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Anisotroper ferromagnetischer Körper und Verfahren zu seiner Herstellung
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 354, 331 ist ein Verfahren zum Herstellen von Magnetkernen bekannt, die aus plattenförmigen und durch einen Isolierstoff voneinander getrennten Metallteilchen aufgebaut sind : die Teilchen sind in Schichten angeordnet und dann aneinander gesintert, wodurch sich eine höhere Permeabilität ergibt, als mit dem gleichen Material ohne die erwähnte Anordnung der Teilchen erzielbar wäre. Um gegebenenfalls die Wirkung noch zu verbessern-können die Teilchen auf mecnanischem Wege in Schwingung versetzt oder der Einwirkung eines Magnetfeldes ausgesetzt werden. Dass die Einwirkung eines Magnetfeldes hiebei zur Wirkungsgradverbesserung beitragen kann, wird nur dadurch erreicht, dass die betreffenden Teilchen plattenförmig gestaltet sind.
Es ist weiter ein Verfahren bekannt, mit dessen Hilfe Kristallteilchen eines ferromagnetischen oxydischen Material mittels eines Magnetfeldes parallel zueinander ausgerichtet und durch Zusammenpressen fixiert werden können, wonach eine Sinterung stattfindet (Philips'Technische Rundschau, 16, Seiten 223-224,1954). In diesem Falle ist die Ausrichtung im wesentlichen auf dem Vorhandensein einer Vorzugsrichtung der Magnetisierung in den Kristallteilchen begründet. Wenn die Magnetisierung stark an diese Vorzugsrichtung gebunden ist, kann das Material zum Herstellen von Dauermagneten Anwendung finden. Der durch die Ausrichtung erzielte technische Effekt ist der, dass infolge der Anwendung dieses verbesserten Verfahrens Dauermagnete mit einem höheren Wert des E ; nergieproduktes (BH) max entstehen.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Körpern mit anisotropen, weichmagnetischen Eigenschaften aus ferromagnetischen Oxyden. In bezug auf die isotropen, jedoch im übrigen gleichen Körper wird die Anfangspermeabilität g, (s. R. Becker und W. Döring, "Ferromagnetismus", 1939, Seite 7) bei Zimmertemperatur in bestimmten Richtungen erhöht. Das Verfahren nach der Erfindung findet bei Teilchen ferromagnetischer Verbindungen mit einer nicht-kubischen Kristallstruktur Anwendung, deren Einkristalle eine Vorzugsebene der Magnetisierung aufweisen. Der Begriff"Vorzugsebene"wird anschlie- ssend erläutert.
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Krisfallstrukturheisst dies, dass die spontane Magnetisierung senkrecht zur hexagonalen Achse gerichtet und somit parallel zur Basisfläche des Kristalls ist.
Es verbleibt noch die Möglichkeit, dass die magnetische Energie des Kristalles von der Richtung der spontanen Magnetisierung in dieser Basisfläche abhängig ist. Wenn diese
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drehbar als in eine nicht in dieser Ebene liegende Richtung.
Um zu ermitteln, ob es sich in einem bestimmten Falle um Kristalle mit imr Vorzugsebene der Magnetisierung handelt, kann beispielsweise der folgende Versuch dienen :
Eine geringe Menge, beispielsweise 25 mg, des zu untersuchenden KristaUma t erials in Form eines feingemahlenen Pulvers wird mit einigen Tropfen einer Lösung eines organischen Bin'. !. ?- oder Klebemittels in Azeton gemischt und das Gemisch auf einer Glasplatte ausgestrichen. Jedes Teilchen des Pulvers soll möglichst nur eine einzige Kristallorientierung aufweisen. Die Platte wird zwischen den Polen eines Elektromagneten derart angeordnet, dass die magnetischen Kraftlinien senkrecht zur Oberfläche der Platte verlaufen.
