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. Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glasgestellen für Glühbirnen od. dgl.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von elektrischen Glühbirnen und ähnlichen Einrichtungen, die ein Glasgestell besitzen, in dem ein Pumprohr und zwei auf je einer Seite des Pumprohres angeordnete
Einführungsdrähte durch Quetschung in einem Fussrohr eingeschmolzen sind. Die Erfindung betrifft insbesondere die Herstellung von Glasgestellen für solche Einrichtungen.
Diese Glasgestelle werden gewöhnlich auf einer Maschine hergestellt, die mehrere im Abstand von- einander angeordnete Träger hat, die nacheinander schrittweise in Stellungen bewegt werden, in denen die einzelnen Teilschritte des vorstehenden Verfahrens nacheinander durchgeführt werden.
Beispielsweise werden die verschiedenen zur Herstellung der Glasgestelle erforderlichen Bauteile dem
Träger nacheinander zugeführt, wenn dieser in den entsprechenden Stellungen festgehalten wird.
Die Zuführung der Einführungsdrähte erfolgt gewöhnlich nach der Beladung des Trägers mit dem Fussrohr und dem Pumprohr. Die richtige Stellung der Drähte gegenüber dem Fussrohr und dem Pumprohr wird mit Hilfe von langgestreckten Führungen gewährleistet, die in das Fussrohr eingeführt werden, während der Träger in den entsprechenden Stellungen festgehalten wird, und die mit Schlitzen versehen sind, an denen die Drähte beispielsweise aus einer feststehenden Rutsche heruntergeführt werden, wobei die unteren Enden der Drähte von den Schlitzen in geeignete Stützorgane geführt werden, welche die Drähte in be- . stimmen Stellungen in bezug auf das Fussrohr halten. Diese Führungen werden dann aus dem Fussrohr herausgezogen, damit der Träger zur nächsten Stellung fortgeschaltet werden kann.
Die schrittweise Bewegung ist jedoch nicht immer befriedigend, weil sie die Geschwindigkeit be- grenzt, mit der die Maschine betrieben werden kann und damit auch den erzielbaren Ausstoss.
Ein Weg zur Herabsetzung dieser Schwierigkeit würde darin bestehen. dass man den Träger im Betrieb der Maschine kontinuierlich mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit bewegt. Dabei treten jedoch Schwierigkeiten auf bei der Beladung der Träger mit den verschiedenen Bauteilen. Dies gilt besonders für die Einführungsdrähte, weil es schwierig ist, Führungen der genannten Art in Fussrohre ein- zuführen, während sich diese bewegen.
Die Erfindung bezweckt nun die Schaffung eines Verfahrens und einer Einrichtung zur Zuführung von Einführungsdrähten in Fussrohre und zum Festhalten der Drähte ge- genüber den Fussrohren bei der Herstellung von Glasgestellen für Glühbirnen und ähnliche Einrichtungen, derart, dass die Träger für die Glasgestelle mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit bewegt werden können.
Erfindungsgemäss besteht ein Verfahren zur Zuführung von Einführungsdrähten in Fussrohre und zum Festhalten der Drähte gegenüber den Fussrohren bei der Herstellung eines Glasgestelles der vorgenannten Art für eine Glühbirne oder eine ähnliche Einrichtung darin, dass das Fussrohr mit vertikaler Achse angeordnet und in das Fussrohr von unten ein Halteorgan eingeführt wird, dass die Einführungsdrähte durch Löcher in einem Führungsorgan abwärts geführt werden, das oberhalb des Fussrohres derart angeordnet ist, dass die unteren Enden der Drähte von den Löchern in je eine Halteausnehmung des Halteorgans geführt werden, und dass die Drähte von dem Halteorgan in den Stellungen gehalten werden, in denen sie in das Fussrohr eingeschmolzen werden sollen.
Das Fussrohr wird allgemein so angeordnet, dass das Einschmelzende unten ist. In diesem Falle wird nach der Einführung der Einführungsdrähte in die Ausnehmungen des Halteorgans dieses aus dem unteren Ende des Fussrohres herausgezogen, wobei das Halteorgan die Einführungsdrähte weiter hält, so dass diese in jenen Stellungen gehalten werden, in denen sie in das Fussrohr eingeschmolzen werden sollen.
