AT205325B - Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates

Info

Publication number
AT205325B
AT205325B AT549556A AT549556A AT205325B AT 205325 B AT205325 B AT 205325B AT 549556 A AT549556 A AT 549556A AT 549556 A AT549556 A AT 549556A AT 205325 B AT205325 B AT 205325B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
carotenoid
carotene
production
feed
coloring
Prior art date
Application number
AT549556A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Application granted granted Critical
Publication of AT205325B publication Critical patent/AT205325B/de

Links

Landscapes

  • Fodder In General (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrung- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates durch Lösung von Carotinoidfarbstoffen in essbaren Carotinoidlösungsmitteln. 



   ss-Carotin ist ein natürlicher öllöslicher Farbstoff, der in steigendem Masse zur Färbung von Fetten und Ölen,   z. B. Margarine, Butter,   Speisefett usw. verwendet wird. Nun ist das reine, kristallisierte 6-Carotin nicht nur recht oxydationsempfindlich, sondern auch in den üblichen Lösungsmitteln so schwer löslich, dass es bisher nicht gelungen ist, eine den   Bedürfnissen   der Fett- und Ölindustrie entsprechende befriedigende Gebrauchsform zu finden. Es ist z. B. unzweckmässig, das reine kristallisierte   ss-Carotin   dem zu färbenden Fett bzw. Öl direkt zuzumischen, denn die Carotinkristalle lösen sich so langsam auf, dass es auf diese Weise praktisch unmöglich ist, eine gleichmässige Färbung zu erzielen.

   Man hat deshalb versucht, der Öl-und Fettindustrie das Carotin in Form von gesättigten Lösungen in Öl zur Verfügung zu stellen. Solche Lösungen weisen jedoch einen sehr niedrigen Carotingehalt auf ; sie enthalten im allgemeinen weniger   als l % ss-Carotin, so dass   sie den Nachteil einer sehr   grossen Ballastmenge besitzen.   Zudem besteht bei solchen Lösungen die Gefahr, dass bei der Lagerung ein Teil des   ss-Garotins auskristalli-   sieren kann, so dass auch diese Gebrauchsform nicht befriedigt. 



   Es ist auch   ein Verfahren zur Konzentrierung von carotinoi. dhaltigen Ölenbekanntgeworden,   bei welchem man diese Öle während kurzer Zeit und bei einer bestimmten Temperatur mit sauren Erden in Kontakt bringt und das adsorbierte'Öl nachfolgend eluiert. Nach diesem Verfahren sollen Konzentrate bis zu   7%   an Gesamtcarotinoiden erhalten werden. Diese Konzentrationsabgabe ist jedoch so zu verstehen, dass man bei der Bestimmung der Gesamtcarotinoide ausser den Carotinoidfarbstoffen auch die natürlichen Begleitstoffe, wie z. B. Chlorophyll, miterfasst hat, wie sie bei den natürlich erhältlichen Produkten vorhanden sind. Wie vorstehend angeflihrt, ist die maximale Löslichkeit von Carotinoiden eine physikalische Gesetzmässigkeit, die durch Adsorptions- und nachfolgende Eluierverfahren nicht durchbrochen werden kann. 



   Ferner sind Dispersionen von Mikrokristallen von Carotin in Öl oder Fett bekannt, welche beim Einrühren in erwärmte Fette bzw. Öle verhältnismässig rasch zu klaren Lösungen führen. Indessen können solche Dispersionen von Carotinmikrokristallen Fleckenbildung im fertigen Produkt hervorrufen, wenn nach dem Lösungsvorgang noch einzelne feste Carotinmikrokristalle ungelöst bleiben. Bei Suspensionen von mikrokristallinem   ss-Carotin in Öl   besteht zudem die Gefahr, dass bei der Lagerung eine gewisse Sedimentierung eintritt, die zu ungleichmässigen Färbungen führen kann. Um eine solche Fleckenbildung zu vermeiden, ist es deshalb notwendig, diese Dispersionen mit dem zu färbenden Öl oder Fett oder Teilen davon zu erwärmen, bis die letzten Kristalle sicher in Lösung gegangen sind. Deshalb ist auch diese Gebrauchsform nicht ideal. 