Durch Steigerung des elektrischen Gleichstromes des Elektromagneten wird die magnetische Feldstärke allmählich erhöht, so dass die Pulverteilchen, wenn sie eine Vorzugsebene der Magnetisierung aufweisen, sich im Felde derart drehen, dass die Vorzugsebene der Magnetisierung etwa parallel zur Richtung der magnetischen Kraftlinien verläuft. Bei genügender Vorsicht kann eine Zusammenballung der Pulverteilchen vermieden werden. Nach der Verdampfung des Azetons haften diePulverf-eilehen in magnetisch orientiertem Zustand an der Glasoberfläche. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen kann dann festgestellt werden, ob die beabsichtigte Orientierung der Pulverteilchen unter der Einwirkung des Magnetfeldes tat-
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Gerätes, wie es in der "Philips'Technischen Rundschau", 16, Seiten 228-240, 1934-55 beschrieben 1st).
Es stellt sich dabei heraus, dass die Verhältnisse zwischen den Intensitäten der Reflexionen an den Flächen, die zu einer einzigen Zone gehören, und den Intensitäten der Reflexionen an den Flachen, die nicht zu dieser Zone gehören, bei einem orientierten Präparat grösser als die entsprechenden \-'crhäl : niise bei einem nicht-orientierten Präparat sind.
Wie bereits bemerkt wurde, bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Hernellung von Körpern aus ferromagnetischen Naterialien, deren Einkristalle eine nicht-kubische Struktur und eine Vorzugsebene der Magnetisierung aufweisen. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen eines Pulvers eines solchen ferromagnetischen Materials, die in bezug aufeinander in gewissem Ausmass frei beweglich sind, in einem Magnetfeld ausgerichtet, zu einem zusammenhängenden Ganzen fixiert und dann zu einem kompakten Körper gesintert werden. Der beabsichtigte Effekt tritt umso mehr hervc'r, je grösser die Fraktion des Pulvers ist, die aus Teilchen mit nur einer einzigen Kristallorientietron besteht.
Durch die beschriebene Massnahme wird im Vergleich zu Körpern, bei denen während der liersEllung kein Magnet- feld Anwendung findet, die Anfangspermeabilität in Richtung des Magnetfeldes erhöhe, häufig sogar in erheblichem Masse. Dieses Magnetfeld braucht nicht stationär zu sein, sondern es han während der beschriebenen Behandlung seine Richtung und/oder Intensität ändern. Vorzugsweise werden die Teilchen dadurch fixiert, dass sie zusammengepresst werden, vorzugsweise in Gegenwart des Magnetfeldes. Besondes gute Ergebnisse werden mittels eines Magnetfeldes erzielt, das durch einen sich In einer flachen Ebene drehenden Vektor dargestellt werden kann. In diesem Falle wird die Anfaugsperme ilität in jeder Richtung in dieser Ebene erhöht.
Der Fixierung der Teilchen muss nicht notwendigerweise eine Sinterung folgen, r : hat sich herausge- stellt, dass auch ohne Sintern eine Erhöhung der Anfangspermeabilität erzielbar ist.
Beispiele von (aus Verbindungen oder Mischkristallen von Verbindungen bestehenden) Materialien, aus denen sich mit Hilfe des Verfahrens gemäss der Erfindung Körper mit erhöhter Anfangspermeabilität und nicht oder doch nur wenig erhöhtem Verlustfaktor bilden lassen, sind u. a. :
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sitzen eine Kristallstruktur, deren Elementarzelle im hexagonalen Kristallsystem dutch eine c-Achse von etwa 52,3 und eine a-A-hse von etwa 5,9 Ä beschrieben werden kann.
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c) Materialien der Formel:
BaMIIFe I,, wobei das Ba maximal zur Hälfte durch Sr, zu maximal einem Viertel durch Ca oder Pb, oder auch durch eine Kombination derselben ersetzbar ist, wobei das Feill zu maximal einem Zehntel durch Al und/oder Cr ersetzbar ist und wobei MIT mindestens eines der
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oder teilweise durch das Sr-Ion, das Pb-Ion und/oder zu höchstens 40 Atom-% durch das Ca-Ion ersetzbar ist, sofern diese Materialien eine Vorzugsebene der Magnetisierung besitzen. Diese Materialien besitzen eine hexagonale Kristallstruktur.
