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Badeeinrichtung für Erfrischungszwecke
Gegenstand der Erfindung ist eine Badeeinrichtung für Erfrischungszwecke, mit welcher angestrebt wird, badende Personen der Wirkung von Kohlensäuregas und von Wasserstrahlen gleichzeitig auszusetzen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Verabreichung eines Kohlensäure-WasserGemisches unmittelbar an badende Personen eine an die Zufuhrleitung des Gemisches angeschlossene Brause vorgesehen ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Badeeinrichtung in Ansicht, Fig. 2 ist ein Schnitt durch ein in dieser Einrichtung verwendetes Mischventil in grösserem Massstabe und Fig. 3 stellt ein Mischventil anderer Ausführung in Ansicht dar.
Zum Betriebe der Einrichtung kann jede beliebige Wasserquelle dienen, beispielsweise Wasserleitungen, Zisternen, Wasserspeicher, Durchlauferhitzer u. a. Gemäss Fig. 1 ist ein Warmwasserspeicher 1 verwendet, in dessen Ablauf 2 ein Zweiweghahn 3 eingebaut ist. An diesen ist einerseits ein zum Füllen einer Wanne dienendes Ablaufrohr 4, anderseits ein Mischventil 5 angeschlossen. Diesem wird durch eine Leitung 6 Kohlensäuregas zugeführt, so dass durch den an das Mischventil anschliessenden Krümmer 7 und den Schlauch 8 ein Strom von Wasser und Kohlensäure fliesst. Zur innigen Mischung dieser beiden Medien ist zwischen das Ende des Schlauches 8 und den Kopf 9 einer Brause eine Mischvorrichtung 10 geschaltet, die beispielsweise durch ein Rohr gebildet wird, in welchem Querwände mit gegeneinander versetzten Durchtrittsöffnungen angebracht sind.
Eine Ausführungsform des Mischventils ist aus Fig. 2 zu entnehmen. Das Ventilgehäuse besitzt vier Rohrstutzen 11, 12,13 und 14, die in der genannten Reihenfolge zum Einlass und zum Auslass des Wassers, zur Zufuhr der Kohlensäure und zur Unterbringung der Betätigungsorgane dienen. In dem Stutzen 14 ist eine Kammer 15 vorgesehen, die durch einen Kanal 17 mit dem Auslassstutzen 12 in Verbindung steht. Eine ihrer Wände wird durch eine Membrane 16 gebildet, auf die mittels einer durch ein Handrad 18 zu betätigenden Schraubenspindel 19 ein Druck ausgeübt werden kann.
An die zur Kohlensäurezufuhr dienende Leitung 6 schliesst eine Düse 20 an, welche in die Kammer 15 mündet, indem sie eine Wand der Kammer durchdringt, wobei ihr Mündungsrand 21 aus dieser Wand vortritt. Diese Wand ist auch mit einem die Mündung der Düse umgebenden, in die Kammer 15 vorragenden Ringwulst 22 versehen. Bei der aus der Zeichnung ersichtlichen Stellung der Spindel 19 befindet sich die Membrane 16 im Abstand von dem Mündungsrand 21 und dem Ringwulst 22, so dass Kohlensäure aus der Leitung 6 durch die Düse 20 in die Kammer 15 und durch den Kanal 17 in den Wasser führenden Auslaufstutzen 12 gelangen kann. Wird mittels der Spindel 19 ein Druck auf die Membrane 16 ausgeübt, so legt sich diese an die Mündung der Düse und an den Ringwulst an und sperrt die Kohlensäurezufuhr.
Es ist auch möglich, das Mischventil in der Weise auszubilden, dass durch die mittels des Handrades betätigte Spindel 19 Wasser-und Kohlensäurezufuhr gleichzeitig gesperrt bzw. freigegeben werden. Zu diesem Zweck ist der Einlassstutzen 11 für die Zufuhr des Wassers nicht mit dem Auslassstutzen 12 zu verbinden, sondern mündet in die Kammer 15, die entsprechend grösser zu bemessen ist.
Das Mischventil gemäss Fig. 3 eignet sich insbesondere für Kohlensäureverabreichungen von kurzer Dauer. Es unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 2 dadurch, dass der Druck auf die Membrane zwecks Sperrung der Zufuhr nicht durch eine Schraubenspindel, sondern durch eine kräftige Druckfeder ausgeübt wird, die in dem am Ventilgehäuse 5 angebrachten Federgehäuse 23 angeordnet ist. Zum Öffnen des Durchgangs dient ein Handhebel 24, durch dessen Abwärtsdrücken die Feder von der Membrane weggedrückt und diese demnach entlastet wird. Der Durchfluss von Wasser und Kohlensäure bzw. die Beimengung von Kohlensäure zum Wasser erfolgt demnach nur so lange, als der Hebel 24 niedergehalten
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wird.
Diese Ausführungsform zeigt auch, dass eine turbinenartige Mischvorrichtung 25 verwendet werden kann, die unmittelbar an das Mischventil 5 angeschlossen ist.
Die Steuerung der Kohlensäurezufuhr kann auch mit einem ausserhalb des Mischventils angeordneten Absperrorgan für die Wasserzufuhr verbunden werden. Beispielsweise kann in Brausebädern, in welchen das Absperrorgan für die zum Kopf der Brause führende Leitung durch einen Fusstritt geöffnet wird, dieser Fusstritt mit dem Hebel 24 zwangsläufig verbunden sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Badssinrichtung für Erfrischungszwecke, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verabreichung eines Kohlensäure-Wasser-Gemisches unmittelbar an badende Personen eine an die Zufuhrleitung des Gemisches angeschlossene Brause (9) vorgesehen ist.