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Hohlstein aus wärmeisolierendem Leichtbeton
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hohlstein aus wärmeisolierendem Leichtbeton, der die Form eines rechteckigen Rahmens besitzt, dessen eine Längswand an beiden Ecken etwa um die eigene Wanddicke über die anschliessende Seitenwand vorspringt. Erfindungsgemäss sind die Gesamtlänge (L), die Dicke (d) und die in Steinlänge gemessene Länge (a) der Vorsprünge nach der Formel L : : : 2d + 3a bemessen. Auf diese Weise erreicht man, dass, wenn die an den Mauerecken aussen liegenden Vorsprünge abgetrennt werden, die Gesamtlänge einer Schar von n Steinen gleich ist der Gesamtlänge einer Schar von (n-l) Steinen, vermehrt um die Breite (2d) zweier quer liegender Steine.
Mit andern Worten, wenn man die Scharen der Hohlsteine in üblicher Weise um die halbe Länge versetzt aufeinander auflegt, um eine Wand bestimmter Länge zu bilden, und die an den Ecken aussen liegenden Vorsprünge abtrennt, so bleibt bei jeder zweiten Reihe, die einen Stein weniger enthält, an beiden Enden eine Lürke, die gerade durch einen querliegenden, zur anstossenden Wand gehörigen Hohlstein ausgefüllt werden kann. Für die Eckbildung sind daher keine SonderausfUhrungen der Hohlsteine erforderlich.
Hohlsteine der eingangs genannten Bauart sind bekannt, jedoch besitzen diese Steine so stark von der oben genannten Formel abweichende Massverhältnisse, dass damit nicht mehr die Eckbildung ohne Verwendung von Sonderformen der Hohlsteine möglich ist.
Die Steine dienen beim Aufmauern als verlorene Schalung für den in die Hohlräume gefüllten Beton, wobei deren Wände für die Wärmedämmung dienen, wogegen der Beton die Druckfestigkeit ergibt.
Durch die abwechselnd innen und aussen liegenden Vorsprünge sind die Fugen gegeneinander versetzt und ausserdem absolut dicht, da die Hohlräume mit Beton ausgegossen sind.
Der erfindungsgemässe Hohlstein besitzt darüber hinaus den Vorteil, dass er gleichzeitig auch als Anschlagstein für Tür-und Fensteröffnungen, ferner als Sturzstein, als Deckenstein und als Schalungsstein verwendbar ist.
Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Baustein nach der Erfindung im Schaubild, Fig. 2 zeigt einen waagrechten Schnitt durch die Eckenausbildung eines Bauwerkes und Fig. 3 die Eckenausbildung in der nächst höheren (oder tieferen) Steinschar.
Der Baustein nach Fig. 1 besteht aus einem langrechteckigen Rahmen mit Längsseitenwänden 1. l' und Schmalseitenwänden 2, 2', welch letztere vorzugsweise quadratisch sind. Die eine Längsseitenwand 1 steht an beiden Enden etwa um ihre eigene Dicke über die Schmalseitenwand vor, so dass hier Vorsprünge 3, 3'entstehen. Für die Herstellung werden als Zuschlagstoff Maschinenhobelspäne oder ähnliches Abfallholz in solcher Menge verwendet, dass der Stein mit der Säge zerschneidbar ist und eine hohe Wärmedämmung, etwa in dem Ausmasse, wie die unter der Marke Heraklith bekannten Isolierplatten, und auch ähnliche Festigkeitswerte besitzt. Zweckmässige Ausmasse sind z.
B. eine Steindecke d= 25 cm, eine Wandstärke und in der Steinlänge gemessene Länge der Vorsprünge a = 5 cm und eine Länge L = 65 cm, welche sich aus der eigentlichen Steinlänge von 55 cm und zwei Vorsprüngen von 5 cm Länge zusammensetzt.
Diese Masse entsprechen der eingangs genannten Formel L = 2d + 3a, da 65 = 2 x 25 + 3 x 5.
Beim Aufmauern (Fig. 2) werden die Steine abwechselnd mit innen und aussen liegenden Vorsprüngen 3. 3'verlegt. so dass in der Schar grosse Hohlräume 4 mit kleinem Stossfugenhohlraum 5 abwechseln.
In der nächsten Schar (Fig. 3) werden die Steine um die halbe Länge versetzt, so dass die kleinen Hohlräume 5 innen auf einen grossen Hohlraum zu liegen kommen.
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In der ersten Schar werden an beiden Enden quer liegende, zur anslosspndfn Wand gehölige Hohlsteine verlegt und M ergibt sich infolge der genannten mathematischen Beziehung, dass die Länge von n Steinen, vermehrt um die Dicke der beiden quer liegenden Steine nach Abnahme der aussen vorstehen-
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entspricht.Umgekehrt ist aus der Bedingung, dass eine solche Eckbildung bei um die halbe Länge gegeneinander versetzten Steinen möglich ist, die Formel (Fig. 2) d + L/2 = L - 3a/2 (Fig. 3) abzuleiten, woraus sich durch einfache Umwandlung die Formel L = 2d + 3 ergibt.
Nach Aufmauerung einiger Scharen werden die Hohlräume mit normalem @on ausgefüllt, der durch die Versetzung der Steine in alle Hohlräume eindringen kann.
Der an der Mauerecke abgeschnittene Vorsprung 3a wird zur Ausfüllung uc gleich grossen Hohlraumes 3b verwendet.
Wenn die Steine für die Bildung einer Mauer zu lang sind, wird der betreffende Stein 10 (Fig. 2) einfach auf die erforderliche Länge zersägt und mit der Schnittseite an den Anschlussstein angeschoben.
Bei Tür- und Fensteröffnungen 11 (Fig. 2) bilden die aussen Hegenden Vorprünge 3, 3'den nötigen Anschlag für die Tar- und Fensterstöcke.