Beispiel l ; Ein Gemisch aus Kobaltkarbonat, Bariumkarbonat undFerri-oxyd in einem Verhält- nis gemäss der Formel Ba CoFe041 wurde 15 Stunden lang mit Alkohol in einer Walzenmühle gemahlen, dann getrocknet und 2 Stunden lang in einem Sauerstoffstrom bei 10500C gebrannt. Danach wur- de das Reaktionsprodukt wiederum 15 Stunden lang in einer Walzenmühle gemahlen und das Pulver wiederum 2 Stunden lang in einem Sauerstoffstrom auf 12000C erhitzt. 130 g dieses Materials wurden schliesslich mit Alkohol in einer Schwingmühle zu Pulver gemahlen. Die Kristalle des so erhaltenen Pulvers besassen eine Struktur, deren Elementarzelle im hexagonalen Kristallsystem durch eine c-Achse von etwa 52,3 A und eine a-Achse von etwa 5,9 beschrieben werden kann.
Eine kleine Menge dieses Pulvers wurde mit einer Lösung von Nitrozellulose in Azeton gemischt.
Die so erzielte Suspension wurde auf zwei Objektgläsern ausgestrichen und eines dieser Gläser zwischen den Polschuhen eines Elektromagneten angeordnet. Die Richtung des Magnetfeldes war senkrecht zur Ebene des Objektglases. Man liess die Suspensionen eintrocknen, wonach von jeder eine Röntgenaufnahme hergestellt wurde. Die Intensität der Strahlung (CoKa) war bei der Aufnahme des ausgerichteten Pulvers schwächer als bei derjenigen des nichtausgerichteten Pulvers. Es stellte sich heraus, dass die Reflexionen an den Flächen, die die hexagonale Achse als Zonenachse besassen, im Vergleich zu denjenigen an Flächen, die nicht zu dieser Zone gehörten, beim ausgerichteten Pulver stärker als beim nichtausgerichteten Pulver waren.
Die Einkristalle des Pulvers besassen somit eine Vorzugsebene der Magnetisierung senkrecht zur Richtung der (hexagonalen) kristallographischen Hautpachse.
In Fig. 1 ist die Intensität I der Reflexionen in einer beliebigen Einheit als Funktion des Ablenkwinkels 2 8 des nichtausgerichteten Pulvers aufgetragen, wobei auch die Flächenindizes (hkl) angegeben sind. Fig. 2 bezieht sich auf das ausgerichtete Pulver.
Aus diesem Pulver wurden verschiedene Körper hergestellt. la) Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einem Ring gepresst. Dieser Ring wurde zwei Stunden in einem Sauerstoffstrom bei 1300 C gebrannt. An dem so erzielten Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 2 kHz eine Anfangspermeabilität 0 von 10. 4 gemessen. lb) Ein Teil des Pulvers wurde zu einem Würfel gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Pressrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann.
Mit Rücksicht auf die verwendete Einrichtung verlief in diesem Beispiel und in den nachstehenden Beispielen, sofern ein drehendes Magnetfeld verwendet wurde, die Ebene, in der sich das Magnetfeld drehte, senkrecht zur Pressrichtung des Würfels. Der Würfel wurde dann 2 Stunden lang bei 13000C in einem Sauerstoffstrom gebrannt. Aus dem so erzielten Sinterprodukt wurde ein Ring geschnitten, dessen Achse parallel zur Pressrichtung des Würfels verlief. An diesem Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 2 kHz eine Anfangspermeabilität u von 29,7 gemessen.