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Das Halteorgan besteht vorzugsweise aus einem zylindrischen Dorn, der koaxial zu dem Fussrohr angeordnet ist und einen solchen Durchmesser hat, dass er gerade in das Fussrchr hineinpasst. Nach Einführung des Dornes in das Fussrohr werden die Einführungsdrähte durch die Führungslöcher abwärts in in der Aussenfläche des oberen Endteiles des Dornes ausgebildete Längsnuten eingeführt, welche die die Drähte in bezug auf das Fussrohr haltenden Halteausnehmungen bilden.
Wenn die Festlegeausnehmungen wie vorstehend beschrieben die Form von Nuten haben, kann die Einrichtung eine den Dorn umgebende Hülse aufweisen, gegenüber der der Dorn axialbeweglich ist und die so angeordnet ist, dass nach dem Herausziehen des Dornes aus einem Fussrohr im Betrieb der Einrichtung der genutete Teil des Dornes in die Hülse eintritt und diese die unteren Enden der in den Dorn eingeführten Einführungsdrähte in den entsprechenden Haltenuten festhält.
Das Halteorgan kann auch so angeordnet sein. dass es während der Herstellung des Glasgestelles das Pumprohr gegenüber dem Fussrohr festhält. In diesem Falle wird das Pumprohr vorzugsweise durch ein weiteres Lech in dem Führungsorgan abwärts zugeführt und von diesem Loch einer weiteren Halteausnehmung des Halteorgans zugeführt.
Die Teile werden miteinander verschmolzen, während die Einführungsdrähte und das Pumprohr von dem Halteorgan in bestimmten Stellungen gegenüber dem Fussrohr gehalten werden. Dann werden das Halte- und das Führungsorgan von dem Pumprohr und den Einführungsdrähten abgezogen, so dass das fertige Glasgestell von dem Träger abgenommen werden kaun.
Um das Abziehen des Führungsorgans aus dem Bereich der Einführungsdrähte zu ermöglichen, ist das Führungsorgan vorzugsweise als geteilte Muffe ausgebildet, deren zwei Teile auf vertikalen Drehzapfen montiert sind und deren einander zugekehrte Flächen mit Nuten versehen sind, welche bei geschlossener Muffe die genannten Führungslöcher bilden. Die Teile der Muffe können auseinandergeschwenkt werden, um die Abnahme der fertigen Fussrohranordnung von dem Träger zu gestatten.
Eine erfindungsgemässe Einrichtung zur Zuführung der Einführungsdrähte in Fussrohre und zum Festhalten der Drähte gegenüber den Fussrohren bei der Herstellung von Glasgestel1el1 der vorgenannten Art besitzt einen Träger zum Halten eines Fussrohres Mit vertikaler Achse, ein unterhalb des Trägers vertikalbeweglich angeordnetes Halteorgan, das in seinem oberen Endteil mit Halteausnehmungen zur Aufnahme und zum Halten der unteren Enden der Einführungsdrähte versehen ist, Mittel zum Anheben des Halteorgans derart, dass sein oberes Ende um eine vorherbestimmte Strecke in ein in dem Trägereinge- setztes Fussrohr eingeschoben wird, eil.
Führungsorgan, das oberhalb des Halteorgans angeordnet werden kann und Führungslöcher enthält, die bei dieser Anordnung des Führungsorganz, mit den Ausnehmungen des Halteorgans fluchten, und Mittel zur Einführung der Einführungsdrähte in je eines der Führungslöcher bei in ein solches eingeführtem Fussrohr, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass die Löcher die Einfilhrungsdrähte in die entsprechenden Ausnehmungen des Halteorgans führen und dieses die Drähte in den Stellungen hält, in denen sie in das Fussrohr eingeschmolzen werden sollen.
Vorzugsweise hält der Träger das Fussrohr mit dem Einschmelzende nach unten und besteht das Halteorgan aus einem rohrförmigen Dorn, der einen solchen Durchmesser hat, dass er gerade in das Fussrohr passt, und der mit vertikaler Achse in einer unterhalb des Fussrohrträgers angeordneten Dornlagerung gegenüber dieser axialbeweglich gelagert und an seinem oberen Ende mit Halteausnehmungen für die Ein- führungsdrähte in Form von an einander diametral entgegengesetzten Stellen an seiner Aussenfläche angeordneten Längsnuten ausgebildet ist.
