AT205638B - Vorrichtung zum Schlackenaustrag bei Verbrennungsöfen - Google Patents

Vorrichtung zum Schlackenaustrag bei Verbrennungsöfen

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AT205638B AT332158A AT332158A AT205638B AT 205638 B AT205638 B AT 205638B AT 332158 A AT332158 A AT 332158A AT 332158 A AT332158 A AT 332158A AT 205638 B AT205638 B AT 205638B
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  Vorrichtung zum Schlackenaustrag bei Verbrennungsöfen 
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schlackenaustrag bei Verbrennungsöfen für minderwertige Brennstoffe, bei welchem ein Schlackenschacht mit seinem unteren Ende in einen   wassergefüllten   Kanal ragt, in welchem die den Schacht verlassenden Schlacken gelöscht und anschliessend wegtransportiert werden. 



   Moderne Öfen für die Verbrennung minderwertiger Brennstoffe, vor allem Hauskehricht, umfassen oft einen senkrechten Schlackengenerator bzw. Schlackenschacht, welcher dem eigentlichen Verbrennungsrost als letzte Stufe nachgeschaltet ist. Sein Zweck besteht darin, die in den vom Rost fallenden Schlacken noch vorhandenen Koks-und Kohlenstücke zu verbrennen bzw. zu vergasen, um dadurch die Wärmeausbeute des Ofens zu erhöhen. Die genannten Teile besitzen nämlich   eine verhältnismässig   lange Brenndauer, so dass sie auf dem oder den vorangehenden Rosten nur unvollständig ausgenützt werden. 



   Zum Abtransport der Schlacken wird gewöhnlich ein endloses Förderband verwendet, welches häufig auch unter dem eigentlichen Verbrennungsrost verläuft, um somit die   Verbrennungsrückstände   von diesem Rost ebenfalls abzuführen. Diese   Ausführung   hat den Nachteil, dass die gesamte Schlackensäule auf dem   Förderband steht, so dass diese wesentlich stabiler und somit kostspieliger ausgebildet sein muss, als es zum    Abtransport der Schlacke erforderlich wäre. 



   Daneben ist es auch bereits bekannt geworden, die Schlacke mittels kolbenartigen Stösseln unter der Schlackensäule wegzustossen. Diese Anordnung hat sich nicht bewährt, weil das   Wegschaffen,   der Schlakken aus dem Wasserkanal mit praktischen Schwierigkeiten verbunden ist. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird nun ein   hin- und herbewegbarer   Stopfer unter dem Schlakkenschacht angeordnet und ein Förderband vorgesehen, auf welches der Stopfer die Schlacken stösst. 



   Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Schlackensäule nicht auf dem Förderband steht, so dass dieses infolge wesentlich geringerer Reibungskräfte entsprechend leichter gehalten werden kann. Da weiterhin der Stopfer nicht mehr wie bei den bekannten Ausführungen den Abtransport besorgen muss, kann dieser je nach Schlackenanfall betätigt werden, weil die übrigen Verbrennungsrückstände, z. B. diejenigen, welche durch den Verbrennungsrost direkt auf das Förderband gelangen, durch dieses abtransportiert werden. 



   Die erfindungsgemässe Austragsvorrichtung ist nachfolgend an Hand der beiliegenden Zeichnungen beispielsweise näher erläutert, wobei Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Teil eines Verbrennungsofens darstellt und   Fig. 2 eine Draufsicht auf die Austragsvorrichtung mit mehreren Stopfern.   



     In   dem in   Fig. l im   Querschnitt dargestellten Verbrennungsofen für minderwertige Brennstoffe gelangt der   zuverbrennende Stoff während desVerbrennungsvorganges   auf   einen Verbrennungsrost 1,   durch welchen   Verbrennungsrückstände   in einen Kanal 2 fallen. Die grösseren Bestandteile des auf dem Rost befindlichen Brennmaterials gelangen in den Schlackenschacht 3, um hier vollständig verbrannt zu werden. Dieser Schlackenschacht bzw. Schlackengenerator ragt mit seinem unteren Ende in den wassergefüllten Kanal   2.   



  Kurz oberhalb der Wasseroberfläche besitzt der Schlackenschacht   Luftzufuhröffnungen   4, so dass an dieser Stelle, d. h. kurz oberhalb der Wasseroberfläche, eine sehr hohe Temperatur entsteht. 