Auf ähnliche Weise wurde ein anderer Würfel hergestellt, nur mit dem Unterschiede, dass jetzt kein Magnetfeld konstanter Intensität verwendet wurde, sondern ein sich drehendes Feld, das periodisch nach einem Drehwinkel von 900 einen Höchstwert von etwa 2000 Oersted aufwies und zwischen diesen Höchstwerten bis auf Null abfiel. Aus dem so erzielten Sinterprodukt wurde ein Ring geschnitten, dessen Achse gleichfalls parallel zur Pressrichtung des Würfels verlief. An diesem Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 2 kHz eine Anfangspermeabilität fi von 21,9 gemessen.
2a) Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einer Tafel gepresst. Nach 2 Stunden Sintern bei 1290 C in einem Sauerstoffstrom wurde bei Zimmertemperatur an einem aus der
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gesinterten Tafel geschnittenen Stäbchen ballistisch die Anfangspermeabilität 0 gemessen. Der nach Korrektion für die Entmagnetisierung erhaltene Wert von llo war etwa 15.
2b) Ein Teil des Pulvers wurde zu einem Würfel gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Pressrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann. Der Würfel wurde dann 2 Stunden in einem Sauerstoffstrom bei 12900C gesintert. Aus dem gesinterten Würfel wurde ein Stäbchen geschnitten, dessen Achse senkrecht zur Pressrichtung des Würfels verlief. Bei Zimmertemperatur wurde an diesem Stäbchen ballistisch die Anfangspermeabilität u gemessen, die nach Korrektion für die Entmagnetisierung etwa 30 betrug.
2c) Ein Teil des Pulvers wurde zu einer Tafel gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 5000 Oersted, das während des Pressvorganges dauernd in Pressrichtung gerichtet war. Die Tafel wurde dann 2 Stunden in einem Sauerstoffstrom bei 12900C gesintert. Aus der gesinterten Tafel wurde ein Stäbchen geschnitten, dessen Achse parallel zur Pressrichtung der Tafel verlief. Bei Zimmertemperatur wurde an dem Stäbchen ballistisch die Anfangspermeabilität 0 gemessen, die nach Korrektion für die Entmagne- tisierung etwa 24 betrug.
3a) Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einem Ring gepresst. Am so
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3b) Ein Teil des Pulvers wurde zu einem Ring gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Achse des Ringes mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann. An diesem Ring wurde bei Zimmertemperattu bei einer Frequenz von 260 MHz eine Anfangspermeabilität von 2,8 gemessen, während der Verlustfaktor tg ô weniger als 0, 05 betrug.
Beispiel 2'Ein Gemisch aus Zinkoxyd, Bariumkarbonat und Ferrioxyd in einem gegenseitigen Verhältnis gemäss der Formel BaZnFe.O wurde 15 Stunden lang mit Alkohol in einer Walzenmühle gemahlen. Nach Trocknen wurde das Gemisch 2 Stunden lang bei 1100 C in einem Sa uerst(,ffstrom gebrannt.
Das Reaktionsprodukt wurde nachAbkühlung in einemSchlagmörser zerkleinert, wonach die feinsten Teilchen ausgesiebt und 32 Stunden lang mit Anohol in einer Schwingmühle gemahlen wurden.
Aus dem Versuch, wie er für Beispiel I beschrieben ist, stellte sich heraus, dass bei den Kristallen der
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Reflexionenbesassen, im Vergleich zu denjenigen an den Flächen, die nicht zu dieser Zone gehörten, bei dem Pulver, dessen Teilchen unter der Einwirkung eines Magnetfeldes ausgerichtet waren ; stärker als beim ungerichteten Pulver waren. Die Kristalle besassen somit eine Vorzugsebene der Magnetisierung senkrecht zur Richtung der (hexagonalen) kristallographischen Hauptachse. Fig. 3 zeigt das Röntgendiagramm, das sich auf das nicht-ausgerichtete Pulver bezeiht, während Fig. 4 das Diagramm des ausgerichteten Pulvers zeigt.
Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einem Ring gepresst. Dieser Ring wurde in einem Sauerstoffstrom gebrannt, wobei die Höchsttemperatur von 12750C etwa 10 Minuten lang aufrechterhalten wurde. An dem so erzielten Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 1 MHz eine Anfangspermeabilität 110 von 15,8 gemessen.