Ferner sind Mittel vorgesehen, mit denen der Dorn gegenüber seiner Lagerung derart angehoben werden kann, dass sein oberes Ende um eine vorbestimmte Strecke in ein in dem Träger angeordnetes Fussrohr eingeschoben wird, sowie ein Führungsorgan in Form einer geteilten Muffe mit zwei voneinander getrennten Teilen besteht, die so angeordnet sind, dass sie über dem Dorn zusammengebracht werden können und deren einander zugekehrte Flächen derart genutet sind, dass sie, wenn sie einander berühren, sich im wesentlichen vertikal durch die Muffe erstreckende Führungslöcher bilden, die bei um die vorherbestimmte Strecke in das Fussrohr eingeschobenem Dorn in bezug auf die Haltenuten des Dornes so angeordnet sind, dass die in die entsprechenden Führungslöcher eingeführten Einführungsdrähte von den Löchern in je eine Haltenut des Dornes geführt werden,
sowie Mittel zum Herausziehen des Dornes aus dem Fussrohr nach Einführung der Einführungsdrähte in die Haltenuten, wobei der herausgezogene Dorn die Einführungsdrähte in den Stellungen festhält, in denen sie in das Fussrohr eingeschmolzen werden sollen.
Die beiden Teile der geteilten Muffe sind zweckmässig auf vertikalen Drehzapfen montiert. Die Anordnung weist Mittel zum Drehen der Muffenteile um ihre Drehzapfen in die und aus der Arbeitsstellung über dem Dorn auf.
Der Dorn ist vorzugsweise so ausgebildet, dass er ein in ihn eingeführtes Pumprohr in einer vorher-
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bestimmten Stellung gegenüber einem in dem Träger eingesetzten Fussrohr hält. Die einander zugekehrten Flächen der beiden Teile der geteilten Muffe sind vorzugsweise derart genutet, dass sie, wenn sie einander berühren, ein zusätzliches Führungsloch bilden, durch das ein Pumprohr in den Dom eingeführt werden kann.
Um das Einschmelzen des Pumprohres und der Einführungsdrähte in das Fussrohr zu ermöglichen, nach- dem sie auf der Einrichtung relativ zu dem Fussrohr festgelegt worden sind, sind der Einrichtung eine Einrichtung zum Erhitzen des unteren Endes des Fussrohres zum Erweichen des Glases und einander entgegengesetzte Backen zum Quetschen des weichgewordenen Glases am unteren Ende des Fussrohres zugeordnet, welche das Fussrohr dicht gegen das Pumprohr und die Einführungsdrähte drücken, so dass eine Schmelzstelle gebildet wird.
Die Maschine, auf der die Glasgestelle hergestellt werden, besitzt vorzugsweise einen Hauptträger, der sich im Betrieb der Maschine um eine vertikale Achse dreht und mehrere im Kreis verteilte Halter trägt, die beim Umlauf des Hauptträgers eine Kreisbahn bescbreiben und je einen Fussrohrträger mit einem damit zusammenwirkenden Dorn und ein Führungsorgan, wie vorstehend beschrieben, aufweisen, ferner Mittel, die jedem dieser Halter bei dessen Kreisbewegung nacheinander das Fussrohr, das Pumprohr und die Einführungsdrähte zuführen.
Mittel zum Einschmelzen des Pumprohres und der Einführungsdrähte in das Fussrohr, während diese Teile in vorherbestimmten Stellungen gehalten werden, und Mittel zum anschliessenden Abnehmen der fertigen Fussrohranordnungen von den entsprechenden Haltern.
Diese Maschine hat den Vorteil, dass sie so ausgebildet werden kann, dass der Träger mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit umläuft. Insbesondere ist es nicht notwendig, dass der Träger jedesmal vorübergehendangehalten wird, wenn ein Einführungsdraht in ein Fussrohr eingeführt und gegenüber diesem festgehalten wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Dorn, der zum Halten der Drähte in jedes Fussrohr-eintritt, mit dem Halter umläuft und nicht wie bei den Führungen der vorstehend beschriebenen bekannten Maschinen feststeht.