   Es wurde dehalb nach einer weiteren Methode gesucht, welche den Bedürfnissen der   Öl-und Fett -   industrie bezüglich Einfachheit der Handhabung, Gleichmässigkeit der Färbekraft, Stabilität, usw. voll entsprechen würde. 



   Es wurde nun gefunden, dass ein den gestellten Bedingungen voll gerecht werdendes Carotinoidprä- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 parat erhalten wird, wenn zur Herstellung eines hochkonzentrierten Carotinoidpräparates ein kristallisierter Carotinoidfarbstoff in einer Konzentration von mindestens 3   Gew. - 0/0,   bezogen auf die Gesamtmenge des Präparates, durch Erwärmen auf   über 1000   C in einem bei Zimmertemperatur festen Carotinoidlösungsmittel gelöst und diese den Carotinoidfarbstoff gelöst enthaltende Schmelze so rasch abgekühlt wird, dass eine Kristallisation des gelösten Carotinoidfarbstoffes vermieden wird. 



   Als Carotinoidfarbstoff wird vorzugsweise ss-Carotin verwendet. Das erfindungsgemäss hergestellte Präparat ist aber auch für die Färbung von Ölen und Fetten mit andern Carotinoidfarbstoffen,   z. B.   Bis-dehydro-carotin, Lycopin, Isozeaxanthin, Zeaxanthin und weiteren Homologen desss-Carotins, geeignet. 



   Als Carotinoidlösungsmittel eignen sich insbesondere bei Zimmertemperaturfeste,höhere aliphatische Alkohole, insbesondere die sogenannten Wachsalkohole,   z. B. Cetylalkohol, höhere   aliphatische   Säuren, z. B. Palmitinsäure,   Margarinsäure, Stearinsäure, oder deren bei Zimmertemperatur festen Ester,   z. B. Palmitinsäurecetylester   oder   Monostearinsäureglycerylester   oder Gemische dieser Stoffe. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten hochkonzentrierten, zum Färben von   Nahrungs-und Futtermit-   teln geeigneten Carotinoidpräparate stellen wachsartige, dunkelrotgefärbte, feste Stoffe dar, welche in Mengen, die den in der Praxis zum Färben verwendeten   C. s, rotinoidmengen   entsprechen, in Ölen oder erwärmten Fetten sehr rasch und klar in Lösung gehen. 



   Beim erfindungsgemässen Verfahren wird die Trägermasse auf über 1000 C erwärmt, weil sich die Carotinoide darin oberhalb 1000 C besonders rasch lösen und nach dem   AbhtiMea auch   in den zu färbenden Ölen und Fetten besser löslich sind. Die   Endkonzentration des CarotinoM ?.-   im Carotinoidlösungsmittel beträgt mindestens   3 %, vorzugsweise   etwa   15 ci,  
Die erfindungsgemäss hergestellten Produkte lassen sich zu dünnen Tafeln, ähnlich den Schokoladetafeln, verformen und eignen sich in dieser Form, z. B. wenn man die Tafeln mit   Bruchrülen versieht,   ganz besonders zum einfachen Dosieren der zum Färben bestimmter Öl-bzw.

   Fettchargen erforderlichen   Carotinoidmengen.   Eine bevorzugte Ausführungsform des   erfindungsgemässen   Verfahrens besteht darin, dass man die erhaltene heisse Lösung durch   Versprühen   abkühlt, wodurch die feste Lösung in Form von 
 EMI2.1 
 die feste Lösung in Form von Schuppen anfällt. Die dabei erhaltenen Präparate stellen ein freifliessendes Produkt dar, das leicht umgeschüttet, gewogen oder abgefüllt werden kann. In den erfindungsgemäss hergestellten Präparaten sind die Carotinoide vor der Oxydation zwar schon weitgehend geschlitzt, es kann jedoch trotzdem empfehlenswert sein, in gewissen Fällen Präparate zu verwenden, welche geringe Mengen von Antioxydantien, z.B. Tocopherol und/oder Ascorbylpalmitat usw. enthalten.