Ein Teil des Pulvers wurde zu einer Tafel gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Pressrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann. Die Tafel wurde dann in einem Sauerstuffstrom erhitzt, wobei die Höchsttemperatur von 12750C etwa 10 Minuten lang aufrechterhalten wurde. Aus dem so erzielten Sinterprodukt wurde ein Ring geschnitten, dessen Achse parallel zur Pressrichtung der Tafel verlief. An diesem Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 1 MHz eine Anfangspermeabilität llo von 34,6 gemessen.
Beispiel 3 : Auf ähnliche Weise wie in Beispiel 2, nur mit der Massgabe, dass jetzt bei 1200 C und nicht bei IIOOOC vorgebrannt wurde, wurde ein Puher der Verbindung BaZnFe lIol1 hergestellt.
Dieses Pulver wurde wiederum zu zwei Ringen gepresst und gebrannt, wobei die Teilchen des einen Ringes nicht orientiert, die Teilchen des zweiten Ringes dadurch orientiert wurden, dass während des Pressvorganges ein Magnetfeld angelegt wurde, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Achse des Ringes drehenden Vektor dargestellt werden kann. Am ersten Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz
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eine Anfangspermeabilität g, von 30,0 gemessen.
Beispiel 4 : Auf etwa die gleiche Weise wie in den Beispielen 2 und 3, nur mit dem Unterschiede,
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hergestellt, wobei beim Pressen des ersten Ringes kein Magnetfeld zur Anwendung kam, während beim Pressen des zweiten Ringjs die Pulverteilchen unter der Einwirkung eines Magnetfeldes mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted ausgerichtet wurden, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Achse des Ringes mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann. Am ersten Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 1 MHz eine Anfangs- permeabilität j von 12, 3 gemessen. Der zweite Ring wies unter den gleichen Verhältnissen eine An-
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gebrannt.
Danach wurde das Reaktionsprodukt in einem Schlagmörser zu Körnern mit einem Durchmesser von höchstens 0,5 mm zerkleinert. Diese Körner wurden 8 Stunden lang mit Alkohol in einer Schwingmühle zu Pulver gemahlen. Die Kristalle dieses Pulvers, die eine Struktur aufwiesen, deren Elementarzelle im hexagonalen Kristallsystem durch eine c-Achse von etwa 52, 3 und eine a-Achse von etwa 5,9 beschrieben werden kann, wiesen eine Vorzugsebene der Magnetisierung auf, wie mittels des oben beschriebenen Versuches nachgewiesen werden konnte.
Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einem Ring gepresst. Dieser Ring wurde 2 Stunden lang in einem Sauerstoffstrom bei 12400C gesintert. Am so erhaltenen Ring wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 155 MHz eine Anfangspermeabilität 0 von 17 gemessen, während ebenso wie in Beispiel 1, 3a der Verlustfaktor tg 6 bestimmt wurde, der 0, 11 betrug.
Ein Teil des Pulvers wurde in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 3000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Achse des Ringes mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 Umdrehung in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann, zu einem Ring gepresst. Der erzielte Ring wurde 2 Stunden lang bei 12400C in einem Sauerstoffstrom gesintert. Bei Zimmertemperatur unter einer Frequenz von 155 MHz wurden am gesinterten Ring eine Anfangspermeabilität von 42 und ein Verlustfaktor tg 6 von 0,12 gemessen.
Beispiel 6 : Aus einem Gemisch aus Bariumkarbonat, Kobaltkarbonat, Zinkoxyd und Ferrioxyd in einem gegenseitigen Verhältnis gemäss der Formel BasCo ZnFe0 wurde, auf ähnliche Weise wie in Beispiel 5, ein Mischkristallmaterial hergestellt, das zu einem Pulver gemahlen wurde. Die Kri- stalle dieses Pulvers, die eine Struktur aufwiesen, deren Elementarzelle im hexagonalen Kristallsystem durch eine c-Achse von etwa 52, 3 A und eine a-Achse von etwa 5,9 Ä beschrieben werden kann, wiesen eine Vorzugsebene der Magnetisierung auf, wie mittels des oben beschriebenen Versuches nachgewiesen werden konnte.