   Über der Bodenplatte 5 des Kanales verläuft eine Transportkette 6, welche die gelöschten Verbren-   nungsrückst nde   abtransportiert. Die Transportkette kann vorzugsweise als Kratzerkette ausgebildet sein. 



   Oberhalb der Kette 6 befindet sich eine Platte 7, auf welcher ein oder mehrere parallel zueinander angeordnete Stopfer 8 in der Bewegungsrichtung der Kette beweglich aufliegen. Wie dargestellt, können diese Stopfer   stufenförmig   ausgebildet sein, sie dienen zum Abtransport der aus dem Schlackenschacht 3 

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 kommenden bereits gelöschten Schlacke. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Platte 7 den Druck von der Schlackensäule aufnimmt. 



   Die Stopfer 8 werden beispielsweise durch Kolbentreibapparate 9 betätigt. Die Kolben 10 dieser Treibapparate sind beispielsweise über Stangen 11 mit dem Stopfer 8 verbunden. Die Zylinder der Treibapparate besitzen zwei Öffnungen 12 und 13, in welche abwechslungsweise unter Druck stehendes Medium eingeführt wird. Durch eine entsprechende Zuführung von diesem unter Druck stehenden Medium kann der Hub derTreibappaiate sowie die Frequenz derHin-undHerbewegung beliebig   eingestellt bzw. der Schlak-   kenmenge und Schlackenbeschaffenheit angepasst werden. 



   Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf   die Austragseinrichtung, und zwar einer Ausführungsform mit   mehreren Stopfern. Die Stopfer können im Gleichtakt, im Gegentakt oder auch mit beliebiger Taktfolge arbeiten. 



  Die Verwendung von mehreren, unabhängigen Stopfern 8 führt erfahrungsgemäss zu einer besseren Abführung der Schlacken ; dies ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere grosse Schlacken gegebenenfalls durch verschiedene Krafteinwirkungen an verschiedenen Stellen gedreht werden, wodurch sich das Gefüge von Schlacken lockert. 



   Die Stopfer können gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Wie bereits an Hand Fig. l erläutert, können die Stopfer treppenförmig ausgebildet sein. Ein derartiger Stopfer ist in Fig. 2 bei 8 gezeigt. Die Stopfer können jedoch auch völlig prismatisch wie die Stopfer 8a, 8b und 8c ausgebildet sein. Die Breite der einzelnen Stopfer kann dabei vorzugsweise so gehalten werden, dass zwischen den Stopfern noch ein Zwischenraum bleibt, wie beispielsweise zwischen den Stopfern 8b und 8c. 



   Durch die Verwendung der beschriebenen Stopfer wird erreicht, dass der Abtransport von Schlacke einerseits und sonstigen Verbrennungsrückständen anderseits getrennt geregelt werden kann. Fernerhinwird erreicht, dass die Schlackensäule nicht auf der Transportkette 6 ruht, so dass diese Kette lediglich für den Abtransport der   Verbrennungsrückstände   dimensioniert sein muss. 



   An Stelle der Kolbentreibapparate 9   können   der bzw. die Stopfer auch von Seiten einer Kurbelwelle oder elektromagnetisch angetrieben werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zum Sctlachenaustrag bei Verbrennungsöfen, für minaerwertige Brennstoffe, bei welchen ein Schlackenschacht mit seinem unteren Ende in einen wassergefüllten Kanal ragt, in welchem die den Schacht verlassenden Schlacken gelöscht und anschliessend wegtransportiert werden, gekennzeichnet durch die gemeinsame Verwendung eines an sich bekannten und in einer Richtung durch den Kanal lau-   fenden Förderbandes   und mindestens eines ebenfalls bekannten hin-und herbewegbaren, unter dem unteren Schachtende befindlichen Stopfers, welcher die   Schlacker     schubweiseauf das Forderband bringenkann.  

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfer durch eisen Kolbentreibapparat mit Kolben und diesen umgebenden Zylinder angetrieben ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfer auf einer stationären Platte aufliegt und auf dieser in der Bewegungsrichtung des Förderbandes verschiebbar ist, wobei das Förderband unter dieser Platte verläuft.
AT332158A 1958-04-14 1958-05-08 Vorrichtung zum Schlackenaustrag bei Verbrennungsöfen AT205638B (de)

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