel werden zur Di- stanzhaltung siekenartige Ausbiegungen f der grobmaschigen Netze B und C verwendet, die an ihren Kuppen n an die Bespannungsnetze b bzw.
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nung der Zwischenraum zwischen den fein- und grobmaschigen Netzen b, B bzw. c, C mit einer zähen Masse F, z. B. Kunststoff oder Beton, durch Aufspritzen von aussen her ausgefüllt werden, wobei die Grobnetze B, C als Verputzträger wirken, während die feinmaschigen Netze b, c ein tieferes Eindringen der Verputzmasse in das Innere des Skelettkörpers verhindern.
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1. Drahtskelettkörper, bestehend aus einem Metallnetz, das eine Vielzahl von z. B. wellen-, zickzack-, mäander- oder napfförmigen Ausbiegungen aufweist und das auf beiden Seiten mit einer die Zwischenräume zwischen diesen Ausbiegungen überbrückenden Bespannung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf einer Seite mit Abstand von einem feinmaschig ausgeführten Bespannungsnetz (b, c) ein grobmaschiges Vorsatznetz (B, C) angeordnet und mit dem Drahtskelettkörper, vorzugsweise durch Schwei- ssung, verbunden ist.
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