Aus diesem Pulver wurden, auf ähnliche Weise wie in Beispiel 5, zwei Ringe hergestellt, u. zw. einer ohne Anwendung eines Magnetfeldes und der andere bei Anwendung eines Magnetfeldes. Am ersten Ring wurden bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 80 MHz. eine Anfangspermeabilität ii, von 24
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wurde erst 18 Stunden lang in einer Walzenmühle und danach 8 Stunden lang in einer Schwingmühle mit Alkohol gemahlen. Die Kristalle dieses Pulvers wiesen eine Vorzugsebene der Magnetisierung auf.
Ein Teil des Pulvers wurde ohne Anwendung eines Magnetfeldes zu einer Tafel gepresst.
Ein Teil des Pulvers wurde zu einer Tafel gepresst in einem Magnetfeld mit einer Feldstärke von etwa 2000 Oersted, das durch einen sich in der Ebene senkrecht zur Pressrichtung mit einer Geschwindigkeit von 50 Umdrehungen in der Sekunde drehenden Vektor dargestellt werden kann.
Die Tafeln wurden dann 2 Stunden in einem Sauerstoffstrom bei 1200 C gesintert. Aus den so erzielten Sinterprodukten wurden Ringe geschnitten, deren Achse parallel zur Pressrichtung der Tafeln verlief.
An diesen Ringen wurde bei Zimmertemperatur bei einer Frequenz von 3 MHz eine Anfangspermef. bili- tätu von 11, 4 bzw. 32,6 gemessen.
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Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die in den Beispielen 1-6 beschriebenen Verfahren und erzielten Ergebnisse.
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<tb>
<tb>
Material <SEP> Kein <SEP> Ma- <SEP> Drehendes <SEP> Drehendes <SEP> Statio- <SEP> Dichte <SEP> Messung <SEP> Beispiel
<tb> gnetfeld <SEP> Magnetfeld <SEP> Magnetfeld <SEP> näres <SEP> g/m3 <SEP> Frequenz <SEP> go <SEP> tg <SEP> #
<tb> mit <SEP> konstanter <SEP> mit <SEP> veränderli- <SEP> MagnetIntensität <SEP> cher <SEP> Intensität <SEP> feld
<tb> Ba3Co2Fe24O41 <SEP> + <SEP> 4,8 <SEP> 2 <SEP> kHz <SEP> 10, <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> la <SEP>
<tb> + <SEP> 5, <SEP> 0"29, <SEP> 7 <SEP> 1 <SEP> lb
<tb> + <SEP> 4,8 <SEP> " <SEP> 21,9 <SEP> 1 <SEP> 1b
<tb> + <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> 15 <SEP> 1 <SEP> 2a <SEP>
<tb> + <SEP> 4, <SEP> 7 <SEP> 30 <SEP> 1 <SEP> 2b <SEP>
<tb> + <SEP> 4, <SEP> 824l <SEP> 2c <SEP>
<tb> + <SEP> ca <SEP> 3 <SEP> 260 <SEP> MHz <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 1 <SEP> 3a <SEP>
<tb> + <SEP> ca <SEP> 3 <SEP> " <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP> 0,
<SEP> 05 <SEP> 1 <SEP> 3b <SEP>
<tb> BaZnFe6O11 <SEP> + <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> MHz <SEP> 15, <SEP> 8
<tb> + <SEP> 5,0 <SEP> " <SEP> 34,5 <SEP> 2
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<tb> Ba3Co0,3Zn3,2Fe24O47 <SEP> + <SEP> 4,8 <SEP> { <SEP> 80 <SEP> MHz <SEP> 24 <SEP> 0,08
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<tb> Be3Co2Fe24O43 <SEP> + <SEP> 4,7 <SEP> 3MHz <SEP> 11,4 <SEP> } <SEP> 7
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