Nachstehend wird ein für die Herstellung vonGlasgestellen für elektrische GlühbirnenbestimmtesAus- führungsbeispiel der Erfindung an Hand der Fig. l-S der Zeichnungen beschrieben. Darin zeigt Fig. 1 die Maschine zur Herstellung der Glasgestelle schematisch in Draufsicht während Fig. 2 bis 5 teilweise geschnittene Ansichten eines Teiles der Einrichtung zur Erläuterung von aufeinanderfolgenden Phasen bei der Herstellung eines solchen Glasgestelles zeigen..
Gemäss Fig. 1 besitzt die Einrichtung zur Herstellung der Glasgestelle einen kreisförmigen Tisch 1, der koaxial auf einer vertikalen Welle montiert ist, die im Betrieb der Einrichtung mit im wesentlichen konstanter Winkelgeschwindigkeit angetrieben wird, so dass sich der Tisch in der durch den Pfeil 2 angedeuteten Richtung dreht. Auf dem Tisch sind auf dem Umfang eines zu dessen Drehachse zentrischen Kreis verteilt eine Anzahl von Haltern 3 zur Halterung der verschiedenen Bestandteile angeordnet, die zur Herstellung der Glasgestelle erforderlich sind. Diese Halter beschreiben beim Drehen des Tisches die gleiche Kreisbahn. Die verschiedenen Bestandteile werden jedem der Halter 3 nacheinander zugeführt, während dieser mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit die genannte Kreisbahn beschreibt.
Zu diesem Zweck sind geeignete Beladeeinrichtungen 5 bis 8 vorgesehen, die an feststehenden Stellen um den Tisch herum angeordnet sind. Die Quetschung zum Zusammenschmelzen der Bestandteile erfolgt, während diese von dem Halter in vorherbestimmten Stellungen gehalten werden. Dann wird das fertige Glasgestell von . dem Halter entfernt und mitHilfe einer beliebigen geeigneten Überführungseinrichtung 9 einer Glühfaden- montiermaschine zugeführt.
Gemäss Fig. 3 besitzt jeder Halter 3 ein Backenpaar 10, das ein geflanschtes Fussrohr 11 so halten kann, dass seine Achse vertikal und sein geflanschtes Ende 12 oben angeordnet ist. Unterhalb der Backen ist eine Führung 13 in Form einer zylindrischen Hülse mit vertikaler Achse angeordnet. In dieser Führung ist ein rohrförmiger Dorn 14 frei axialverschiebbar, aber nicht relativ zu der Führung verdrehbar gelagert.
Die Backen 10 sind so angeordnet, dass ein von ihnen gehaltenes Fussrohr 11 im wesentlichen koaxial zu dem Dorn gehalten wird. Der Dorn 14 hat einen solchen Durchmt : sser, dass er gerade in das Fussrohr hineinpasst.
Das untere Ende des Dornes 14 wird von einem beweglichen Träger 15 getragen, der seinerseits auf einer frei verschiebbaren vertikalen Säule 16 montiert ist, so dass der Dorn 14 während der Kreisbewegung des Halters gehoben und gesenkt werden kann. Die Bewegung des Trägers wird mit Hilfe einer feststehenden zylindrischen Nocke 17 bewirkt, die an einer von dem Träger getragenen Rolle 18 angreift. Wenn ein Fussrohr 11 von der Beladeeinrichtung 5, die jede beliebige geeignete Ausbildung haben kann zwischen die Backen 10 eingesetzt worden ist, wird der Dom 14 so angehoben, dass er gemäss Fig. 3 in das Fussrohr eintritt. Die Aufwärtsbewegung des Dornes hört auf, wenn sein oberes Ende knapp über das ge-
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flanschte Ende des Fussrohres vorsteht.
Das obere Ende des Domes 14 ist in seiner Aussenfläche mit zwei Längsnuten 19 versehen, die sich eine bestimmte Strecke an dem Dom abwärts erstrecken und einander diametral entgegengesetzt angeordnet sind. Diese Nuten dienen zum Halten der Einführungsdrähte gegenüber dem Fussrohr.