   Zu diesem Zweck werden dem Lösungsmittel vor dem Lösen des Carotinoids die entsprechenden Antioxydationsmittel in einer Konzentration von bis zu   l %   des Fertigproduktes zugesetzt. 



   Das erfindungsgemäss hergestellte Präparat eignet sich zur Herstellung von konzentrierten öligen Lösungen, welche zur Färbung von Lebens- und Futtermitteln verwendet werden können. Es ist aber auch ganz besonders geeignet zur direkten Färbung   ven   Nahrungsmitteln, wie beispielsweise Fette, Öle, Margarine usw. 



   Beispiel 1: 85 g Cetylalkohol werden auf 120-130  C erwärmt, mit 0.   2 g   Ascorbylpalmitat und anschliessend mit 15 g ss-Carotin versetzt. Sobald alles   ss -Carotin   gelöst ist, giesst man die Lösung in eine zum Giessen von Tafeln geeignete Metallform, welche sich in einem Kühlbad befindet. Die Kühlung muss so stark sein, dass der Cetylalkohol erstarrt, bevor das   B -Carotin   Zeit zum Auskristallisieren findet, und die Schichtdicke soll nicht wesentlich mehr als 5 mm betragen. Die erhaltene dunkelrotgefärbte Tafel genügt, um 2-3 Tonnen Margarine eine schöne buttergelbe Färbung zu verleihen. 



   Beispiel 2:85kgCetylalkohol werden auf   120 - 1300   C erwärmt, mit 500 g Tocopherol und 200 g 
 EMI2.2 
 
Dieeheisse, klareÖffnungen von 0, 4 mm Durchmesser aufweist, in eine CO2-Atmosphäre versprüht, Bei dieser Arbeitsweise erhält man ein freifliessendes rotbraunes Pulver, welches aus Kügelchen mit einem Durchmesser von etwa 0,6 mm besteht. 



   Beispiel 3: Man erwärmt 70 g Palmitinsäure auf   120-130    C, versetzt mit 0, 5 g Tocopherol und anschliessend mit 30 g   B -Carotin.   Sobald alles B -Carotin gelOst ist, giesst man die Lösung inFormen 
 EMI2.3 
 



   Beispiel 4 : In dem Verfahren gemäss Beispiel 1 ersetzt man den Cetylalkohol durch die gleiche Menge Cetylpalmitat und gewinnt die Färbepräparate, das gleich verwendet werden kann wie dasjenige nach Beispiel 1. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



     Beispiel 5 : In dem   Verfahren gemäss Beispiel lersetzt man das   ss -Carotin   durch die gleiche Menge 15,   15'-Dehydro-ss - carotin.   Das gewonnene Präparat ergibt eine etwas gelbere Färbung als das   J3-Carotin enthaltende Präparat.    



   Beispiel   6 : Man erwärmt 85   g Cetylalkohol auf 120-130 C, versetzt mit 0,2g Ascorbylpalmital   uid anschliessend mit 15 gLycopin. Sobald   alles Lycopin gelöst ist, versprüht man die Lösung, wie im Beispiel 2 angegeben, und erhält ein Färbepulver von dunkelroter Farbe, das sich besonders gut zur Erzielung rötlicher Farbtöne eignet. 



   Beispiel 7 : Man erwärmt90g destilliertes Glycerin-monostearat (mit einem Gehalt an Monoester von   etwa 85 lo)   auf 1400 C und versetzt es mit 0,5 g Tocopherol und 10 g ss-Carotin. Die Schmelze wird nun durch Aufgiessen auf gekühlte Metallwalzen rasch abgekühlt. Die erstarrte Masse lässt sich von der Walze in Form von Schuppen ablösen. Dieses Produkt kann unter   KUhlen   mit festem Kohlendioxyd weiter zerkleinert und in ein freifliessendes, feines Granulat   Ubergeführt   werden. 



