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Verdunstungsbehälter für gallertartige Massen
Es sind gallertartige Massen bekannt, die bei Berührung mit der Luft verdunsten und auf diese desodorierend wirken. Beim praktischen Gebrauch dieser Massen ist es wünschenswert, dass man die Luftzufuhr regeln kann, um damit die Verdunstungsgeschwindigkeit einstellen zu können.
Zur Aufnahme solcher gallertartiger Massen sind Behälter bekannt, bei denen ein Behälterteil gegenüber einem zweiten Behälterteil um die Längsachse der Vorrichtung drehbar ist. Bei den Verdunstungsbehältern dieser Art tritt der Nachteil auf, dass ein nicht absolut dichter Verschluss erzielbar ist. Entweder sind die beiden drehbaren Teile so genau gearbeitet - was bei einer Massenfertigung nicht immer leicht erzielbar ist -, dass eine Art Haftsitz des einen Teils auf dem andern erreicht wird oder aber es besteht ein geringes Spiel zwischen den beiden gegeneinander verdrehbaren Behälterteilen.
Im ersten Fall ergibt sich ausser fertigungsmässigen Schwierigkeiten der Nachteil, dass die Behälterteile nur schwer gegeneinander drehbar sind ; im zweiten Falle, nämlich dann, wenn ein geringes Spiel zwischen den beiden Teilen vorhanden ist, schliesst der Behälter nicht absolut dicht, so dass eine unerwünschte Weiterverdunstung durch die Löcher des einen Teils zwischen den Wandungen der Behälterteile und den Löchern des zweiten Teils hindurch erfolgen kann.
Eine weitere Gruppe von Verdunstungsbehältern weist zwei in axialer Richtung teleskopartig gegeneinander verschiebbare Behälterteile auf. Hiebei tritt derselbe Nachteil auf, wie er oben bei den Verdunstungsbehältern mit gegeneinander drehbarer Bewegung der Behälterteile beschrieben wurde. Eine absolute Dichtigkeit des Behälters ist auch hier nicht erzielbar, wenn die Behälterteile das für ihre Verschiebung gegeneinander erforderliche Spiel aufweisen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Verdunstungsbehälters, bei dem ein grösserer Luftzutritt zu der gallertartigen Masse als bei bisher bekannten Behältern möglich ist und bei dem die Behälterteile in der Verschlusslage den Innenraum vollkommen abdichten. Sie geht von einem Verdunstungsbehälter mit zwei teleskopartig gegeneinander bewegbaren Behälterteilen aus und sieht hiebei vor, dass der mit Durchbrechungen versehene Unterteil federnde, sich gegen den Deckelteil legende Zungen und an seinem Boden eine ringsumlaufende Sicke zur Aufnahme des glatten Randes des nur einseitig offenen Deckels aufweist. Während durch die federnden Zungen der Deckelteil in jeder gewünschten Öffnungsstellung gehalten wird, wird bei Eingreifen des glatten Randes des Deckels in die ringsumlaufende Sicke des Bodenteils ein absolut dichter Verschluss erzielt.
Bei einer praktischen Ausführungsform ist der Deckel in den Unterteil einschiebbar und die Aussenfläche geriefelt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Behälters gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Ansicht des Deckels, Fig. 2 einen Schnitt durch den Deckel, Fig. 3 den Unterteil in Ansicht, Fig. 4 den Unterteil im Schnitt und Fig. 5 die Draufsicht auf den Unterteil.
Der Verdunstungsbehälter umfasst einen Unterteil 1, dessen oberer Rand aus einer Reihe federnder Zungen la besteht. Diese Zungen sind dadurch gebildet, dass der zylindrische Teil dieses Unterteiles mit Schlitzen lb versehen ist. In der unteren Hälfte dieses Unterteiles sind weiterhin Durchbrechungen 1c angebracht, durch die die Luft zirkulieren kann.
Der obere Teil 2 des Behälters ist zylindrisch und sein Aussendurchmesser so gewählt, dass er in das Innere des unteren Teiles 1 eingeschoben werden kann. Die Aussenfläche dieses Deckels ist mit einer Riefelung 2a ausgerüstet, wodurch die Griffigkeit erhöht wird.
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Auf der Innenseite der federnden Zungen la des Unterteiles befinden sich Gleitnasen 3, die in den
Riefen 2a gleiten. Hiedurch erreicht man, dass der Deckel in jeder beliebigen Höhe gehalten wird, wo- durch man die Luftzufuhr und damit die Verdunstung des eingesetzten Körpers aus gallertartiger Masse regeln kann.
Um den Behälter fest zu verschliessen, so dass der Luftzutritt weitgehend unterbunden wird, ist der
Boden ld des Unterteiles mit einer ringsumlaufenden Sicke 4 versehen, in die der glatte untere Rand 2b eingeschoben werden kann. In dieser Lage des Deckels ist der Behälter fest verschlossen, so dass der ein- gesetzte Körper nicht verdunsten kann.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So könnte beispielsweise auch eine ringsumlaufende Riefelung am Deckel vorgesehen sein, so dass die ent- sprechend ausgebildeten Nasen als Rasten wirken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verdunstungsbehälter für gallertartige Massen mit zwei teleskopartig gegeneinander bewegbaren BehJtlierteilen, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Durchbrechungen versehene Unterteil (1) federnde, sich gegen den Deckelteil (2) legende Zungen und an seinem Boden eine ringsumlaufende Sicke (4) zur Aufnahme des glatten Randes des nur einseitig offenen Deckels (2) aufweist.