Jedem Halter ist eine geteilte Muffe 20 zugeordnet, die so angeordnet ist, dass sie sich knapp über dem geflanschten Ende eines von den Backen 10 gehaltenen Fussrohres befindet. Die Muffe ist in einer Vertikalebene geteilt. in der die Achse des Domes 14 liegt. Die beiden Muffenteile sind auf vertikalen Drehzapfen montiert, so dass sie in einer horizontalen Ebene auseinanderbewegt werden können,
Die einwärtsgekehrte Fläche jedes Muffenteiles ist mit einer halbzylindrischen vertikalen Nut 22 versehen. Diese Nuten bilden bei geschlossener Muffe ein zylindrisches Loch, durch das, wie nachstehend beschrieben wird, das Pumprohr in den Dorn eingeschoben wird.
Auf beiden Seiten dieser Nuten sind die Flächen der beiden Teile der geteilten Muffe so ausgenommen, dass sie bei geschlossener Muffe zwei trichterförmige, oben weitere Löcher 23 bilden, die sich annähernd vertikal durch die Muffe erstrecken, und so angeordnet sind, dass diese Löcher mit je einer Nut 19 des Doms fluchten. Fig. 3a zeigt eine Draufsicht auf den Halter mit der geteilten Muffe 20 in Scl1liessstellung.
Die Bewegung der beiden Teile der Muffe 20 wird zweckmässig ebenfalls mit Hilfe einer entsprechenden Nockenanordnung gesteuert.
In der dargestellten Anordnung ist jeder Teil der Muffe 20 am äusseren Ende eines Hebels 25 angebracht, der sich in bezug auf die Drehachse des Tisches 1 allgemein auswärts erstreckt und zwischen seinen beiden Enden mit Hilfe des drehzapfens 21 mit einem Träger 30 verbunden ist. Das innere Ende jedes Hebels 25 ist über einen entsprechenden Lenker 40 mit einem Kolnen 26 gekuppelt, der in einer horizontalen zylindrischen Ausnehmung 27 des Trägers 30 frei verschiebbar ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass beim weiteren Einschieben des Kolbens in das Loch die Hebel 25 um den Drehzapfen 21 bewegt werden und ein Öffnen der Muffe 20 bewirken. Normalerweise uird der Kolben 26 von einer in der Ausnehmung angeordneten Feder 28 in der Richtung der Drehachse des Tisches 1 aus der Ausnehmung 27 herausgedrückt.
In dieser Stellung des Kolbens wird die Muffe geschlossen gehalten. Die Muffe 20 wird beim Umlauf des Tisches 1 automatisch mittels einer feststehenden Nockenscheibe 29 geöffnet, gegen die eine von dem einwärtsgerichteten Ende des Kolbens 26 getragene Rolle 39 von der Feder 28 angedrückt wird.
Die Nockenscheibe 29 ist so angeordnet, dass sie das Schliessen jeder der geteilten Muffen 20 gestattet, wenn sich der entsprechende Halter 3 der Beladeeinrichtung 6 nähert. In dieser Stellung wird ein erster Einführungsdraht 34 (von der in elektrischen Glühbirnen üblichen vierteiligen Ausbildung mit eingeglaster Schmelzsicherung) in ein entsprechendes trichterförmiges Loch 23 der geteilten Muffe eingeführt. Die Beladeeinrichtung 6 kann jede geeignete Ausbildung haben. Das untere Ende des Einführungsdrahtes 34 wird von dem Loch 23 in die entsprechende Nut 19 des Dornes 14 geführt, wobei die Ränder des oberen Endes der Nut zweckmässig abgeschrägt sind, um ein leichtes Hineinfallen des Drahtes in die Nut zu gestatten.
Der Einführungsdraht 34 kommt schliesslich mit seinem unteren Ende auf dem das untere Ende der Nut 19 abschliessenden Teil des Domes zum Anschlag (Fig. 3).
An einer darauffolgenden Stelle der Bahn des Halters 3 wird von der Beladeeinrichtung 7 ein Pumprohr 35 durch das unmittelbar über der Bohrung des Domes liegende zylindrische Loch 22 der geteilten Muffe 20 in den Dorn 14 eingeführt. Zur Erleichterung dieses Vorganges sind sowohl das zylindrische Loch der Muffe als auch die Bohrung des Domes am oberen Ende erweitert. Die Bohrung des Domes 14 ist nur wenig grösser als der Aussendurchmesserdes Pumprohres 35. so dass der Dorn das Pumprohr zentral in dem Fussrohr hält (Fig. 4). Eine in der Bohrung des Domes liegende Haltestange 36 begrenzt die Abwärtsbewegung des Pumprohres und hält es axial in bezug auf das Fussrohr.
