AT206803B - Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus Glimmer od. ähnl. Mineralien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus Glimmer od. ähnl. Mineralien

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AT206803B
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Othmar Fuerpass
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  Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus   Glimmer od. ähnl. Mineralien   
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus    Glimmerod.ähnl.Mineralien durch Unterwasservermahlung in   einer Schlagkreuzmühle. Eine solche Unterwasservermahlung in einer Schlagkreuzmühle ist an sich bekannt, wird aber mit Unterbrechungen durchgeführt und erfordert den Zusatz eines Dispersators. Das bekannte Verfahren bezweckt eine Aufarbeitung von Glimmerabfällen zur Nutzbarmachung für die Herstellung von plastischen Massen, insbesondere für Massenartikel der elektrischen Industrie.

   Das mit Unterbrechungen durchgeführte bekannte Verfahren ist einerseits für eine industrielle Erzeugung von Glimmerschuppen nicht geeignet, anderseits kann eine beliebige Feinheit der Glimmerschuppen mit dem bekannten Verfahren nicht erreicht werden. 



   Es gehört ferner zum Stand der Technik, Glimmerschuppen kontinuierlich herzustellen, wozu aber eine umfangreiche Einrichtung, bestehend aus einer grösseren Anzahl von Mühlen, Behandlungsbehältern, Pumpen und Rohrleitungen, erforderlich ist. Trotz dieser umständlichen Apparatur ist es abschliessend notwendig, die getrockneten Glimmerschuppen auszusieben. 



   Die für die Herstellung von Mikroschuppen aus Glimmer verwendeten Schlagkreuzmühlen finden auch in der Kolloidtechnik Verwendung und es ist bekannt, mit diesen Schlagkreuzmühlen unter Verwendung von Pumpen und Zwischenbehältern kontinuierlich zu arbeiten, wobei in der Regel ein wiederholter
Durchfluss des Mischgutes durch die Schlagkreuzmühle und ein möglichst grosser Unterschied der Durchflussgeschwindigkeit gegenüber der Umlaufgeschwindigkeit der Werkzeuge der Schlagkreuzmühle erforderlich ist. Um die Wirkung von Schlagkreuzmühlen zu steigern, ist es in der Kolloidtechnik insbesondere vorgesehen, hoch konzentrierte Pasten zu verarbeiten. Es gehört auch zum Stand der Technik, zum Emulgieren von pastenartigen und hochviskosen Stoffen in einem kontinuierlichen Arbeitsgang eine Art Zahnradpumpen zu verwenden.

   Diese bekannten kontinuierlichen Verfahren der Kolloidtechnik sind jedoch für die Herstellung von Glimmerschuppen ungeeignet, da diese zufolge ihres hohen spez. Gewichtes gegenüber dem   als Fördermittel verwendelen Wasser   sich zu rasch absetzen und daher anders verhalten als die in der Kolloidtechnik verarbeiteten Stoffe. 



   Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus Glimmer od. ähnl. Mineralien zu schaffen, welches bei Verwendung einfacher Vorrichtungen kontinuierlich ausführbar ist und daher industriell durchführbar erscheint, wobei angestrebt wird, dass bereits durch Nassvermahlung eine gewünschte Feinheit der Mikroschuppen oder Flitter erzielbar ist. Es wird hiebei insbesondere Gewicht darauf gelegt, dass die Mikroschuppen weder ihre Transparenz, noch ihren Glanz verlieren und auch ihre wertvollen physikalischen Eigenschaften voll behalten. Diese Mikroschuppen sollen dadurch insbesondere für Malerarbeiten, die Tapetenerzeugung, als Beimischung zu Ölfarben u. ähnl. Zwecke geeignet sein. 



   Zur Erreichung dieses Zieles besteht die Erfindung darin, dass die ausgemahlenen Schuppen oder Flitter mit Hilfe eines die Mühle ständig durchfliessenden und etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt haltenden Wasserstromes in Breiform durch die den Mahlraum begrenzenden Siebe hindurch abgeführt werden. Durch Wahl entsprechender Siebe ist es möglich, Mikroschuppen einer gewünschten Feinheit zu gewinnen. Der ständig aufrecht erhaltene Wasserstrom spült hiebei einerseits die Siebe frei und fördert die Mikroschuppen in den Wirkungsbereich der   Schlagkreuzmühle,   anderseits spült der Wasserstrom jene Mikroschuppen durch die Siebe, welche bereits die gewünschte Feinheit erreicht haben. 



   Die aus der Schlagkreuzmühle abgeführten Schuppen werden nach einer Ausführungsform der Erfindung in einem Bottich aufgefangen, mittels einer Pumpe durch ein verengtes Druckauslaufrohr unter star- 

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 ker Wirbelbildung gegen ein Gitter geschleudert und'wiederholt durch den Bottich hindurchbewegt. Auf diese Weise ist es   möglich, die   Glimmerschuppen weiter in feinste Teile zu spalten, indem das durch die Pumpe geförderte Wasser zwischen die Lamellen des Glimmers eingepresst und das Aufspalten beim Auftreffen auf das Gitter bewirkt wird. 



   Der ständig aufrecht erhaltene Wasserstrom ergibt sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Verfahrensstufe eine schonende Behandlung des Glimmers, so dass dieser seine natürlichen Eigenschaften voll beibehält. 



   Die geringen Anschaffungskosten einer Schlagkreuzmühle und einer Pumpe als einzige bewegte Einrichtungen zur Durchführung des   erfindungsgemässen   Verfahrens und die geringen Betriebskosten ergeben eine grosse Wirtschaftlichkeit. Die Einfachheit des Verfahrens wirkt sich ausserdem im Sinne einer Ersparnis an Kosten für das Bedienungspersonal günstig aus. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Mikroschuppen oder Flitter aus Glimmer od.   ahnl. Mineralien durch   Unterwasservermahlung in einer Schlagkreuzmühle, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgemahlenen Schuppen oder Flitter mit Hilfe eines die Mühle ständig durchfliessenden und etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt haltenden Wasserstromes in Breiform durch die den Mahlraum begrenzenden Siebe hindurch abgeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Mühle abgeführten Schuppen oder Flitter in einem Bottich aufgefangen, mittels einer Pumpe durch ein verengtes Druckauslaufrohr unter starker Wirbelbildung gegen ein Gitter geschleudert und wiederholt durch den Bottich hindurchbewegt werden.
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