   Beispiel 8 : Man erwärmt 88 g eines Stearinglycerinsäureesters, welcher neben vorwiegend Diund wenig Triester etwa 55 % Glycerinmonostearat enthält, auf 1400 C, versetzt mit 0,2 g Ascorbylpalmitat und 12 g   8 -Carotin.   Sobald alles   ss-Carotin   gelöst ist, giesst man die Lösung unterraschem Kühlen auf gekühlte Walzen, wie in Beispiel 7 angegeben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- una Futtermitteln geeigneten Carotinoid-   präparates durch Lösen   von Carotinoid-Farbstoffen in essbaren Carotinoid-Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung eines hochkonzentrierten Carotinoid-Präparates ein kristallisierter Carotinoid-Farbstoff in einer Konzentration von   mindestens 3 Gew.-lo,   bezogen auf die Gesamtmenge des Präparates, durch Erwärmen auf über 1000 C seinem bei Zimmertemperatur festen Carotinoid-LSsungsmittel gelöst und diese   denCarotinoid-Farbstoff   gelöst enthaltende Schmelze so rasch abgekühlt   wird, dass   eine Kristallisation des gelösten Carotinoid-Farbstoffes vermieden wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Carotinoid-Lösungsmittel bel Zimmertemperatur feste, höhere aliphatische Alkohole oder höhere aliphatische Säuren oder deren Ester bzw. Gemische derselben verwendet werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene heisse Lösung durch Versprühen abkühlt, wodurch die feste Lösung in Form von Kügelchen anfällt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene heisse Lösung auf gekühlte Metallwalzen ausgiesst, wodurch die feste Lösung in Form von Schuppen anfällt.
AT549556A 1955-09-30 1956-09-13 Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates AT205325B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH205325X 1955-09-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT205325B true AT205325B (de) 1959-09-25

Family

ID=4444564

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT549556A AT205325B (de) 1955-09-30 1956-09-13 Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT205325B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69404885T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Wirkstoffe enthaltenden Kügelchen
DE3136742C2 (de)
DE19652287A1 (de) Karotinoidöl-Trockenpulver sowie Verfahren zu seiner Herstellung
DE4200728A1 (de) Stabile, fluessige praeparate fettloeslicher substanzen
EP2188250B1 (de) Verfahren zur herstellung von öligen lösungen von astaxanthin-derivaten
DE1910062B2 (de) Pflanzliches Margarinefett
DE1211911B (de) Verfahren zur Herstellung eines insbesondere zum Faerben von Lebens- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpraeparates
DE3232067C2 (de)
DE3248540C2 (de)
AT205325B (de) Verfahren zur Herstellung eines zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpräparates
DE3708690A1 (de) Mit oel oder fett beschichtete teilchenfoermige 5&#39;-ribonucleotide, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE1246718B (de) Verfahren zur Herstellung von sulfonierten Fettsaeuren bzw. sulfonierten Fettsaeureestern und gegebenenfalls deren Salzen
CH338350A (de) Zum Färben von Nahrungs- und Futtermitteln geeignetes Carotinoidpräparat
DE1054317B (de) Verfahren zur Herstellung eines zum Faerben von Nahrungs- und Futtermitteln geeigneten Carotinoidpraeparates
DE2943267A1 (de) Verfahren zur herstellung von feinstverteilten carotinoiden
DE523518C (de) Verfahren zur Gewinnung von Oxydationsprodukten aus Kohlenwasserstoffen
DE2511644C3 (de) Dispersionen von Gemischen aus Fettsäuremonoglyceriden und Fettsäurediglyceriden und deren Verwendung
DE738604C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrosolen mit waehlbarer Gestalt und waehlbarer Groesse der kolloiden Teilchen
US2874058A (en) Carotenoid preparations
DE1617435C3 (de) Lippenstift
DE2654743A1 (de) Therapeutikum zur externen behandlung von schuppenflechte (psoriasis), flechten und ekzemen
DE1617309C3 (de) Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten mit Vitamingehalt
DE19507203A1 (de) Kosmetische und/oder pharmazeutische Zubereitungen
DE1931735A1 (de) Mit Metallflitter durchsetztes kosmetisches pastenartiges Erzeugnis und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2106127A1 (de) Fettprodukte und Verfahren zu deren Herstellung