Dann wird mit Hilfe der Beladeeinrichtung der zweite Einführungsdraht 37 in das andere trichterförmige Loch 28 der geteilten Muffe 20 eingeführt und von diesem Loch in die zweite Nut 19 des Domes 14 geführt. Das obere Ende dieser Nut 19 ist wie bei der ersten Nut abgeschrägt.
Jetzt wird der Dorn 14 eine bestimmte Strecke abwärtsbewegt (Fig. 5), wobei er das Pumprohr 35 und die Einführungsdrähte 34,37 nach unten mitnimmt, bis sie in der richtigen Stellung fir den Quetschvorgang sind. Der genutete Teil des Domes tritt jetzt in die Führungshülse 13 ein, welche die unteren Enden der Einführungsdrähte in den entsprechenden Haltenuten 19 festhält.
Nunmehr wird das untere Ende des Fussrohres erhitzt und das von der Hitze weichgewordene Glas einwärts auf das Pumprohr und die Einführungsdrähte einfallen gelassen, worauf der Einschmelzvorgang dadurch vervollständigt wird, dass das Glas am unteren Ende des Glasgestelles zwischen einem Paar einander entgegengesetzter Hämmer gequetscht wird, wie dies in bekannten Quetschschmelzmaschinen der Fall ist.
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Die Erhitzungseinrichtung und die Hämmer sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Dann wird mittels einer auf das obere Ende des Pumprohres aufgesteckten und an eine (nicht gezeigte) Pumpe angeschlossenen Leitung 38 Luft durch das Pumprohr geblasen, so dass an der Seite der gequetschen Stelle ein Loch ausgebildet wird, das einen Verbindungskanal zwischen dem Pumprohr 35 und dem Inneren des Glaskolbens bildet, wenn dieser an dem geflanschten Ende 12 der Fussrohranordnung angeschmolzen wird. Darauf werden die einander entgegengesetzten Hämmer ein zweites Mal geschlossen, um die Einschmelzstelle entsprechend den bekannten Glühbirnenherstellungsverfahrenendgültig zu formen.
Nachdem dies erfolgt ist, werden der Dorn 14 und die gegenüber der Säule 16 ebenfalls vertikalbewegliche zylindrische Führungshülse 13 weiter abwärts gezogen, so dass sie das Pumprohr 35 und die Einfübrungsdrähte 34, 37 freigeben. Die Bewegung der Führungshülse kann in jeder geeigneten Weise gesteuert werden. beispielsweise mit einer (nicht gezeigten) weiteren Nockenanordnung. Dann wird das Glasgestell mit einer geeigneten Überführungseinrichtung 9 von dem Halter abgezogen. Die das Fussrohr 11 haltenden Backen 10 und die die oberen Enden des Pumprohres und der Einführungsdrähte umgebende geteilte Muffe 20 sind so angeordnet, dass sie sich öffnen, wenn das Glasgestell an der Üoerfilhrungseinrich- tung angreift um die Entnahme des Glasgestells aus dem Halter zu ermöglichen.
In manchen Fällen kann die geteilte Muffe gegebenenfalls auch bereits geöffnet werden, ehe der Halter die Überführungseinrichtung erreicht.
Das Glasgestell wird jetzt von der Überfahrungseinrichtung 9 einer weiteren Maschine zur weiteren Bearbeitung, z. B. zum Anbringen des Glühfadens an den Einführungsdrähten zugeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Glasgestells für eine Glühbirne oder eine ähnliche Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fussrohr (, ll) mit vertikaler Achse angeordnet und in das Fussrohr von unten ein Halteorgan (14) eingeführt wird, dass die Einführungsdrähte (, 34, 37) durch Löcher (23) in einem Führungsorgan (20) abwärts geführt werden, das oberhalb des Fuss : ohres derart angeordnet ist, dass die unteren Enden der Drähte von den Löchern in je eine Halteausnehmung (19) des Halteorganes geführt werden, und dass die Drähte von dem Halteorgan in den Stellungen gehalten werden, in denen sie in das Fussrohr eingeschmolzen werden sollen.